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44_III_20

BGE 44 III 20

Bundesgericht (BGE) · 1918-01-01 · Deutsch CH
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Entscheidungen der Schuldbetreibungs-

Le debiteur poursuivi a un: interet evident et digne de

protection que tette procedure soit observee. Car s'il est

vraiment proprietaire, il doit pouvoir e~ger que la chose

elle-meme soit realisee, et non seulement un droit de

revendication conteste. Or, telle serait la consequence

du procede sanctionne en l'espece par l'instance cantonale:

saisie du {(droit de reven(ijquer I), vente aux encheres de

ce droit et, par consequent, dans le cours ordinaire des

choses, produit bien inferieur a celui de la vente de la

chose elle-meme.

Quant au creancier, il ne saurait se soustraire par cette

voie detournee a l'obligation qui lui incombe d'actionner,

avant tout,le tiers en remise de la chose, s'i} entend se faire

payer sur elle, soutenant qu'elle appartient en realite au

debiteur poursuivi.

Le tiers possesseur enfin qui se pretend proprietaire

de la chose peut exiger egalement que la procedure de

revendication, teIle qu'elle est prevue aux articles 106

et suivants, soit observee avant toute realisation au

profit du creaneier poursuivant.

6. A11Ing aus aem Inisoheia vom. 97. rebraar 1818

i. S. !ernasconL

Ein Schuldnerder durch unredliche Handlungen seine Gläu-

biger benachteiligt hat, kann keine allgemeine Betreibungs-

stundung beanspruchen.

Es ergibt sich aus der Vermögensaufstellung vom

18. Juni 1917, dem Güterverzeichnis und dem Gutachten

des gerichtlichen Experten, dass der Rekurrent kurz

vor Einreichung des Stundungsgesuch,es den Hauptteil

seiner unbelasteten Aktiven, nämlich das Geschäfts-

inventar, der Aktiengesellschaft Bernasconi ohne Über-

bindung der Geschäftsschulden abgetreten hat und dass

ihm hiefür Aktien übergeben wurden, deren Nomi-

_ und Konkurskanuner. No 7.

:.!l

nalbetrag zwar den in den Büchern eingesetzten Wert

des Inventars erreicht, denen aber schon unmittelbar

nach der GeseIlschaftsgrÜlldung nur ein Wert von etwa

16% des Nominalbetrages beigemessen worden ist.

Damit wurde den Kurrentgläubigern ihre Hauptdeckung

entzogen. Sodann steht fest, dass der Rekurrent von den

erhaltenen Aktien 61 Stück im NomiiIalbetrage von

30,500 Fr. sogleich gewissen Gläubigern an Zahlungs-

statt übergab. Beide Handlungen, die Veräusserung

von Aktiven und die Zahlung einzelner Schulden, wurden

vom Rekurrenten im Bewusstsein seiner Überschuldung

vorgenommen. Auf die Wohltat der allgemeinen 13etrei-

bungsstundung können aber nur Schuldner Anspruch

erheben, die Gewähr für eine gleichmässige Befriedigung

aller Gläubiger bieten. Wenn auch nicht ausdrücklich

in der Verordnung ausgesprochen, so ergibt sich dieser

Grundsatz doch aus der allgemeinen Erwägung, dass

nur der Schuldner, zu dem die Gläubiger das Vertrauen

haben können, dass er nach Möglichkeit eine Vermin-

derung ihrer Deckung zu vermeiden suche, eine so aus-

serordentliche Vergünstigung, wie die allgemeine Betrei-

bungsstundung beanspruchen darf.

7.lntsoheiä. vom 21. Kirz 1918 i. S. Iaraelitlaoher Bpitalvereil1

Die Bestimmung des Art. 64 SchKG findet auch für die Zu~

stellung an den Vertreter einer juristischen Person oder Ge-

sellschaft entsprechende Anwendung.

A. -

Der rekurrierende Israelitische Spitalverein in

Basel ist eine juristische Person. Als sein Sitz ist im Han-

delsregister die Wohnung des Präsidenten Isaak Dreyfus-

Strauss eingetragen. Ein besonderes Geschäftslokal besitzt

der Verein nicht. Am 23. Januar 1918 wurde gegen ihn

von Frau Emma Soland eine Betreibung eingeleitet.

Der Zahlungsbefehl wurde in der Wohnung des Präsiden-