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56 Entscheidungen der Schuldbetreibungs- werde der ihm vom Gesetz zuerkannte Schutz in keiner Weise beeinträchtigt, anderseits aber würde durch eine- entgegengesetzte Regelung dem Gläubiger Kosten und Umstände bereitet und das Verfahren unliebsam ver- langsamt. B. - Gegen diesen Entscheid vom 4. April 1918. rekurrierte die Schuldnerin Weh;li an das Bundesgericht, mit dem Antrag auf Aufhebung desselben und Abweisung. der Beschwerde der Gläubigerin. Zur Begründung wurde angeführt: Wenn in einer Betreibung Rechtsvorschlag erhoben worden sei, 110 bleibe das Verfahren gehemmt, bis er beseitigt sei und die Beseitigung habe der Gläubiger nicht der Schuldner zu beweisen. Die Vorinstanz übersehe in ihrem Entscheide den Unterschied zwischen der nur orovisorischen und der- definitiven Rechtsöfinung und im übrigen würde gerade das von ihr eingeschlagene Ver- fahren zu einer Verzögerung der Verwertung führen. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht, in E11I1ägun 9 :
1. - Der Gläubiger, der die Fortsetzung einer Betrei- bung verlangt, ist grundsätzlich verpflichtet, den Be~('is dafür zu erbringen, dass er zu seinem Begehren berechtigt, bezw. dass die vom Gesetz vorgesehenen Grundlagen für ein solches vorhanden sind. Gestützt hierauf hat sich die Rekurrentin mit Recht gegenüber dem vorinstanzlichen En~cheid zur Wehr gesetzt: Denn die- Grundlage eines . Verwertungsbegehren& nach ergangener provisorischer Rechtsöfinung ist, dass die&e durch Ablauf der Frist für die Erhebung der Aberkennungsklage (oder durch Ab- weisung der letzteren), zur definitiven geworden ist. Erst wenn daher der Gläubiger den negativen Beweis, dass eine- Klage innerhalb der Frist nicht eingereicht worden ist" erbracht hat, kann,er verlangen, dass das Betreibungsamt zur Verwertung schreite.
2. - Der Rekurs erweist sich aber noch von einem andern Gesichtspunkte aus als begründet. Bevor ein QIld KonkW'tkammer. N° 18. .7 Bet.-eibungsamt einem Begehren um Fortsetzung einer Betreibung --entsprechen darf, muss e& &ich selber verge- wissern können, ob die gesetzlichen Voraussetzungen biefOt-vorhanden sind. 'Das beisst im vorliegenden Fall; das Betreibungsamt muss fe~tstellen können, ob zuf61ge Ablaufes der Klagefrist die provisorische Rechtsöftnung definitiv geworden ist. Diese' Vergewisserung liessesich _ nur auf zwei Wegen erreichen, nämlich enLweder durch die Beibringung der nötigen Ausweise seitens des Gläubigers, oder aber dadurch, dass das Betreibungsamt sich diese Ausweise vom Schuldner oder dem zuständigen Richter selber verschaffen würde. Wollte man nun aber diesen letztern Weg einschlagen, so würde man dem Betreibungs- amt damit eine Verpflichtung auferlegen, für die im Gesetz schlechterdings eine Grundlage nicht zu finden ist. Auch von diesem Standpunkt aus kann es daher nur dem Gläu- biger zukommen, für die Beibringung dei" erforderlichen Ausweise besorgt zu. sein. Demnach erkennt die Schuldbetreib.- u. Konkurskammer : -Der Rekurs wird gutgeheissen.
18. Ixtrait cle l'arrit du 16 mal 1918 dans la cause Franc et conaorta. Sursis general aux pOllrsuites. Obligation du requerant de produire une comptabilite exacte et regulierement tenue. But du sursis. Faute consistant a favoriser certalns ~re anciers. Le benefice du sursis doit en tout cas etre refuse au debiteur par les motifs suivants : n resulte du dossier que Fugazza exploite une pension dont le benefice brut annuel est d'environ 80000 fr. Or, suivant l'art. 13, chifi. 3 litt, d du reglement du 6 mai 1890 sur le Registre du commerce et la Feuille ofiicielle
58 Entscheidungen der Schuldbetreibungs- du commerce, les entreprises dont l'exploitation oblige, a teneur de rart. 865, alinea 4, CO, a se faire inscrireau Registre du commerce sont entre autres les pensions, lorsque la recette brute de l'annee atteint 10000 fr. Fugazza etait done astreint a se faire inserire. et en vertu de rart. 877 CO, il etait oblige d'avoir des livres de comp- tabilite regulierement tenus, indiquant sa situation, de fortune, ainsi que ceUe de ses dettes et creances qui se rattachent a ses affaires professionnelles. Le debiteur ne s'est pas conforme a cette obligation. L'expert constate que la comptabilite produite est tout a fait insuffisante'. Les livres ne permettent aucun contröle; ils ne fournis- sent aucun detail sur la nature des encaissements ni des paiements et ils ne peuvent servir a etablir un bilan meme approximatif. L'absence de toute comptabilite serieuse implique une faute grave de la part d'une per- sonne qui exploite une entreprise aussi importante que ceUe du debiteur. Par ce motif deja ceIui-ei ne merite pas d'etre mis au benefice du sursis. La production d'une comptabilite reguliere et exacte est en outre un des eIe:' ments des «preuves necessaires sur sa situation de for- tune I> que le d~biteur doit joindre a la demande de sursis (art. 1 er de l'ordonnance du 16 decembre 1916 eoneernant 1e sursis general aux poursuites; cf. JAEGER, Commen- taire de l'ordonnanee du 28 septembre 1914, art. 12, note 5). 11 faut que l'Autorite de concordat puisse eta- blir exactement la situation du requerimt pour pouvoir se prononcer en connaissanee de it einem gewissen Gubler- BoIler, indem er diesen ermächtigte. das Papier zu ver: pfänden. Von diesem Rechte machte Gubler Gebrauch. und erhob gegen Verpfändung des Briefes bei der