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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 39;
pour les poursuites fondees sur une creance de droit
public nee dans un autre canton.
Le debiteur Guinand n'est des lors pas dans le cas
de se plaindre d'une violation des regles de for. S'il avait
recouru contre la notification du commandement de
payer. sa plainte aurait du ~tre ecartee. L'acte de pour-
suite ne lui a pas ete notifie par un office incompetent.
Ort si l'office de Geneve etait competent pour notifier
le commandement de payer. il l'est aussi pour proceder
a la saisie, le domicile du debiteur n'ayant pas change;
La decision de l'autorite cantonale de surveillance
ne trouve par consequent pas sa justification dans les
regles sur le for de la poursuite.
2. -
Le prononce attaque ne peut pas se justifier
non plus par la consideration que la decision en vertu
de laquelle le debiteur est astreint a l'impöt reclame
par la Commune de Bienne, n'est pas executoire dans
le canton de Geneve.
Si le debiteur entendait se prevaloir de cette circons-
tance, il aurait du former opposition au commandement
de payer. Ne l'ayant pas fait. il a contre lui un comman-
dement de payer passe en force, qui tient lieu de titre
executoire et autorise la continuation de la poursuite.
Il n'y a aucun motif de ne pas reconnaitre a ce comman-
dement de payer la meme force executoire que. par
exemple, a un commandement de payer non frappe
d'opposition fonde sur uri jugement civil rendu dans
un autre canton par un juge incompetent ou sur un
jugement etranger non declare executoire. C'est un
prin~ipe fondamental de la LP que le commandement
de payer reste sans opposition a la meme valeur qu'un
commandement de payer dont l'opposition a ete levee :
iI passe en force et vaut comme titre executoire pour
la poursuite.
.
Ce principe s'applique aux poursuites pour impöts
comme aux autres. Il ne se heurte pas a la reserve que
l'art. 80 al. 2 fait en faveur du droit cantonal. Cette
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reserve s'oppose seulementa l'admission d'une demande
de mainlevee fondee sur une decision administrative
d'un autre canton, a moins que la loi du canton du for
de la poursuite ne permette d'accueillir la demande.
mais elle est sans portee aucune lorsque le debiteur ne
forme pas opposition. Dans ce cas, la poursuite peut
suivre son cours parce que le debiteur n'a pas fait ce
qu'il devait faire pour l'arreter. L'office de Geneve
n'a par consequent commis aucune illegalite en operant
la saisie requise par la recourante et c'est a tort que
l'autorite cantonale de surveillance a annule cette saisie.
La Chambre des Poursuites et des Faillites prononce:
Le recours est admis et la decision attaquee est annulee.
40. Entscheid vom 30. September 1922 i. S. Bürer.
SchKG Art. 106 ff.: Beginn der Beschwerdefrist für Anfechtung
der Klageaufforderung im Widerspruchsverfahren.
A. -
In der von den Eheleuten Wirth, in Frick.
gegen die Ehefrau des Rekurrenten angehobenen Be-
treibung wurden in der Wohnung des Rekurrenten vom
Betreibungsamt Wallenstadt eine Anzahl Fahrnisse ge-
pfändet, die zum Teil vom Rekurrenten, zum Teil von
dessen Tochter als Eigentum angesprochen wurden.
Das Betreibungsamt setzte den Glänbigern und dem
Rekurrenten als Vertreter seiner Ehefrau gemäss Art. 106
SchKG am 3. u. 4. August zur Bestreitung dieser An-
sprüche Frist an. Die Gläubiger bestritten die Ansprüche,
worauf das Betreibungsamt den Rekurrenten für sich
und als Vertreter seiner Tochter am 14. August gemäss
Art. 107 SchKG aufforderte. die erhobenen Eigentums-
anspruche binnen zehn Tagen durch gerichtliche Klage
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geltend zu machen. Hiergegen beschwerte sich der
Rekurrent 3m 22. August mit dem Begehren, das Betrei-
bungsamt sei anzuweisen, die· Klageaufforderung gemäss
Art. 109 SchKG an die Gläubiger ergehen zu lassen, da
sich die angesprochenen Sachen nicht im Gewahrsam
der Schuldnerin, sondern in dem der Drittansprecher
hefänden.
B. -
Mit Entscheid vom 8. September 1922 hat die
kantonale Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und
Konkurs des Kantons St. Gallen die Beschwerde ab-
gewiesen.
e. . - Diesen Entscheid hat der Rekurrent an das
Bundesgericht ~eitergezogen.
Die Schuldbelreibungs- und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
Die Vorinstanz ist auf die materielle Prüfung der
Beschwerde mit der Begründung nicht eingetreten, der
Rekurrent habe bereits durch die Verfügung des Betrei.:.
bungsamtes vom 3. u. 4. August als Vertreter seiner
betriebenen Ehefrau davon Kenntnis gehabt, wie das
l;3'~treibungsamt die Frage des Gewahrsams an den an-
g~sprochenen Sachen gelöst habe und in welche Partei-
.stellung er daher als Drittansprecher in der Wider-
sVruchsklage gelangen werde; da er diese Verfügung
I;Ucht innert zehn Tagen angefochten habe. sei sie in
jedem Falle konvalesziert. . gleichgültig, ob dabei die
Frage des Gewahrsams vom Betreibungsamt richtig
gelöst worden' sei oder nicht.
Ohne Zweifel kommt das Widerspruchsverfahren
nach Art. 106 SchKG nur zur Anwendung bei Dritt-
ansprüchen an Pfändungsobjekten. die sich im Gewahr-
sam des Schuldners befinden. sodass das Betreibungs-
amt, wenn es dem Gläubiger und dem Schuldner die in
Abs. 2 dieses Artikels vorgesehene Bestreitungsfrist
ansetzt, zu erkennen gibt, dass sich die angesprochenen
Gegenstände nach seiner' Auf~assung . im Gewahrsam
SeIiuIdbetre1bungs- und Konkursrecht. NO 40.
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des Schuldners befinden. Allein die AnsetzuIig der Be-
streitungsfrist nach Art. 106 Abs. 2 SchKG betrifft den
Drittansprecher nicht, sondern sie bezweckt nur fest-
zustellen, ob der Anspruch von den dadurch Betroffenen,
dem Gläubiger und dem Schuldner, bestritten werde;
wird er nicht bestritten, so gilt er als.. anerkannt.· und
es findet keine Klageaufforderung nach Art. 107 SchKG
statt. Der Drittansprecher hat daher bei der Ansetzung
der Bestreitungsfrist gar kein Interesse daran, das im
Sinne von Art. 106 eröffnete Widerspruchsverfahren
anzufechten, selbst wenn er den Standpunkt vertritt,
dass sich die angesprochenen Sachen nicht im Ge-
wahrsam des Schuldners befinden. Die Gewahrsams-
frage hat für ihn erst dann rechtliche Bedeutung, wenn
sein Anspruch bestritten wird; denn erst von diesem
Zeitpunkt an wird die Wid,erspruchsklage, für deren
ParteisteIlung die Lösung der Gewahrsamsfrage ent-
scheidend ist, unvermeidlich.,Die Bestreitung des An-
spruchs ist im vorliegenden Fall am 14. August mitge-
teilt worden; die am 22. August erhobene Beschwerde
gegen die mit dieser Mitteilung verbundene Klageauf-
forderung nach Art. 107 SchKG ist daher rechtzeitig
erfolgt, und die Vorinstanz ist zu Unrecht auf die ma-
terielle Prüfung der Beschwerde nicht eingetreten.
Demnach erkennt die Schuldbetr.~ und Konkurskammer :'
Der Rekurs wird gutgeheissen und die Sache zur
materiellen Entscheidung an die Vorinstanz zurück-
gewiesen.