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60_III_195

BGE 60 III 195

Bundesgericht (BGE) ·III · 1934-01-01 · Deutsch CH
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50. Auszog aas dem Enttcheld vom a. Dezember 1934

i. S. Parner & Cie A.-G.

Art. 96 und 106-109 SchKG. Wird eine gepfändete Sache mit

Zustimmung des Betreibungsamtes durch eine andere Sache

oder eine Geldhinterlage dergestalt ersetzt, dass das Betreibungsamt unter Ausschluss des Schuldners die Verfügungs.

gewalt erhält, so bedarf es keiner nauen Pfändung, und ein

allfällig bereits angehobenes Widerspruchsverfahren nimmt

ungehemmt seinen Fortgang, indem die neue Sache oder die

Geldsumme an die Stelle des ursprünglichen Pfä.ndungsobjektes getreten ist.

Art. 96 et 106 A 109 LP. Lorsque, avec l'autorisation du prepos6,

la chose saisie est rempJacee par un autra objet ou par un dep6t

d'argent de ma.niere que l'office en ait la ma.itrise A l'exclusion

du dt%iteur, une nouvelle saisie est superflue et une procedure

en revendica.tion introduite entre temps peut suivre BOn cours,

le nouvel objet ou Ja somme d'argent etant substitue A Ja chose

saisie en premier lieu.

Art. 96 e 106.109 LEF. Qualora la oosa pignomta sm stata sostituita col consenso dell'ufficio da un'altm 008&.0 da un deposito

in denaro, in modo che l'ufficio ne disponga ad esclusione

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 50.

deI debitore, 'non oecorre un nuovo pignoramento e un pro·

eedimento di rivendicazione iniziato nel frattempo puö essere

continuato, dato ehe il nuovo oggetto ha sost.ituito la cosa

pignorata prima.

Vom S c h u 1 d n e r für veräusserte oder untergegangene Pfändungsobjekte empfangene Ersatzstücke fallen

freilich nicht ohne weiteres in den Pfandungsnexus, sondern

müssen neu gepfändet werden (BGE 58 III Nr. 20). Anders

verhält es sich aber, wenn Ersatzstücke beschafft werden,

um eben an die Stelle der gepfandeten Sachen in den

Pfändullgsnexus einzutreten, und dies auch dergestalt bewerkstelligt wird, dass das B e t r e i b u n g sam t dazu

seine Zustimmung erteilt und unter Ausschluss des Schuldners die Verfügungsgewalt erhält. Solchenfalls bedarf es

ebensowenig einer neuen Pfandung, wie wenn zufolge

betreibungsamtlicher Verwertung eine Geldsumme an die

Stelle der gepfändeten Sachen tritt, vielmehr fallen alsdann

die Ersatzstücke ohne weiteres unter Pfändungsbeschlag,

und es fragt sich höchstens, ob eine neue Schätzung

erforderlich ist, was aber selbstredend bei der Leistung

gerade des betreibungsamtlichen Schätzungswertes in Geld

nicht in Frage kommt. Findet ein solcher Austausch nach

Einleitung eines Widerspruchsverfahrens statt, so steht

der Fortsetzung dieses Verfahrens nichts entgegen; das

Verfahren ergreift vielmehr den an die Stelle der ursprünglich gepfandeten Sachen getretenen Geldbetrag, und es

kann von einem Hinfall der Klagefrist oder der allenfalls

bereits angehobenen Klage keine Rede sein.

Schuldbet-reibungs. und Konkursrecht. N0 111.