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Obligationenrecht. N° 4U.
encore; non seulement le fabrieant ne pourrait plus
disposer a son gre de son patrimoine, mais la Societe
serait en outre investie du droit de deeider, a l'egard de
ses membres qui sont eux-memes des societes, si elles
pourront ou non se liquider en remettant a un tiers
Ieur enterprise, c'est-a-rure si elles devront ou non eon-
tinuer a exister. II s'agirait ainsi d'une restrietion tres
considerable de la Jiberte des societaires et, pour ad-
mettre qu'ils se la sont imposee, on ne saurait pro-
ceder par voie d'interpretation extensive d'une dispo-
sition qui a trait a une interdiction d'un autre genre et
d'une moindre portee. En pareille matiere, le societaire
doit etre exacternent renseigne par les statuts ou les
conventions annexes sur retendue des sacrifices aux-
quels il consent en vue de la realisation du but social,
et la Societe ne peut s'eil prendre qu'a elle-meme si dans
la suite il se revele que ceux qu'elle a exiges de ses mem-
bres etaient insuffisants (cf. dans ce sens arret du
Tribunal federal du 16 septembre 1920, Frey contre
Schweizerischer Heizerverband). En terminant, et sans
vouloir d'ailleurs attribuer une import an ce deeisive a
cette circonstance, on doit obsetver qUe la Societe para!t
s'etre rendu compteelle-meme q~e le cas d'une cession
d'une fabrique de bOltes a une fabrique de montres
n'etait pas couvert par le texte' de rart. III, puisqu'elle
a juge necessaire, en cours de pro ces, d'en faire l'objet
d'une convention additionncRe qui comble la lacune
que presentait a cet egard la convention du 11 juin
1910. I1 est superflu de rechercher, en l'espece, si l'inter-
diction resultant desormais de rette convention addition-
nelle limite la liberte des societaires « dans une mesure
contraire aux lois et aux mreurs») (art. 27 CCS); i1
suffit de constater qu'elle ne decoulait pas de la con-
vention anb::rieure signee par les defendeurs et que·
ceux-ci ne peuvent donc pas etre accuses de l'avoir
enfreinte.
Prozessrecht. N° 50.
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Le Tribunal jMeral prononce:
Le recours est admis et Je jugement cantonal est
rMorme dans ce sens que la demanderesse est deboutee
de ses conclusions.
V. PROZESSRECHT
PROCEDURE
50. Urteil der I. Zivilabteilung vom 27. September 1920
i. S. 13ühler gegen lIuwller.
Berufungssumme. Art. 59 OG.
A. -
Der Kläger behauptet, dem Beklagten im März
1919 400 bis 500 Liter Schnaps verkauft zu haben,
welche er, nachdem der Beklagte deren Annahme ver-
wtrlgert hatte, mit richterlicher Bewilligung öffentlich
versteigerte. ben Erlös hinterlegte er nach Abzug der
Steigerungskosten mit 1776 Fr. beim Gerichtspräsideuten
von Muri und erhob gegen den Beklagten Klage auf
Bezahlung des Kaufpreises von 3119 Fr. 94 Cts. nebst
5% Zins seit dem 31. Mai 1919, wobei die hinterlegte
Summe in dem Werte, den sie bei Rechtskräftigwerden
des Urteils habe, dem Kläger auf Anrechnung seiner
Forderung zuzuweisen sei. Der Beklagte bestritt den
Kaufabschluss· und lehnte jede Zahlungspflicht ab.
B, -
Das Bezirksgericht Muri hat mit Urteil vom
8. März 1920 die Klage geschützt. und das Obergericht
des Kantons Aargau hat dieses Urteil am 14. Juni 1920
bestätigt. Dagegen hat der Beklagte die Berufung an
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Pro_recht. N0 50.
das Bundesgericht erklärt mit dem Antrage, das Urteil
des Obergerichts sei aufzuheben und die Klage abzu-
weisen, eventuell sei mit der Fällung des Urteils zuzu-
warten, bis der Entscheid des Volkswirtschaftsdeparte-
ments, an das sich der Beklagte zwecks Einleitung eines
Strafuntersuches gegen den Kläger gewendet hat, vor-
liege, eventuell sei der Streitfall zur Beweisergänzung
an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
Es ist von Amtes wegen zu untersuchen, ob nach
Massgabe der R.echtsbegehren, wie sie vor der letzten
kantonalen Instanz noch streitig waren, der Streitwert
den Betrag der Berufungssumme von 2000 Fr. erreicht.
Die Klage geht auf Erfüllung des Kaufvertrages, indem
der Kläger Bezahlung des Kaufpreises verlangt. Nach
ständiger Praxis des Bundesgerichtes ist bei Erfüllungs-
klagen aus gegenseitigen Verträgen, wie beim Kauf, der
Wert der dem Kläger obliegenden Gegenleistung, also
bei Klagen auf Zahlung des Kaufpreises der Wert der
vom Verkäufer zu übergebenden Ware, nicht in Ab-
rechnung zu bringen. Wenn daher die Kaufsache nicht
versteigert worden wäre und die Klage einfach auf
Bezahlung des Kaufpreises lautete, so wäre der Streit-
wert gleich dem eingeklagten Kaufpreise zu setzen. Das
gleiche wäre der Fall, wenn der klagende Verkäufer
zwar die Kaufsache hätte versteigern lassen, allein in
der Weise klagte, dass er' den vollen Kaufpreis verlangt
und dem beklagten Käufer den Steigerungserlös an
Stelle der Kaufsache zur Verfügung stellte. Das hat
jedoch der Kläger im vorliegenden Falle nicht 'getan.
Er erklärt zwar in der Klage, der hinterlegte Betrag sei
an Stelle der gekauften Ware getreten; allein in seinem
Rechtsbegehren stellt er den Antrag, die hinterlegte'
Summe sei ihm, dem Kläger, auf Anrechnung seiner
Forderung zuzuweisen. Damit erklärt er, eine Kompen-
sation zwischen dem vom Beklagten geschuldeten Kauf-
Kriegsverordnungen. N0 51.
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preise von 3119 Fr. 94 Cts. und dem von ihm geschuldeten
Erlös der Kaufsache vorzunehmen. Er bietet dem Be-
klagten den an Stelle des Kaufsobjektes getretenen
Erlös nicht an, sondern er macht selber darauf Anspruch,
wogegen dann der Beklagte nur noch soviel zahlen soll,
als der Kläger zu fordern hat, nachdem ihm die Hinter-
Jage zugewiesen worden ist, d. h. 3119 Fr. 94 Cts. ab-
züglich 1776 Fr. = 1343 Fr. 94 Cts.
Die erste Instanz hat denn auch so entschieden. Der
Beklagte wurde zwar zur Bezahlung von 3119 Fr. 94 Cts.
verurteilt, aber dem Kläger wurden auf Anrechnung
dieser Forderung die hinterlegten 1776 Fr. zugewiesen.
Auf diesen Betrag hat der Beklagte nie Anspruch er-
hoben, und der Streit drehte sich daher sowohl vor der
ersten als vor der zweiten Instanz lediglich um den
Restbetrag von 1343 Fr. 94 Cts.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
Auf die Berufung wird nicht eingetreten.
VgL auch I. Teil Nr. 38. -
Voir aus si Ire partie n° 38'
VI. KRIEGSVERORDNUNGEN
ORDONNANCES DE GUERRE
51. tTrteil der I. Zivilabteilung vom 7. Juni 1920
i. S. Blu1n gegen Eidgenossenschaft.
BRB vom 11. April 1916 betr. Bestandesaufnahme und Be-
schlagnahme von Waren. Rechtliche Natur und Wirkungen
der Beschlagnahme; Rechtsfolgen bei Wiederaufhebung.
Voraussetzungen der Enteignung.
A. -
Die klägerische Firma Max Blum & Oe, Herren-
kleiderfabrik in Zürich, hat am 1.Juni 1918 259 und 411