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49_III_159

BGE 49 III 159

Bundesgericht (BGE) · 1923-01-01 · Deutsch CH
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Schuldbetrelbungs- und Konkursrecht. N° 39.

pfandversicherten Forderungen. die einerseits sogar

ohne Anmeldung im Kollokationsplan zugelassen wer-

den müssen (Art. 246 SchKG), anderseits durch die

Konkurseröffnung gehindert werden. eine Betreibung

gegen den Gemeinschuldner zu führen (Art. 206 SchKG).

muss das Recht zugestanden werden, nötigenfalls durch

Beschwerde die Konkursverwaltung zur Admassierung

dieser Liegenschaften zu zwingen.

Die Frage dagegen, ob eine Liegenschaft, die nie h t

auf den Namen des Gemeinschuldners im Grundbuch

eingetragen ist, für die Konkursmasse in Anspruch

zu nehmen sei, entscheidet -

unter Vorbehalt der

Beschlussfassung durch die Gläubigerversammlung -

die Konkursverwaltung frei, selbst wenn, wie es hier

zutrifft, die im Grundbuch als Eigentümer der Liegen-

schaft eingetragene Person keine Einwendung gegen

deren Admassierung erhebt. Wollte die Aufsichtsbe-

hörde der Konkursverwaltung in dieser Beziehung

Anweisungen erteilen, so würde dies eine unzulässige

Einmischung in das Selbstverwaltungsrecht der Gläu-

bigerschaft bedeuten. Sonach kann die Weigerung der

Konkursverwaltung. solche Liegenschaften zu admas-

sieren, nicht durch Beschwerde angefochten werden.

Der Bes~hwerdeweg ist in derartigen Fällen zum Schutze

der Gläubiger auch gar nicht nötig: weder zum Schutz

der Grundpfandgläubiger, die ihr Pfandrecht durch

Betreibung gegen die als Eigentümer im Grundbuch

eingetragene Person geltend machen und ausserdem

ihre Forderung im Konkurs anmelden und gegen eine

allfällige Wegweisung Kollokationsklage (in einem so

besonders gearteten Fall wie dem vorliegenden viel-

leicht in Verbindung mit einer Klage auf Feststellung

des

Eigentums) anstrengen können, wenn sie die

persönliche Haftung des Gemeinschuldners für die

grundpfandversicherten Schulden in Anspruch nehmen

wollen, noch zum Schutz der Kurrentgläubiger. die

sich den Admassierungsanspruch gemäss Art. 260 SchKG

abtreten lassen können.,

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 40.

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Sind die Aufsichtsbehören somit nicht zuständig,

über den von der Rekurrentin gestellten Antrag zu

entscheiden, so erweist sich der Rekurs als unbegründet.

Demnach erkennt die Schuldbeu.- und Konkurskammer :

Der Rekurs wird abgewiesen.

40. Sentenza. 12 settembre 1923

neUa causa Volonterio.

n debitore domiclliato aU'estero non puö essere escusso in

via ordinaria in Isvizzera per debiti derivanti da imposte.

Considerando in {aUo ed in diriito:

Che neU'esecuzione ordinaria N0 33099 dell'Ufficio di

Locarno premessa dal Comune di Locarno per l'esazione

di 752 fchi. 45 per imposte, il debitore Alfredo Volonterio

contesto Ia competenza deI foro esecutivo di Locarno,

essendo esso da lustri domiciliato a Milano, e domando

l'annullamento deI procetto;

Che colla querelata decisione l'Autoritä cantonale di

Vigilanza respinse il gravame allegando che il debitore.

pur essendo residente in Milano. e da considerarsi eome

domiciliato a Locarno ai fini deU'esazione delle imposte,

poiehe esso e iscritto nei cataloghi elettorali e nel re-

gistro dei fuochi di Loearno ed e quindi soggetto

alle imposte ticinesi . sulla sostanza e sulla rendita,

a sensi deU'art. 17a § della vigente Iegge tributaria

ticinese;

Che il ricorso interposto dal debitore nei termini e nei

modi di Iegge e fondato. poichC, come ammette la quere-

lata sentenza stessa e risulta dagli atti (vedi risoluzione

11 maggio u. s. deI Consiglio di Stato), il ricorrente ha

il suo domicilio civile in Milano, donde l'incompetenza

deI foro esecutivo di Locarno;

ehe l'argomentazione dell'istanza cantonale eonfonde

la questione dell'esistenza materiale deI credito eon

160

Schuldbetreibungs- und Konkursreeht. N0 41.

quella deI luogo dell'eseeuzione, la prima potendo infatti

essere basata su disposti di diritto eantonale, mentre

la seconda deve essere deeisa. solo in base ai precetti

• della legge federale E e F;

Che a questo riguardo e decisivo il prineipio posto

dall'art. 46 LEF seeondo il quale il debitore, ove esso.

come nel caso in esame, sia escus.~o in via ordinariat deve

esserlo al luogo deI suo domicilio, il ehe esclude nella

fattispecie la competenza dell'Uffieio di Locarno;

Che l'art. 43 menzionato nelladecisione impugnata

non ha nulla a ehe fare co] caso in esame, poiche si tratta

di una eseeuzione ordinaria in via di pignoramento;

Che l'eccezione, che,anteriormente al eoncordato at-

tualmente in vigore, la giurisprudenza ammetteva al

principio deU'art. 46 LEF in meritoall' eseeuzione per

crediti di diritto pubblico. non venne applicata ehe nei

rapporti inlercanlonali e non vale per i1 easo in esame

(vedi JÄGER, osserv. B all'art. 46 e le sentenze ivi citate).

La Camera esecuzioni e /allimenti pronuncia :

Il ricorso e ammesso.

41. EntJcheid. vom 15. September :923 i. S. Pomm.ntz.

N ach las s ver f a h ren. pie Nachjassbehörde, nicht

die Aufsichtsbehörde, entscheidet darüber, in welchem

Betrag pfandversicherte Forderungen als ungedeckt am

Nachlassvertrag teilnehmen (insbesondere im Falle, dass

das Pfand einem Dritten gehört). SchKG Art. 304, 305.

A. -

Im Nachlassverfahren über H. Pomerantz in

Zürich lagen die Akten des Sachwalters, Dr. Otto

Peyer, worunter ein Schuldenverzeichnis (Kollokations-

plan), nach einer ersten öftentlichen Bekanntmachung

des Sachwalters, welche die Gläubigerversammlung auf

den 11. April einberief. vom 1. April an, nach einer

zweiten, erst im Rekursverfahren vor Bundesgericht

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 41.

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durch Einlage einer Abschrift nachgewiesenen Bekannt-

machung, welche den Termin der Gläubigerversammlung

auf den 21. April hinausschob, vom 11. April an zur

Einsicht auf. In jenes Schuldenverzeichnis hatte der

Sachwalter eine Pfandausfallforderung der Bankaktien-

gesellschaft Guyer - Zeller in Zürich im Betrage von

142,863. Fr. 20 Cts. eingestellt. Am 20. April führte der

Schuldner Beschwerde gegen diese Verfügung

des

Sachwalters. Zur Begründung brachte er an, der Sach-

walter habe bei der· Berechnung der Pfandausfallforde-

rung einen der Bank verpfändeten vollwertigen Schuld-

brief von 11,500 Fr. nicht berücksichtigt. weil dieser

nicht ihm selbst, sondern dem L. Eigner gehöre. der

nun seinerseits eine Forderung in dieser Höhe angemel-

det habe. Er stellte den Antrag, die Pfandausfallforde-

rung sei um diesen Betrag zu reduzieren. eventuell sei

der Sachwalter anzuweisen, den Schuldbrief schätzen

zu lassen und dann zu entscheiden. ob und in welchem

Umfang die Ausfallforderung zu reduzieren sei.

ß. -

Das Bezirksgericht Zürich hat als untere

AUisiehtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurs-

sachen die Beschwerde abgewiesen, im wesentlichen

unter Bezugnahme auf die herrschende Praxis (vgl.

JAEGER. Note 7 zu Art. 305 und Note 3 zu Art. 299).

Das Obergericht des Kantons Zürich dagegen, an wel-

ches der Schuldner rekurrierte -

und zwar unter Bei-

fügung des weiteren Eventualantrages. das «Gericht IJ

solle den Schuldbrief schätzen lassen und entscheiden,

ob und in welchem Umfang die Pfandausfallforderung

zu reduzierzn sei -, ist durch Entscheid vom 20. Juli

1923 auf die Beschwerde wegen Verspätung nicht einge-

treten, davon ausgehend, die zehntägige Beschwerde-

frist habe mit der Aktenauflage am 1. April zu laufen

begonnen.

C. -

Diesen am 22. August zugestellten Entscheid

hat Pomerantz am 30. August an das Bundesgericht

weitergezogen, unter Erneuerung der vor den kantonalen