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43_III_200

BGE 43 III 200

Bundesgericht (BGE) · 1917-06-07 · Deutsch CH
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200

Entscheidungen der Schuldbetreibungs-

Par ces motifs,

la Chambre des Poursuites et des Faillites

prononce:

La dedsion rendue par l'autorite cantonale de surveil-

lance est annuIee, et la cause lui est renvoyee afin qu'elle

statue a nouveau dar;s le sens des cOl1siderants.

41. Entscheid vom 7. Juni 1917 i. S. Schweizerische

Volksbank.

Art. 806 ZGB. Rechtsstellung des Betreibungsamtes in Bezug

auf die bei ihm infolge. der Zahlungsverbote nach Abs. 2.

ebenda und Art. 152 Abs. 3 SchKG eingegangenen

Mietzinsen, insbesondere

Zulässigkeit von

Abschlags-

zahlungen aus denselben? Unterscheidung zwischen. der

Zeit vor und nach Stellung des Verwertungsbegehrens.

A. -

Gegen J. Meury-Schaarschmidt in Basel als

Eigentümer der Liegenschaft Missionsstrasse 45 ebenda

sind nachstehende Betreibungen auf Grundpfandver-

wertung angehoben worden :

am 28. August 1916 (Zahlungsbefehl 19,182) von der

Basler Kantonalbank für 577 Fr. 50 Cts. Semesterzins

per Mai 1916 auf der Hypothek I. Ranges;

am 14. Februar 1917 (Zahltmgsbeiehl 24,932) von Ge-

schwister J. und R. Ecklin für 880 Fr. Semesterzins und

Amortisation auf der Hypothek 11. Ranges;

am 7. März 1917 (Zahlungsbefehl 25,617) von der

Basler Kantonalbank für 522 Fr. 50 Cts. Semesterzins

per November 1916 auf der Hypothek I. Ranges.

In allen drei Betreibungen hat das Betreibungsamt auf

Antrag der Gläubiger die Anzeigen nach Art. 152, Abs. 3

SchKG an die Mieter erlassen, in der ersten (N° 19,182)

am 2. Dezember 1916, in den beiden anderen gleichzeitig

mit der Zustellung der Zahlungsbefehle. Am 30. November

und Konkurskammer. N° 41.

201

1916 und 3. Januar 1917 ist die Liegenschaft Missions-

strasse 45 ausserdem in den Betreibungen N° 21,457 und

10,951, Gruppe 5991 zu Gunsten der Geschwister Ecklin

und der Schweiz. Volksbank Basel für laufende Forde-

rungen von 381 Fr. 55 Cts. und 3000 Fr. gepfändet

worden ..

. Aus den für das IV. Quartal 1916 beim Betreibungsamt

I~foIge ~er Anzeige nach Art. 1523 eingegangenen Miet-

zmsen smd der Basler Kantonalbank s. Z. gemäss ihrem

Begehren auf Rechnung der Betreibung 19,182 Fr. 150

au~gewiesen worden. Nachdem am 3. April 1917 ein

gleIches Begehren von ihr auch hinsichtlich der für das

I. Quartal 1917 eingegangenen Mietzinsbeträge gestellt

worden war, teilte das Betreibungsamt Basel-Stadt .am

14. April 1917 den übrigen beteiligten Gläubigern mit,

dass es gesonnen sei, dem Ansuchen zu entsprechen und

der Kantonalbank weitere 100 Fr. a conto auszurichten.

Mit Rücksicht auf den inzwischen veröffentlichten

Entscheid des Bundesgerichts i. S. Toggweiler AS 42 111

N° 69 wünsche es immerhin vorerst den Interessenten

Gelegenheit zu geben, die Zulässigkeit dieser Abschlags-

verteilung im Beschwerdeverfahren feststellen zu lassen,

da die in dem. g~nannten Entscheide betonte Subsidia-

rität des Pfandrechtes an den Mietzinsen zum Schlusse

führen könnte, dass « vor Verwertung der Liegenschaft

und Feststellung eines Ausfalls auf den Hypothekar-

forderungen » über die eingegangenen Mietzinsbeträge

nicht verfügt werden dürfe. Persönlich könne das Amt

zwar diese Folgerung wegen der bedenklichen wirtschaft-

lichen Folgen, die mit ihr verbunden wären, nicht als

zutreffend anerkennen, sondern halte dafür, dass sich

der vom Bundesgericht aufgestellte Grundsatz nur auf

den Fall der Konkurrenz von Pfand- und Piändullgs-

gläubigern nach durchgeführter Liegenschaftsverwertung

beziehe.

Die kantonale j\.ufsichtsbehörde, bei welcher darauf die

Schweizerische Volksbank Basel als Pfändungsgläubigerin

202

Entscheidungen der Sehuldbetreibungs-

auf dem Beschwerdewege das Begehren um Unter-

sagung der in Aussicht genommenen Abzahlung stellte,

schloss sich der in einer einlässlichen Vernehmlassung

• noch näher erläuterten Rechtsauffassung des Betrei-

bungsamtes an und wies demgemäss die Beschwerde d~r

Volksbank gestützt auf folgende Erwägungen ab : dIe

Annahme des Bundesgerichts,. dass das Pfandrecht der

Grundpfandgläubiger an den Mietzinsen nur ein «sub-

sidiäres, zur Deckung eines eventuellen Ausfalles auf

dem Hauptpfand, der Liegenschaft bestimmtes» sei,

widerspreche dem Wortlaute des Art. 806 ZGB, der die

« Pfandhaft »allgemein -

also beim Fehlen einer aus-

drücklichen Einschränkung. für die ga n z e grundpfand-

versicherte Forderung -

auch auf die Mietzinsen « er-

strecke ». Sie sei auch mit dem Zwecke der angeführten

Vorschrift, den Schuldner zu zwingen, die Mietzinsen

entsprechend ihrer natürlichen Bestimmung, d. h. für

die Tilgung der Hypothekarzinsen zu verwenden, nicht

vereinbar, weil damit dem Grundpfandgläubiger ja gerade

verunmöglicht würde, ohne vorhergehende Versteigerung

der Liegenschaft überhaupt Zahlung zu erlangen. Was

vorliege, sei vielmehr ein akzessorisches Forderungs-

pfandrecht, das in seiner Entstehung zwar an bestimmte

besondere Voraussetzungen geknüpft, im übrigen aber

dem Pfandrecht am Hauptpfand-, der Liegenschaft durch-

aus koordiniert sei. Um die im Entscheide Toggweiler

vertretene· Abgrenzung der B~schlagsrechte der Grund-

pfandgläubiger einerseits und der Pfändungsgläubiger

andererseits zu rechtfertigen, hätte es denn auch der

Berufung auf die angebliche Subsidiarität des Pfand-

rechtes an den Mietzinsen durchaus nicht bedurft : sie

lasse sich ohne Zuhilfenahme dieser Konstruktion aus

dem (I auch sonst geltenden Verteilungsgrundsatz » her-

leiten, wonach im Falle der gleichzeitigen Verwertung

mehrerer Vermögensstücke, von denen einzelne nur

einzelnen Gläubigern hafteten, zur Vermeidung einer

ungerechtfertigten Begünstigung der anderen immer

und Konkurskammer. N° 41.

203

zunächst der Erlös der allen haftenden Gegenstände zu

verteilen und derjenige der speziellen Haftungsobjekte

nur soweit heranzuziehen sei, als der darauf Berechtigte

nicht schon aus der allgemeinen Masse befriedigt werden

könne. Hievon ausgegangen sei aber nicht einzusehen,

weshalb die Vorschrift des Art. 144 Abs. 2 SchKG nicht

auch hier anwendbar sein sollte, d. h. weshalb aus den

eingegangenen Mietzinsen nicht ebensogut . Absc?lags-

verteilungen sollten ausgerichtet werden können Wie aus

anderen vorab liquidierten Gegenständen. Insbesondere

könne dagegen nicht etwa eingewendet werden, dass es

an der Voraussetzung einer Abschlagsverteilu,ng deshalb

fehle, Weil kein Verwertullgsbegehren vorliege und des-

halb keine Verwertungshandlung vorgenommen sein

könne. Da die eingegangenen Mietzinsen bereits in Bar-

geld bestünden, bedürfe es des betreibungsrechtlichen

Vorganges der Verwertung -

d. h. der Umsetzung der

Beschlagsobjekte in Geld -

und folglich auch eines

Ver'W'ertungsbegehrens nicht mehr. Es könnten deshalb

die Mietzinsen zu Abschlagszahlungen verwendet werden,

sobald sich der Gläubiger im Besitze eines unbestrittenen

rechtskräftigen Zahlungsbefehles befinde, was hier zu-

treffe. Nur diese Lösung entspreche auch den praktischen

Bedürfnissen, weil sich nur so die unnütien, volkswirt-

schaftlich schädlichen Verwertungen von Liegenschaften

und das jahrelange Lieg~nbleiben erheblicher Geldbeträge

zu dem niedrigen Depositenzinse vermeiden liessen.

Erwäge man, dass allein .in Basel jährlich aus den Miet-

zinsen mehr als 200,000 Fr. ausgewiesen würden, ohne

dass es zur Verwertung der Liegenschaft komme, so

lasse sich ermessen, wie nachteilig eine andere Entschei-

dung der Frage volkswirtschaftlich wirken müsste.

B. -

Gegen diesen ihr am 24. Mai 1917 zugestellten

Entscheid rekurriert die Schweiz. Volksbank Basel am

29. Mai 1917 an das Bundesgericht, indem:sie das im

kantonalen Beschwer

Carlo Censi avvocato in Lugano, nominato euratore-

assistente in forza di questo decreto, otteneva il 28 aprile

1917, in nome di Ferrari ed a tutela di un suo credito

di fr. 2125 per affitti scaduti, l'inventario dei ~obili

sbggetti al diritto di ritenziorl~ ehe si trovavano nell'al-

bergo Americana in Lugano, ehe i debitori fratelli Giu-

seppe e Battista Tami avevano affittato. In seguito, il

5 maggio 1917 l'avvocato Carl0 Censi, sempre in qualita

di curatore di Ferrari, promuoveva l'esecuzione per il

pagamento di quella somma.

B. -

Contro questi provvedimenti (inventario ed

eseeuziol1e) i debitori ricorsero all'Autorita di Vigilanza

domandandone l'annullamento. Essi adducevano: il cre-

. ditore e eontrario ad ogni atto esecutivo in 10ro odio :

e poiche l'avvocato Censi non e di lui proeuratore 0 rap-

presentante, ma solo il suo euratore-assistente, non gli

spetta la faeolta di agire in suo norne e contro la sua

volontä per l'incasso di una rendita, ehe a mente delI'art.

und Konkurskammer. N° 42.

211

395 CCS edel deereto stesso di inabilitazione, permane

nella libera disposizione dell'inabilitato.

C. -

Respinti dall'Autorita cantonale di Vigilanza,

i fratelli Tami se ne aggravano presso il Tribunale fede-

rale.

Considerando in diritto:

10

-

La questione di sapere se ed in quale misura Ull

curatore-assistente asensi dell'art. 395 CCS possa rap-

presentare la persona sottoposta a curatela e, per sua

natura, di diritto civile e eome tale di competenza deI

giudiee. Nondimeno l'Autorita di Vigilanza puö e deve

esaminarla incidentalmente e senza pregiudizio quando,

come nel caso in esame, eSsa si presenti eome pregiudi-

ziale in una questione sulla validita di atti esecutivi pro-

mossi dal curatore in norne deI curatelato.

20 -

Nel merito devesi ritenere ehe il curatore-assi-

stente a sensi delI 'art. 395 CCS non e, in via di massima,

il rappresentante legale deI curatelato. Le sue funzioni

si limitano a dare 0 a rifiutare il consenso a certi atti,

determinati dalla legge (art. 395 CCS), ehe possono avere

conseguenze eeonomiehe importanti e ehe non sono validi

senza la sua autorizzazione. Ma questa regola aIumette

eccezioni. Giusta il disposto dell'uItimo capoverso del-

rart 395 la persona soggetta a curatela puö esser privata

dall'amministrazione della sostanza

({ rimanendole Ia

libera disposizione della rendita. i} In questo ca so iI eura-

tore. ~iventa il 1'appresentante legale deI euratelato per

tuttI 1 provvedimenti richiesti dall'amminisirazione della

sostanza di quest'ultimo : e poiche l'incasso di fitti 0 di

rendite e senza dubbio atto di amministrazione, al cura-

tore compete1'a la facolta di promuovere i provvedimenti

legali ehe mirallo aI rieupero di siffatti crediti (inventario

a tu~ela deI diIitto di ritenziolle, esecuzione per la 101'0

esaZlone), salvo a consegnare in seguito al curatelato

la rendita netta pereepita e cioe I'ammontare ineassato,

dedotte Ie spese di· ammillistrazione e gli altri aggravi

sui beni dai quali Ia rendita proviene.