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49_III_187

BGE 49 III 187

Bundesgericht (BGE) · 1918-02-20 · Deutsch CH
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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 48.

,

'

Sollberger a recouru au Tribunal federal contre cette

decision.

Considirant en droit :

La question qui se pose est ceIle de savoir si la com-

munaute des obligataires agissant comme teIle par

l'intermediaire de son representant peut poursuivre

le debiteur ou si au contraire les poursuites ne peuvent

etre intentees que par les obligataires nommement

designes dans le commandement de payer. Or, d'apres

l'ordonnance federale du 20 fevrier 1918 sur la commu-

Haute des creanciers dans les emprunts par obligations,

la reponse acette question n'est pas douteuse. L'art. 23

dis pose en effet que les obligataires « peuvent designer

une ou plusieurs personnes chargees de representer

la communaute des creanciers », l'art. 24 precise que

le representant a de plein droit le pouvoir « de repre-

senter les creanciers dans l'exercice des pouvoirs qui

lui ont ete conferes II et que, dans la mesure OU le re-

presentant a le pouvoir d'exercer les droits des creanciers,

ceux-ci ne peuvent plus faire valoir individuellement

leurs droits. L'ordonnance· erige ainsi la communaute

des obligataires en un sujet de droit distinct pourvu

d'un organe qui la represente yalablement.

Il est, vrai que, aux termes' dc l'art. 1, cette com-

munaute n'existe de plein

droit que si le montant

de l'emprunt est d'au moins 100000 fr. ou si le nombre

des obligations est de 100 a1.l moins -

alors qu'en l'es-

pece ni l'une ni l'autre dc ces deux conditions n'est

realisee. Mais I'art. 1 ajoute que, meme dans les emprunts

comportant moins de 100 000 fr. ct moins de 100 obli-

gations, une communaute de creanciers peut exister

«si elle a ete constituee par les conditions de I'emprunt ll.

Tel a manifestement ete l'objet et l'effet des clauses

inserees au contrat de pret du 29 decembre 1913 puis-

qu'il dispose que les obligataires ont un representant

commun, qu'ils ne peuvent agir individuellement et

que leur representant a, en cette qualite, le pouvoir

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de percevoir le remboursement du capital et d'exercer

a cet effet toutes poursuites contre le debiteur. O. Gar-

nier avait donc incontestablement le droit d'agir au

nom de la communaute des obligataires et le commande-

ment de payer n'avait pas a indiquer lenom des porteurs

des obligations, la poursuite Hant intentee par la com-

munaute el1e-m~me et non par les obligataires indivi-

duellement.

C'est en vain qu'on objecterait que l'emprunt dont

il s'agit a He contracte anterieurement a l'ordonnance

precitce. En effet, aux term~s de son art. 32, cette or-

donnance est applicable « meme si les obligations ont

ete emises avant sa promulgation ».

La Clrambre des Poursuites et des Faillites pronollce:

Le recours est rejete.

49. Entsoheii vom 17. November 1923 i. S. EUiker.

Kann für die Abzahlung an einen pfandversicherteIl Konto-

korrentkredit, welche der Schuldner im Umfang des nicht

mehr pfandgedeckten Betrages zu leisten vertraglich ver-

pflichtet ist, gewöhnliche Betreibung angehoben werden'

Art. 41 SchKG.

A. -

Am 4. Juli 1923 hob die Schweizerische Vereins-

bank gegen K. Elliker ordentliche Betreibung auf Pfän-

dung oder Konkurs (Nr. 7488) für 10,000 Fr. (' zur Ver-

minderung der Kontokorrentschuld und gemäss Schuld-

anerkennung vom 21. Februar 1923) an. Elliker führte

Beschwerde mit dem Hauptantrag, die Betreibung sei

gänzlich aufzuheben, den er damit begründete, die

Forderung sei durch \Vertschriften faustpfandversichert.

Die Schweizerische Vereins1;lank bestreitet das nicht,

leitet aber das Recht, mit gewöhnlicher Betreibung eine

Teilzahlung zu verlangen, aus ihren (Bedingungen für

den Conto-Corrent-Verkehr)) her, welchen sich Elliker

AS 49 IIJ -

1923

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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 49.

unterworfen habe., Diesen Bedingungen ist zu ent-

nehmen:

« (2.) Die Gläubigerin ist berechtigt, alle bei ihr de-

• ponierten Titel weiter zu lombardieren, auch weitere

Vermehrung der Sicherheit, oder Verminderung der

Schuld durch entsprechende Abzahlung zu verlangen,

wenn der Wert der, Pfänder sich, vennindert oder der

Deckungsüberschuss nach der Ansicht der Gläubigerin

nicht mehr in dem von ihr gewünschten Verhältnis

vorhanden sein sollte.

(3.) Für den Fall, dass der Schuldner einer solchen,

durch rekommandierte Zuschrift an die letzte bekannte

Adresse erfolgten Aufforderung innert der vonder Bank

festzusetzenden Frist nicht Folge geben sollte, räumt

derselbe der Schweizerischen Vereinsbank, Fi1iale Zürich,

das Recht ein, die gesamte Forderung als sofort fällig

zu betrachten und ohne weitere Fonnalitäten, nach

ihrem freien Ennessen, die Faustpfänder, soweit zur

Tilgung ihrer Gesamtforderung nötig, bestmöglichst zu

verkaufen, den Erlös zu verrechnen und eine allfällig

restierende Forderung sofort geltend zu machen ......•

B. -

Durch Entscheid vom 26. Oktober hat das Ober-

gericht des Kantons Zürich, i:ql Gegensatz zum Be-

zirksgericht Zürich, die Beschwerde abgewiesen.

C. -

Diesen am 1. November zugestellten Entscheid

4at Elliker am Montag den 12. November an das Bundes-

gericht weitergezogen.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht

in Erwägung :

Die Rekursgegnerin macht geltend, sie sei nach

ihren «Bedingungen » für den Kontokorrentverkehr be-

rechtigt, «im, Interesse » der Deckung ihrer Forderung

eine Verminderung der Schuld' durch Abzahlung in der

Höhe des Deckungsmankos zu verlangen, und habe

demgemäss nicht für die primäre, durch Faustpfänder

«gedeckte» Forderung Betreibung angehoben, sondern

Sehuldbetrelbungs- und Konkursreeht. N° 49.

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fiir eine Forderung; welche sich auf, eine separate Ver-

pflichtung des Rekurrenten stütze und nicht pfandver-

sichert sei. Zutreffend hat schon die untere Aufsichts-

behörde diesen' Standpunkt verworfen. Die in Betrei-

bung gesetzte Forderung ist nichts anderes als ein

Teilbetrag der einheitlichen pfandversicherten Forde-

rung der Rekursgegnerin an dem Rekurrenten und da,..

her der Pfandsicherung ebenso teilhaftig wie der nicht

in' Betreibung gesetzte Restbetrag. Hievon ist auch

die Vorinstanz ausgegangen; 'dagegen hat sie angenom-

men, die « Bedingung », dass die Rekursgegnerin, im

Falle der Verminderung des Wertes der Pfänder eine

Abzahlung zu verlangen berechtigt sei, schliesse den Ver-

zicht des Rekurrenten ein, gegen die für den in einem

gewissen Zeitpunkt nach Ansicht der Rekursgegnerin

durch die Pfänder nicht mehr gedeckten Teilbetrag der

Forderung angehobene gewöhnliche Betreibung die Ein-

rede zu erheben, es sei nur die Betreibung auf Pfandver-

wertung zulässig. Dem kann nicht beigestimmt wer-

den. Freilich ist Abs. 2 der «Bedingungen » dahin aus-

zulegen, dass die Rekursgegenerin gegebenenfalls he-

rechtigt ist, sowohl eine Abzahlung zu verlangen, als

sämtliche Pfänder zur Sicherung des Restbetrages

ihrer Forderung zu behalten. Indessen genügt eine

solche Abmachung für den Fall, dass der Schuldner

seine Pflicht zur Leistung der Abzahlung nicht erfüllt,

noch,nicht zum Verzicht auf die Einrede, dass nur die

Betreibung auf Pfandverwertung zulässig sei. Es, ist

denn auch für den Fall, dass der Schuldner der Auffor~

derung zur Leistung einer Abzahlung nicht Folge leistet.

in Abs. 3 der «Bedingungen » nur vorgesehen, dass die

Rekursgegnerin die gesamte Forderung sofort als fällig

betrachten und zur Pfandliquidation schreiten und eine

sich hiebei allfällig ergehende AuSfallforderung sofort

geltend machen kann. Ist dies d,ie einzige Folge, welche

die « Bedingungen» an die Nichtleistung,der ver-

langten Abzahlung knüpfen, so kann ein Verzicht dar~

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Schuldbetrt'lbungs- und Konkursrecht. N' 50.

auf, ~egen eine YOr der Pfandliquidation für den mut-

masslichen Pfandausfall angehobene gewöhnliche Betrei-

• bung die Einrede zu erheben, es sei nur die Betrei-

bung auf Pfandverwertung zulässig, nicht angenommen

werd~n. Infolgedessen kann auf sich beruhen bleiben,

ob em solcher von vorneherein erklärter Verzicht von

den Betreibungsbehörden überhaupt zu beachten wäre.

DelIDlach erkennt die Schuldbetr.- und Konkurskammer :

. Der Rekurs wird begründet erklärt und die Betrei-

bung Nr. 7488 aufgehoben.

50. Entscheii vom a6. November 1923

i. S. Solothurner lta.ntona.lbank.

Art. 92 zur. 10 SchKG: Der Schuldner, welcher aus einer

E~tschädi?ung für Körperverletzung oder Gesundheits-

storung Zms- und Kapitalratenzahlungen an Grundpfand-

forderungen gemacht hat, kann nicht aus dem Liegen-

s.chaftsverwertungserlös vor Befriedigung der (vertrag-

bchen) Grundpfandgläubiger einen entsprechenden Betrag

vorwegnehmen.

. A. -

Die S?lothurner Kantonalbank ist Gläubigerill

emes Schuldbnefes von 12.000 Fr. und einer durch

Grundpfandverschreibung versicherten Fordenmg von

noch 10,260 Fr .• welche auf Liegenschaften des Robert

Pfund in Dornach lasten. ersterer im ersten Rang auf

Grundb~ch-Nr .. 1319, letztere auf der gleichen Liegen-

schaft 1m zweIten Rang und auf den Liegenschaften

Grundbuch-Nr. 519, 521, 1823. 2074 im ersten Rang.

Als in der von der Solothurner Kantonalbauk angeho-

b~nen G:rundpfandverwertungsbetreibung die Steigerung

dIeser LIegenschaften bekannt gemacht wurde, verlangte

der Schuldner, dass « in's Lastellverzeichnis aufge-

nommen werde ein Anspruch auf Rückerstattung von

1400 Fr. nebst 5% Zins seit 28. August 1922 und zwar

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 50.

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privilegiert vor sämtlichen gesetzlichen und vertrag-

lichen Pfandrechten ». Zur Begründung brachte er vor:

Er habe« den Betrag von UOO Fr. (recte 1400 Fr. 20 Cts.)

aus einer ihm ausbezahlten Invaliditätsentschädigung

aus Unfall für den Verlust eines Auges unterm 2ß. Au-

gust 1922 durch Bezahlung von per 1. Februar 1922

verfallenen Hypothekarzinsen. sowie 80 Fr. Kapital-

tilgungsrate in den nun zur Verwertung gelangenden

Liegenschaften investiert. » Da die an Stelle der Invali-

ditätsentschädigungen getretenen \Verte gleich jenen

selbst der Zwangsvollstreckung grundsätzlich entzogen

seien. habe er Anspruch auf Rückerstattung des inve-

stierten Betrages aus dem Liegenschaf1serlös. und

zwar vorgängig der Befriedigung der Pfandrechte. Das

Betreibungsamt nahm den Anspruch nicht in das Lasten-

verzeichnis auf mit der Begründung, er werde « weder

in Höhe noch Rang anerkannt ll. Darauf führte der

Schuldner Beschwerde mit dem Antrag. das Betreibungs-

amt sei anzuweisen, « im Lastenverzeichnis folgende

privilegierte, also den Grundpfandschulden vorgehende

Rückerstattungsansprüche des Schuldners aufzunehnlen :

a) auf Grundbuch-Nr. 1319: 679 Fr. 10 Cts. nebst

5 % Zins seit 28. August 1922;

b) auf Grundbuch-NI'. 519, 521. 1823, 2074 und 1319

gesamthaft 721 Fr. 10 Cts. nebst 5% Zins seit 28. August

1922, und das so bereinigte Lastenverzeichnis den

Beteiligten neuerdings. mitzuteilen. »

~. B. -

Durch Entscheid vom 26. Oktober hat die

Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs

des Kantons Solothurn die Beschwerde zugesprochen,

davon ausgehend, dass der Beschwerdeführer behaupte,

es stehe ihm eine gnmdpfandversicherte Forderung zu,

welche das Betreibungsamt in das Lastenverzeichnis

aufnehmen müsse ohne Rücksicht darauf. dass sie nicht

im Grundbuch eingetragen sei, worauf dann allfällige

Streitigkei1en darüber im Lastenbereinigungsvedahren

auszutragen seien.