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52_II_401

BGE 52 II 401

Bundesgericht (BGE) · 1926-01-01 · Deutsch CH
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Obligationenreeht. N° 64.

preneur d'assurance, surtout lorsqu'il sYagit d'une assu-

rance sur la vie, attaehe une importance speciale a la

nationalite de Ia compagnie d'assurance. et la designation

du lieu Oll se trouve le siege sociallui fournit ä eet egard

une indication essentielle. C'est done le mot de Geneve

qui le frappera plus que les termes d'union et de vie. qui

sont d'un usage courant, notamment dans la branche

des assurances. De nombreuses compagnies d'assurances

ont adopte comme raison sociale un nom geographique

qui marque leur origine et les distingue des entreprises

concurrentes, eiablies dans d'autres pays. Il ne faut

d'ailleurs pas oublier qu'en matiere d'assurance on peut

se contenter de differenees moins grandes que pOUT

d'autres genres d'industries, car, dans Ia regle, le preneur

d'assurance ne traite pas avec une compagnie sans se

renseigner sur elle ni sans savoir exactement avec quelle

socieie il a affaire. Le danger de confusion n'existe done

pas en l'espece pour les personnes qui sont sollicitees de

contracter une assurance, et c'est ce danger Ia qui entre

en consideration pour Ia solution du point de savoir si

Ia defenderesse a porte une atteinte illicite aux droits

et interets personneIs de Ia demanderesse.

Des !'instant que cette question doit etre tranchee par

Ia negative, Ia demande se revele mal fondee dans toute

son etendue.

Le Tribunal lid/ral prononce:

Le recours est admis et l'arret attaque est reforme

dans ce sens que Ia demande de l'Union, Compagnie

d'assurances sur Ia vie humaine, a Paris, est rejetee.

Ptozessrecbt. N° 65.

VI. PROZESSRECHT

PROCEDURE

401

65. Urteil der II. Zivilabteilung vom 30. September 1926

i. S. J'ules Xunn & Oie A..-G. gegen MöschingEr & Wilhelm.

OG Art. 87 Ziff. 1: Begriff der Zivilsache; Unzulässigkeit

der

z i viI r e c h t I ich e n

B e s c h wer d e gegen

die Einstellung des Konkurseröffnungsverfahrens mit Rück-

sicht auf das vom Schuldner gestellte Gesuch um Bewilligung

einer Nachlasstundung.

Dass ein Entscheid einfach auf

die «kantonale Praxis. gestützt wird, vermag keinen

Beschwerdegrund abzugeben.

Am 22. Juni 1926 hat der Konkursrichter des Bezirks-

gerichts Zürich die Entscheidung über das von der

Jules Kuhn & eie A.-G. am 21. Juni gegen Möschinger

& Wilhelm gestellte Konkursbegehren ausgesetzt bis

nach rechtskräftiger Erledigung des von Möschinger

& Wilhelm am 27. April 1924 gestellten Nachlassver-

trags- (will sag~n : -stundungs-)gesuches.

Gegen diese Verfügung hat die Jules Kuhn A.-G.

am 6. Juli zivilrechtliche Beschwerde geführt «wegen

Rechtsverweigerung durch grob fahrlässige Missachtung

klaren Rechts und Beugung des Rechtes, sowie wegen

Anwendung kantonaler Praxis anstatt bundesrechtlicher

Gesetzesbestimmung ».

In Erwägung:

dass~die angefochtene Verfügung getroffen wurde,

damit den Beschwerdegegnern die Wohltat des Nach-

las vertrages, um deren Gewährung sie nachgesucht

hatten, trotz dem nachträglich von der Beschwerde-

führerin gestellten Konkursbegehren gesichert bleibe,

dass derartige einstweilige, der Rechtssicherung . die-

nende Verfügungen zwar dem Rechtsmittel der zivil-

402

Prozessrecht. N0 65.

rechtlichen Beschwerde nicht grundsätzlich entrückt sind,

dass immerhin die zivilrechtiliche Beschwerde nur

zulässig ist, wenn das streitige Rechtsverhältnis ein

zivilrechtliches ist und die vorsorgliche Verfügung

einen Einfluss auf die aus diesem Rechtsverhältnis ent-

springenden Rechtsbeziehungen ausübt (BGE 51 III

S. 193 ff. Erw.2 und die dort zitierten früheren Urteile),

dass jedoch der vorliegende Streit ausschliesslich

Zwangsvollstreckungsmassnahmen

(Konkurseröffnung,

Nachlasstundung) betrifft, welche für sich allein das

zwischen den Parteien bestehende Schuldverhältnis in

keiner Weise verändern,

dass nicht ersichtlich ist, aus welchem anderen Grunde

Beschwerde geführt werden könnte als aus dem in Art. 87

Ziff. 1 OG genannten, nämlich wegen Anwendung kanto-

nalen anstatt eidgenössischen Rechtes,

dass insbesondere wegen Missachtung klaren Rechts

oder Beugung des R~chtes nicht zivilrechtliche Be-

schwerde geführt werden kann,

dass jedoch die angefochtene Verfügung des Kon-

kursrichters des Bezirksgerichtes Zürich wie gleichartige

Verfügungen anderer Gerichte des Kantons Zürich

(namentlich

des

Gesamtobergerichtes,

Blätter für

zürcherische Rechtsprechung. 21 Nr. 63 S. 157) und

anderer Kantone (z. B. des Appellations- und Kassa-

tionshofes des Kantons Bern, Zeitschrift des Ber-

nischen Juristenvereins 39 S. 305, des Obergerichts des

Kantons Aargau, Zeitschrift für Betreibungs-:-

und

Konkursrecht I S. 218) auf der aus der Auslegung des

Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs

gewonnenen Auffassung beruhen, es seien Vorschriften

dieses Gesetzes, welche der Konkurseröffnung über

einen Schuldner entgegenstehen, der um eine Nach-

lasstundung eingekommen ist,

dass denn auch die Beschwerdeführerin selbst nicht

behauptet, die von ihr bemängelte kantonale Praxis

stütze sich auf kantonales Recht, und namentlich nicht

Prozessreeht. No 66.

403

angibt, welche Vorschriften des kantonalen Rechtes die

Vorinstanz ihrer Verfügung zu Grunde gelegt haben

soll,

dass also die Beschwerdeführerin keinen für eine

zivilrechtliche Beschwerde tauglichen Beschwerdegrund

geltend macht,

erkennt das Bundesgericht:

Auf die zivilrechtliche Beschwerde wird nicht einge-

treten.

66. Urteil der Ir. Zivila.bteilung vom 1. Dezember 19!26

i. S. Cuba.s~h gegen Beck.

Zurückweisung der B e ruf u n g • welche ein Dritter im

Namen der unterlegenen Partei eingelegt hat, 0 h n e

Pro z e s s v 0 I I mac h t beizubringen, unter Kosten-

folge für den «Vertreter ». OG Art. 75. Tel e g r am m

als Prozessvollmacht ?

A. -

Durch Urteil vom 10. September 1926 hat das

Obergericht des Kantons Luzern die Hauptklage (Ab-

erkennungsklage) abgewiesen und die Widerklage zu-

gesprochen.

B. -

Gegen dieses Urteil hat Dr. E. 0., der bisher

noch nicht für die Klägerin gehandelt hatte, die Beru-

fung an das Bundesgericht eingelegt mit den Anträgen

auf Gutheissung der Aberkennungsklage und Abweisung

der Widerklage. Die Berufungserklärung schliesst wie

folgt: « Als Vertreter-Ausweis wird vorläufig ein von

der Berufungsklägerin in Marseille am 17. Oktober 1926

aufgegebenes Telegramm produziert. Prozessvollmacht

wird nachträglich zu den Akten eingereicht werden. »

Das Telegramm lautet: Dr. O. Luzern Appellation

Dr. Beck einreichen. »

C. -

Zur heutigen Verhandlung hat sich nur der

Beklagte eingefunden. Er hat unter Hinweis darauf,