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50_III_125

BGE 50 III 125

Bundesgericht (BGE) · 1924-01-01 · Français CH
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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 29.

pas ecoule lorsque les feries ont pris fin, l'art. 63 LP ne

serait pas applicable si on le prend a Ia lettre et le recours

depose le 18 juin serait tardif. Mais il est dans l'esprit

de la loi d'interpreter l'art. 63 dans ce sens que le debi-

teur doit avoir trois jours pleins pour agir, a compter

de l'echeance des feries (le 15 juin en l'espece) non seule-

. ment dans le cas Oll les delais expirent pendant les feries

(RO 4~ III p. 5), mais encore dans les cas Oll; ayant

commence de courir pendant les firies, ils expirent le

lendemain ou le surlendemain de la fin des feries, lots-

qu'il s'agit d'un delai fixe par la loi ou l'autorite de pour-

suite pour accomplir un certain acte (JAEGER, Note 5

B sur art. 63 LP). C'est par cette interpretation seule-

ment que l'on procure au debiteur les trois jours pleins

que le legislateur a v~)Ulu lui accorder. Le recours de

Currat, depose le troisieme jour apres l'echeance des fenes,

n'est donc pas tardif.

2. -

Les decisions relatives a la saisissabilite ne sont

revisables, a raison de changements qui peuvent, sur-

venir dans la situation du debiteur, qu'en matiere de

salaires ou d'autres revenus provenant d'emploi, c'est..

a-dire dans les cas prevus a l'art. 93 LP. Elles ne le sont

pas lorsqu'il s'agit des biens enumeres a l'art. 92. n n'y

a aucun doute a cet egard quand les decisions inter-

viennent a l'occasion de la saisie et il est de jurisprudence

constante que, pour decider si un o~jet est saisissable

ou non, on doit se reporter au moment de l'execution

de la saisie (v. JAEGER, Note 1 E sur art. 92 LP).

Il faut adopter la m~me solution lorsqu'il s'agit d'un

sequestre. L'art. 275 LP renvoie expressement a l'art.

92 LP, ce qui implique non seulement que le sequestre

ne peut porter que sur des biens saisissables, mais encore

que les contestations relatives a la saisissabiliM doivent

se vider au moment de l'execution du sequestre (v.

JAEGER, Note 1 F sur art.92 LP; RO M. spOO. 16 p. 46

et sv.). Ce qui a eM valablement sequestre peut aussi

~tre saisi -

si la poursuite consecutive etablit la qualite

Scholdbetreibungs- und Konkursrecht. N° st).

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de creancier du sequestrant -

sans que le debiteur puisse

invoquer une insaisissabilite survenue apres coup. Un

temperament ne pourrait Hre apporte acette regle que

dans le sens indique par Je' commentaire de M. JAEGER

(Notes 1 F sur art. 92; 1 B sur art. 275 et 2 sur

.art. 280 LP; objets devenus insaisissables dans l'inter-

valle entre le sequestre et la saisie, sans qu'il y eftt u~

faute imputable au debiteur). Mais u,ne derogation ne

se justifie pas en l'espece. Il s'agit en effet, en la personne

du recourant, d'un debiteur qui s'est mis lui-m~me dans

le cas de ne pouvoir invoquer le benefice des disposi-

tions de rart. 92 LP. En fuite depuis plusieurs mois

.au moment de l'execution des sequestres pratiques a son

pr~judice les 5 et 6 octobre 1923, il n'avait plus l'emploi

des objets de menage et des instruments de travall

sequestres. Il ne peut l'imputer qu'a lui~m~e s'il n'est

pas admis ales reclamer aujourd'hui pour reprendre

l'exercice d'une profession abandonnee et reconstituer

un menage.

La Chombre des Poursuiies et de FaiUites prononce:

Le recours est rejete.

30. Intscheic1 vom 19. September ·1924 i. S. leigmwinter.

()bergibt der für eine Schuld aus von der Vonuundschafts-

behörde gestattetem Gewerbebetrieb persönlich betriebene

Bevonuundete den Zahlungsbefehl dem Vonuund. so 1st

der von diesem _ als Vonuund • erhobene Rechtsvorschlag

wirksam.

A. -

Der in Basel unter Vormundschaft stehende

Karl Abt betreibt seit 1920 mit Bewilligung der

Vormundschaftsbehörde in Muttenz selbständig efuen

Handel mit Automobilen und Flugzeugen. Am 25. Juni

1924liess der Rekurrent J. Feigenwinter durch das Be-

treibungsamt Arlesheim dem Abt persönlich einen Zah-

lungsbefehl für 1184 Fr. «Mietzins für Halle und Schopf

zur Unterbringung von zwei Flugzeugen und Motoren im

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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 30.

Jahre 1921, sowie für benütztes, verbrauchtes und mit-

genommenes Werkzeug» zustellen. Am 2. Juli schrieb

der Vormund des Abt, Dr. Joseph Braun in Base], an

das Betreibungsamt : « In der Betreibungssache Joseph

Feigenwinter gegen Charles Abt... erhebe ich hiermit

als Vormund des Schuldners Rechtsvorschlag. » Auf

6Iie Mitteilung dieses Rechtsvorschlages hin führte der

Gläubiger am 11. Juli Beschwerde mit dem Antrag, der

Rechtsvorschlag sei aufzuheben und das Betreibungsamt

anzuweisen, ihm ein Doppel des Zahlungsbefehls mit

dem Vermerk, dass ein gültiger Rechtsvorschlag nicht

erhoben wurde, auszuhändigen. Zur Begründung brachte

er wesentlich an: Dadurch, dass weder der Betriebene.

noch dessen Vormund Beschwerde gegen den Betrei-

bungsort oder gegen die Zustellung des Zahlungsbefehls

an jenen persönlich führten, haben sie anerkannt, dass

die in Betreibung gesetzte Forderung aus dem von der

Vormundschaftsbehörde gebilligten Geschäftsbetrieb her-

rühre. Gegen eine derartige Betreibung Rechtsvorschlag zu

erheben, sei der Vormund als solcher nicht legitimiert.

B. -

Durch Entscheid vom 25. Juli hat die Aufsichts-

behörde über Schuldbetreibung und Konkurs des Kan-

tons Basel-Landschaft die Beschwerde abgewiesen.

C. -

Diesen am 28. Juli zugestellten Entscheid hat

der Rekurrent am 7. August an das Bundesgericht

weitergezogen.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht

in Erwägung:

1. -

Die Vorinstanz hat die Behauptung des Dr. Braun,

er habe den Zahlungsbefehl vom Schuldner selbst er-

halten, II nach dem Lauf der Dinge » als richtig angenom-

men und hieraus den Schluss gezogen, der Schuldner

habe «dem Dr. Braun Auftrag zur Bestreitung der Be-

treibung erteilt oder doch die Vornahme oder Nichtvor-

nahme dieser Rechtshandlung der freien Entscheidung

desselben übertragen», und infolgedessen den Rechtsvor-

schlag als gültig erachtet. Diese Auffassung lässt einen

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 30.

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Rechtsirrtum nicht erkeIinen. Zunächst ist es eine für

das Bundesgericht verbindliche tatsächliche Feststellung,

dass der Schuldner den Zahlungsbefehl dem Dr. Braun

übergeben habe. Nun würde es freilich wohl nicht an-

gehen, aus der Übergabe des Zahlungsbefehls durch

den Schuldner an einen Dritten während der Rechts-

vorschlagsfrist allgemein einen Schluss zu ziehen auf den

Auftrag, Rechtsvorschlag zu erheben, oder auch nur

auf die Ermächtigung, dies nach eigenem Gutfinden all-

fällig zu tun. übergibt aber ein Mündel den ihm per-

sönlich zugestellten Zahlungsbefehl seinem Vormund,

so rechtfertigt das durch die Vormundschaft begründete

. umfassende Vertretungsverhältnis die Vermutung, der

Schuldner habe es darauf abgesehen, dass der Vormund

seine Interessen wabre. Anhaltspunkte, welche diese

Vermutung im vorliegenden Fall zu erschüttern ver-

möchten, hat der Rekurrent nicht angeführt. Insbeson-

dere kann er daraus nichts herleiten, dass Dr. Braun

«als Vormund» des Schuldners Rechtsvorschlag er-

hoben hat. Denn die Bezugnahme auf sein Amt als Vor-

mund lässt nur erkennen, dass er glaubte, die Legiti-

mation zum Rechtsvorschlag ergebe sich ohne ·weiteres

aus jenem Amt; dagegen lässt sie sich nicht als Zuge-

ständnis auslegen, dass es an einem Auftrag bezw. an

einer Ermächtigung im angegebenen Sinne gefehlt habe.

Einer ausdrücklichen Bezugnahme auf den Auftrag bezw.

die Ermächtigung bei Abgabe der Rechtsvorschlags-

erklärung aber bedurfte es zu ihrer Gültigkeit nach

ständiger Rechtsprechung nicht (vgl. JAEGER, Note 3

zu Art. 74). Erweist sich sonach die Beschwerde schon

aus den von der Vorinstanz angeführten Gründen als

unbegründet, so braucht auf die Prüfung des vom Re-

kurrenten geltend gemachten Beschwerdegrundes nicht

eingetreten zu werden.

Demnach erkennt die Schuldbetr.- und Konkllrskammer:

Der Rekurs wird abgewiesen.