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Entscheidungen der Schuldhetreibungs-
Gm. dsatz gilt aber insbesondere für die Pfändung und
Verwertung, nicht für die Verteilung (vergi. Archiv :I
N°221, 3 N° 7 und 135, 4 N°51, AS Sep.-Ausg. 9 N° 20
Erw. 2*, JiEGER, Komm. Art. 100 N. 4 und 144 N. 1).
Im vorliegenden Falle handelt es sich indessen, Wa!
die Vorinstanz übersehen hat, nicht um eine selbständige
Pfändung von Forderungen. Die Gläubiger haben nicht
eine besondere Pfändung der Pachtzinsen verlangt und
demgemäss sind diese nur als Akzessorium der Liegen-
schaften nach Art. 102 SchKG der Pfändung unterworfen
worden; sie bilden kein selbständiges bewegliches Pfän-
dungsobjekt Infolgedessen teilen sie in der Betreibung
formell das rechtliche Schicksal der Liegenschaften. Nur
die Verwertung dieser Liegenschaften hätte daher das
Ergebnis der Verpachtung zu einem zur Verteilung be-
stimmten Erlös machen können; der Einzug der Pacht-
zinsen stellte sich mangels der erwähnten Betreibungs-
handlung nicht etwa als teilweise Verwertung, sondern
lediglich als Verwaltungshandlung dar, die nur zur Folge
hatte, dass an Stelle der Zinsforderungen je nach den
Umständen Geld Pfändungsgegenstand wurde (vergl.
AS Sep.-Ausg. 13 N0 41, 16 N° 3 **). Da nun die Betrei-
bungen in Beziehung auf die 'Liegenschaften erloschen
sind, weil kein Verwertungsbegehren gestellt worden ist,
so ist die Pfändung nicht bloss in Beziehung auf die
Liegenschaften an und für sieh, sondern auch in Beziehung
auf deren Erträgnisse dahingefallen. Die Beschwerde ist
daher begründet.
Dieses Ergebnis steht auch insofern im Einklang mit
Sinn und Geist des Betreibungsgesetzes, als es ausgeschlos-
sen sein muss, dass Gläubiger auf dem Umwege über die
Grundstückspfändung in dem für eine solche vorgeschrie-
henen Verfahren lediglich auf die Miet- oder Pachtzinsen,
also auf bewegliches Vermögen, greifen.
* Ges.-Ausg. 32 :,\°52.
* .. Ge,,-Ausg, 36 I N° 81, 39 I :\0 18.
und Konkurskammer. N° 84.
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Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. Konkurskammer
erkannt:
Der Rekurs wird gutgeheissen, der Verteilungsplan
vom 29. Juli 1915 aufgehoben und das Betreibungsamt
Zürich 6 angewiesen, das aus dem Einzug der Pacht-
zinsen zur Verfügung stehende Geld dem Rekurrenten
auszuhändigen.
84. Entscheid vom 6. November 1916
i. S. Bohner.
Art. 297 SchKG und Art. 17 Kriegsnovelle z. SchKG. Während
einer Nachlass- odrr allgemeinen Betreibungsstundung steht
die Frist, vor deren Ablauf das Verwertungsbegehren nicht
gestellt werden darf, nicht still.
A. -
Die Rekursgegnerin, St. Gallische Kantonalbank
in St. Gallen, führt gegen den Rekurrenten Wilh. Rohner,
Kaufmann in Lachen-VonwiI, zwei Betreibungen durch,
eine auf Pfändung und eine auf Grundpfandverwertung.
Am 5./6. Februar 1915 wurden für die Rekursgegnerin
auf Grund einer Requisition des Betreibungsamtes
Straubenzell Liegenschaften gepfändet. Der Zahlungsbe-
fehl in der Grundpfandbetreibung war vom Betreibungs-
amt Straubenzell dem Rekurrenten am 7. Oktober 1914
zugestellt worden. Nachdem diesem vom 23. Februar bis
23. August 1915 eine Betreibungsstundung nach Art. 12
der Kriegsnovelle gewährt worden war, stellte die Re-
kursgegnerin im August und September 1915 in beiden
Betreibungen das Begehren um Verwertung der Liegen-
schaftetl. Das Betreibungsamt weigerte sich jedoch, den
Begehren Folge zu geben, iudem es den Standpunkt ein-
nahm, dass der Lauf der Fristen der Art. 116 und 154
SchKG während der Stundung gehemmt gewesen sei.
ß. -
Hiegegen erhob die RekursgegneriJI Beschwerde
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Entscheidungen der Sehuldbetreibungs-
mit dem Antrage, das Betreihungsamt sei anzuweisen,
ihren Verwertungsbegehren Folge zu geben.
Die obere Aufsichtsbehörde des Kantons St. Gallen
hiess die Beschwerde durch Entscheid vom 14. Oktober
1915 gut und wies das Betreibungsamt an, den Verwer-
tungsbegehren Folge zu geben.
Der Entscheid ist wie folgt begründet: Sowohl nach
der Ansicht des Bundesrates als auch nach derjenigen
der vorberatenden Expertenkommission sei die Betrei-
bungsstundung nach Art. 12 Kriegsnovelle z. SchKG als
eine Art Rechtsstillstand aufzufassen. Diese Ansicht
werde auch von JiEGER in seinem Kommentar zur Kriegs-
novelle geteilt. Nun bestehe der Rechtsstillstand lediglich
zum Schutze des Schuldners. Das Bundesgericht habe
daher stets angenomnien, dass der Rechtsstillstand die
für Handlungen der Gläubiger oder Drit tansprecher ge-
setzten Fristen nicht berühre (AS 41 UI N° 13 und
Kreisschreiben N° 7 vom 10. August 1914). Dies müsse
auch im vorliegenden Falle geltell. Die Beschwerde sei
daher nach Art. 17 Kriegsnov. begrünuet. Aber auch Art.
297 SchKG führe zu diesem Ergebnis. Unter den in dieser
Bestimmung geuannteH Verjä4rungs- und Ven\irkungs-
fristen seien wohl nur solche materiellrechtlicher Natur,
nicht aber die Fristen des Vollstreckungsverfahrens ver-
standen. Insbesondere gehörten dazu nach J . 83.
** Ges.-Ausg. 27 I ~o 108, 33 I N" 110.
und Konkurskammer . N° 85.
85. met du 13 novembre 1915 dans la cause
dame Berde de Laborfalu.
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Saisie de « tous les droits» de la debitrice sur des objets situt~S
a l'etranger. Annulation de la saisie a raison du defaut de
specification des droits saisis.
. A la requete de Strahm et Müri, a Neuchätel,l'Office
de Geneve a fait saisir, par l'entremise de la Chaux-de-
Fonds, quatre tableaux que les creanciers disaient se
trouver entre les mains de J. Bloch, a La Chaux-de-Fonds.
Par aITt~t du 12 aoilt 1915, ]a Chambre des Poursuites
et des FaiIlites du Tribunal federal a annule cette saisie
parce que, les tableau x se trouvant a Paris, leur saisie en
Suisse est impossible.
Entre temps, soit le 13 avril 1915, Strahm et Müri
ont requis l'Office de Geneve de saisir « tous les droits
que Mme la baronne R. Berde de Laborfalu a sur les
tableaux qui sont sous ]a garde de M. Jules Bloch l).
L'Office de Geneve a donne suite acette requete et, le
13 juillet 1915, il a fait saisir par I'Office de La Chaux-
de-Fonds {(tOllS les droits que la debitrice a sur les
tahleaux sous la garde de M. Jules Bloch, a La Chaux-
de-Fonds ».
La debitrice a porte plainte contre cette saisie, dont
elle demande l'annulation parce que la nature des droits
saisis n'est pas indiquee et parce qu'en outre le seul
office competent serait celui de Berne"
Le prepose de Geneve a repondu qu'il s'etait borne a
executer la saisie dans les termes dans lesquels elle avait
ete requise; il Tl 'avait pas ä examiner la nature des
droits saisis.
L'autorite cantonale de surveillance a ecarte la plainte.
Elle ex pose que l'Office n'avait pas a examiner la nature
des droits dont la saisie etait demandee; il appartiendra
aux parties de diseuter, devant les tribunaux, lors de la
realisation, la nature et l'existence de ces droits. Quant