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58_III_105

BGE 58 III 105

Bundesgericht (BGE) · 1932-01-01 · Français CH
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104 S('huldhelreihutlgs- und Konkursre('ht. No 25. s'explique sans doute, mais elle n'autorise nullement a conclure que, hors de cette hypothese, le mari ait seul qualite pour repondre aux poursuites dirigees contre sa femme. C' est ce que la jurisprudence federale a d' ailleurs deja implicitement reconnu en jugeant que le fait qu'un comman- dement de payer a ete notifi6 a la femme seule n'entrame pas la nullite de la poursuite, mais a pour consequence de limiter l'execution aux biens reserves (RO 51 In

p. 145 ; 53 III p. 1 ; 56 In p. 128). Aussi bien resulte-t-il de cette jurisprudence que cette limitation a pour seule justification la necessite de sauvegarder les droits du mari. D'autre part, on ne saurait contester non plus que la femme n'ait qualiM pour s'opposer a une poursuite dirigee contre elle dans le cas ou les epoux sont separes de biens. Or il n'existe aucune raison de lui denier cette qualiM sous le regimede l'union de biens. En vain vou- drait-on objecter a ce propos les dispositions des art. 162 a1. 1 et 168 al. 2 Ce. Il est clair tout d'abord que si l'art. 162 al. I devait s'interpreter comme excluant pour la femme la faculte d'etre sujet passif d'une poursuite, l'objeetion vaudrait aussi bien dans les deux hypotheses envisagees ci-dessus, ear il s'applique a tous les regimes et pour ne parler que du cas de 1a separation de biens, cette solution serait inadmissible. En realite, ces dispositions ne prejugent nullement la question du droit de la femme de s'opposer a une poursuite dirigee contre elle. Mais il en est de meme de l'art. 200 al. 1 qui eonfere "au mari le droit d'administrer les biens matrimoniaux. Ce texte a sans doute pour corol- laire que la femme n'a pas le droit de disposer de ses apports, mais il ne suit pas de la non plus qu'eIle n'ait pas qualite pour resister a un creancier qui entend la pour- suivre sur l'ensemble de ses biens. L'indisponibilite qui peut frapper certains biens et le droit de s'opposer a une poursuite, meme dirigee contre ces biens, sont deux choses differentes. Une teIle poursuite peut d'ailleurs avoir pour consequence d'entrainer la realisation de biens qui consti- tueraient des biens reserves et ne serait-ce deja que pour Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 26. 105 cette raison la femme devrait etre mise en mesure de s'opposer a la poursuite. Cela ne signifie pas evidemment que le mari n'ait pas la meme faculte, dans la mesure ou la poursuite vise les apports de sa femme, mais ainsi qu'on l'a deja juge, il suffit pour sauvegarder a cet egard les droits du mari d'obliger le creancier a Iui notifier a lui aussi un exemp1aire du commandement de payer (cf. RO 54 In p. 319). La Ohambre de8 Pour8uites et des Faillites prononce: Le recours est admis. En consequence la poursuite N° 4056 intentee eontre la reeourante est annulee.

26. Entscheid vom as. Juni 19Sa i. S. Weill. G e w a h r sam der Ehe fra u an den in der Betreibung gegen ihren Ehemann gepfändeten Sachen: beurteilt sich in jedem Fall nur darnach, ob sie über jene Sachen tatsächlich verfügen kann, gleichgültig, ob es sich um gemeinsam benützten Hausrat oder um andere Gegenstände handelt. Auch wenn die Ehefrau für die in Betreibung gesetzte Forderung solidarisch mit ihrez;n Ehemann haftet, kann sie ihr Eigentum in einer gegen den Ehemann allein gerichteten Betreibung vindizieren. Art. 106 f. SchKG. Pour resoudre la question de la possession de la femme quant aux objets saisis dans la poursuite intentoo contre le mari, on doit seulement rechereher si la femme peut en fait disposer desdits biens; il importe peu qu'il s'agisse d'ustensiles de menage utilises en commun ou d'autres objets. Meme lorsque la femme repond solidairement avec 1e mari de la dette en poursuite, elle peut revendiquer ses propres dans la poursuite dirigee contra le mari seul. Art. 106 et sv. LP. Per decidere se la moglie ha il possesso degli oggetti pignorati in un'esecuzione diretta contro il marito, si deve esaminare soltanto se la moglie PUQ disporre effettivamente di quei beni ; non importa al riguardo ehe si tratti d 'utensili domestici usati in comune 0 d'altri oggetti. In un'esecuzione ehe sia diretta soItanto contro i1 marito, la moglie PUQ rivendicare i beni ehe le appartengono in proprio 106 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 26. anche se risponde in solido col consorte deI debito oggetto dell'esecllzione. Art. 106 L. E. f. Am 26. Januar 1932 pfändete das Betreibungsamt Biel in der Betreibung des Rekurrenten No. 10,180 gegen Hermann Frentzel ein Tunnel-Karussel, das damals in Basel in Betrieb stand und seit 11. Februar 1932 in Biel eingelagert ist. Als die Ehefrau des Schuldners dieses KarusseI zu Eigentum ansprach und diese Ansprache vom Gläubiger bestritten wurde, setzte das Amt der Anspre- cherin gemäss Art. 107 SchKG Frist zur Klage gegen den Gläubiger an. Hiegegen führte die Ansprecherin recht- zeitig Beschwerde mit dem Antrag, das Amt zu verhalten, nach Art. 109 SchKG vorzugehen: sie betreibe das Karussel gemeinsam mit ihrem Ehemann, indem sie damit von Ort zu Ort zögen; sie habe daran Gewahrsam und könne tatsächlich darüber verfügen. Mit Entscheid vom 6. April 1932 hat die kantonale Aufsichtsbehörde die Beschwerde gutgeheissen und das Betreibungsamt angewiesen, in der Betreibung No. 10,180 gemäss Art. 109 SchKG vorzugehen. In der Begründung dieses Entscheides wird ausgeführt, es sei anzunehmen, dass die Eheleute Frentzel ihr Wandergewerbe gemeinsam in einer Weise ausüben, dass gegen aussen kein Unterschied der Stellung der Frau gegenüber derjenigen des :l\fannes in Erscheinung trete. So habe sie den Vertrag über die Einlagerung des Karussels in eigenem Namen unterzeichnet, während der Ehemann z. B. über die Aufstellung des Karusseis mit der Stadt Biel unterhandelt habe. Der Ehefrau müsse unter diesen Umständen Mitgewahrsam zuerkannt werden. Diesen Entscheid zog der Gläubiger rechtzeitig an das Bundesgericht weiter mit dem Antrag, die Beschwerde abzuweisen. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung : Allerdings war im Fall Federspiel (BGE 57 III 180) Gegenstand des Entscheides die Ansprache einer Ehefrau Schuldhßtreibungs. und Konkursrecht. N° 26. 10i am gepfändeten Hausrat; doch wurde die Lösung herge- leitet aus der Ueberlegung, dass es beim Entscheid darüber, ob der Drittansprecher Gewahrsam habe oder nicht, auch da.nn, wenn als Ansprecherin eine Ehefrau auftrete, nur darauf ankommen könne, ob sie die tatsächliche Gewalt über die gepfändeten Objekte innehabe oder nicht. Diese Ueberlegung muss aber als richtig anerkannt werden gleichgültig, ob sich die Ansprache im einzelnen Fall auf gemeinsam benützten Hausrat bezieht oder auf andere Gegenstände. Die - auch vom Rekurrenten nicht bestrittene - Tatsache, dass der Mietvertrag über das Lokal, in welchem das Karussel heute eingelagert ist, von der Ansprecherin in eigenem Namen abgeschlossen worden ist, spricht dafür, dass die Ansprecherin in der Tat nicht bloss ihrem Mann beim Betrieb des Karussels behilflich ist, sondern dass die beiden Ehegatten das Karussei gemeinsam ausbeuten und dass jeder Teil, also auch die Ansprecherin, die Möglichkeit hat, über das Karussel zu verfügen. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz die Ansprecherin mit Recht als im Mitgewahrsam befindlich behandelt. Auch Mitgewahrsam (mit dem Schuldner) verschafft aber nach ständiger Rechtsprechung Anspruch auf die Beklag- tenrolle im Widerspruchs verfahren. Unerheblich ist, dass die Ansprecherin bisher keinen Beweis dafür, dass sie wirklich Eigentümerin oder ]\fit- eigentümerin sei, erbracht oder auch nur anerboten hat. Hiezu wird sie erst im Prozess Veranlassung haben ; im vorliegenden Beschwerdeverfahren war lediglich die Ge- wahrsamsfrage abzuklären, und hiefür ist entscheidend nicht der Bestand des geltend gemachten Rechtes, sondern die Innehabung der (rein tatsächlichen) Verfügungsmacht. Auf was für Abmachungen diese gemeinsame Ausbeu- tung des Karussels beruht, braucht nicht erörtert z~ werden . denn auch bei Annahme eines Gesellschaftsver- hältniss;s und daraus hervorgehender solidarischer Haft- barkeit der Ansprecherin für die in Betreibung gesetzte 108 Sclmldbetreibungs- lmd Koukursre"ht. No 27. und mit jenem Gewerbebetrieb zusammenhängende Forde- rung braucht sich die Ansprecherin nicht gefallen zu lassen, dass ihr Eigentum in einer gegen den Ehemann allein gerichteten Betreibung gepfändet werde. Dernnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskarnrner: Der Rekurs wird abgewiesen.

27. Entscheid vom 4. Juli 1932 i. S. Conzett & Huber. S u m m a r i s c h e s K 0 n kur s ver f a h ren. Verwertung von (bestrittenen) Ansprüchen der Masse auf Beteili- gung am Gewinn (aus der Ausbeutung von Reproduktions- rechten) : hat nach den gewöhnlichen Vorschriften zu erfolgen, nicht nach der Verordnung betr. Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen, vom 17 . Januar 1923 (Erw. 1). Art. 79 KV verbietet auch den Freihandverkauf, bevor den Gläubigern die Abtretung gemäss Art. 260 SchKG angeboten wurde (Erw. 3). Nichtigkeit aller gegen Art. 79 KV verstossenden Vorkehren (Erw.3). Procedure sommaire en matUre de faillite. La realisation de pretentions (contesMes) de la masse a. participer

a. un gain (gain decoulant de l'exploitation de droit,s de reproduc- tion) doit s'operer suivant les regles ordinaires, et non pas sui- vant Ies prescriptions de l'ordonnance du 17 janvier 1923 concernant la saisie et la realisation des parts de communautes (consid. 1). • L'art. 79 de l'ordonnance sur l'administration des offices de faillite exclut (loUssi la vente de gre a gre tant que la cession n'a pas 13M offerte aux creanciers en conformite de I'art. 260 LP (consid. 3). NulliM de toutes operations contraires a l'art. 79 preciM (consid. 3). Procedura sommaria in tema di fallimento. La realizzazione di pretese (contestate) dalla massa. di participare ad un guadagno (derivante dall' utilizzazione di diritti di riproduzione), deve farsi secondo le regole ordinarie e non secondo le norme deI regolamento 17 gennajo 1923 sul pigno- ramento e la realizzazione di parti in comunione (consid. 1). L'art. 79 deI regolamento sull' amministrazione degli uffici di fallimento vieta la vendita a trattative private se la cessione Schuldbetreibungs- und Konknrsrecht. Xo 27. 109 non e stata offerta ai creditori conformemente all 'art. 260 LEF. Nullita di tutte le operazioni contrarie all'art. 79 precitato (consid. 3). A. - Beim Konkursamt Untertoggenburg ist der Konkurs über den ausgeschlagenen Nachlass des A. Steiger (im summarischen Verfahren) anhängig. Steiger hatte durch Vertrag vom 2. März 1927 der Rekurrentin bezw. ihrer Rechtsvorgängerin das ausschliessliche Reproduk- tionsrecht bezüglich 300 Gemälden des Kunstmalers Sarluis eingeräumt gegen eine einmalige Entschädigung von 50,000 Fr. und mit der weitem Abrede, dass Gewinn und Verlust aus der Ausbeutung des Reproduktionsrechtes beiden Vertragsparteien je zur Hälfte zufallen sollen. Als das Konkursamt die Rekurrentin aufforderte, sich bestimmt darüber zu erklären, ob sie den Anspruch der Konkursmasse auf die Hälfte des Gewinns aus dem Reproduktionsrecht anerkenne oder nicht, antwortete die Rekurrentin, sie anerkenne prinzipiell den Anspruch der Masse auf die Hälfte des Gewinns « unter Vorbehalt unserer verschiedenen Einreden », und führte dazu aus, sie stelle gegenüber allfälligen Gewinnansprüchen die Gegenforderungen zur Verrechnung, deren Kollokation sie verlangt habe; « nähere Begründung und Geltend- machung weiterer Gegenanspruche bleiben vorbehalten l). Hievon gab die Konkursverwaltung einem Interessenten Kenntnis mit dem Bemerken, da heute die Geltendmachung einer bestinnnten Forderung noch nicht in Frage komme, bleibe nichts anderes übrig, als den prinzipiell anerkannten Anspruch in unbestimmtem Betrag durch Versteigerung eventuell Freihandverkauf zu verwerten, und nachdem von diesem Interessenten ein Angebot von 200 Fr. und von der Rekurrentin ein solches von 250 Fr. eingegangen war, gelangte sie unterm 25. April 1932 mit einem Zirkular an die Gläubiger, in welchem sie um Vollmacht zu freihändigem Verkauf dieses Gewinnanspruchs nachsuchte. Da kein Gläubiger Einsprache erhob, veranlasste die Konkursver- waltung jene Bieter zu weiteren Offerten, die sukzessive