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44_III_148

BGE 44 III 148

Bundesgericht (BGE) · 1918-01-01 · Deutsch CH
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148

Entscheidungen der Schuldbetrelbungs-

rung der von ihm begutachteten Gegenstände auszu-

schliessen. Eine derartige Ausdehnung des in Art. 11

SchKG aufgestellten Verbotes würde sich höchstens dann

rechtfertigen, wenn seine Stellung und Tätigkeit es dem

Experten ermöglichen würden, das Resultat der Steige-

rung zu seinen Gunsten zu beeinflussen, indem er in der

Absicht, die ihm zur Begutachtung überwiesenen Sachen

bei der Steigerung zu erwerben, deren Wert zu niedrig

ansetzte. Dass aber anfechtbare Spekulationen dieser Art

'!!cht zum Ziele zu führen vermögen, dafür bietet di~

Offentlichkeit der Steigerung genügend Gewähr, indem.sie'

stets die Konkurrenz anderer Sachverständiger erm(ig-:

licht.

Demnach erkennt die Schuldgetreib. u. Konkurskammer:

Der Rekurs wird abg_ewiesen.

40. Anit du 1er octobre 1918 dans la cause Avril.

Art. 92 LP. InsaisissabiIite d'une ma.rque de fabrique.

Vu le proces-verbal de cette saisie, aux termes du~

l'Office des Poursuites de Berne a, sur delegation de celui

de Geneve, saisi au Bureau federal de la propriete intel-

lectuelle a Berne, une marque de fabrique .« Grammont •

enregistree par Duboin sous n° 38582;

Attendu que la doctrine (voir JAEGER, Komment. ad

art. 92 LP p. 253 al. 2; DUNANT, Traite des marques de

fabrique 115 p. 197; BLUMEN STEIN, Handbuch des Be-

treibungsrechts p. 626 note 17) est unanime pour oonsi-

derer comme inadmissible la saisie d'une marque de

fabrique, quand celle-ci ne porte pas en meme temps sur

l'ensemble du commerce du debiteur;

Adoptant au surplus les motifs de rarret dont est

recours.

La Chambre de Poursuites et des Faillites prononce:

Le recours est ecarte.

und Konkurskammer. N° 41.

41. Entscheid vom 3. Oktober 1918

i. S. Xonkursverwaltung der Leih- un:lSpa.rkuse Ischlikon.

Art~ 260 SchKG. Legitimation zur Stellung eines Abtretungs-

begehren!>. Unzulässigkeit eines Begehrens um Abtretung

von Pfandrechten allein und zwar auch dann, wenn die

Masse nur die Forderung nicht aber das Pfandrecht geltend

gemacht hat. Verweisung der Gläubiger auf die Verantwort-

lichkeitsklage.

A. -

Mit Zuschrift vom 17. März ersuchten Frau

Witwe Schiltknecht und Genossen unter Bezugnahme auf

eine im Volksblatt vom Hörnli am 17. März erschienene

Publikation das Konkursamt MÜDchwilen als Konkurs-

verwaltung im Konkurs über die Leih- und Sparkasse

EsehlikoIi um Abtretung folgender Rechtsansprüche:

1. gegenüber der Konkursmasse Konrad Stücheli: Ab-

tretung der Rechte der Konkursmasse der genannten

Kasse betreffend Verpfändung von Maschinen, Mobiliar,

Vieh, Vorrät~, etc. zu Gunsten der letztem;

2. gegenüber der Nachlassmasse desJ.C. Schönenberger

in Freudenau bei Wil Abtretung der Rechte :

a) aus der Bürgschaftsverpflichtung des Sohnes Otto

Schönenberger;

b) auf die sämtlichen Faustpfänder, welche J. C. Schö-

nenberger der Leih- und Sparkasse Eschlikon bestellt

habe, inbegriffen die dem Schuldner Schönenberger zum

Zwecke der Erhebung eines Faustpfanddarlehens gegen

Revers ausgehändigten Faustpfandtitel, eventuell deren

Gegenwert;

c) auf die von Schönenberger der Leih- und SparkasS€'

abgetretenen Buchguthaben laut Abtretungsurkurde.

In der Fo]ge wurden über dieses Begehren zwischen

dem Vertreter der Rekursbeklagten, Rechtsanwalt Dr.H.

und der K<Jnkursverwalt:ung während längerer Zeit Un-

terhandlungen gepflogen, indem diese den Standpunkt