Volltext (verifizierbarer Originaltext)
110
Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
tion technique dont la solution reutre dans la competence
souveraine de l'instance cantonale. L'autorite de surveil-
lance neuchateloise ayant tranche cette question affirma-
tivement, le Tribunal federal ne peut revoir cette decision.
Il convient toutefois de relever une circonstaIice par-
ticuliere a la presente cause. Ponr resoudre la q~estion de
savoir queis outils etaient indispensables au recourant
pour exercer sa profession, l'instauce cantonale s'est
basee sur un rapport de MM. Thomas et Ritschard. Or
ce rapport u'a pas ete redige sur l'ordre de l'autorite de
surveillance, mais sur la simple demande du creancier
Haenggi, qui voulait l'utiliser a l'appui de sa plainte
dirigee contre la decision de.l'office des faillites. Aujour-
d'hui, le recourant produit une declaration de Thomas qui
conteste avoir signe un rapport d'expertise et qui ajoute
que l'outillage laisse au recourant, sur la base du pretendu
rapport, est insuffisant pour
(i arriver a efIectuer un
travail si minime soit-il).
Cette piece n'ayant pas ete soumise a l'instance can-
tonale, ne peut etre prise directement en consideration par
le Tribunal federal. Elle n'en etablit pas moins en fait que
l'autorite inferieure de surveillance de la Chaux-de-Fonds
peut avoir ete induite en erreur ~ur I'opinion d'un expert
qui declare n'avoir pas He regulit~rement consulte en cette
qualite et qui manifeste actuellc:iment une maniere de voir
opposee a celle que l'instance cantonale lui a attribuee au
vu du pretendu rapport d'expertise.
n se justifie, dans ces circonstances, de renvoyer la
cause a l'autorite cantonale de surveillance pour qu'elle
statue a nouveau en tenant compte, dans la mesure qu'elle
estimera opportune, de la nouvelle declara,tion du sieur
Thomas et, eventuellement, en ordonnant, si elle le juge
necessaire, une nouvelle expertise pour determiner l'ou-
tillage necessaire an· recourant pour exercer la profession
d'artisan-serrurier.
und Konkurskammer • N° 25.
Par ces motifs,
la Chambre des P,,:mrsuites et des Faillites
prononce:
111
Le recours est admis dans ce sens que la cause est ren-
voyee a l'instance cantonale pour qu'elle statue a nouveau
en tenant compte des considerants de rarret du Tribunal
federal.
25. Entsoheid vom 14. April 1916 i. S. Toggweiler.
Art. 806 ZGB, 102 und152 SchKG. Streit über die Verteilung
der eingezogenen Mietzinse unter die betreibenden Pfand-
gläubiger einerseits und die Pfändungsgläubiger audererseits.
Kompetenz der Aufsichtsbehörden. Legitimation zur Be-
schwerde. Vorzeitige Auszahlung des Erlöses an die Pfand-
gläubiger.
A. -
Die Rekurrentin Amalie Toggweiler-Kölliker er-
wirkte am 28. Januar 1915 für 10,000 Fr. Frauenguts-
forderung Anschluss an die gegen ihren Ehemann voll-
zogene Pfändung, Gruppe 176 des Betreibungsamtes
Zürich 2. Diese Pfändung umfasste unter Anderem zwei
Liegenschaften, nämlich das Haus Zähringerstrasse 1.
zum Predigerhof. in Zürich 1, und das Haus Hutten-
strasse 52 in Zürich 6.
Beide Liegenschaften bildeten bereits den Gegenstand
von Grundpfandbetreibungen: die erste seitens der
Schweiz. Bodenkreditanstalt, die zweite seitens der
Hypothekarbank in Winterthur. Die Bodenkreditanstalt
hatte am 19. Juni und 23. Oktober 1914, die Hypothekar-
bank Wintherthur am 8. Dezember 1914 Betreibung ein-
geleitet, wobei jeweilen die in Art. 152 SchKG vorge-
seheneAnzeige an die Mieter.erlassen worden war. Weitere
Grundpfandbetreibungen folgten hinsichtlich der Liegen-
schaft N° 1 am 12. Juni 1915 (Bodenkreditanstalt),
23. April 1915 (F. Bertschinger), 26. Juni und 5. Juli 1915
(Lebensversicherungs- und Rentenanstalt) und hinsicht-
AS 42 m -
1916
8
112
Entscheidungen der Sehuldbetreibungs-
lieh der Liegenschaft N° 2 am 10. Mai 1915 (Hypothekar-
bank \Vinterthur). 5. März 1915 (Städt. Steuerbureau),
27. April und 14. Mai 1915 (E. Götz-Niggli).
Am 9. September und 7. Oktober 1915 wurden dann die
Liegenschaften versteigert: die erste wurde vom Grund-
pfandgläubiger Bertschinger für 295,000 Fr., die zweite für
80,000 Fr. vom Pfandgläubiger Götz-Niggli erworben. Die
Betreibungsämter Zürich 1 und 6 verteilten den Erlös -
welcher weder am einen noch am anderen Ort den Betrag der
Belastung überstieg -
an die Grundpfandgläubiger, und
zwar ausser dem Betrag des Angebotes für die Liegen-
schaften auch die seit Anhebung der Bebeibungen ein-
gegangenen Mietzinse. Diese betrugen bei der Liegen-
schaft N° 1 6000 Fr. (bis 1. Januar 1915) plus 9306 Fr.
95 Cts. (vom 1. Januar bis 7. Oktober 1915); ersterer
Betrag wurde in vollem- Umfange der Bodenkreditanstalt
zugewiesen, von letzterem 5000 Fr., während der Rest
mit 4306 Fr. 95 Cts. dem Pfandgläubiger Bertschinger
zufiel. Bei der Liegenschaft N° 2 wurden sämtliche bis
zur Verwertung eingegangenen Mietzinse im Betrage von
2984 Fr. 10 Cts. dem Pfandgläubiger Götz-NiggJi zuge-
teilt. Alle .diese Beträge sind ausbezahlt.
Das Betreibungsamt Zürich 2 nahnl hierauf in den
"Kollokationsplan und Verteilungsliste) für die Pfän-
dungsgruppe N° 176 vom 22. November 1915 die Ver-
teilung des Liegenschaftenerlöses, wie sie die Betreibungs-
ämter Zürich 1 und 6 im Pfandverwertungsverfahren
vorgenommen hatten, auf.
B. -
Die Rekurrentin beschwerte sieh hierüber mit
Bezug auf die Verwendung der Mietzinse, indem sie ver-
langte, dass bei der Liegenschaft in Zürich 1 die Miet-
zinse vom 1. Januar bis 1. April 1915 und bei der Liegen-
schaft in Zürich 6 von der dem Pfandgläubiger Götz-
Niggli zugewiesenen Summe von 2984 Fr. 10 Cts. ein -
Betrag von 2410 Fr. 55 Cts. den Pfändungsgläubigern
der Gruppe 176 zuzuteilen seien.
.
Das Bezirksgericht Zürich als untere Aufsichtsbehörde
und Konkurskammer. N0 25.
113
wies die Beschwerde von' der Hand, weil der Streit nicht
in das Beschwerdeverfahren gehöre· und die Pfandver-
wertungsbetreibungen abgeschlossen seien. Das Ober-
gericht als kantonale Aufsichtsbehörde trat auf die Be-
schwerde wegen mangelnder Legitimation der Rekurrentin
materiell ebenfalls nicht ein.
C. -
Frau Toggweiler rekurriert gegen letzteren Ent-
scheid an das Bundesgericht, mit dem Begehren, es sei
auf die Sache einzutreten und es seien ihre Anträge vor
erster Instanz gutzuheissen.
Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
1. -
Es frägt sich in erster Linie, ob die Aufsichts-
behörden, insbesondere das Bundesgericht, zur Beurtei-
lung der Sache zuständig seien. Streitig ist die Verteilung
der eingezogenen Mietzinse unter die Pfandgläubiger
einerseits, deren Pfandrecht kraft Art. 806 ZGB und 152
SchKG durch die Anhebung der Betreibung auf Grund-
pfandverwertung und die Anzeige an die Mieter auf die
von diesem Zeitpunkt bis zur Verwertung auflaufenden
Mietzinse erstreckt worden ist, und die P f ä nd u n g s-
gl ä u b i ger andererseits, indem die Pfändung eines
Grundstücks nach Art. 102 SchKG auch dessen Früchte
und sonstige Erträgnisse, unter Vorbehalt der den Grund-
pfandgläubigern daran zustehenden Rechte, erfasst. Bei
dieser Konkurrenz zwischen Grundpfandgläubigern und
Pfändungsgläubigern entsteht das Betreibungspfandrecht
der letzteren mit der Pfändung, und es geht dem Pfand-
recht der Gläubiger, die noch nicht Betreibung auf Ver-
wertung des Grundpfandes angehoben haben, vor. Was
daher an Mietzinsen verfallen ist, bevor der Grundpfand-
gläubiger Betreibung anhebt, bleibt den Pfändungs-
gläubigern, soweit es nicht etwa einem anderen Grund-
pfandgläubiger, der bereits Betreibung eingeleitet und
die erforderliche Anzeige an die Mieter hatte ergehen
lassen, verhaftet ist. Die Höhe des den Pfändungs-
114
Entscheidungen der SchuIdbetreibungs-
gläubigern . zukommenden Zinsbetreffnisses hängt also
davon ab, in welchem -Verhältnis der Erlös aus dem
Grundstück einerseits und aus den Mietzinsen anderer-
seits zur Deckung der Forderung der betreibenden Pfand-
gläubiger verwendet wird. Dabei handelt es sich überall
um Fragen der Verte'ilung, die durch die Aufsichts-
behörden, nicht durch den Richter, zu entscheiden sind.
Denn der Streit dreht sich nicht um den Bestand, noch
um den gegenseitigen Rang der konkurrierenden Pfand-
rechte. Die Rekurrentin erklärt denn auch im Rekurs an
das Bundesgericht ausdrücklich, sie bestreite weder die
in Betreibung gesetzten Forderungen, noch die Grund-
pfandrechte, noch das Pfandrecht der Rekursgegner
Bertsehinger und Götz-Niggli an den Mietzinsen gemäss
Art. 806 ZGB; was beanstandet werde, sei lediglich der
Verteilungsmodus, die Art der Zuteilung der Mietzinse.
Man hat es somit ausschliesslich mit der Anwendung der
verfahrensrechtlichen Grundsätze und Vorschriften über
die Verteilung des Pfanderlöses zu tun, woraus folgt,
dass die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden gegeben ist.
2. -
Wenn die Vorinstanz trotzdem auf die Sache
materiell· nicht eingetreten ist, so geschah es deshalb,
weil sie die Legitimation der Rekurrentin zur Beschwerde
über die im Pfandverwertungsverfahren erfolgte
Verteilung verneint hat. Allein zu Unrecht. Denn Gegen-
stand der Beschwerde bildet die Zuteilung der Mietzinse
wie sie vom Betreibungsamt Zürich 2 aus den Pfandver~
wertu.ngsbet:eib~ngen in den « Kollokationsplan und
VerteIlungsliste m der P f ä n dun g s g r u p p e N0 176 I)
~inübergenommen wurde. Darauf dass bei Verwertung
I~ der. Grundpfandbetreibung die Pfändungsgläubiger
mcht dIrekt an dem Verfahren beteiligt seien, dass ihnen
der A.nspruch a.uf Zu~tellung eines Kollokationsplanes
und emer Vertellungshste fehle, und folglich auch das
~eeht, ~ich über diese Verteilung zu beschweren (worauf
d~e Vonnstanz als entscheidend abstellt), kommt daher
mehts an. Die Pfändungsgläubiger haben zweifellos ein
und Konkurskammer. N° 2,),
115
rechtliches Interesse daran, dass bei Konkurrenz mit den
Grundpfandgläubigern mit Bezug auf die Mietzinse der
verpfändeten Liegenschaft die Verteilung der Zinse unter
die verschiedenen Gläubigerkategorien den gesetzlichen
Vorschriften entspreche, und sie sind befugt, gegen einen
Verteilungsmodus, den sie als gesetzwidrig betrachten,
sich auf dem Weg der Beschwerde über die ihnen im
Pfändungsverfahren bekannt gegebene Verteilung zur
V{ ehr zu setzen.
3. -
Dem Eintreten auf die Beschwerde steht endlich
auch nicht der Umstand entgegen, dass die streitigen
Beträge von den Betreibungsämtern Zürich 1 und 6
bereits an die Grundpfandgläubiger ausbezahlt worden
und die Pfandverwertungsbetreibungen abgeschlossen
sind. Die Rekurrentin hat die Verteilungsliste in der
Pfändungsbetreibung innert gesetzlicher Frist angefoch-
ten. Die vorzeitige gänzliche Auszahlung des Mietzins-
erlöses an die Pfandgläubiger kann ihr daher nicht ent-
gegengehalten werden. Es genügt in dieser Hinsicht, auf
die Entscbeide des Bundesgerichts in Sachen Wilezek,
Strasser undWyss (AS Sep.-Ausg. 12 N° 25 und 56, 13
N° 38, 15 N°"37*) hinzuweisen, worin ausgeführt ist, dass
der Anspruch des Gläubigers an das Betreibungsamt auf
Herausgabe des Erlöses der Betreibung nicht zivil-, son-
dern betreibungsrechtlicher Natur sei und durch die
bereits erfolgte Ablieferung an einen zur Empfangnahme
nicht legitimierten Dritten nicht berührt werde. Die Re-
kurrentin kann deshalb nicht auf den Weg der Schaden-
ersatzklage gegen den Betreibungsbeamten oder der Be-
reicherungsklage gegen die aus den Mietzinsen befriedigten
Pfandgläubiger verwiesen werden, sondern die Vorinstanz
ist anzuhalten, auf die vorliegende Bescbwerde einzu-
treten und sie materiell zu behandeln.
• Ges.-Ausg. 36 1 N° 78 und 123, 38 I N° 78, 33 I No 63.
116
Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. Konkurskammer
erkannt:
Der Rekurs wird in dem Sinne begründet erklärt, dass
der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache
zu materieller Behandlung an die Vorinstanz zurück-
gewiesen wird.
26. Arrit du 17 a.vril 1916 dans la cause
Union vaudoise du Creclit.
L'office est tenu de saisir a nouveau les biens qui ont deja
e!e saisis et rt~alises au cours de la poursuite, lorsque le
creancier requiert cett~ saisie en prHendant que les objets
appartiennent au debiteur.
A. - L'Union vaudoise du Credit a exerce contre Gus-
tave Chollet a Nyon, pour deux creances se montant au
total de 4000 fr., les poursuites n° 2077 et 2195, en vertu
desquelles I'office des poursuites de Nyon a saisi, le
9 juillet 1915, divers biens, notamment des objets mobi-
liers, taxes 579 fr.
A teneur du proces-verbal du 14 septembre 1915,les
dits objets ont ete vendus de.gre a gre, pour le prix de
taxe, a J. Noblet, a Duillier, beau-frere du debiteur.
Tous les interesses ont con~enti acette vente, qui a eu
lieu au bureau de l'office, Oll Noblet averse lui-meme le
prix de vente. Toutefois, les objets n'ont pas ete depla-
ces; Hs sont restes en la possession du debiteur Chollet,
qui les dHient encore aujourd'hui. Le produit de la vente
a He reparti aux creanciers saisissants.
Les fonds verses par Noblet a l'Office proviennent
d'un emprunt contracte par Chollet, sous le cautionne-
ment de Noblet, aupres de I'Union vaudoise du CrMit.
Le 3 janvier 1916, cette creanciere a requis de l'Office
« de saisir a nouveau les memes biens mobiliers designes
sous n° 1 a 21 du proces-verbal de saisie du 5 juin 1915,
und Konkurskammer • N° 26.
.111
LaxeS 579 fr., bien rachetes et payes par le dehitem
Chollet;>.
B. -
L'office ayant r(>fuse de faire droit acette
requisition, l'Union vaudoise du CrMit a porte plain~e
a l'autorite interieure de surveillance en demandant que
h~ prepose soit invite a proceder a la saisie complemen-
taire requise le 3 janvier 1916.
.
Par decision du 15 fllYrier, le President du Tribunal
du district de Nyon a admis la plainte. Le debiteur
Chollet a recouru contre ce prononce a l'autorite canto-
nale de surveillance, laquelle a admis son recours et
rHorme la decision presidentielle. Les motifs de ce pro-
nonce rendu le 21 mars 1916 sont en resume les sui-
vants: Le fait que des biens ont deja ete saisis et realises
n'exclut pas en principe la possibilite de les saisir a nou-
veau au profit du meme creancieret au prejudice du meme
debiteur. Mais on ne peut admettre sans exception cette
saisie toutes les fois Oll le debiteur detient les biens
saisis anterieurement et renvoyer dans tous les cas le
tiers indique comme acquereur dans Je proces-verbal de
vente a faire valoir ses droits conformement aux art. 106
et suiv. LP.En l'espece, si l'argent avec lequel Noblet
a paye les objets vendus provient d'un emprunt con-
tracte par Chollet, il faut retenir que ce pret a Me
accorde par I'Union vaudoise du Credit elle-meme, sous
le cautionnement de Noblet. Ce dernier est en realite le
vrai debiteur de la Banque, et non Chollet, qui est insol-
vable. L'Union du Credit savait que l'argent prete sec-
virait au rachat des meubles saisis; elle a consenti a la
vente de gre a gre et elle ne peut pretendre saisir a
nouveau les objets vendus puisque par la elle conteste-
rait le droit de propriHe du tiers acquereur, alors qu'elle
a eHe-meme favorise cette acquisition. Il est inadmis-
sible que la Banque fasse saisir une seconde fois des biens
sur le produit desquels elle a touche une quote-part.
C. -
L'Union vaudoise du CrMit a recouru en temps
utile au Tribunal federal contre rette decision, qui lui a