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Schuldbetrelbungs- und Konkursrecht. N° 39.
pfandversicherten Forderungen. die einerseits sogar
ohne Anmeldung im Kollokationsplan zugelassen wer-
den müssen (Art. 246 SchKG), anderseits durch die
Konkurseröffnung gehindert werden. eine Betreibung
gegen den Gemeinschuldner zu führen (Art. 206 SchKG).
muss das Recht zugestanden werden, nötigenfalls durch
Beschwerde die Konkursverwaltung zur Admassierung
dieser Liegenschaften zu zwingen.
Die Frage dagegen, ob eine Liegenschaft, die nie h t
auf den Namen des Gemeinschuldners im Grundbuch
eingetragen ist, für die Konkursmasse in Anspruch
zu nehmen sei, entscheidet -
unter Vorbehalt der
Beschlussfassung durch die Gläubigerversammlung -
die Konkursverwaltung frei, selbst wenn, wie es hier
zutrifft, die im Grundbuch als Eigentümer der Liegen-
schaft eingetragene Person keine Einwendung gegen
deren Admassierung erhebt. Wollte die Aufsichtsbe-
hörde der Konkursverwaltung in dieser Beziehung
Anweisungen erteilen, so würde dies eine unzulässige
Einmischung in das Selbstverwaltungsrecht der Gläu-
bigerschaft bedeuten. Sonach kann die Weigerung der
Konkursverwaltung. solche Liegenschaften zu admas-
sieren, nicht durch Beschwerde angefochten werden.
Der Bes~hwerdeweg ist in derartigen Fällen zum Schutze
der Gläubiger auch gar nicht nötig: weder zum Schutz
der Grundpfandgläubiger, die ihr Pfandrecht durch
Betreibung gegen die als Eigentümer im Grundbuch
eingetragene Person geltend machen und ausserdem
ihre Forderung im Konkurs anmelden und gegen eine
allfällige Wegweisung Kollokationsklage (in einem so
besonders gearteten Fall wie dem vorliegenden viel-
leicht in Verbindung mit einer Klage auf Feststellung
des
Eigentums) anstrengen können, wenn sie die
persönliche Haftung des Gemeinschuldners für die
grundpfandversicherten Schulden in Anspruch nehmen
wollen, noch zum Schutz der Kurrentgläubiger. die
sich den Admassierungsanspruch gemäss Art. 260 SchKG
abtreten lassen können.,
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 40.
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Sind die Aufsichtsbehören somit nicht zuständig,
über den von der Rekurrentin gestellten Antrag zu
entscheiden, so erweist sich der Rekurs als unbegründet.
Demnach erkennt die Schuldbeu.- und Konkurskammer :
Der Rekurs wird abgewiesen.
40. Sentenza. 12 settembre 1923
neUa causa Volonterio.
n debitore domiclliato aU'estero non puö essere escusso in
via ordinaria in Isvizzera per debiti derivanti da imposte.
Considerando in {aUo ed in diriito:
Che neU'esecuzione ordinaria N0 33099 dell'Ufficio di
Locarno premessa dal Comune di Locarno per l'esazione
di 752 fchi. 45 per imposte, il debitore Alfredo Volonterio
contesto Ia competenza deI foro esecutivo di Locarno,
essendo esso da lustri domiciliato a Milano, e domando
l'annullamento deI procetto;
Che colla querelata decisione l'Autoritä cantonale di
Vigilanza respinse il gravame allegando che il debitore.
pur essendo residente in Milano. e da considerarsi eome
domiciliato a Locarno ai fini deU'esazione delle imposte,
poiehe esso e iscritto nei cataloghi elettorali e nel re-
gistro dei fuochi di Loearno ed e quindi soggetto
alle imposte ticinesi . sulla sostanza e sulla rendita,
a sensi deU'art. 17a § della vigente Iegge tributaria
ticinese;
Che il ricorso interposto dal debitore nei termini e nei
modi di Iegge e fondato. poichC, come ammette la quere-
lata sentenza stessa e risulta dagli atti (vedi risoluzione
11 maggio u. s. deI Consiglio di Stato), il ricorrente ha
il suo domicilio civile in Milano, donde l'incompetenza
deI foro esecutivo di Locarno;
ehe l'argomentazione dell'istanza cantonale eonfonde
la questione dell'esistenza materiale deI credito eon
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quella deI luogo dell'eseeuzione, la prima potendo infatti
essere basata su disposti di diritto eantonale, mentre
la seconda deve essere deeisa. solo in base ai precetti
• della legge federale E e F;
Che a questo riguardo e decisivo il prineipio posto
dall'art. 46 LEF seeondo il quale il debitore, ove esso.
come nel caso in esame, sia escus.~o in via ordinariat deve
esserlo al luogo deI suo domicilio, il ehe esclude nella
fattispecie la competenza dell'Uffieio di Locarno;
Che l'art. 43 menzionato nelladecisione impugnata
non ha nulla a ehe fare co] caso in esame, poiche si tratta
di una eseeuzione ordinaria in via di pignoramento;
Che l'eccezione, che,anteriormente al eoncordato at-
tualmente in vigore, la giurisprudenza ammetteva al
principio deU'art. 46 LEF in meritoall' eseeuzione per
crediti di diritto pubblico. non venne applicata ehe nei
rapporti inlercanlonali e non vale per i1 easo in esame
(vedi JÄGER, osserv. B all'art. 46 e le sentenze ivi citate).
La Camera esecuzioni e /allimenti pronuncia :
Il ricorso e ammesso.
41. EntJcheid. vom 15. September :923 i. S. Pomm.ntz.
N ach las s ver f a h ren. pie Nachjassbehörde, nicht
die Aufsichtsbehörde, entscheidet darüber, in welchem
Betrag pfandversicherte Forderungen als ungedeckt am
Nachlassvertrag teilnehmen (insbesondere im Falle, dass
das Pfand einem Dritten gehört). SchKG Art. 304, 305.
A. -
Im Nachlassverfahren über H. Pomerantz in
Zürich lagen die Akten des Sachwalters, Dr. Otto
Peyer, worunter ein Schuldenverzeichnis (Kollokations-
plan), nach einer ersten öftentlichen Bekanntmachung
des Sachwalters, welche die Gläubigerversammlung auf
den 11. April einberief. vom 1. April an, nach einer
zweiten, erst im Rekursverfahren vor Bundesgericht
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 41.
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durch Einlage einer Abschrift nachgewiesenen Bekannt-
machung, welche den Termin der Gläubigerversammlung
auf den 21. April hinausschob, vom 11. April an zur
Einsicht auf. In jenes Schuldenverzeichnis hatte der
Sachwalter eine Pfandausfallforderung der Bankaktien-
gesellschaft Guyer - Zeller in Zürich im Betrage von
142,863. Fr. 20 Cts. eingestellt. Am 20. April führte der
Schuldner Beschwerde gegen diese Verfügung
des
Sachwalters. Zur Begründung brachte er an, der Sach-
walter habe bei der· Berechnung der Pfandausfallforde-
rung einen der Bank verpfändeten vollwertigen Schuld-
brief von 11,500 Fr. nicht berücksichtigt. weil dieser
nicht ihm selbst, sondern dem L. Eigner gehöre. der
nun seinerseits eine Forderung in dieser Höhe angemel-
det habe. Er stellte den Antrag, die Pfandausfallforde-
rung sei um diesen Betrag zu reduzieren. eventuell sei
der Sachwalter anzuweisen, den Schuldbrief schätzen
zu lassen und dann zu entscheiden. ob und in welchem
Umfang die Ausfallforderung zu reduzieren sei.
ß. -
Das Bezirksgericht Zürich hat als untere
AUisiehtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurs-
sachen die Beschwerde abgewiesen, im wesentlichen
unter Bezugnahme auf die herrschende Praxis (vgl.
JAEGER. Note 7 zu Art. 305 und Note 3 zu Art. 299).
Das Obergericht des Kantons Zürich dagegen, an wel-
ches der Schuldner rekurrierte -
und zwar unter Bei-
fügung des weiteren Eventualantrages. das «Gericht IJ
solle den Schuldbrief schätzen lassen und entscheiden,
ob und in welchem Umfang die Pfandausfallforderung
zu reduzierzn sei -, ist durch Entscheid vom 20. Juli
1923 auf die Beschwerde wegen Verspätung nicht einge-
treten, davon ausgehend, die zehntägige Beschwerde-
frist habe mit der Aktenauflage am 1. April zu laufen
begonnen.
C. -
Diesen am 22. August zugestellten Entscheid
hat Pomerantz am 30. August an das Bundesgericht
weitergezogen, unter Erneuerung der vor den kantonalen