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54_III_30

BGE 54 III 30

Bundesgericht (BGE) · 1928-02-21 · Deutsch CH
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Schuldbetreibungs- und KOllkursrecht. N° 8.

8. Entsoheid vom 21. Februar 1928

i. S. Vollenweider-Sohüpbach.

Ein Dritter, der einer Pfändung beigewohnt und hiebei einen

Gegenstand als Eigentum eines andern Dritten bezeichnet

hat, kann nicht nachträglich einen e i gen e n Eigentums-

anspruch an dem betr. Objekt erheben mit der Begründung,

dass er über das Eigentumsverhältnis im Irrtum gewesen

sei (Erw. 1).

Ein Drittansprecher kann nicht gehindert werden, während

der Pendenz eines Widerspruchsverfahrens das betr. Pfän-

dungsobjekt zu veräussern; doch vermag ein solcher Ver-

kauf, wenn der betr. Käufer schon vorher von der be-

stehenden Pfändung Kenntnis hatte, nicht zu hindern,

dass das fragliche Objekt, nachdem die dem ursprünglichen

Ansprecher gemäss Art. 107 SchKG gesetzte Frist unbe-

nützt verstrichen ist, verwertet werde (Erw. 2).

SchKG Art. 106 f.

.

Le tiers qui a assiste a la saisie et Mdare qu'un certain objet

etait Ia propriete d'un autre tiers ne peut revendiquer apres

coup pour lui-meme lapropriete dudit objet, en alIeguant

qu'il etait dans l'erreur sur ce point (consid. 1).

L'on ne saurait empecher le tiers revendiquant de vendre

pendant Ia procedure de revendication l'objet saisi; toutefois,

une teIle vente ne met pas obstacle a Ia realisation oe l'objet

vendu, lorsque l'acheteur eonnaissait la saisie, si le tiers

revendiquant a ornis de faire valoir ses droits dans le delai

de l'art. 107 LP (consid. 2).

Art. 106 et suiv. LP.

11 terzo, ehe ha assistito al pignoramento e vi ha dichiarato,

ehe un oggetto pignorato spetta ad altra persona, non puo

poi rivendiearlo in norne proprio allegando di essere caduto

in errore su questo punto (cons. 1).

Al terzo rivendieante non puö essere contestata Ia facolta

di disporre (cedere, vendere) dell'oggetto rivendicato in

pendenza della causa ammesso, sia passata in

giudicat.o.

ces art. 716; LEF art. 242 al. 2.

Regol. sull'iunministrazione dei fallimenti Art. 46, 56, 58

al. 2 e 60 al. 3.

Regolamento realizzazione forzata di fond i (RRF) art. 125

e 126 .

. .:1 .• -- Laut Vertrag vom 2. Dezember 1926 machte

die Basler Möbelfabrik dem Ad. Schneider Lieferungen

für 8106 Fr. 75 Cts. unter Eigentumsvorbehalt, der am

2. August 1927 registriert wurde.

Hieran bezahlte

Schneider 2279 Fr. 15 Cts., und ferner akzeptierte er

von der Basler Möbelfabrik auf ihn gezogene Wechsel

im Betrage von 5704 Fr. 70 Cts., welche von der Schwei-

zerischen Volksbank diskontiert wurden. In dem am

24. August 1927 über Schneider eröffneten Konkurs

machte die Basler Möbelfabrik folgende Konkurseingabe :

«Wir begleiten Ihnen anbei einen Buchauszug über

unser Guthaben ...... im Betrage von 5959 Fr. 45 Cts.

und wünschen, dass diese Forderung gemäss eingetra-

genem Eigentumsrecht als privilegiert anerkannt wird. »)

Anderseits meldete die Schweizerische Volksbank neben