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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 53.
d'un Iegs fait a l'Etat par Ch. Wuilleret, depot qui
aurait confere une creanee directe au Iegataire contre
Ia banque. L'Etat a cru devoir faire valoir cette pre-
tention en revendiquant Ia somme de 7000 fr. Mais a
tort. Si sa these etait juste, il aurait du faire valoir sa
creance par voie de production et en demander Ia eollo-
cation. Il n'y avait pas matiere a revendication, celle-ci
ne pouvant avoir pour objet que des biens en possession
de Ia masse; les creances contre Ie failli ne peuvent
donner lieu qu'a une intervention et une eolIoeation a
titre de creaneiers de la masse (v. JAEGER, notes 4 et 6
sur art. 197 LP). La revendication de l'Etat n'avait done
pratiquement aucune portee, de meme Ia mention
de cette revendication dans l'etat de collocation.
Les hoirs Wuilleret. ayant produit une creance de
7083 fr. 40 dans Ia faHlite, l'administration devait
examiner le bien-fonde de cette produetion, et dans cet
examen elle aurait pu tenir eompte de Ia revendication
formuIee par l'Etat, en l'interpretent dans ce sens que
le revendiquant contestait Ia creanee des hoirs WuiHeret.
Si l'administration partageait eette maniere de yoir,
elle aurait du ecarter la production des recourants.
Elle n'en arien fait. Au. contraire, elle a admis l'inter-
vention et a colloque detinitivement le creanee pro-
duite. L'etat de eollocation, passe en force, reeonnait
les heritiers de Ch. 'Vuilleret comme creanciers de la
masse en faillite.
Cet etat de eollocation constitue en faveur des recou-
rants un titre equivalent a un jugement et leur don ne
envers l'admil1istration de Ia faillite le droit d'exiger Ie
paiement du dividende provisoire de 58%, sans egard
ä Ia pretention de l'Etat qui tend en realite a remettre
en question l'etat de collocatioll devenu inattaquable
et a faire declarer que Ia creance a ete inserite a
tort au nom des recoural1ts, Je veritable titulaire elant
l'Etat.
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 54.
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Par ces moli/s,
la Chambre des Poursuites et des Faillites
declare le recours bien fonde, annule Ia decision attaquee
et admet les conclusions de Ia plainte du 2 avril 1928.
54. Auszug aus dem Entscheide vom la. September 1928
i. S. Hürlimann.
Loh n p f ä n dun g,
B e r e c h nun g
des
E x i -
s t e n z m i n i m ums. S c h K GAr t. 9 3.
Die Betreibungsbehörden haben diejenigen Elemente, die
für die Festsetzung der dem Betreibungsschuldner als
unpfändbar zu belassenden Lohnquote von Bedeutung sind,
von Amt e s weg e n zu' eruieren.
Ein von der Ehefrau des Betreibungsschuldners in die Ehe
gebrachtes une hel ich e sKi n d ist als zur «Familie »
des Betreibungsschuldners gehörig zu zählen, wem' es
von diesem in die Familiengemeinschaft aufgenommen
worden ist. Dessen Unterhaltskosten sind daher bei der
Berechnung des Existenzminimnms des Betreibungsschuld-
llers mitzuberücksichtigen. Doch hat sich der Betreibungs-
schuldner diejenigen Beträge anrechnen zu lassen, die er
vom ausserehelichen Vater des Kindes oder allenfalls von
der bezüglichen Armenbehörde effektiv bezieht.
Saisie de salaire. Calcut de la quolili insaisissable. Art. 93 LP.
Les preposes aux poursuites doivent faire d'office les investi-
gations voulues pour determiner la qualite insaisissable
du salaire du debiteur.
L'enfant illegitime de la femme du debiteur fait partie de
la « famille II de ce dernier si le debiteur a accueilli l'enfant
dans son menage. Les frais d'entretien de l'enfant entrent
alors en ligne de compte dans le calcul du montant insaisis-
sable; par contre le prepose doit aussi prendre eu conside-
ration la somme que le debiteur re!(oit effectivement du
pere naturel de l'enfant ou, le cas echeant, de l'assistance.
Pignoramento di salari. -
Minimo pignorabile. Art. 93 LEF.
GIi ufficiali di esecuzione debbono procedere d'ullicio alle
indagini necessarie per determinare la quota di salario
impignorabile.
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Schuldbetreibullgs- und Konkursrecht. N° 54.
Il figlio illegitimo deHa moglie deI debitore fa parte deHa
famiglia di quest'ultimo se fu aeeolto neHa eomunione domes-
tiea. Le spese di allevamento dell'infante eadono quindi
in eonsiderazione per Ia determinazione dena quota pigno-
rahile: d'altro canto, l'ufficio dovra eonsiderare come
elemento di reddito i sussidi ehe il debitore pereepisee
effettivamente dal padre delI'infante 0 dana pubbliea assis-
tenza.
Die Rekurrentin (die ihren geschiedenen Ehemann
für Unterhaltsbeiträge für zwei ihr gerichtlich zuge-
sprochene Kinder betreibt) bemängelt, dass man bei
der Feststellung des Existenzminimums des Betreibungs-
schuldners dessen Behauptung, wonach der
auss~r
eheliche Vater des unehelichen Kindes seiner zweiten
Ehefrau nichts an den Unterhalt dieses Kindes leiste,
Rechnung getragen habe. Der Betreibungsschuldner
wäre für diese Behau-ptung beweispflichtig gewesen.
Dieser Beweis sei nicht geleistet worden, und es hätte
daher die Behauptung nicht berücksichtigt werden
dürfen. Diese Einrede hält nicht stich. Die Betreibungs-
behörden haben diejenigen Elemente, die für die Fest-
setzung der einem Schuldner als unpfändbar zu belas-
senden Lohnquote von Bedeutung sind, von Amtes
wegen zu eruieren. Dazu gehört _aber insbesondere auch
die Feststellung des Umfanges der dem Betreibungs-
schuldner zur Verfügung stehenden Einkünfte. Die
Vorinstanz war daher nicht nur berechtigt sondern sogar
verpflichtet, die ihr unabgeklärt erscheinende Frage
nach dem Umfange der vom unehelichen Vater des
unehelichen Kindes der zweiten Ehefrau des Betrei-
bungsschuldners an letztem geleisteten Beiträge abzu-
klären bezw. abklären zu lassen. Dabei ist allerdings
richtig, dass sich der Betreibungsschuldner auch all-
fällige von einer Armenbehörde an die Unterhalts-
kosten dieses Kindes geleistete Beträge anrechnen lassen
müsste. Doch geht es nicht an -
wie die Rekurrentin
glaubt -, bei der Festsetzung des Existenzminimums
des Betreibungsschuldners die für dieses Kind aufzu-
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 54.
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wendenden Unterhaltskosten überhaupt von vorne-
herein unberücksichtigt zu lassen, weil der Betreibungs-
schuldner verpflichtet wäre, die bezüglichen Mittel,
sofern sie nicht vom ausserehelichen Vater aufgebracht
werden, von der zuständigen Armenbehörde zu erheben.
Das Bundesgericht hat schon früher entschieden, dass
zur Familie eines Schuldners im Sinne von Art. 93
SchKG nicht immer notwendigerweise nur diejenigen
Personen zu zählen sind, denen gegenüber eine gesetz-
liche Unterhaltspflicht des Betreibungsschuldners be-
steht, sondern dass hiezu allenfalls auch ein fremdes
Kind gerechnet werden muss, wenn dieses auf Grund
besonderer Umstände in Familiengemeinschaft mit dem
Betreibungsschuldner lebt und von diesem aufgezogen
wird (vgl. BGE 51 III S. 226 ff.). Das trifft zweifellos
auch für ein von der Ehefrau des Schuldners in die
Ehe gebrachtes aussereheliches Kind zu, wenn dieses
vom Schuldner bei Eheabschluss in die Familie aufge-
nommen worden ist. Ist aber somit das hier fragliche
Kind im Sinne von Art. 93 SchKG zur Familie des Be-
treibungsschuldners zu zählen, so bleibt für die von der
Rekurrentin angestellte Erwägung kein Raum. Das
schliesst jedoch selbstverständlich nicht aus, dass der
Betreibungsschuldner sich diejenigen Beträge anrechnen
zu lassen hat, die er vom ausserehelichen Vater dieses
Kindes oder allenfalls von der bezüglichen Armenbe-
hörde -
wenn diese überhaupt hiefür angegangen
worden ist -
e f fe k t i v bezieht.