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55_III_171

BGE 55 III 171

Bundesgericht (BGE) · 1929-01-01 · Deutsch CH
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Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 41.

S'il en est ainsi en matiere d'action revocatoire, il faut

admettre aussi que, dans le cas d'une alienation, non pas

. simplement revocable, mais radicalement nulle en vertu

da l'art. 204,180 masse 80 la faculre de reaIiser les immeubles

sans etre obligee de faire proceder prealablement a une

rectification du registre foncier.

TI faut cependant que l'acquereur consente a 180 realisa-

tion par l'administration de 180 faillite ou que celle-ci

obtienne un jugement contre lui, lorsque, comme en

l'espece, on n'est pas en presence d'un transfert de pro-

priere ·opere apres la publication de 180 faillite (pareil

transfert serait inopposable a 180 masse en toute hypo-

these; cf. JAEGER n. 7 sur art. 204). La transfert etant

intervenu a'vant 180 publication de 180 faillite, quoique posre-

rieurement a l'ouverture de celle-ci, il peut etre oppose a

180 masse, si l'acquereur est de bonne foi, et I'acquereur

ne peut etre depossede par l'administration de 180 faillite

que s'il y consent ou si un jugement .l'y contraint.

La Ohambre des PO'Ursuite8 et des Faillite8 prononce :

La recours est rejere dans le sens des motifs du present

amt.

41. Auszug aus dem Entscheid vom U. Dezember 1929

i. S. Albiez.

Z u s tell u n g

von Betreibungsurkunden durch die Post

an Schuldner, die ein Pos t f ach innehaben.

Notification d'a.ctes de poursuite par 180 poste a un debiteur qui

a une CaBe postale.

Notificazioni di atti esecutivi per mezzo deUa posta ad un debitore

che possede uns. eaaella postak.

.

Hat ein Schuldner zur Inempfangnahme von Brief-

sendungen ein Postfach inne, so hat die Zustellung eines

vom Betreibungsamt ausgehenden, eingeschriebenen Briefes

als an dem Tage erfolgt zu gelten, an welchem die Anzeige

vom Eingang des Briefes von der Post in das Fach gelegt

wird, vorausgesetzt, dass dies vor Schalterschluss ge-

schieht und der Empfänger damit die Möglichkeit erhält,

Sohuldbet.reibungs. und Konkursrecht (Zivilabteilungen}. N0 42.

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den Brief noch am betreffenden Tage abzuheben. Wollte

man das nicht annehmen, so hätte es der Schuldner in

der Hand, die Zustellung von Betreibungsurkunden, die

durch die Post befördert werden, nach Belieben hinaus-

zuzögern oder ganz zu verhindern, indem er solche Brief-

sendungen einfach uneingelöst liesse ..

II. URTEILE DER ZIVILABTEILUNGEN

ARR:mTS DES SECTIONS CIVILES

42. Auszug a.us dem Urteil 4er lL Zivila.bteUung

vom 24. Oktoker 1929 i. S. Zulauf-IIerrmann gegen Beiniger.

Zur Anfechtungsklage nach Art. 285 Ziff. 1 SchKG

ist nicht nur der ursprüngliche sondern auch jeder spätere

Verlustscheingläubiger legitimiert.

L'aetion f'~vocatoif'e da l'arl. 285, eh. 1, LP appartient non seule-

ment au crea.ncier primordial, mais atout creancier posterieur

porteur de l'acte de defaut de biens.

L'ozione rioocatoria prevista dall'arl. 285 ep. 1 LEF spetta non

solo a1 creditore primitivo ma anche ad ogni creditore ulteriore,

possessore dell'attestato di care~ di beni.

AU8 dLm Tatbestand :

Die Klägerin, Witwe Rosina Zulauf-Herrmann, haftete

solidarisch mit Witwe Emma Käser-Friedli aus einer

Bürgschaft. Der Gläubiger führte gegen Witwe Käser

Betreibung durch, wobei fast die gesamte Forderung

ungedeckt blieb. Vom Gläubiger belangt, bezahlte die

Klägerin den ganzen noch ausstehenden Betrag. Darauf-

hin händigte ihr der Gläubiger den Verlustschein gegen

Witwe Käser aus.

Auf Grund des Verlustscheins focht Witwe Zulauf ein

von Witwe Käser mit dem Beklagten, Fritz Heiniger,

abgeschlossenes Kaufgeschäft an. Der Beklagte bestritt

u. a. ihre Klagelegitimation mit der Begründung, zur

Anstellung der Klage nach Art. 285 Ziff. I SchKG sei nur

der Gläubiger' berechtigt, der den Verlustschein ausgestellt

erh~ten habe und nicht auch derjenige, auf den die For-

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Schuldbetreibunga- und Konkursrecht (Zivilabteilungen). N0 42.

derung erst später übergegangen sei. Diese Einrede wurde

von allen drei Instanzen abgewiesen. vom Bundesgericht

• aUS folgenden

Erwägungen:

Der Beklagte kann seine Auslegung von Art. 285

Zifi. 1 SchKG zur Not auf den deutschen und italienischen

Gesetzestext stützen. Diese Auslegung ist indessen schon

mit dem französischen Wortlaut unvereinbar, der das

Anfechtungsrecht ausdrücklich jedem Verlustscheingläu-

biger (~ I rimedi ~iuridici interposti

contro una sentenza di rigetto prOvvL"Iorio di una opposizlone,

non possono impedire il pignoramento provvisorio Niche se per

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