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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 33.
neben dem Kasten Anspruch, erheben könne, hat die
Vorinstanz aus Gründen entschieden, denen das Bundes-
gericht nur beistimmen kann. Indessen ist die endgültige
Auswahl unter den im Rekursantrag genannten Gegen-
ständen der Vorinstanz vorzubehalten, an welche die
Sache ja ohnehin zurückgewiesen werden muss zur Ent-
scheidung darüber, ob der Konkursverwaltung zu bewil-
ligen sei, ein billigeres Ersatzstück zur Verfügung zu
stellen.
Demnach erkennt die 8chuldbetr.- u. Konkur8kammer:
Der Rekurs wird dahin begründet erklärt, dass die
Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurück-
gewiesen wird.
33. Entscheid vom 17. September 1934 i. S. Wyss.
Es ist nicht bundesrechtswidrig, wenn eine kantonale Aufsichts-
behörde ihren eine verspätete Beschwerde gutheissenden
Entscheid von sich aus aufhebt, sobald sie ihres Versehens
gewahr wird.
Ne viole pas le droit federaIl'autoriM de surveillance qui annule
de son propre chef, aussitöt qu'elle s'est aper9ue de son
erreur, Ia decision par laque11e elle a admis une plainte formee
trop tard.
Un 'autoritä. di vigilanza, ehe, appens accortssi deI suo errore,
annulia di moto proprio una decisione co11a quale ha ammesso
un ricorso tardivo, non lede il diritto federale.
Durch Entscheid vom 26. Juni 1934 hat die kantonale
Aufsichtsbehärde eine am 17. Mai geführte Beschwerde
gegen eine am 27. April 1933 aufgenommene und am
10. Mai 1933 zugestellte Retentionsurkunde teilweise
gutgeheissen, im übrigen aber abgewiesen.
Dagegen hat die kantonale Aufsichtsbehörde dann am
10. Juli 1934 « in Wiedererwägung ihres Entscheides vom
26. Juni 1934 in Erwägung ..., dass die Schuldnerin erst
am 17. Mai 1934 Beschwerde geführt hat und die nützliche
Schuldbetreibnngs- und Konkursrecht. No 33.
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Frist in diesem Zeitpunkt bei weitem überschritten war »,
ihren Entscheid vom 26. Juni 1934 aufgehoben und ist
auf die Beschwerde der Rekurrentin nicht eingetreten.
Hiegegen richtet sich der vorliegende Rekurs vom 17.
Juli 1934.
Die 8chuldbetreibung8- und Konkur8kammer
zieht in Erwägung .-
Die Vorinstanz hat bei ihrer Entscheidung vom 26.
Juni die Beschwerde als rechtzeitig geführt angesehen,
weil sie davon ausgegangen ist, dass die Retentionsurkunde
am 27. April 1934 aufgenommen und daher erst wenige
Tage vor der Beschwerdeführung zugestellt worden sei.
Wegen dieser im Widerspruch sowohl zur bei den Akten
liegenden Retentionsurkunde als auch zur Vernehmlassung
des Betreibungsamtes stehenden tatsächlichen Annahme
hätte der Vermieter den Entscheid der Vorinstanz mit
Erfolg an das Bundesgericht weiterziehen können. Indes-
sen kann keine Verletzung von Bundesgericht darin
gefunden werden, dass die Vorinstanz wen Entscheid
von sich a,us aufgehoben hat, sobald sie ihr Versehen
gewahr wurde, zumal es noch vor Ablauf der Rekursfrist
geschehen zu sein scheint. Wäre er übrigens auch schon
formell rechtskräftig gewesen, so würde er ja an dem
Mangel gelitten haben, dass die Vorinstanz die in den
Akten liegende Tatsache der nicht erst wenige Tage,
sondern mehr als ein Jahr vor der Beschwerdeführung
erfolgten Zustellung der Retentionsurkunde aus Versehen
gar nicht gewürdigt hat, welcher Mangel nach dem Bun-
deszivilprozessrecht (Art. 192 Ziff. 1 lit. c) einen Nichtig-
keitsgrund darstellt. Welches die Gründe der Nichtigkeit
kantonaler Beschwerdeentscheide seien, wird freilich zu-
nächst vom zutreffenden kantonalen Beschwerdeverfah-
rensrecht
bestimm~t.
Indessen ist es keinesfalls eine
Verletzung von Bundesrecht, wenn eine kantonale Auf-
sichtsbehärde einen eigenen Fehler als Grund der Nichtig-
keit wer Entscheidung gelten lässt, der nach dem Bundes-
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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Zivilabteilungen). N0 34.
zivilprozessrecht diese :Bedeutung hätte. Und da ferner
das :Beschwerdeverfahren nicht als reiner Parteiprozess
unter den am' :Betreibungsverfahren beteiligten Personen
ausgestaltet ist, lässt es sich auch nicht von :Bundesrechts
wegen beanstanden, wenn eine kantonale Aufsichtsbehörde
einen Nichtigkeitsgrund, sobald sie ihn erkennt, selbst
von Amtes wegen zur Anwendung bringt und ihre darauf
gestützte Entscheidung einfach aufhebt, auch ohne dass
dies von dem dadurch benachteiligten :Beteiligten durch
ein bezügliches Revisionsgesuch besonders verlangt wor-
den ist.
Demnach erkennt die SchUldbetr.- u. Konkurskammer :,
Der Rekurs wird abgewiesen.
II. URTEILE DER ZIVILABTEILUNGEN
ARR:I!:TS DES SECTIONS CIVILES
34. Arrät da 1& IIme Section ci riie du 28 juin 1934
dans la cause Mettler contre von Steiger.
Action en repetition de l'indu.
L'action en repetition de l'indu exercee par letiers debiteur
qui pretend ne pas devoir Ja somme qu'il a payee au creancier
saisissant n'est recevable contre le creancier saisissant que si
ce dernier a poursuivi le tiers debiteur en son nom personnel
et en qualite de cessionnaire de la creance saisie, c'est-il.-Wre
s'il a et6 fait application de l'art. 131 aI. 1.
Dans le cas de l'art. 131 al. 2, au contraire, I'action du tiers debi-
teur ne peut etre dirigee que contre le debiteur principal.
(Art. 86, 131 al. 1 et 2 LP).
Die Rückforderungsklage seitens des Drittschuldners, der
die an den Pfändungsgläubiger bezahlte Summe nicht zu
schulden behauptet, ist .gegen den Pfändungsgläubiger nur
zulässig, wenn dieser den Drittschuldner in seinem eigenem
Namen und als Zessionar der gepfändeten Forderung betrieben
hat, d. h. wenn Art. 131 Aha. I SchKG angewandt worden ist.
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Zivilabteilungen). No 34.
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Im Falle des Art. 131 Abs. 2 dagegen kann die Rückforderungs-
klage des Drittschuldners nur gegen den Hauptschuldner
gerichtet werden.
(Art. 86, 131 Abs. 1 und 2 SchKG).
Azione in rVpetizione dell'indebito.
L'azione in ripetizione delI' indebito promossa da! terzo debitore,
che pretende di non dovere la somma da esso pagata al credi-
tore pignorante, e proponibile contro il creditore pignorante
solo se costui ha promosso l'esecuzione contro il terzo debitore
in proprio e in qualitA di cessionario deI credito pignorato :
in altri termini, solo se e stata fatta applicazione deU' art.
131 cap. 1 LEF. NelI' ipotesi invece delI 'art. 131 cap. 2,
l'azione precitata puo essere intentata solo contro il debitore
principale (Art. 86, 131 cap. 10 e 2° LEF).
A. -
Le demandeur MettIer, ingenieur a Geneve, etait
au service de la Maschinenfabrik Rosswein A. G. (par
abreviation: Romag) a Rosswein (Saxe). Des difficultes
etant survenues entre parties, un proces s'est engage
entre elles devant le Tribunal de St-Gall. TI a ere termine
par une transaction conclue le 20 mai 1926 sous les anspices
du President et homologuee par le Tribunal. Cette tran-
saction porte en resume ce qui suit :
1. Le contrat de travail est resilie.
2. Mettler s'engage a payer a Ia Romag pour solde de
tons comptes 5000 fr., payables par acomptes trimestriels
de 500 fr.
3. Les brevets de MettIer demeurent la propriere de
la Romag.
4. Mettier est libre de travailler a sa guise. S'il veut
vendre des machines fabriquees d'apres les brevets cedes
a la Romag, celle-ci les Iui livrera a un prix de faveur qui
sera inferieur de 5 % aux prix qu'elle fait a ses represen-
tants a l'etranger.
B. -
Le defendeur Walther A. von Steiger, ingenieur
a Zurich, se pretendant creancier de la Romag, a fait
sequestrer a Geneve en mains de MettIer la creance de sa
debitrice Romag contre MettIer. A la suite de ce sequestre
il a fait notifier un commandement de payer de 5000 fr.
a la Romag; il a obtenu la main-Ievee de l'opposition;