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830 Familienreeht. N° 49. menti al figlio e di indennita alla madre) abbia la sua ori~ gine nel diritto di famiglia e il suo fondamento giuridico nellegame di quasi parentela ehe la nascita di un figlio illegittimo erea tra esso e coloro che l'hanno ,proereato. Cie) premesso, non e dubbio che questo vincoIo, origine e fondamento anche dell'azione speciale e per se stante in risareimento di spese ed indemnita alla madre, non venga deI tutto a mancarequando la madre illegittima abbia potuto validamente ripudiare la sua prole : manca allora il rapporto di filiazione naturale tra essa ed il figlio che forma solo la base giuridica delle sue ragioni verso il padre. Indarno si invocherebbe in contrario il disposto dell'art. 309 capov. 2 CCS,' che ammette le prestazioni peeuniarie aHa madre previste dagli art. 317 e 318, an- corehe il figlio sia nato morto, dunque anche quando non sia sorto il rapporto di filiazione tra la madre naturale ed il figlio. Il Tribunale federale ha diehiarato (RU 41 II
p. 649) ehe questo disposto significa estensione eceezio- nale dell'azione di paternita: esso non pUe) quindi venir invoeato a determinarne la natura eil contenuto giuridico. 5°. - Da quanto precede risulta ehe le domande deH'at- . trice sono ineoneiliabili eOll prineipi 'fondamelltali deI ces: ma non meno inammissibili esse appaiono dal punto di vista dell'equita. Infatti, l'-obbligo a sommiuistrazioni peeuniarie da parte deI padre deriva insomma da uu eOll- eetto di equita e tende a rip.artire equamente tra esso e la madre le cOllseguenze di atto comune, ehe altrimenti riea- drebbero solo su quest'ultima. Anehe le prestazioni pecu- niarie, ehe in base all'azione di paternita spettallo diret- t~mente aHa madre verso il padre (indennita per spese dl parto eee.), hauHo, in certo qual modo, il carattere di contributo agli obblighi materui verso la prole, illquall- toehe, migliorando materialmente la sorte della madre, glie ne facilitano ·l'adempimento. Ripugnerebbe pertanto ad ogni selltimeuto di equita il cOlldallnare il padre natu- rale a somministrazioni pecuniarie verso colei ehe, dal canto suo, ha ripudiato ogni obbligo legale verso la prole. Familienreeht. N0 50. 331 Pronuncia: L'appellazione e respinta e vien quindi confermata la sentenza 12 febbraio 1916 deI Tribunale di Appello dei Cantone Ticino.
50. Urteil der II. Zivilabtellung vom 6. Juli 1916
i. S. Briiderlin, Klägerinnen, gegen Meyer, Beklagter. Art. 8 NAG; Anwendung schweizerischen Rechts bei Beurteilung einer auf Zusprechung des Kindes mit St andes f 0 I gen gerichteten Vaters ch aft s kl age, obschon die Parteien zur Zeit der Konzeption im Aus- land gewohnt haben. Art. 308 ZGB; Berechnung der einjährigen Klage- frist. A. - Am 19. Januar 1914 morgens 9% Uhr gebar die in Liestal heimatberechtigte Klägerin Anna Brüderlin in Paris ein uneheliches Kind Frida Johanna Brüderlin. Am
18. Januar 1915 reichten die Klägerinnen die vorliegende Vaterschaftsklage gegen den in Turtmann wohn haften und heimatberechtigten Beklagten ein, mit den Begehren, das Kind Frida Johanna sei dem Beklagten mit Standes- folgen zuzusprechen und der Beklagte zur Zahlung ange- messener Beträge gestützt auf Art. 317 und 318 ZGB an die Mutter zu verurteilen. Diese Klage gelangte noch glei- chen Tags in den Besitz des Einleitungsrichters des Be- zirks Leuk und wurde dem Vater des im Militärdienst ab- wesenden Beklagten am 19. Januar 2 Uhr nachmittags angezeigt. Der Beklagte hat auf Abweisung der Klage geschlossen, indem er geltend machte, die Klage sei verspätet eingereicht worden und auch materiell unbe- gründet. B. - Durch Entscheid vom 7. März 1916 hat das Kau- tonsgericht des Kantons Wallis die Einrede der Verspä- tung gutgeheissen und die Klage abgewiesen. Das Kan- Al; 42 11 - 1916 !3 332 Familienl'echt. N° 50. tonsgericht ging davon aus, dass nach der Zivilprozessord- nung des Kantons Wallis als Anhebullg der Klage nicht die am 18. Januar erfolgte Hinterlage der Klage beim Ge- richt, sondern die dem Beklagten bezw. dem Vater des Beklagten am 19. Januar gemachte Anzeige von dieser Hinterlage zu gelten habe. Am 19. Januar sei aber die in Art. 308 ZGB für die Anhebung der Klage vorgesehene Jahresfrist abgelaufen gewesen, da das Jahr mit dem Tag der Geburt zu laufen begonnen habe und schon am 18. Januar 1915 zu Ende gegangen sei. C. - Gegen diesen Entscheid haben die Klägeriullen rechtzeitig und form richtig die Berufung an das Bundes- gericht ergriffen, mit den Anträgen, die vom Beklagten erhobene Einrede der Verspätung sei abzuweisen ; even- tuell sei den Klägerinnen die « Restitution » zu gewähren, unter Kostellfo]ge aller Instanzen zu Lasten des Beklag- ten. D. - Der Beklagte hat auf Abweisung der Berufung und Bestätigung des angefochtellen Entscheides geschlos- sen. Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1. -- Die Klägerinneu haben ihre Klage nicht als ge- wöhnliche Vaterschaftsklage, sondern als auf Zuspre- clmug des Kindes mit Standesfolgen gerichtete S tat u s- klage gestellt. Unter diesen Umständen hat die Vor- instanz, obschon die Klägerin Anna Brüderlin und der Beklagte zur Zeit der Konzeption im Auslande gewohnt haben, mit Recht schweizerisches Recht angewendet, da gemäss Art. 8 NAG, der auch auf Schweizer im Ausland zur Anwendung kommt, der Familienstand einer Person sich llach dem heimatlichen Rechte richtet.
2. - In der Sache selbst ist gestützt auf den in AS 4! II S. 98 ff. abgedruckten Entscheid des Bundesgerichts davon auszugehen, dass der Begriff der Klageanhebung im Sinne des Art. 308 ZGB nicht vom kantonalen Pro- Familieurecht. N0 50. 333 zessrecht, sondern vom Bundesrecht bestimmt wird und dass darunter diejenige prozesseinleitende oder vorbe- reitende Handlung des Klägers zu verstehen ist, mit der er zum ersten Mal in bestimmter Form für den von ihm erhobenen Anspruch den Schutz des Richters anruft. Als solche Handlung kommt im vorliegenden Fall schon die am 18. Januar 1915 erfolgte Einreichung der Klage beim Einleitungsrichter des Bezirkes Leuk durch die Kläge- rinnen in Betracht, so dass die Klage an diesem Tage zweifellos noch rechtzeitig d. h. vor Ablauf eines Jahres seit der Geburt des Kindes am 19. Januar 1914 eingereicht worden ist. Wenn aber auch mit der Vorillstanz angenom- men werden wollte, die Klageanhebung habe erst am 19. Januar 1915 stattgefunden, so wäre die Klage im Gegen- satz zum Kantonsgericht doch nicht als verspätet zu be- trachten. Richtig ist zwar, dass es sich bei der einjährigen Frist des Art. 308 ZGB nicht um eine Verjährungs- sondern um eine Verwirkungsfrist handelt (vgl. AS 4! II S. 101). Aus dem Wesen der Verwirkungsfrist folgt aber nicht, "ie die Vorinstanz annimmt, dass diese Frist nach beson- dern Grundsätzen zu berechnen sei. Ebenso kann dies nicht aus dem Wortlaut des Art. 308 geschlossen werden, der ganz allgemein verlangt, dass die Klage {( vor Ablauf eines Jahres seit der Geburt )} anzubringen sei und sich über die Berechnungsweise dieser Frist selbst nicht aus- spricht. Da auch sonst im ZGB mangels eines sogenanll- ten {( Allgemeinen Teils » keine Bestimmungen über die Berechnung der Fristen enthalten sind, haben gemäss Art. 7 ZGB die entsprechenden Vorschriften des OR Anwen- dung zu finden. Das OR kennt nun aber nicht zwei ver- schiedene Berechnungsarten, je nachdem es sich um Ver- jährungs- oder Verwirkungsfristen handelt, sondern be- stimmt lediglich in Art. 132 Abs. 1 OR in Bezug auf die Verjährung, dass bei Berechnung der Frist der Tag, von dem an die Verjährung läuft, nicht mitzurechnen und die Verjährung erst nach unbenütztem Ablauf des letzten Tages als beendigt zu betrachten ist. Nach dieser Bestim- 334 . Familienreeht. N° 50. mung, die bei der Berechnung der Verwirkungsfrist analog anzuwenden ist (vgl. in gleichem Sinne B I ä t t er für Zürcher Rechtssprechung XIV S. 152), hat aber die Ein- reichung der Klage durch die Klägerinnen am 19. Januar 1915 als dem letzten Tag der Frist noch rechtzeitig statt- gefunden. Die Klage könnte, wenn der 19. Januar 1915 auf ein~n Sonntag gefallen wäre, gemäss Art. 78 OR sogar dann DIcht als verspätet betrachtet werden wenn ihre , . Einreichung erst am 20. Januar stattgefu~den haben würde, obschon an diesem Tag die Frist von einem Jahr seit der am 19. Januar 1914 erfolgten Geburt des Kindes streng genommen zweifellos schon als vollendet bezeich- net werden müsste. Unter diesen Umständen ist das ange- fochtene Urteil aufzuheben und die Sache zu materieller Beurteilung im Sinne der Motive an die Vorinstanz zu- rückzuweisen. Demnach hat das Bundesgericht erkannt: Die Berufung wird gutgeheissen, das Urteil des Kan- tonsgerichts des Kantons Wallis vom 17. März 1916 auf- g~hoben. und die Sache zu materieller Entscheidung an dIe Vonnstanz zurückgewiesen.' Familienreeht. N. 51. , 335
51. Arrit de 1& IIe Bection civUe du 13 septembre 1916 dans Ia cause Bochatey contre Caisa8 hypothecaire du Canton du Valais. Art. 177 al. 3 CCS : Billet de change souscrit par deux epoux depuis le 1 er janvier 1912' en fenouvellement d'un billet sous- crit anterieurement ; l'engagement pris par la femme sous l'empire du Code civil suisse sera valable ou nul suivant que le droit ancien admettait ou non Ja validite de l'enga gement originaire. Action n~gatoire : recevabilite regie par le droit cantonal, mais effets sur la poursuite en cours regles exclusivement par le droit federal. A. - Le l er janvier 1906 Bochatey a lepris pour le prix de 4000 fr. le commerce de A. Fournier et a conclu avec ce dernier un contrat de bail :i raison de 500 fr. par an. Pour se procurer les fonds necessaires, Bochatey s'est adresse :i 1a Caisse hypothecaire et d'Epargne du canton du Valais. Le 4 janvier 1907, Bochatey et sa femme ont souserit solidairement en faveur de cet etablissement un billet de 4500 fr. au 4 janvier 1908 ; ce billet etait cau- tionne par le pere de Bochatey ; il a He renouvele le 27 janvier 1908 par un billet de 5000 fr. qui lui-meme a ete renouvele le 1 er fevrier 1909, le 27 janvier 1910, le 20 mars 1911, le 20 janvier, le 30 mars, le 20 septembre, le 25 novembre 1912 et, sous N° 3356, Ie 10 juin 1913. En date du 20 janvier 1914 les epoux Bochatey ont signe un nouveau billet, N° 11 191, dont Ia teneur est la suivante : « Sion, Je 20 janvier 1914. B. P. Frs. 4900. Au 20 mai 1914 payerons solidairement par ce billet de change :i la Crusse Hypothecaire et d'Epargne du Va lais, dans son bureau, :i Sion, la somme de 4900 fr. Bon pour 4900 fr. - Bochatey Joseph Bon pour 4900 fr. - Bochatey Louise Renouvellement du N° 8356 » La Caishe hypothecaire a reclame a dame Bochatey