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Familienrecht. N° 23.
sehr wohl auf einen Ausgang mit dem Beklagten zurück-
geführt werden kann. Aus all diesen Gründen hat die
Vorinstanz daher mit Recht die Einrede aus Art. 314
Abs. 2 ZGB abgewiesen.
2. -
(Höhe der Unterhaltsbeiträge) •.•
Demnach erkennt das Bundesgericht :
Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des
Appellationsgerichtes des Kantons Basel-Stadt vom
24. Februar 1925 bestätigt.
23. Auszug loH dem Urten cler II. Zl\'Ü&btei1ung
vom li.Mal 1925 i. S. E1111iger gegen Eulliger.
Wegen tiefer Zerrüttung kann eine Ehe geschieden werden,
wenn der schuldlose oder weniger schuldige Ehegatte auf
den Schutz des Art. 142 Abs. 2 ZGB verzichtet und in die
Scheidung einwilligt. Art. 142, 158 Ziff. 3 und 4 ZGB.
Mit Rücksicht auf das vorwiegende Verschulden des
Klägers ist angesichts der Bestimmung des Art. 142
Abs. 2 ZGB ohne weiteres klar, dass gegen den Willen
der Beklagten die Scheidung nicht ausgesprochen werden
könnte. Diese hat nun aber' in einem Schreiben an
ihren Vertreter dem Bundesgericht erklärt, erkannt zu
haben, dass der Entschluss ihres Mannes, nicht mehr
zu ihr zurückzukehren, un~errückbar sei, und dass sie
mit ihren Versöhnungsversuchen keinen Erfolg haben
werde; Zweck ihres Briefes sei daher, ihren Anwalt
wissen zu lassen,;« dass sie ihren Widerstand aufgebe
und in die Scheidung einwillige, falls es das Rechte sein
sollte». Damit stimmt die Beklagte dem Scheidungs-
begehren des Klägers bei. Dass dies im Verlaufe des
Rechtsstreites noch zulässig ist, bedarf keiner weitern
Begründung; nichts hindert eine beklagte Partei, ein
gegen sie gestelltes Rechtsbegehren während des Rechts-
streites wie gleich bei dessen Beginn anzuerkennen,
Familienrecht. N° 23.
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und auf Grund dieser Anerkennung muss das Begehren
zugesprochen werden, sofern nicht etwa aus Erwä-
gungen der öffentlichen Ordnung auf das Zugeständnis
einer Partei nicht abgestellt werden darf. Das ist bei
der Ehescheidungsklage im Allgemeinen der Fall, indem
nach Art. 158 Ziff. 3 und 4 ZGB Parteierklärungen
für den Richter nicht verbindlich sind und diesem viel-
mehr die freie Beweiswürdigung zusteht. Das gilt jedoch
nur für Zugeständnisse der Parteien hinsichtlich der
geltendgemachten Scheidungsgründe, da eine Scheidung
nur ausgesprochen werden darf, wenn sich der Richter
durch seine Beweiserhebungen vom Vorhandensein eines
Scheidungsgrundes überzeugt hat. So wäre es für das
Schicksal der Scheidungsklage bedeutungslos, wenn die
Beklagte das Vorliegen der vom Kläger behaupteten
tiefen Zerrüttung anerkannt hätte; dadurch wäre der
Richter noch nicht der Pflicht enthoben worden, sich
von der Tatsächlichkeit des Zerwürfnisses der Parteien
zu überzeugen; denn die öffentliche Ordnung verlangt,
dass nur auf Grund eines tatsächlich vorliegenden
Scheidungsgrundes geschieden werde. Die Einschrän-
kung des Art. 142 Abs. 2 ZGB jedoch, dass der über-
wiegend schuldige Ehegatte trotz der tiefen Zerrüttung
der Ehe die Scheidung nicht verlangen kann, ist nicht
der öffentlichen Ordnung wegen eingeführt, sondern
lediglich zum Schutze des schuldlosen oder weniger
schuldigen Ehegatten. Diesem soll, auch wenn im übrigen
hinreichende Scheidungsgrunde vorliegen, gegen seinen
Willen die Auflösung der Ehe nicht aufgedrungen wer-
den können; es soll ihm aber unverwehrt bleiben,
auf diesen gesetzlichen Schutz zu verzichten und, statt
die Scheidungsklage selber zu stellen, einfach das
Scheidungsbegehren des andern Ehegatten anzuerken-
nen,. sofern nur die tiefe Zerrüttung des ehelichen
Verhältnisses im Sinne von Art. 142 ZGB tatsächlich
vorliegt. Diesen Standpunkt hat das Bundesgericht
schon unter der alten Ehegesetzgebul1g in seinem Urteil
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Familienrecht. N° 24.
vom 22. Mai 1877 i. S. Heyne (BGE 3 S. 380 Erw. 4)
eingenommen~ und soweit er im Urteil vom 12. Septem-
ber 1907 i. S. v. FI. (BGE 33 II 393 Erw. 3) verlassen
worden ist, kann an dieser Änderrung der Rechtsprechung
nicht festgehalten werden (Unriehtig daher GMÜR,
Anm. 48 und 52 zu Art. 142 und EGGER, Anm. 5
litt. a) am Schluss zu Art. 142 ZGB).
24. Ixtrait cis l'arrit cie la IIe Seotion civils ciu 18 mai 1926
dans la cause ciame P .-B. contre ciame P .-B.
Est nulle, comme contraire a I'ordre public et a la morale, la
convention par laquelle un epoux se fait promettre par son
conjoint une somme d'argent en echange de son consente-
ment au divorce.
Resume des taits :
Les epoux P.-B., de nationalite italienne, separes de
corps depuis le 7 decembre 1903, ont signe le 19 septeIl1;bre
1913 deux conventions, l'une ayant pour objet le regle-
ment de leurs intert;ts civils, la seconde, designee comme
convention additionnelle et ayant la teneur suivante :
« Monsieur P. ayant !'intention de faire transformer
en divorce la separation de corps prononcee entre lui
et Madame B., celle-ei s'engage a faire tout ce qui sera
en son pouvoir pour faciliter cette transformation.
Madame B. prend l'engagement de ne pas s'opposer
a l'action en divorce et a donner tous consentements
et signatures en vue des formalites necessaires pour
rendre le divorce possible.
Monsieur P. prend l'engagement de verser a Madame
B. le jour apres un second mariage une somme de huit
mille francs.
Si Monsieur P. jugeait qu'un changement de natio-
nalite devenait necessaire pour l'obtention du divorce,
Madame B. prend l'engagement de ne pas s'opposer
a ce changement, et de s'y associer.
Familienrecht. No 24.
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Elle recevra, dans ce cas, une somme de mille francs
comme acompte de celle de huit mille francs, le jour
ou le changement de nationalite sera obtenu ... »
En juillet 1922, sieur P., qui avait entre temps acquis
la nationalite fiumaise, a fait eiter sa femme devant le
Tribunal de la ville de Fiume pour ouir dissoudre par le
divorce le mariage conelu entre eux.
Dame B. a offert de se rendre a Fiume si sa presence
yest necessaire, moyennant que son mari lui fasse l'avance
des frais de voyage. Refus du mari.
Le 15 septembre 1922, le Tribunal de Fiume, jugeant
par deraut, s'est declare compHent, sur la constatation
que les parties etaient toutes deux de nationalite fiu-
maise, et a prononce le divorce.
Le 11 janvier 1924, sieur P. a introduit devant la Cour
d'appel de Florence une action tendanta faire deelarer
le jugement en divorce executoire en Italie. Dame P.
s'est jointe aces conclusions.
Par arrH du 10 mars 1923, la Cour d'appel de Flo-
rence a deboute sieur P. de ses conelusions, en consi-
derant principalement que dame P.-B. n'ayant pas perdu
en ce qui la concerne la nationalite italienne qu'elle avait
acquise par son mariage avec un Italien, la demande
etait contraire a une disposition du Titre preliminaire
du code civil italien.
Le 19 juin 1923, sieur P., designe comme originaire de
Fiume et divorce de dame B., a epouse, a C., demoiselle R.
Le 21 juin 1923, dame P.-B. a introduit une poursuite
en payement de 8000 fr., « somme devenue exigible
par le second mariage de M. P., convention du 19. 9.
13 », avec interet au 5 % du 20. 6. 23.
Opposition ayant ete faite, dame P.-B. a requis et
obtenu la main-levee provisoire.
Le 19 juillet 1923, sieur P. a intente l'action en libe-
ration de dette. Suspendue le 20 septembre par le deces
de sieur P., l'instance a ete reprise par dame P.-B. contre
dame P.-R., heritiere instituee de P.