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47_II_112

BGE 47 II 112

Bundesgericht (BGE) · 1921-02-09 · Deutsch CH
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112

Prozessrecht. N° 22.

~bserve. C'est la solution que le canton du Valais a

adopte. Il est exact que dans d'autres cantons(Zurich

p~r exem~le), l'application des regles legales sur les

dlstances a observer dans les constructions pent faire

l'objet d'une action civile. mais c'est le droit cantonal

qui prevoit expressement cette faculte, et les cantons

sont libres de prescrire au contraire la voie administra-

tive sans que, pour cela, le droit f{)dera} soit viole.

n ne s'agit donc pas en I'espece d'une cause civile

appelant l'application du droit federal. Partant le re-

·cours estirrecevable (art. 56 et 57 OJF).

Le Tribuna1lederal prononce:

11 n'est pas entre. en matiere sur le recours.

22. Orten der II. ZivUa.bteilung vom 4. lW 1001

i. S. Ind.erbitzin gegen ICred.ita.nata.lt.

OG Art. 87 Ziff.1. Z i v il r e c h t li c h eB e s c h wer d e

wegen Nichtanwendung eidgenössischer

R e c h t s n 0 r m e n: Art. 59 BV kann als nicht ange-

wandte Nonn nicht in Betr'acht fallen.

A. -

Mit Urteil vom 9. Februar 1921 hat das Ober-

gericht des Kantons Luzern die Nichteintretenseinrede

die der in Zürich domizilierte Beklagte Inderbitzfu

gegen die VOll der Klägerin aus einern Kontokorrent-

verhältnis gegen ihn erhobene Leistungsklage geltend

gemacJ;1.t hatte, abgewiesen.

. B. -

Hiegegen richtet sich die vorliegende zivilrecht-

h~he Beschwerde, mit der der Beklagte beantragt., ~s

.sel der von der Klägerin angerufene luzernische Richter

-auf Grund des Art. 59 BV als un'zuständig zu erklären.

Prozessrecht. Nu 22.

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Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

Die zivilrechtliche Beschwerde ist zwar nach der neue-

ren Praxis des Bundesgerichts auch zulässig gegen Kom-

petenzentscheide, sofern die Nichtanwendung eidge-

nössischen Rechts in Frage steht. Als nicht angewendete

eidgenössische Norm kann jedoch Art. 59 BV, den der

Beklagte angerufen hat, nicht in Betracht kommen.

Art. 59 bestimmt nicht direkt die Zuständigkeit eines

Richters, er ist nicht selber Gerichtsstandsnorm, sondern

gibt nur dem Beklagten eine gewisse Garantie, dass er

in, seinem Wohnsitzkanton beurteilt wird, diese ver-

fassungsmässige Garantie aber kann nur auf dem Wege

des staatsrechtlichen Rekurses geltend gemacht werden.

Von der Nichtanwendung eidgenössischen Rechtes kann

aber im vorliegenden Falle auch deswegen nicht die Rede

sein, weil die Vorinstanz Art. 59 gar nicht unangewendet

gelassen, sondern audrücklich geprüft hat, ob die Ge-

richtsstandsabrede « mit Rücksicht auf die bundes-

gerichtliche Praxis» zu Art. 59 BV geschützt werden

könne. Ob dabei Art. 59 richtig oder unrichtig inter-

pretiert wurde, kann im zivilrechtlichen Beschwerde-

verfahren nicht überprüft werden.

Demnach erkennt das Bundesgericht :

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

AS 4' H -

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