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Schuldbetreibungs- und KOllkursrecht. N° 8.
8. Entsoheid vom 21. Februar 1928
i. S. Vollenweider-Sohüpbach.
Ein Dritter, der einer Pfändung beigewohnt und hiebei einen
Gegenstand als Eigentum eines andern Dritten bezeichnet
hat, kann nicht nachträglich einen e i gen e n Eigentums-
anspruch an dem betr. Objekt erheben mit der Begründung,
dass er über das Eigentumsverhältnis im Irrtum gewesen
sei (Erw. 1).
Ein Drittansprecher kann nicht gehindert werden, während
der Pendenz eines Widerspruchsverfahrens das betr. Pfän-
dungsobjekt zu veräussern; doch vermag ein solcher Ver-
kauf, wenn der betr. Käufer schon vorher von der be-
stehenden Pfändung Kenntnis hatte, nicht zu hindern,
dass das fragliche Objekt, nachdem die dem ursprünglichen
Ansprecher gemäss Art. 107 SchKG gesetzte Frist unbe-
nützt verstrichen ist, verwertet werde (Erw. 2).
SchKG Art. 106 f.
.
Le tiers qui a assiste a la saisie et Mdare qu'un certain objet
etait Ia propriete d'un autre tiers ne peut revendiquer apres
coup pour lui-meme lapropriete dudit objet, en alIeguant
qu'il etait dans l'erreur sur ce point (consid. 1).
L'on ne saurait empecher le tiers revendiquant de vendre
pendant Ia procedure de revendication l'objet saisi; toutefois,
une teIle vente ne met pas obstacle a Ia realisation oe l'objet
vendu, lorsque l'acheteur eonnaissait la saisie, si le tiers
revendiquant a ornis de faire valoir ses droits dans le delai
de l'art. 107 LP (consid. 2).
Art. 106 et suiv. LP.
11 terzo, ehe ha assistito al pignoramento e vi ha dichiarato,
ehe un oggetto pignorato spetta ad altra persona, non puo
poi rivendiearlo in norne proprio allegando di essere caduto
in errore su questo punto (cons. 1).
Al terzo rivendieante non puö essere contestata Ia facolta
di disporre (cedere, vendere) dell'oggetto rivendicato in
pendenza della causa ammesso, sia passata in
giudicat.o.
ces art. 716; LEF art. 242 al. 2.
Regol. sull'iunministrazione dei fallimenti Art. 46, 56, 58
al. 2 e 60 al. 3.
Regolamento realizzazione forzata di fond i (RRF) art. 125
e 126 .
. .:1 .• -- Laut Vertrag vom 2. Dezember 1926 machte
die Basler Möbelfabrik dem Ad. Schneider Lieferungen
für 8106 Fr. 75 Cts. unter Eigentumsvorbehalt, der am
2. August 1927 registriert wurde.
Hieran bezahlte
Schneider 2279 Fr. 15 Cts., und ferner akzeptierte er
von der Basler Möbelfabrik auf ihn gezogene Wechsel
im Betrage von 5704 Fr. 70 Cts., welche von der Schwei-
zerischen Volksbank diskontiert wurden. In dem am
24. August 1927 über Schneider eröffneten Konkurs
machte die Basler Möbelfabrik folgende Konkurseingabe :
«Wir begleiten Ihnen anbei einen Buchauszug über
unser Guthaben ...... im Betrage von 5959 Fr. 45 Cts.
und wünschen, dass diese Forderung gemäss eingetra-
genem Eigentumsrecht als privilegiert anerkannt wird. »)
Anderseits meldete die Schweizerische Volksbank neben