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59_III_209

BGE 59 III 209

Bundesgericht (BGE) · 1933-09-13 · Deutsch CH
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Schuldbetreibungs- und Konlrursrecht_ N0 50.

de suspendre l'execution de la decision attaquee jusqu'a

droit connu sur la plainte.

B. -

Le 13 septembre 1933, le President de I'Autorite

de surveillance pour le canton de Geneve a repousse

cette demande, ainsi qu'il resulte d'une mention apposee

sur le memoire de plainte.

G. -

Par acte depose en temps utlle, les plaignants

ont recouru a la Chambre des Poursuites et des Faillites

du Tribunal federal en concluant a ce qu'il lui plaise :

« Revoquer et mettre a neant la decisi~n de Monsieur

le President de l'AutoriM de surveillance des Offices de

poursuites et faillites de Geneve rendue en date du 13

septembre 1933, decision par laquelle la demande de

suspension de Ia decision de la Commission de surveillance

de la Faillite de la SM. Gen. d'Entr. Cin. du 8. 9. 33 a eM

repoussee.

» Prononcer la suspension de l'execution de la susdite

deeision du 8. 9. 33 jusqu'a ce qu'il ait ete dit droit sur

le fond du recours du 12 septembre 1933. »

Gonsiderant en droit :

Aux termes de l'art. 36 LP., Ia plainte, l'appel et le

recours ne suspendent la decision que s'll en est ainsi

ordonne par l'autorite appelee a statuer ou par son presi-

dent. L'acte par lequelle president accorde Ia suspension

ainsi demandee est une orqonnance et non une decision,

au sens de l'art. 19 LP. (c'est-a-dire un prononce statuant

sur les conclusions formulees par le plaignant contre

une mesure des autorites de poursuite ou de faillite).

Il suit de la qu'elle ne peut faire l'objet du recours au

Tribunal federal qui est precisement prevu par ledit

art. 19.

D'ailleurs, l'alinea premier de cette disposition n'accorde

au plaignant le droit de recourir que contre les decisions

contraires a la loi. Or l'ordonnance rendue par le president

de I'Autorite genevoise le 8 septembre 1933 ne peut etre

consideree comme telle. En effet aucune prescription

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 51.

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legale n'indique dans quels cas l'autorite de surveillance

soit son president, doit accorder ou refuser de suspendr;

la procedure. Cette question est laissee a leur entiere

appreciation.

La Ghambre des Poursuites et des Faillites prononce :

Il n'est pas entre en matiere sur le present recours.

51. Entscheid. vom 16. Oktober 1933. i. S. Inkassogesellschaft

Zürich. .

Unzulässig, das Ver wer tun g s erg e b n i s statt dem be.

treibenden Gläubiger ein emD .r i t t e n

80 b z u I i e f ern,

selbst wenn sich der betreibende Gläubiger im Betreibungs-

begehren als Zessionar dieses Dritten bezeichnet hat und der

Dritte den Bestand einer Abtretung bestreitet.

Art. 144 Abs. 4 SchKG.

Le produit de la realisation ne peut ~tre remis ci un tiers au lieu

du creancier poursuivant, meme lorsque, dans sa requisition

de poursuite, celui-ci s'est designe comme cessionnaire du tiers,

lequel conteste 180 cession. Art. 144, 801. 4, LP.

None lecuo versare il ricavo della realizzazione ad un terzo, in luogo

e vece deI creditore escutente. Quests norma vale anche per

il caso in cui nella domanda d'eseeuzione il ereditore eseu-

tente s'a designato quale cessionario deI terzo, il quale eon-

testa 180 cessione. Art. 144 ep. 4 LEF.

A. -

Beim Betreibungsamt Stein a. Rh. sind 4 Betrei-

bungen der Rekurrentin gegen die Eheleute Greminger als

Solidarschuldner anhängig (No. 5964 und 5986 gegen die

Ehefrau und No. 5965 und 5985 gegen den Ehemann),

für welche das Betreibungsamt einen Erbanteil der Frau

Greminger bis zur Höhe von insgesamt 435 Fr. pfändete.

In den Betreibungsurkunden ist als Gläubiger die Rekur-

rentin aufgeführt; die Zahlungsbefehle enthielten ausser-

dem den Vermerk « aus Abtretung von Herrn Dreifuss-

Picard, Kreuzlingen ... ll.

In der Folge gingen beim

Betreibungsamt auf Rechnung des gepfändeten Gut-

habens 321 Fr. 75 Cts. ein. Als der Zedent der Rekur-

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Schuldbetreibungs- und Konklll'8l'<lcht_ N° 51.

rentin, Dreifuss, beim Betreibungsamt die Auszahlung

dieses Erlöses an ihn selbst verlangte mit der Begründung,

er habe die Rekurrentin nur mit dem Inkasso beauftragt,

kam das Amt diesem Begehren nach und stellte ihm das

Geld am 4. Juli 1933 zu.

B. -

Hiegegen führte die Rekurrentin Beschwerde mit

dem Antrag, das Betreibungsamt anzuhalten, ihr die

321 Fr. 75 ets. auszubezahlen.

O. -

Mit. Entscheid vom 15. September 1933 hat die

kantonale Aufsichtsbehörde die Beschwerde abgewiesen,

:ün wesentlichen mit der Begründung, Dreifuss sei gemäss

Ziff. 5 der InkassobedingUngen zur Entgegennahme des

Geldes berechtigt gewesen, gleichgültig, ob man annehme,

er habe die Forderung der Rekurrentin seinerzeit fiduzia-

rischabgetreten oder a1;ter nur einen Inkassoauftrag erteilt.

Durch den Widerruf des Inkassoauftrages sei er auch der

Rekurrentin gegenüber wieder Gläubiger der in Betreibung

gesetzten Forderungen geworden; es genüge, dass er den

Widerruf zuerst dem Betreibungsamt mitgeteilt und nach-

her der Rekurrentin mit Brief vom 8. Juli 1933 bestätigt

habe.

D. -

Diesen Entscheid hat die Rekurrentin rechtzeitig

an das Bundesgericht weitergezogen mit dem Antrag auf

Gutheissung ihrer Beschwerde.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

zieht in Erwägung :

Nach Art. 144 Abs. 4 SchKG hat das Betreibungsamt

den Reinerlös « den beteiligten Gläubigern » bis zur Höhe

ihrer Forderungen auszurichten.

« Beteiligt» in diesem

Sinne ist nur ein betreibender Gläubiger, und betreibender

Gläubiger ist nur die in den Betreibungsurkunden als

Gläubiger genannte. Person. Dass diese sich selbs~ als

Zessionar eines Dritten bezeichnet hat, ist für den weItem

Verlauf der Betreibung unerheblich. Es war Sache des

Schuldners, hiezu während der Rechtsvorschlagsfrist Stel-

lung zu nehmen. Nachdem ein Rechtsvorschlag unter-

Schuldbetreibungs- und Konklll'8l'<lcht. No 51.

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blieben ist, gilt der betreibende Gläubiger für dieses Ver-

fahren als forderungsberechtigt, selbst wenn in Wirklich-

keit keine Abtretung vorlag; der Schuldner kann sich

dann einer Fortsetzung der Betreibung nicht widersetzen,

sondern ist allenfalls auf eine Rückforderung gemäss

Art. 86 SchKG angewiesen. Und ebensowenig wie der

betriebene Schuldner kann der Dritte, als dessen Zessionar

sich der betreibende Gläubiger bezeichnet hat, den letztem

gegen seinen Willen aus seiner betreibungsrechtlichen Posi-

tion verdrängen, weder mit der Behauptung, es handle

sich nur um eine fiduziarische Zession -

denn eine solche

verschafft dem Zessionaren nach aussen volle Gläubiger-

steIlung und verpflichtet ihn lediglich im Innenverhältnis

zur Herausgabe des auf Grund der Zession Erlangten,

. vgl. BGE 40 II 595 und v. TUHR, Allg. T. des OR, S. 724

-, noch mit der Behauptung, es liege überhaupt keine

Abtretung, sondern nur ein Inkassoauftrag vor. Weder

als Auftraggeber noch als Fiduziant ist der Dritte an der

vom Beauftragten bezw. Fiduziar im e i gen e n Namen

eingeleiteten Betreibung « beteiligt», er ist vielmehr auf

die Abrechnung mit dem Beauftragten oder Fiduziar ein-

geschränkt. Nur dann, wenn der Dritte behauptet, der

betreibende Gläubiger habe ihm die in Betreibung gesetzte

Forderung (und damit auch die betreibungsrechtliche

Stellung) abgetreten oder rückzediert, steht das Amt vor

der Frage, ob es das Betreibungsergebnis dem einen oder

andern der beiden Ansprecher aushändigen oder aber

gemäss Art. 168 OR hinterlegen solle. So liegt aber der

Fall hier nicht; delID Dreifuss hat nie behauptet, die

Rekurrentin habe ihm die in Betreibung gesetzten For-

derungen (wieder) abgetreten, sondern sich auf den -

nach dem Gesagten unbehelflichen -

Standpunkt gestellt,

er habe diese Forderungen der Rekurrentin überhaupt

nie abgetreten und nur einen Inkassoauftrag erteilt.

Rechtsirrtümlich ist aber auch die Argumentation der

Vorinstanz, die Forderung, ihre Abtretung an die Rekur-

rentin vorausgesetzt, sei infolge eines Widerrufs des

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Schuldbetreibungs- und KonJrursrecht. N° 51.

Inkassoauftrages wieder auf Dreifuss zurückgegangen.

Abgesehen davon, dass nach den Akten ein solcher Wider-

ruf nie erklärt worden ist -

weder dem von der Vorinstanz

dafür angerufenen Schreiben des Dreifuss an die Rekur-

rentin vom 8. Juli noch der übrigen Korrespondenz ist

ein Widerruf des Auftrages zu entnehmen, noch hat das

Betreibungsamt in seinen Vernehmlassungen je behauptet,

Dreifuss habe ihm gegenüber einen solchen WidelTuf

mündlich oder schriftlich geltend gemacht -, abgesehen

davon würde ein Widerruf des Inkassoauftrages keineswegs

den Rückgang der Forderung aufDreifuss bewirkt, sondern

erst eine (obligatorische) Verpflichtung derRekurrentin

zur Rückübertragung begründet haben, deren Erfüllung zur

internen Abrechnung zwischen Dreifuss und der Rekur-

rentin gehört und die- ausschliessliche GläubigersteIlung

der Rekurrentin in diesen Betreibungen nicht berührt.

Um diese Abrechnung haben sich daher weder das Betrei-

bungsamt noch die Aufsichtsbehörden zu bekümmern.

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes

hat der betreibende Gläubiger einen betreibungsrechtlichen

Anspruch an das Amt auf Ablieferung des Betreibungs-

ergebnisses, der durch die bereits erfolgte Herausgabe des

Betrages an einen nach Betreibungsrecht zur Entgegen-

nahme nicht Berechtigten nicht beeinträchtigt wird, und

hat nötigenfalls der Staat die Mittel zur Verfügung zu

stellen, damit die vom Am~ einkassierten Beträge dem

nach Betreibungsrecht Berechtigten wirklich zukommen

(BGE 50III 74 und dort angeführte frühere Entscheidun-

gen). Sache des Betreibungsamtes bleibt es, für den Wie-

dereingang des an die unrichtige Adresse abgeführten

Geldes zu sorgen.

Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer :

Der Rekurs wird gutgeheissen, der angefochtene Ent-

scheid aufgehoben und das Betreibungsamt Stein a. Rh.

angewiesen, der Rekurrentin den in den Betreibungen

No. 5964, 5965, 5985 und 5986 eingezogenen Betrag von

321 Fr. 75 ets. auszubezahlen.

Schuldbetreibunga- und Konkursrecht. No 52,

52. Entscheid vom a4. Oktober 1933

i. S. Betreibungsamt Altstetten.

%13

Stimmt der dem Gläubiger zugestellte Auszug aus dem Vertei-

lungsplan (in der Grundpfandverwertungsbetreibung) nicht

überein mit dem auf dem Amt aufliegenden Verteilungsplan,

so beginnt die Beschwerdefrist für die An-

fechtung des Verteilungsplanes erst in dem

Moment zu laufen, wo der Gläubiger Kenntnis vom wirklichen

Inhalt des Verteilungsplanes erhielt.

Lorsque l'extrait du tableau de distribution adresse au cr6a.ncier

(dans la poursuite en realisation de gage immobilier) ne con-

corde pas avec le tableau depose a l'office, le deIai de plainte

ne court que du moment on le creancier a connaissance de la

teneur exa.cte du tableau.

Ova, nell'esecuzione in realizzazione di pegno immobiliare,

l'estratto dal piano di riparto comunicato al debitore non

concordi col piano di riparto deposto aH 'ufficio, il termine

per ricorrcre non comincia che da! momento in cui il creditore

ebbe conoscenza deI tenore esatto di detto piano.

A. -

Am 28. Juni 1932 verlangte die Schweizerische

Bodenkreditanstalt Zürich beim Betreibungsamt Altstetten

die Zustellung eines Zahlungsbefehles (auf Grundpfand-

verwertung) an die Genossenschaft Bachstrasse für rück-

ständige Hypothekarzinsen in Höhe von 3253 Fr. 55 Cts.

und begehrte gleichzeitig Ausdehnung der Pfandhaft auf

die Mietzinseinnahmen. Am 11. August 1932 überwies

das Amt 'der Gläubigerin einen Betrag von 650 Fr.

«Mietzinserträgnis a conto Zah1ung Genossenschaft Bach-

strasse». In der Folge kam es zur Verwertung. Die

Gläubigerin meldete darauf rechtzeitig eine Forderung

an Kapital und Zinsen von insgesamt 104,350 Fr. Wert

7. März 1933 an; dabei war die Abschlagszahlung von

650 Fr. unbestrittenermassen bereit1'! in Abzug gebracht.

Dementsprechend nahm das Amt im Lastenverzeichnis

eine Forderung von 104,683 Fr. 60 Cta. Wert 31. März

1933 auf, wovon 8183 Fr. 60 Cta. als bar zu bezahlendes.

AS 59 III -

1933

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