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42_III_111

BGE 42 III 111

Bundesgericht (BGE) · 1916-01-01 · Deutsch CH
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Entscheidungen der Schuldbetreibungs-

tion technique dont la solution reutre dans la competence

souveraine de l'instance cantonale. L'autorite de surveil-

lance neuchateloise ayant tranche cette question affirma-

tivement, le Tribunal federal ne peut revoir cette decision.

Il convient toutefois de relever une circonstaIice par-

ticuliere a la presente cause. Ponr resoudre la q~estion de

savoir queis outils etaient indispensables au recourant

pour exercer sa profession, l'instauce cantonale s'est

basee sur un rapport de MM. Thomas et Ritschard. Or

ce rapport u'a pas ete redige sur l'ordre de l'autorite de

surveillance, mais sur la simple demande du creancier

Haenggi, qui voulait l'utiliser a l'appui de sa plainte

dirigee contre la decision de.l'office des faillites. Aujour-

d'hui, le recourant produit une declaration de Thomas qui

conteste avoir signe un rapport d'expertise et qui ajoute

que l'outillage laisse au recourant, sur la base du pretendu

rapport, est insuffisant pour

(i arriver a efIectuer un

travail si minime soit-il).

Cette piece n'ayant pas ete soumise a l'instance can-

tonale, ne peut etre prise directement en consideration par

le Tribunal federal. Elle n'en etablit pas moins en fait que

l'autorite inferieure de surveillance de la Chaux-de-Fonds

peut avoir ete induite en erreur ~ur I'opinion d'un expert

qui declare n'avoir pas He regulit~rement consulte en cette

qualite et qui manifeste actuellc:iment une maniere de voir

opposee a celle que l'instance cantonale lui a attribuee au

vu du pretendu rapport d'expertise.

n se justifie, dans ces circonstances, de renvoyer la

cause a l'autorite cantonale de surveillance pour qu'elle

statue a nouveau en tenant compte, dans la mesure qu'elle

estimera opportune, de la nouvelle declara,tion du sieur

Thomas et, eventuellement, en ordonnant, si elle le juge

necessaire, une nouvelle expertise pour determiner l'ou-

tillage necessaire an· recourant pour exercer la profession

d'artisan-serrurier.

und Konkurskammer • N° 25.

Par ces motifs,

la Chambre des P,,:mrsuites et des Faillites

prononce:

111

Le recours est admis dans ce sens que la cause est ren-

voyee a l'instance cantonale pour qu'elle statue a nouveau

en tenant compte des considerants de rarret du Tribunal

federal.

25. Entsoheid vom 14. April 1916 i. S. Toggweiler.

Art. 806 ZGB, 102 und152 SchKG. Streit über die Verteilung

der eingezogenen Mietzinse unter die betreibenden Pfand-

gläubiger einerseits und die Pfändungsgläubiger audererseits.

Kompetenz der Aufsichtsbehörden. Legitimation zur Be-

schwerde. Vorzeitige Auszahlung des Erlöses an die Pfand-

gläubiger.

A. -

Die Rekurrentin Amalie Toggweiler-Kölliker er-

wirkte am 28. Januar 1915 für 10,000 Fr. Frauenguts-

forderung Anschluss an die gegen ihren Ehemann voll-

zogene Pfändung, Gruppe 176 des Betreibungsamtes

Zürich 2. Diese Pfändung umfasste unter Anderem zwei

Liegenschaften, nämlich das Haus Zähringerstrasse 1.

zum Predigerhof. in Zürich 1, und das Haus Hutten-

strasse 52 in Zürich 6.

Beide Liegenschaften bildeten bereits den Gegenstand

von Grundpfandbetreibungen: die erste seitens der

Schweiz. Bodenkreditanstalt, die zweite seitens der

Hypothekarbank in Winterthur. Die Bodenkreditanstalt

hatte am 19. Juni und 23. Oktober 1914, die Hypothekar-

bank Wintherthur am 8. Dezember 1914 Betreibung ein-

geleitet, wobei jeweilen die in Art. 152 SchKG vorge-

seheneAnzeige an die Mieter.erlassen worden war. Weitere

Grundpfandbetreibungen folgten hinsichtlich der Liegen-

schaft N° 1 am 12. Juni 1915 (Bodenkreditanstalt),

23. April 1915 (F. Bertschinger), 26. Juni und 5. Juli 1915

(Lebensversicherungs- und Rentenanstalt) und hinsicht-

AS 42 m -

1916

8

112

Entscheidungen der Sehuldbetreibungs-

lieh der Liegenschaft N° 2 am 10. Mai 1915 (Hypothekar-

bank \Vinterthur). 5. März 1915 (Städt. Steuerbureau),

27. April und 14. Mai 1915 (E. Götz-Niggli).

Am 9. September und 7. Oktober 1915 wurden dann die

Liegenschaften versteigert: die erste wurde vom Grund-

pfandgläubiger Bertschinger für 295,000 Fr., die zweite für

80,000 Fr. vom Pfandgläubiger Götz-Niggli erworben. Die

Betreibungsämter Zürich 1 und 6 verteilten den Erlös -

welcher weder am einen noch am anderen Ort den Betrag der

Belastung überstieg -

an die Grundpfandgläubiger, und

zwar ausser dem Betrag des Angebotes für die Liegen-

schaften auch die seit Anhebung der Bebeibungen ein-

gegangenen Mietzinse. Diese betrugen bei der Liegen-

schaft N° 1 6000 Fr. (bis 1. Januar 1915) plus 9306 Fr.

95 Cts. (vom 1. Januar bis 7. Oktober 1915); ersterer

Betrag wurde in vollem- Umfange der Bodenkreditanstalt

zugewiesen, von letzterem 5000 Fr., während der Rest

mit 4306 Fr. 95 Cts. dem Pfandgläubiger Bertschinger

zufiel. Bei der Liegenschaft N° 2 wurden sämtliche bis

zur Verwertung eingegangenen Mietzinse im Betrage von

2984 Fr. 10 Cts. dem Pfandgläubiger Götz-NiggJi zuge-

teilt. Alle .diese Beträge sind ausbezahlt.

Das Betreibungsamt Zürich 2 nahnl hierauf in den

"Kollokationsplan und Verteilungsliste) für die Pfän-

dungsgruppe N° 176 vom 22. November 1915 die Ver-

teilung des Liegenschaftenerlöses, wie sie die Betreibungs-

ämter Zürich 1 und 6 im Pfandverwertungsverfahren

vorgenommen hatten, auf.

B. -

Die Rekurrentin beschwerte sieh hierüber mit

Bezug auf die Verwendung der Mietzinse, indem sie ver-

langte, dass bei der Liegenschaft in Zürich 1 die Miet-

zinse vom 1. Januar bis 1. April 1915 und bei der Liegen-

schaft in Zürich 6 von der dem Pfandgläubiger Götz-

Niggli zugewiesenen Summe von 2984 Fr. 10 Cts. ein -

Betrag von 2410 Fr. 55 Cts. den Pfändungsgläubigern

der Gruppe 176 zuzuteilen seien.

.

Das Bezirksgericht Zürich als untere Aufsichtsbehörde

und Konkurskammer. N0 25.

113

wies die Beschwerde von' der Hand, weil der Streit nicht

in das Beschwerdeverfahren gehöre· und die Pfandver-

wertungsbetreibungen abgeschlossen seien. Das Ober-

gericht als kantonale Aufsichtsbehörde trat auf die Be-

schwerde wegen mangelnder Legitimation der Rekurrentin

materiell ebenfalls nicht ein.

C. -

Frau Toggweiler rekurriert gegen letzteren Ent-

scheid an das Bundesgericht, mit dem Begehren, es sei

auf die Sache einzutreten und es seien ihre Anträge vor

erster Instanz gutzuheissen.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht

in Erwägung:

1. -

Es frägt sich in erster Linie, ob die Aufsichts-

behörden, insbesondere das Bundesgericht, zur Beurtei-

lung der Sache zuständig seien. Streitig ist die Verteilung

der eingezogenen Mietzinse unter die Pfandgläubiger

einerseits, deren Pfandrecht kraft Art. 806 ZGB und 152

SchKG durch die Anhebung der Betreibung auf Grund-

pfandverwertung und die Anzeige an die Mieter auf die

von diesem Zeitpunkt bis zur Verwertung auflaufenden

Mietzinse erstreckt worden ist, und die P f ä nd u n g s-

gl ä u b i ger andererseits, indem die Pfändung eines

Grundstücks nach Art. 102 SchKG auch dessen Früchte

und sonstige Erträgnisse, unter Vorbehalt der den Grund-

pfandgläubigern daran zustehenden Rechte, erfasst. Bei

dieser Konkurrenz zwischen Grundpfandgläubigern und

Pfändungsgläubigern entsteht das Betreibungspfandrecht

der letzteren mit der Pfändung, und es geht dem Pfand-

recht der Gläubiger, die noch nicht Betreibung auf Ver-

wertung des Grundpfandes angehoben haben, vor. Was

daher an Mietzinsen verfallen ist, bevor der Grundpfand-

gläubiger Betreibung anhebt, bleibt den Pfändungs-

gläubigern, soweit es nicht etwa einem anderen Grund-

pfandgläubiger, der bereits Betreibung eingeleitet und

die erforderliche Anzeige an die Mieter hatte ergehen

lassen, verhaftet ist. Die Höhe des den Pfändungs-

114

Entscheidungen der SchuIdbetreibungs-

gläubigern . zukommenden Zinsbetreffnisses hängt also

davon ab, in welchem -Verhältnis der Erlös aus dem

Grundstück einerseits und aus den Mietzinsen anderer-

seits zur Deckung der Forderung der betreibenden Pfand-

gläubiger verwendet wird. Dabei handelt es sich überall

um Fragen der Verte'ilung, die durch die Aufsichts-

behörden, nicht durch den Richter, zu entscheiden sind.

Denn der Streit dreht sich nicht um den Bestand, noch

um den gegenseitigen Rang der konkurrierenden Pfand-

rechte. Die Rekurrentin erklärt denn auch im Rekurs an

das Bundesgericht ausdrücklich, sie bestreite weder die

in Betreibung gesetzten Forderungen, noch die Grund-

pfandrechte, noch das Pfandrecht der Rekursgegner

Bertsehinger und Götz-Niggli an den Mietzinsen gemäss

Art. 806 ZGB; was beanstandet werde, sei lediglich der

Verteilungsmodus, die Art der Zuteilung der Mietzinse.

Man hat es somit ausschliesslich mit der Anwendung der

verfahrensrechtlichen Grundsätze und Vorschriften über

die Verteilung des Pfanderlöses zu tun, woraus folgt,

dass die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden gegeben ist.

2. -

Wenn die Vorinstanz trotzdem auf die Sache

materiell· nicht eingetreten ist, so geschah es deshalb,

weil sie die Legitimation der Rekurrentin zur Beschwerde

über die im Pfandverwertungsverfahren erfolgte

Verteilung verneint hat. Allein zu Unrecht. Denn Gegen-

stand der Beschwerde bildet die Zuteilung der Mietzinse

wie sie vom Betreibungsamt Zürich 2 aus den Pfandver~

wertu.ngsbet:eib~ngen in den « Kollokationsplan und

VerteIlungsliste m der P f ä n dun g s g r u p p e N0 176 I)

~inübergenommen wurde. Darauf dass bei Verwertung

I~ der. Grundpfandbetreibung die Pfändungsgläubiger

mcht dIrekt an dem Verfahren beteiligt seien, dass ihnen

der A.nspruch a.uf Zu~tellung eines Kollokationsplanes

und emer Vertellungshste fehle, und folglich auch das

~eeht, ~ich über diese Verteilung zu beschweren (worauf

d~e Vonnstanz als entscheidend abstellt), kommt daher

mehts an. Die Pfändungsgläubiger haben zweifellos ein

und Konkurskammer. N° 2,),

115

rechtliches Interesse daran, dass bei Konkurrenz mit den

Grundpfandgläubigern mit Bezug auf die Mietzinse der

verpfändeten Liegenschaft die Verteilung der Zinse unter

die verschiedenen Gläubigerkategorien den gesetzlichen

Vorschriften entspreche, und sie sind befugt, gegen einen

Verteilungsmodus, den sie als gesetzwidrig betrachten,

sich auf dem Weg der Beschwerde über die ihnen im

Pfändungsverfahren bekannt gegebene Verteilung zur

V{ ehr zu setzen.

3. -

Dem Eintreten auf die Beschwerde steht endlich

auch nicht der Umstand entgegen, dass die streitigen

Beträge von den Betreibungsämtern Zürich 1 und 6

bereits an die Grundpfandgläubiger ausbezahlt worden

und die Pfandverwertungsbetreibungen abgeschlossen

sind. Die Rekurrentin hat die Verteilungsliste in der

Pfändungsbetreibung innert gesetzlicher Frist angefoch-

ten. Die vorzeitige gänzliche Auszahlung des Mietzins-

erlöses an die Pfandgläubiger kann ihr daher nicht ent-

gegengehalten werden. Es genügt in dieser Hinsicht, auf

die Entscbeide des Bundesgerichts in Sachen Wilezek,

Strasser undWyss (AS Sep.-Ausg. 12 N° 25 und 56, 13

N° 38, 15 N°"37*) hinzuweisen, worin ausgeführt ist, dass

der Anspruch des Gläubigers an das Betreibungsamt auf

Herausgabe des Erlöses der Betreibung nicht zivil-, son-

dern betreibungsrechtlicher Natur sei und durch die

bereits erfolgte Ablieferung an einen zur Empfangnahme

nicht legitimierten Dritten nicht berührt werde. Die Re-

kurrentin kann deshalb nicht auf den Weg der Schaden-

ersatzklage gegen den Betreibungsbeamten oder der Be-

reicherungsklage gegen die aus den Mietzinsen befriedigten

Pfandgläubiger verwiesen werden, sondern die Vorinstanz

ist anzuhalten, auf die vorliegende Bescbwerde einzu-

treten und sie materiell zu behandeln.

• Ges.-Ausg. 36 1 N° 78 und 123, 38 I N° 78, 33 I No 63.

116

Entscheidungen der Schuldbetreibungs-

Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. Konkurskammer

erkannt:

Der Rekurs wird in dem Sinne begründet erklärt, dass

der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache

zu materieller Behandlung an die Vorinstanz zurück-

gewiesen wird.

26. Arrit du 17 a.vril 1916 dans la cause

Union vaudoise du Creclit.

L'office est tenu de saisir a nouveau les biens qui ont deja

e!e saisis et rt~alises au cours de la poursuite, lorsque le

creancier requiert cett~ saisie en prHendant que les objets

appartiennent au debiteur.

A. - L'Union vaudoise du Credit a exerce contre Gus-

tave Chollet a Nyon, pour deux creances se montant au

total de 4000 fr., les poursuites n° 2077 et 2195, en vertu

desquelles I'office des poursuites de Nyon a saisi, le

9 juillet 1915, divers biens, notamment des objets mobi-

liers, taxes 579 fr.

A teneur du proces-verbal du 14 septembre 1915,les

dits objets ont ete vendus de.gre a gre, pour le prix de

taxe, a J. Noblet, a Duillier, beau-frere du debiteur.

Tous les interesses ont con~enti acette vente, qui a eu

lieu au bureau de l'office, Oll Noblet averse lui-meme le

prix de vente. Toutefois, les objets n'ont pas ete depla-

ces; Hs sont restes en la possession du debiteur Chollet,

qui les dHient encore aujourd'hui. Le produit de la vente

a He reparti aux creanciers saisissants.

Les fonds verses par Noblet a l'Office proviennent

d'un emprunt contracte par Chollet, sous le cautionne-

ment de Noblet, aupres de I'Union vaudoise du CrMit.

Le 3 janvier 1916, cette creanciere a requis de l'Office

« de saisir a nouveau les memes biens mobiliers designes

sous n° 1 a 21 du proces-verbal de saisie du 5 juin 1915,

und Konkurskammer • N° 26.

.111

LaxeS 579 fr., bien rachetes et payes par le dehitem

Chollet;>.

B. -

L'office ayant r(>fuse de faire droit acette

requisition, l'Union vaudoise du CrMit a porte plain~e

a l'autorite interieure de surveillance en demandant que

h~ prepose soit invite a proceder a la saisie complemen-

taire requise le 3 janvier 1916.

.

Par decision du 15 fllYrier, le President du Tribunal

du district de Nyon a admis la plainte. Le debiteur

Chollet a recouru contre ce prononce a l'autorite canto-

nale de surveillance, laquelle a admis son recours et

rHorme la decision presidentielle. Les motifs de ce pro-

nonce rendu le 21 mars 1916 sont en resume les sui-

vants: Le fait que des biens ont deja ete saisis et realises

n'exclut pas en principe la possibilite de les saisir a nou-

veau au profit du meme creancieret au prejudice du meme

debiteur. Mais on ne peut admettre sans exception cette

saisie toutes les fois Oll le debiteur detient les biens

saisis anterieurement et renvoyer dans tous les cas le

tiers indique comme acquereur dans Je proces-verbal de

vente a faire valoir ses droits conformement aux art. 106

et suiv. LP.En l'espece, si l'argent avec lequel Noblet

a paye les objets vendus provient d'un emprunt con-

tracte par Chollet, il faut retenir que ce pret a Me

accorde par I'Union vaudoise du Credit elle-meme, sous

le cautionnement de Noblet. Ce dernier est en realite le

vrai debiteur de la Banque, et non Chollet, qui est insol-

vable. L'Union du Credit savait que l'argent prete sec-

virait au rachat des meubles saisis; elle a consenti a la

vente de gre a gre et elle ne peut pretendre saisir a

nouveau les objets vendus puisque par la elle conteste-

rait le droit de propriHe du tiers acquereur, alors qu'elle

a eHe-meme favorise cette acquisition. Il est inadmis-

sible que la Banque fasse saisir une seconde fois des biens

sur le produit desquels elle a touche une quote-part.

C. -

L'Union vaudoise du CrMit a recouru en temps

utile au Tribunal federal contre rette decision, qui lui a