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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 29.
pas ecoule lorsque les feries ont pris fin, l'art. 63 LP ne
serait pas applicable si on le prend a Ia lettre et le recours
depose le 18 juin serait tardif. Mais il est dans l'esprit
de la loi d'interpreter l'art. 63 dans ce sens que le debi-
teur doit avoir trois jours pleins pour agir, a compter
de l'echeance des feries (le 15 juin en l'espece) non seule-
. ment dans le cas Oll les delais expirent pendant les feries
(RO 4~ III p. 5), mais encore dans les cas Oll; ayant
commence de courir pendant les firies, ils expirent le
lendemain ou le surlendemain de la fin des feries, lots-
qu'il s'agit d'un delai fixe par la loi ou l'autorite de pour-
suite pour accomplir un certain acte (JAEGER, Note 5
B sur art. 63 LP). C'est par cette interpretation seule-
ment que l'on procure au debiteur les trois jours pleins
que le legislateur a v~)Ulu lui accorder. Le recours de
Currat, depose le troisieme jour apres l'echeance des fenes,
n'est donc pas tardif.
2. -
Les decisions relatives a la saisissabilite ne sont
revisables, a raison de changements qui peuvent, sur-
venir dans la situation du debiteur, qu'en matiere de
salaires ou d'autres revenus provenant d'emploi, c'est..
a-dire dans les cas prevus a l'art. 93 LP. Elles ne le sont
pas lorsqu'il s'agit des biens enumeres a l'art. 92. n n'y
a aucun doute a cet egard quand les decisions inter-
viennent a l'occasion de la saisie et il est de jurisprudence
constante que, pour decider si un o~jet est saisissable
ou non, on doit se reporter au moment de l'execution
de la saisie (v. JAEGER, Note 1 E sur art. 92 LP).
Il faut adopter la m~me solution lorsqu'il s'agit d'un
sequestre. L'art. 275 LP renvoie expressement a l'art.
92 LP, ce qui implique non seulement que le sequestre
ne peut porter que sur des biens saisissables, mais encore
que les contestations relatives a la saisissabiliM doivent
se vider au moment de l'execution du sequestre (v.
JAEGER, Note 1 F sur art.92 LP; RO M. spOO. 16 p. 46
et sv.). Ce qui a eM valablement sequestre peut aussi
~tre saisi -
si la poursuite consecutive etablit la qualite
Scholdbetreibungs- und Konkursrecht. N° st).
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de creancier du sequestrant -
sans que le debiteur puisse
invoquer une insaisissabilite survenue apres coup. Un
temperament ne pourrait Hre apporte acette regle que
dans le sens indique par Je' commentaire de M. JAEGER
(Notes 1 F sur art. 92; 1 B sur art. 275 et 2 sur
.art. 280 LP; objets devenus insaisissables dans l'inter-
valle entre le sequestre et la saisie, sans qu'il y eftt u~
faute imputable au debiteur). Mais u,ne derogation ne
se justifie pas en l'espece. Il s'agit en effet, en la personne
du recourant, d'un debiteur qui s'est mis lui-m~me dans
le cas de ne pouvoir invoquer le benefice des disposi-
tions de rart. 92 LP. En fuite depuis plusieurs mois
.au moment de l'execution des sequestres pratiques a son
pr~judice les 5 et 6 octobre 1923, il n'avait plus l'emploi
des objets de menage et des instruments de travall
sequestres. Il ne peut l'imputer qu'a lui~m~e s'il n'est
pas admis ales reclamer aujourd'hui pour reprendre
l'exercice d'une profession abandonnee et reconstituer
un menage.
La Chombre des Poursuiies et de FaiUites prononce:
Le recours est rejete.
30. Intscheic1 vom 19. September ·1924 i. S. leigmwinter.
()bergibt der für eine Schuld aus von der Vonuundschafts-
behörde gestattetem Gewerbebetrieb persönlich betriebene
Bevonuundete den Zahlungsbefehl dem Vonuund. so 1st
der von diesem _ als Vonuund • erhobene Rechtsvorschlag
wirksam.
A. -
Der in Basel unter Vormundschaft stehende
Karl Abt betreibt seit 1920 mit Bewilligung der
Vormundschaftsbehörde in Muttenz selbständig efuen
Handel mit Automobilen und Flugzeugen. Am 25. Juni
1924liess der Rekurrent J. Feigenwinter durch das Be-
treibungsamt Arlesheim dem Abt persönlich einen Zah-
lungsbefehl für 1184 Fr. «Mietzins für Halle und Schopf
zur Unterbringung von zwei Flugzeugen und Motoren im
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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 30.
Jahre 1921, sowie für benütztes, verbrauchtes und mit-
genommenes Werkzeug» zustellen. Am 2. Juli schrieb
der Vormund des Abt, Dr. Joseph Braun in Base], an
das Betreibungsamt : « In der Betreibungssache Joseph
Feigenwinter gegen Charles Abt... erhebe ich hiermit
als Vormund des Schuldners Rechtsvorschlag. » Auf
6Iie Mitteilung dieses Rechtsvorschlages hin führte der
Gläubiger am 11. Juli Beschwerde mit dem Antrag, der
Rechtsvorschlag sei aufzuheben und das Betreibungsamt
anzuweisen, ihm ein Doppel des Zahlungsbefehls mit
dem Vermerk, dass ein gültiger Rechtsvorschlag nicht
erhoben wurde, auszuhändigen. Zur Begründung brachte
er wesentlich an: Dadurch, dass weder der Betriebene.
noch dessen Vormund Beschwerde gegen den Betrei-
bungsort oder gegen die Zustellung des Zahlungsbefehls
an jenen persönlich führten, haben sie anerkannt, dass
die in Betreibung gesetzte Forderung aus dem von der
Vormundschaftsbehörde gebilligten Geschäftsbetrieb her-
rühre. Gegen eine derartige Betreibung Rechtsvorschlag zu
erheben, sei der Vormund als solcher nicht legitimiert.
B. -
Durch Entscheid vom 25. Juli hat die Aufsichts-
behörde über Schuldbetreibung und Konkurs des Kan-
tons Basel-Landschaft die Beschwerde abgewiesen.
C. -
Diesen am 28. Juli zugestellten Entscheid hat
der Rekurrent am 7. August an das Bundesgericht
weitergezogen.
Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
1. -
Die Vorinstanz hat die Behauptung des Dr. Braun,
er habe den Zahlungsbefehl vom Schuldner selbst er-
halten, II nach dem Lauf der Dinge » als richtig angenom-
men und hieraus den Schluss gezogen, der Schuldner
habe «dem Dr. Braun Auftrag zur Bestreitung der Be-
treibung erteilt oder doch die Vornahme oder Nichtvor-
nahme dieser Rechtshandlung der freien Entscheidung
desselben übertragen», und infolgedessen den Rechtsvor-
schlag als gültig erachtet. Diese Auffassung lässt einen
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 30.
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Rechtsirrtum nicht erkeIinen. Zunächst ist es eine für
das Bundesgericht verbindliche tatsächliche Feststellung,
dass der Schuldner den Zahlungsbefehl dem Dr. Braun
übergeben habe. Nun würde es freilich wohl nicht an-
gehen, aus der Übergabe des Zahlungsbefehls durch
den Schuldner an einen Dritten während der Rechts-
vorschlagsfrist allgemein einen Schluss zu ziehen auf den
Auftrag, Rechtsvorschlag zu erheben, oder auch nur
auf die Ermächtigung, dies nach eigenem Gutfinden all-
fällig zu tun. übergibt aber ein Mündel den ihm per-
sönlich zugestellten Zahlungsbefehl seinem Vormund,
so rechtfertigt das durch die Vormundschaft begründete
. umfassende Vertretungsverhältnis die Vermutung, der
Schuldner habe es darauf abgesehen, dass der Vormund
seine Interessen wabre. Anhaltspunkte, welche diese
Vermutung im vorliegenden Fall zu erschüttern ver-
möchten, hat der Rekurrent nicht angeführt. Insbeson-
dere kann er daraus nichts herleiten, dass Dr. Braun
«als Vormund» des Schuldners Rechtsvorschlag er-
hoben hat. Denn die Bezugnahme auf sein Amt als Vor-
mund lässt nur erkennen, dass er glaubte, die Legiti-
mation zum Rechtsvorschlag ergebe sich ohne ·weiteres
aus jenem Amt; dagegen lässt sie sich nicht als Zuge-
ständnis auslegen, dass es an einem Auftrag bezw. an
einer Ermächtigung im angegebenen Sinne gefehlt habe.
Einer ausdrücklichen Bezugnahme auf den Auftrag bezw.
die Ermächtigung bei Abgabe der Rechtsvorschlags-
erklärung aber bedurfte es zu ihrer Gültigkeit nach
ständiger Rechtsprechung nicht (vgl. JAEGER, Note 3
zu Art. 74). Erweist sich sonach die Beschwerde schon
aus den von der Vorinstanz angeführten Gründen als
unbegründet, so braucht auf die Prüfung des vom Re-
kurrenten geltend gemachten Beschwerdegrundes nicht
eingetreten zu werden.
Demnach erkennt die Schuldbetr.- und Konkllrskammer:
Der Rekurs wird abgewiesen.