opencaselaw.ch

IV.2024.00592

Aufhebung der befristeten Rente eines über 55-jährigen erst nach Abschluss der (gescheiterten) Eingliederungsmassnahmen bzw. nach dreimonatigem Taggeldbezug.

Zürich SozVersG · 2025-04-30 · Deutsch ZH
Quelle Original Export Word PDF BibTeX RIS
Sachverhalt

1. 1.1

X.___ , geboren 1965, arbeitete seit dem 1. Oktober 2013 als Decken monteur bei der Y.___ AG ( Urk. 8/ 1 7 ). Am 17. August 2014 vertrat er sich beim Joggen den linken Fuss und verletzte sich dabei am oberen Sprunggelenk (OSG; Urk. 8/ 1 3 /58 +59 ). Am 19. März 2015 (Eingangsdatum) meldete sich X.___

wegen Beschwerden am linken Fuss und am rechten Knie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/ 4 ). Die IV-Stelle zog die Akten der zuständigen Unfallversicherung , der

Suva , bei ( Urk. 8/1 3 und Urk. 8/ 21 -2 2 ) und nahm beruflich-erwerbliche und

medizinische Abklärungen vor. Vom 15. Dezember 2015 bis zum 19. Januar

2016 wurde der Versicherte in der Rehaklinik Z.___ behandelt ( Urk.

8/ 2 8 /147-169). Am 30. Mai 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,

dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien

( Urk.

8/ 2 5 ). In der Folge zog die IV-Stelle weitere Akten der Suva bei

( Urk. 8/ 2 6 ,

Urk. 8/ 2 8 -2 9 und Urk.

8/ 3 7-38 ) und gab bei der A.___ Begutachtung ,

Universitätsspital B.___ , ein polydisziplinäres (Allgemeine Innere

Medizin,

Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Rheumatologie) Gutachten

in

Auftrag ( Urk. 8/66) , welches am 28. August 2018 erstattet wurde ( Urk. 8/ 81 ).

Mit

Vorbescheid vom 1 1. Oktober 2018 stellte die IV-Stelle in Aussicht,

dem

Versicherten von September 2015 bis Ende Januar 2016 eine ganze

Invalidenrente auszurichten ( Urk. 8/ 8 9). Dagegen liess der Versicherte Einwand

erheben ( Urk. 8/ 91 , Urk. 8/ 9 5 ) und einen Bericht von lic. phil. C.___ , Neuropsychologin/Psychologin FSP, und Dr. med. D.___ , Fachärztin für Neurologie, vom 3 0. November 2018 einreichen ( Urk. 8/94). M it Verfügung vom 17. September 2019 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden vom

Erwägungen (6 Absätze)

E. 1 7 ). Am 17. August 2014 vertrat er sich beim Joggen den linken Fuss und verletzte sich dabei am oberen Sprunggelenk (OSG; Urk. 8/

E. 1.1 X.___ , geboren 1965, arbeitete seit dem 1. Oktober 2013 als Decken monteur bei der Y.___ AG ( Urk. 8/

E. 3 /58 +59 ). Am 19. März 2015 (Eingangsdatum) meldete sich X.___

wegen Beschwerden am linken Fuss und am rechten Knie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/

E. 4 ). Die IV-Stelle zog die Akten der zuständigen Unfallversicherung , der

Suva , bei ( Urk. 8/1 3 und Urk. 8/ 21 -2 2 ) und nahm beruflich-erwerbliche und

medizinische Abklärungen vor. Vom 15. Dezember 2015 bis zum 19. Januar

2016 wurde der Versicherte in der Rehaklinik Z.___ behandelt ( Urk.

8/ 2

E. 8 -2

E. 9 5 ) und einen Bericht von lic. phil. C.___ , Neuropsychologin/Psychologin FSP, und Dr. med. D.___ , Fachärztin für Neurologie, vom 3 0. November 2018 einreichen ( Urk. 8/94). M it Verfügung vom 17. September 2019 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden vom

Dispositiv
  1. September 2015 bis am
  2. Januar 2016 eine ganze Rente zu (Urk. 8/105; Urk.  8/101) . Dagegen erhob der Versicherte beim hiesigen Gericht Beschwerde und beantrag t e, es sei ihm ab
  3. September   2015 bis 3
  4. April 2016 und ab
  5. Juli 2017 eine ganze Invaliden rente zuzusprechen, eventualiter se i die Sache zur Klärung des Rentenanspruchs ab Juli 2017 zu ergänzenden Abklärungen und zum Neuentscheid an die IV Stelle zurückzuweisen (Urk.   8/106/3-9). Mit Urteil vom 1
  6. Oktober 2020 ( Urk.  8/108) hiess das hiesige Gericht die Beschwerde in dem Sinne gut, dass die angefochtene Verfügung vom 1
  7. September 2019 insoweit aufgehoben wurde, als darin ein Anspruch auf eine Rente über Januar 2016 hinaus verneint wurde, und es wurde festgestellt, dass der Beschwerdeführer vom
  8. September 2015 bis zum 3
  9. Mai 2016 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Weiteren wurde die Sache an die IV-Stelle zurück gewiesen , damit sie von den Gutachtern de r A.___ eine Stellungnahme zu m Bericht von lic. phil. C.___ und Dr.  D.___ vom 3
  10. November 2018 einholt, falls nötig zusätzliche medizinische Abklärungen tätigt und danach über den Anspruch des Versichert e n auf eine Rente nach April   2017 neu entscheide. 1.2      Mit Mitteilung vom 2
  11. März 2021 ( Urk.  8/118) teilte die IV-Stelle dem Versi cherten mit, dass sie zur Klärung der Leistungsansprüche eine umfassende medi zinische Verlaufs-Untersuchung als notwendig erachte. S ie beabsichtige, mit der Begutachtung die A.___ zu beauftragen. Der Versicherte erklärte sich mit der Begutachtung einverstanden ( Urk.  8/119), worauf die IV-Stelle bei der A.___ ein   polydisziplinäres (Neurologie, Psychiatrie, Neuropsychologie) Verlaufs-Gutachten in Auftrag gab ( Urk.  8/123), welches am 3
  12. Dezember 2021 erstattet wurde ( Urk.  8/138). Mit Eingabe vom
  13. März 2022 ( Urk.  8/140) liess der Versi cherte der IV-Stelle einen Bericht von Dr.  med. E.___ , Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom gleichen Tag einreichen (Urk.   8/139). Mit Mitteilung vom 1
  14. September 2022 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten für die Zeit vom 21. September 2022 bis 2
  15. Februar 2023 Beratung und Unterstüt zung bei der Stellensuch e in Form von Arbeitsvermittlung Plus durch die F.___ AG ( Urk.  11/144) . Am 2
  16. November 2022 erteilte die IV-Stelle sodann Kosten gutsprache für einen Arbeitsversuch mit Betreuung durch die F.___ AG bei der G.___ GmbH vom
  17. Dezember 2022 bis 3
  18. Mai 2023 ( Urk.  8/147). Für die Dauer des Arbeitsversuchs sprach die IV-Stelle dem Versi cherten Taggelder zu ( Urk.  8/148, Urk.  8/152). Am 1
  19. Juni 2023 teilte die IV Stelle mit, dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde ( Urk.  8/157). In der Folge holte die IV-Stelle einen Bericht von Dr.  med. H.___ , Fachärztin für Physikalische Medizin, ( Urk.  8/159) ein und stellte mit Vorbescheid   vom 2
  20. Oktober 2023 in Aussicht, dem Versicherten ab
  21. April   2017 bis Ende   August 2021 eine befristete ganze Invalidenrente zuzusprechen ( Urk.  8/162). Dagegen erhob der Versicherte unter Beilage eines Berichts von dipl. Arzt I.___ , Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
  22. November 2023 ( Urk.  8/165) Einwand ( Urk.  8/166). Am
  23. Mai   2024 erliess die IV-Stelle einen neuen Vorbe scheid und stellte in Aussicht, dem Versicherten ab
  24. April 2017 bis Ende August 2021 eine befristete ganze Invalidenrente und ab Januar 2024 eine Rente von 25  % einer ganzen Rente zuzusprechen ( Urk.  8/170). Der Versicherte liess wiederum Einwand erheben ( Urk.  8/171, Urk.  8/175) und einen Bericht von Dr.  med. J.___ , Oberärztin i.V., und PD Dr.  sc. nat. K.___ , Schlafmedizin/ Somnologie SGSSC, ESRS, vom Zentrum für Schlaf- und Stress medizin der Klinik L.___ einreichen ( Urk.  8/174). Mit Verfügung vom 1
  25. September 2024 sprach die IV Stelle dem Versicherten vom
  26. April 2017 bis Ende August 2021 eine ganze und ab Januar 2024 eine Rente in Höhe von 25  % einer ganzen Invalidenrente zu ( Urk.  2).
  27. Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 2
  28. Oktober 2024 Beschwerde erheben ( Urk.  1) und beantragen, es sei ihm über den 3
  29. August 2021 hinaus eine unbefristet e ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zur Klärung des Rentenanspruchs ab
  30. September 2021 und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
  31. Dezember 2024 die Abweisung der Beschwerde ( Urk.  7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
  32. Januar 2025 ange zeigt wurde ( Urk.  9).
  33. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:
  34. 1.1      Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend den allgemeinen intertemporal-rechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).      Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 3
  35. August 2021 hinaus Anspruch auf Rentenleistungen der Beschwerdegegnerin hat . In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist grundsätzlich die bis 3
  36. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend (vgl. aber E. 5.5) , die im Folgenden – soweit nichts anderes vermerkt ist – jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird. 1.2      Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7   Abs. 2 ATSG ). 1.3      Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben ( Art.  17 Abs.  1 ATSG). Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invaliden rente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhält nisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
  37. 4      Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).      Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
  38. Juni   2021 E. 3.2, je m.w.H .).
  39. 2.1      Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesent lichen ( Urk.  2), dem Beschwerdeführer sei die bisherige Tätigkeit als Decken monteur nicht mehr zumutbar. Im April 2017, mithin dem Zeitpunkt, ab welchem ein Leistungsanspruch zu prüfen sei, sei der Beschwerdeführer auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100  % arbeitsunfähig gewesen. Er habe daher ab April   2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Ab Juni 2021 habe sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers verbessert und es habe in einer angepassten Tätigkeit wieder eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Bei dieser 70%igen Arbeitsfähigkeit seien der erhöhte Pausenbedarf und das eingeschränkte Leistungsprofil bereits berücksichtigt. Ein Abzug vom Tabellenlohn sei bei der Berechnung des Invalideneinkommen s nicht zu berücksichtigen. Es ergebe sich so ein Invaliditätsgrad von unter 40  % , weshalb der Beschwerdeführer ab September 2021 keinen Rentenanspruch mehr habe. Aufgrund der geänderten Verordnung sei jedoch ab Januar 2024 ein Abzug vom Tabellenlohn von 10  % vorzunehmen. Unter Berücksichtigung dieses Abzugs resultiere ein Invaliditäts grad von 40  % , weshalb der Beschwerdeführer ab Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 25  % einer ganzen Rente habe. 2.2      Der Beschwerdeführer liess dagegen im Wesentlichen einwenden ( Urk.  1), gestützt auf die verschiedenen Bericht e der behandelnden psychiatrischen Fachärzte sowie der aus dem Arbeitsversuch gewonnen Erkenntnisse könne für die Beurteilung der A r beitsfäh i gkeit ab Mitte 2021 nicht auf das A.___ -Gutachten vom 31.   Dezember 2021 abgestellt werden. So sei das psychiatrische Teilgutachten, mit welche m keine psychiatrischen Diagnosen gestellt worden seien , nicht nachvollzie h bar. Die darin geschilderten Befun de wie diverse Ängste, Niedergeschlagenheit, Rat- und Hilflosigkeit , deutliche Affektarmu t , re d uzierte Sch w in g ungsfähigkeit und Lebensüberdruss-Gedanken spräche n klar für eine psychiatrische Di a gnose von Krankheitswert. Dass solche Symptome si e ben Jahre nach dem Unfallereignis von 2014 eine normalpsychologische Reaktion auf körperliche Einschränkungen darstellen sollen, vermöge in keiner Weise zu über zeugen. Stattdessen sei der f r üheren psychiatri s chen Behandlerin Dr.   E.___ zu folgen, welche bereits vor 2021 eine depressive Störung beschrieben gehabt habe. Sodann sei auch davon auszugehen, dass sich das psychiatrische Zustandsbild nach der gutachterlichen Untersuchung vom 1
  40. Juli 2021 deutlich verschlech t ert habe. Dies belegten die Berichte von Dr.  E.___ vom
  41. März   2022 und von dipl. Arzt I.___ vom 6.   November 202
  42. In di e sen Berichte n werde neu ein schweres depressives Zu s tands bild beschrieben und eine entspre chende Diagnose g e stellt. Dr.   E.___ habe dies in erster Linie auf einen Todesfall in seiner F a milie aufgrund von Covid und auf s eine eigene Covid -Erkrankung Ende 2021 zurückgeführt. Dipl. Arzt I.___ habe sich bei seiner Einschätzung in erster Linie auf die erfolg l os verlaufenen beruflichen Mas s nahmen, in welchen er – der Beschwerdeführer - trotz grosser Motivation keine im ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit habe präsentieren können, bezogen. Unter diesem Gesichtspunkt sei die Stellung n ahme des Psychiaters M.___ vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) vom 29.   Februar 2024 nicht nachvollziehbar. Dieser habe sich auf den Standpunkt gestellt, dass in den Berichten vor und nach der Begutachtung derselbe medizinische Sachverhalt beschri e ben werde , dieser indessen im Vergleich zum Gutachten einfach anders beurteilt werde . Dies treffe eindeutig nicht zu. Auch Dr.   E.___ habe in ihren Berichten vor der Begutachtung die somatischen B e schw e rden in de n Vor der grund gestellt und die depressive Störung als damit zusammenhänge nde Begleit erscheinung erachtet. In diesem Sinne habe sie die Arbe i ts f ähigkei t und P ro gnose von der Entwicklung der somatischen Beschwerden abhängig gemacht. Davon sei in den Bericht e n nach der Begutachtung nicht mehr die Rede. Seither werde ohne Berücksichtigung der somatischen Be schwerden von einer depressiven Störung mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit und ungünstiger Prognose ausgegangen. Diese Einschätzung werde durch die Ergebnisse der beruflichen Abklärung eindeutig bestätigt.      Da im Zeitpunkt des Abschlusses der beruflichen Massnahmen wieder von einer   vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, bestehe über den 3
  43. Augu s t   2021 hinaus ununterbrochen und unbefristet Anspruch auf eine ganze Rente. Selbst im Falle einer verbes s erten A r beitsfäh i gkeit auf 70  % ab Juli   2021 wäre die ganze Invalidenre n te zumindest bis zum Abschluss der beruflichen Massnahmen auszurichten . Nachdem die Verbesserung des Gesund - heitszustandes gem ä ss Gutachten mit dem Zeitpunkt der neuro - psychologischen Untersuchung vom 2
  44. Ju n i 2021 eingetreten sein soll , w äre die Rente auf jeden Fall frühestens per Ende September 2021 aufzuheben.
  45. 3.1      Im A.___ -Gutachter vom 3
  46. Dezember 2021 ( Urk.  8/138) werden die bis zur Begutachtung de s Beschwerdeführer s aktenkundig gewordenen medizinischen Berichte zusammengefasst ( Urk.  8 /1 38 / 1 5 ff.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. 3.2      Die A.___ -Gutachter hielten in ihrem Gutachten vom 3
  47. Dezember 2021 (Urk.   8/138) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk.   8/138/6): - s ymptomatische OSG-Arthrose links bei - Status nach rezidivierenden Traumata, zuletzt OS G -Distor s ion links am 1
  48. August 2014 - Status nach OSG-Operation vor 9 Jahren - MRI OSG links am 2
  49. Oktober 2014: osteochondrale Verletzung laterale Talusschulter , narbige Veränderungen im Bereich der medialen Bandstrukturen, knöcherne osteophytäre Veränderungen, leichte syno viale Anreicherungen (unspez i fische Synovitis des OSG) - Arthro -CT OSG links am 1
  50. Januar 2015: osteochondrale Läsion late rale Talus s chulter mit Knorpeldefekt und intraartikulären Osteophyten; frühe OS G -Arthr o se mit Osteophyten-Kranz am Übergang der Talus schulter /-nase und Impingement - Status nach offener AMIC-Plastik laterale Talusschulter bei osteo chondraler Läsion links,
  51. Mai 2015 -
  52. Juli 2015 Arthro -CT OSG links: Status nach AMIC-Plastik an der lateralen Talusschulter mit entsprechenden Bohrlochkanälen; geringe Irregularitäten der subchondralen Grenzlamelle im Defektareal: der angrenzende Knorpel ist ausgedünnt und weist kleine Irregularitäten auf; unveränderte kleine Ossifikationen im medialen Bandapparat: ossäre Irregularitäten am medialen Malleolus ; kleine osteophytäre Auszieh u ngen an der distalen Tibia sowie kleine Knorpelschäden an der anderen tibialen Gelenkfläche; geringe talonavic u lar e Arthrose; keine degenerativen Veränderungen im USG und im Lisfranc -Gelenk - a nteriore OSG-Arthroskopie links mit Narbendébridement und Abtragen tibialer sowie talarer Spur 1
  53. Februar 2016 - p ersistierende, anhaltende belastungsab h ängige Gelenkbesch w erden, DD protrahierter postoperativer Heilungsverlauf anamnestisch - Neurographie Nervus peroneus superficial i s am
  54. Juni 2016: elektro physiologischer Ausschluss einer Neuropathie des N.  peroneus superficialis , DD unspezifische Narbenallodynie , DD mögliches neuro pathisches Schmerzsyndrom - MRI OSG links 1
  55. Juli 2016: Soweit beurteilbar regelrechter Status nach AMIC-Plastik mit aufgefülltem osteochondralen Defekt, ausge prägte narbige Verän d erungen des anterioren fibulotalaren Ligamentes sowie Ligamentum deltoideum , Längsriss der Perone u s brevis -Sehne im Sinne eines Sehnensplits - S tatus nach bildgesteuerter Steroidinfiltration OSG links am
  56. April   2016; 50%iges Therapieansprechen für zwei Wochen - Status nach pontiner Ischämie links paramedia n am
  57. April 2017 - DD mikroangiopathisch (Abklärung/Behandlung im N.___ ) - a namnestisch: Visusverlust beidseits für mehrere Minuten, Schwindel - k linisch: Blickrichtungs nystagmus, NIHSS bei Eintritt 1, bei Austritt 0 - m it persistierenden Post- stroke -Kopfschmerzen und residuellem unge richtetem Schwindel - k ardiovaskuläre Risikofaktoren: arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Adipositas - CCT nativ: keine Bl u tung, keine I n fa r ktdemarkation - cMRI : Diffusionsrestriktion links paramedian im Pons mit Korrelat in der FLAIR-S e quenz - Doppelsonographie der hirnversorgenden Gef ä sse 1
  58. Apri l 2017: leicht- bis mässiggradige Atheromatose der extrakraniellen hirnversor genden G e f ä sse. Keine Flussbeschleuni g ung im Posterio r stromgebiet - t herapeutisch: ASS und Plavix ab
  59. April 2017, im Anschluss Mono therapie mit Plavi x , Atorvastatin 80 mg - a ktuell leichtgradige neurokognitive Einschränkung      Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter an ( Urk.  8/13/8/7): - Schulter- Impingement links - Bursiti s ? (siehe Arthro -MRI der O.___ -Klinik) - arterielle Hypertonie, Erstdiagnose April 2014 - Status nach hypertensiver Krise zum Zeitpunkt des CVI April 2017 - gute Einstellung gemäss Selbstmessungen - Verdacht auf Whitecoat Hypertonie - Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose Apri l 2017 - während drei Monaten Insulin und Metformin - aktuell medikamentöse Behandlung mit Metformin plus Diät - aktuelles HbA1c 6,7  % - Status nach PF O -Verschluss mittels Amplatzer -Device 25 mm eines offenen Foramen ovale am 1
  60. Juli 2017 - chronisches lumpospondylogens Schmerzsyndrom - aktuell beschwerdearm - myofasziale Beschwerden bei verkürzter ischiocruraler Muskulatur, Biceps femoris link s , ga s trocnemius links      Als positive Ressource des Beschwerdeführers werde der gute Kontakt zur Mutter und zu Kollegen angesehen, welche r einer sozialen Isolation und einer weiteren Beschwerdefixation entgegenwirk e . Ebenfalls such e der Beschwerdeführer regel mässig die ambulante fachpsychiatrische Behandlung auf, welche er als unter stützend ansehe. Auch die verordnete Medikation werde von ihm akzeptiert und anlässlich der Untersuchung hätten die Spiegelbestimmung der Medikation einen therapeutischen Bereich ergeben. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer deut liche Motivation bezüglich einer Re-Integration am Arbeitsplatz gezeigt. Es sei erkennbar gewesen, dass er sich Hilfestellung dahingehend wünsche, herauszu finden, welche Tätigkeiten ihm noch möglich seien. Unter Berücksichtigung aller Informationen, Akten, Anamnese, klinische n und testpsychologische n Untersu chungen sowie interdisziplinäre r Integration ergebe sich eine gute Gesamtkon sistenz bezüglich diagnostischer Einordnung und Einschätzung der möglichen Arbeitsfähigkeit ( Urk.  8/138/8).      Schon mit der Einschätzung von Suva-Kreisarzt Dr.  med. P.___ , Facharzt für Chirurgie, vom 2
  61. Oktober 2016 sei in der bisherigen Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert worden . Erst recht gelte die Einschätzung nach der erlittenen Pons-Ischämie im April 2017 aufgrund der verbliebenen Residuen, die   eine körperlich und koordinativ anspruchsvolle Tätigkeit und das Arbeiten in   absturzgefährdeten Positionen (Leitern, Gerüste) verunmögliche. Die Einschränkung sei bleibend. Die volle Arbeitsunfähigkeit gelte ab Unfalldatum (1
  62. August   2014) aufgrund der nachfolgenden sehr langen Behandlungsphase mit vielen operativen Revisionseingriffen ( Urk.  8/138/8).      Zu empfehlen seien Tätigkeiten, welche eine geringe Anforderung an die selbst organisatorischen, planerischen Fähigkeiten erfordern, wobei mit Berücksichti gung der Kopfschmerzsymptomatik von einem vermehrten Pausenbedarf auszu gehen sei. Ein schweres zentral-vestibuläres Syndrom bestehe nicht (kein Nystagmus, keine gerichtete Fallneigung; Urk.  8/138/73). Die zentral-vestibuläre Störung führe jedoch dazu, dass keine körperlich und koordinativ anspruchs - vollen Tätigkeiten möglich seien. Das Steigen und Klettern auf Leitern und Gerüste sei aufgrund der Sturz- und Absturzgefahr nicht möglich. Ebenso seien vorwiegend gehende Tätigkeiten, insbesondere auf unebenem Gelände, auf Treppen und über längere Gehstrecken nicht geeignet. Die Steh- und Gehfäh i gkeit sei auch aufgrund der schmerzhaften OSG-Arthrose des linken Fusses (DD   chronisch neuropathisches Schmerzsyndrom) limitiert. Kürzere Stehzeiten und Gehstrecken seien möglich. Optimal leidensadaptie r te Tätigkeiten seien überwie gend sitzende, körperlich leicht e bis (intermittierend , selten) mittel - schwere, wech selbelastende Tätigkeiten. Im Bereich der Schulter seien 2018 leichte Einschränkungen festgestellt worden, Überkopfarbeiten mit dem linken Arm seien nicht möglich. Ebenso sei Heben mit dem linken Arm von über 5 kg nicht realisierbar. Eine Verbesserung sei hier erwarte t worden , sei jedoch angesichts der übrigen Limitierungen im Berufsfeld wohl nic h t von Rel e vanz, da solche Tätig keiten ( Ü berkopf arbeiten , grössere Hebebelastungen) in einer wie oben defi nierten primär sitzen d en leichten Tätigkeit eher nicht vorkämen. Aktuell gingen sie integrativ von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit für eine optimal angepasste Tätigkeit. Die Einschränkung ergebe sich aufgrund der leichtgradigen kognitiven Def i zit e sowie einer allgemeinen Verlangsamun g und durch die Schmerzbelas tung (Kopfschmerzen, OSG Schmerzen). Insgesamt sei von einer vollen Arbeits unfähigkeit nach der Fussverletzung links ab Unfalldatum bis Fallabschluss durch die Suva im Oktober 2016, danach von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in ange passter Tätigkeit, einer vollen Arbeitsunfäh i g keit für jede Tät i gkeit ab April 2017 und einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ab Datum des aktuellen Gutachtens auszu gehen. Die volle Arbeitsunfähigkeit nach der Fussfraktur und durch den langwie rigen Behandlun g sverl a uf sei zunächst ausgewiesen gewesen . Der Falla b schluss per Okt o ber 2016 könne aufgrund der Aktenlage nachvollzogen werden. Danach könne grun d sätzlich von einer Arbeitsfäh i gkeit in angepasstem Profil ausge g angen werden, wie dies im Wesentlichen durch die Suva formuliert und auch in ihrem eigenen Gutachten 2018 bestätigt wor d en sei. All e rdings gingen sie davon aus, dass eine 100%ige Arbeits f ä hi gkeit zu hoch sei und eine 70%ige Arbeitsfähigkeit aufgrund der Schmerzen und der neuropsychologischen Einsch r änkun g en adä q uat sei.      Nach dem Schlaganfall im April 2017 sei zunächst eine volle Arbe i tsunfähigkeit ausgewiesen gewesen . Es seien weitere Abklärungen, kardiale Behandlungen und Rehabilitationsbehandlungen er folgt . Auf die Beurteilung im Gutachten vom August 2018 habe nicht abgestützt werden können. Als Referenz müsse deshalb   auf die extern e und valide neuropsychologische Untersuchung vom 3
  63. November 2018 durch lic. phil. C.___ und Dr.  D.___ abgestellt werden. Darin sei von einer mittelschweren Funktionsstörung fronto -limbischer Hirnareale mit Betonung der sprachdominanten Hemisphäre, passend zu den residuellen Auswirkungen der vaskulären Läsionen pontin und zerebellär und aggraviert durch eine zusätzliche affektpathologische Störung , ausgegangen und die Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt als nicht gegeben beurteilt worden. Die aktuelle neuropsychologische Testung zeige gegenü b er der (externen) Vortestung im November 2018 eine klare Verbesserung. Aus psychiatrischer Sicht   würden keine Diagnosen mit Auswir k ung auf die A r beitsfäh i gkeit gestellt.   Die   neurokognitiven Rest-Symp t ome wie auch die persist i erende n Schwindelsym p tome seien folglic h primär als Restbeschwerden des erlittenen Infarkts zu werten. Bei nunmehr klar dokumentierter Verbesserung lasse sich anhand der Akten ein genauer Zeitpunkt, in dem diese Verbesserung einge - treten   sei, nicht näher eingrenzen. Es müsse deshalb vom Zeitpunkt der aktuellen   Begutachtung ausgeg ang en werden unter Zugrundelegung einer fort - laufenden   Verbesserungsentwicklung und auch Verbesserung der zum Zeitpunkt November   2018 als au s geprägt beschri e benen affektiven Problematik, die so heute ebenfalls nicht mehr nachweisbar sei. Im Gutachten von August 2018 sei eine Arbeitsfä hig k eit von 80  % für möglich erachtet und diese Einschr ä nkung dort p r imär mit der Fussverlet z ung und den persist i erenden Schmerzen begründet worden. Zusät z l i ch (bezüglich der zeitlichen Belast b arkeit und Leistungsfähigkeit) zu berücksichtigen seien aktuell die neurokognitiven Einschränkungen und in primär qualitativer Hinsicht die neurolo g ischen Folgen des CVI von 201
  64. Sie gingen in der interdisziplinären Gesamtsicht von einer Gesamt-Arbeitsfähigkeit von 70  % in optimal angepasstem Profil ab Datum des aktuellen Gutachtens aus ( Urk.  8/138/ 8 -10) .      Dem fachpsy c hiatrischen Teilgutachten ist zu entnehmen ( Urk.  8/138/87) , im Vergleich zu Vorbegut a cht ung a us dem Jahr 2018 finde sich aus fachpsychiat rischer Sicht keine relevante Veränderung der psychopathologischen Befunde. Beim Beschwe r deführer bestehe ein unspezi fi scher Symptomkomplex, bestehend aus einer Affektarmu t und reduzierter Schwin g ungsfähigkeit, der Angabe von Ängsten vor dem Hintergrund sein e r körperlichen Beschwerden, einer formalge danklichen Verlangs a mung und Einengung auf die Defizite, Ein- und Durch schlafstörungen und einer subjektiv als erheblich wahrgenommenen Beein - trächti g ung der Konz e ntrations- und Gedächt n isfäh i gkeit, welche sich in der ori en tierende n Überprüfung nicht abbilden liesse n . In der neuropsycho - logischen Begutachtung habe sich eine multifak t or i ell beding t e leichte kognitive Störun g   gefunden. Aus fachpsychiatrischer Sicht werde diese Sym p tomatik als   unspezi fi sch und im Zusammenhang mit der körperliche n Erkrankung des   Beschwer deführ e rs und der psychosozialen Belastung angesehen. Die Symptomatik lasse sich nicht in einer Di a gnose gemäss ICD-10 ätiologisch zusammenfassen. Insbe s o ndere seien die Diagnosekriter i en für eine depressive Störung nicht erfüllt. Es habe sich weder eine stabile depressive Stimmungslage (vielmehr eine Affektarmu t ) noch eine rel e vante Antriebsstörung oder ein expliziter Freud- und Interesse ns verlust gefunden. 3.3      Dr.  E.___ erklärte mit Bericht vom
  65. März 2022 ( Urk.  8/139) , bis jetzt sei keine grosse Veränderung des psychischen Zustandsbildes erfolgt . Der Beschwer deführer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) , sowie verschiedenen körperlichen Beschwerden ( kardiale Beschwerden, Diabetes mellitus ) . Im Vorder grund des psychische n Zustandsbilds stehe die depressive Symptomatik, welche sich durch Antriebslosigkeit, Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung, verminderte Aufmerksamkeit und Konzentration, reduzierte Aufnahmefähigkeit und Vergess lichkeit manifestiere. Affektiv sei der Beschwerdeführer bedrückt und ängstlich. Ebenfalls zu erwähnen sei die Schlaflosigkeit, welche medikamentös kaum beein flussbar sei. Mehrere Medikamenten-Umstellungen hätten nichts gebracht. Eine ambulante Psychotherapie sei monatlich erfolgt. Aktuell sei der Beschwerde führer schwer depressiv, im Herbst habe er einen Verwandten in seinem Heimatland an Covid verloren, was ihn in die Tiefe gezogen habe. Der Beschwerdeführer selber habe im Dezember 2021 Covid gehabt. 3.4      Mit Stellungnahme vom 3
  66. Mai 2022 ( Urk.  8/160/ 5-6 ) erklärte RAD-Arzt M.___ , die von der Behandlerin bereits vor dem Gutachten genannte rezidi vierende depressive Störung habe im Gutachten nicht bestätigt werden können. Die Behandlerin beurteile denselben medizinischen Sachverhalt anders. An der gutachterlichen Beurteilung könne festgehalten werden. 3.5      Dr.  H.___ hielt mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
  67. Juli 2023 (Urk.   8/159) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest: - neuropathischer Schmerz Fuss links nach Distorsionstraum des OSG 2014 - Status nach Arthroskopie mit Narbendébridement 2016 - Status nach offener Plastik laterale Talusschulter 2017 - chronische s Cervicovertebralsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule - c hronisches lumbospondylogenes und rezidiv i erendes lumboradikuläres Reizsyndrom bei Dis k usp ro trusion L4/5      Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die A r beitsfäh i gkeit nannte Dr.  H.___ - Diabetes mellitus Typ 2 - arterielle Hypertonie - Hy p ercholesterinämie - offenes Forame n ovale , Status nach P FO-Verschluss 2017 - Sta t us nach ischämischem Ponsinfarkt links 2017 - Urolithiasis - reaktive Depress i on      Dr.  H.___ attest i erte dem Beschwerdeführer ab 2017 und bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Eine adaptierte Tätigkeit sei zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar . 3.6      RAD-Arzt M.___ erklärte mit Stellungnahme vom 3
  68. Juli 2023 zum Bericht von Dr.  H.___ ( Urk.  8/160/8), von Dr.  H.___ werde im Vergleich zum Gutachten kein neuer medizinischer Sachverhalt dargelegt.
  69. 7      Psychiater I.___ nannte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 6.   November 2023 ( Urk.  8/165) als Diagnosen eine schwere Episode einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.2) und eine Panikstörung (ICD 10   F41.0). Aufgrund des Schwindels im Zusammenhang mit der zentral vestibulären Störung habe der Beschwerdefü hr er beim Aufstehen oder beim Hocken oder beim Steigen in die Badewanne eine Sturzneigung. Diese Symptomatik bestehe unver ändert seit dem i s ch ä mischen Infa r kt im Hirnstamm von 201
  70. So sei der Beschwe r def ü hrer auch mehrmals beim Autoverkaufen während des IV- g estützten Arbeitsversuchs gestürzt. Deswegen sei der Arbeits - versuch mit der Begründung, für eine solche Symptomatik gebe es keine Arbeiten, abgebrochen worden. Zusätz l ich habe auch der psychische Zustand des Beschwerdeführers zur Sorge Anlass gegeben bzw. gebe weiterhin Anlass zur Sorge. Der Arbeitsversuch sei mit einer Präsenz von 50  % durchgeführt worden. Oft sei der Beschwerde füh r er auch vom Arbeitgeber nach Hause geschickt worden, da er offenkundig nicht in der Verfassung ge wesen sei, eine Struktur wahrzunehmen, sondern über müdet und in krisenhafter Verfassung gewesen sei. Psychiatrisch gesehen sei eine A r beitstätig k eit in der freien Wirtschaft aufgrund der massive n Symptomatik nicht möglic h . Im Gegenteil, der Beschwerdeführer sei zu 100  % arbeitsunfähig. In einer Verweistätigkeit im gesch ü tzten Rahmen wäre der Beschwerdeführer zu zwei Stunden präsenzfähig.
  71. 8      RAD-Arzt M.___ erklärte mit Stellungnahme vom 2
  72. Februar 2024 zum Bericht von dipl. Arzt I.___ ( Urk.  8/172/3), gemäss Bericht habe die Behand lung am 1
  73. März 2021 begonnen. Dipl. Arzt I.___ stelle seine Diagnosen «nach wie vor». Gegen die Diagnose einer schwer ausgeprägten Depression spreche die Fähigkeit des Beschwerdeführers, sich selbständig den Arbeitgeber für einen durch die Invalidenversicherung unterstützten Arbeitsversuch im Bereich Auto handel zu suchen und auszuüben. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass ein Patient während einer schweren depressiven Episode in der Lage sei, soziale, häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen, allenfalls sehr begrenzt. Es liege mit dem   MEDAS-Gutachten eine umfangreiche und plausible Beurteilung v on Dezember   2021 vor. Der ambulante Behandler beurteile denselben medizinischen Sachver halt vor wie nach dem Gutachten anders. Die Beurteilung sei nicht plausibel. An den auf d er gutachterliche n Beurteilung beruhenden vorhergehenden Stellung nahmen des RAD könne festgehalten werden .
  74. 9      Dr.  J.___ und PD Dr.  sc. nat. K.___ von der Klinik L.___ führten mit Bericht an Dr.  H.___ vom 2
  75. Mai 2024 ( Urk.  8/174) als Diagnosen an: - schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom - Symptome: v iel Schnarchen, Atemunterbrechungen im Schlaf, rezidi vierendes Erw a chen, unerholsamer Schlaf, Tagesmüdigkeit, erhöhtes kardiovaskuläres Risikoprofil - ä tiologisch: aktuell offen/multiätiologisch bei Adipositas, Status nach Stroke , oroph a ryngeale Enge - k linisch: BMI 35,7 kg/m 2 , ESS 4/24, FSS 4.7/7 - d iagnostisch: - Video- Polysomnogr a phie 2
  76. März 2024: Schlafapnoe (AHI   28,6 /h,   ODI 29,3/h, mittl . Sa02-Sättigung 89,3  % ) - Aktigraphie vom
  77. bis 2
  78. März 2024 variierender Ruhe-Aktivitäts rhythmus und wiederholte Unterbrechungen der Nacht (teilweise   3 4   Unterbrechungen) - s ekundäre Insomnie - Symptome: rezidivierende Albträume, Angst, Gedankenkreisen - ätiologisch: seit dem Schlaganfallereignis 2017 sowie im Rahmen depressiver Episode - DD Verdacht auf PLMS - Therapie: psychiatrische/psychologische Traumabewältigung - Status nach Schlaganfall 2017 - r ezidivierende Sprunggelenksoperationen 2014 - depressive Episode      Sie würden als Therapie der ersten Wahl einen Therapieversuch mittels CPAP Maske versuchen. Zudem würden sie die letzten Laboranalysen beim Hausarzt anfordern. Soll t e sich ein Eisenmangel zeigen und die Beeinträchtigung durch die Beinbeschwerden trotz Maskentherapie anhalten, könn t e auch eine Substitution bei sekundärem Restless- Legs -Syndrom überlegt werden.
  79. 10      Dr.  med. Q.___ , Facharzt für Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom RAD erklärte mit Stellungnahme vom
  80. Juli 2024 (Urk.   8/177/2), ein Schlafapnoesyn d rom sei durch CPAP-Therapie gut behan delbar und wirke sich deshalb nicht dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit aus. Die Diagnose einer depressiven Störung sei im Gutachten 2021 und in der RAD psychiatrischen Stellungnahme vom 2
  81. Februar 2024 hinreichend beurteilt worden. Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien keine andauernden Verän derungen belegt.
  82. 4.1      Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sog. Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V   210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 m.w.H .).      Vorliegend bestehen keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit des A.___ Gutachtens vom 3
  83. Dezember 2021 ( Urk.  8 /138) sprächen. Vielmehr beruht das Gutachten auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet, berück - sichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge zudem einleuchtend dargelegt und ihre Schluss - folgerungen nachvollziehbar begründet (vgl. E. 1.4 ). 4.2      Ab Beginn des vorliegend zu beurteilenden Zeitraums , das heisst ab April 2017, bis zum Zeitpunkt der Begutachtung gingen die Gutachter von einer vollstän digen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus . Ab dem Zeitpunkt der Begutachtung attestierten sie dem Beschwerdeführer jedoch eine 70%ige A r beits f äh i gkeit in angepasster Tätigkeit, eine psychiatri s che Diagnose wurde verneint (E. 3.2) . Dr.  E.___ hielt demgegenüber mit ihrem Bericht vom 4.   März 2022 (E. 3.3) eine rezidivierende de p re s sive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) , fest. Aus dem Bericht von Dr.  E.___ ergibt sich dabei, dass keine grosse Veränderung des psychischen Zustandsbildes erfolgt sei. Bezogen auf welchen Vergleichszeitpunkt eine Verän derung verneint wird, führt e Dr.  E.___ nicht aus . Fest steht jedoch, dass Dr.  E.___ im Bericht vom
  84. März 2022 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome , diagnosti zierte, während si e in ihren früheren Berichten zu Händen der Beschwerde gegnerin, mithin in den Berichten vom 2
  85. November 2016 ( Urk.  8/34) und vom
  86. Juni 2017 ( Urk.  8/45), als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F 33.8) angeführt hatte. Hinweise, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach der psychiatrischen Begutachtung im Juli 2021 ( Urk.  8/138/79) in invalidenversicherungsrechtlich relevanter Weise verschlech tert hätte, ergeben sich aus dem Bericht von Dr.   E.___ aber nicht. Vielmehr ist dem Bericht zu entnehmen , dass der Beschwerdeführer durch den Tod eines Verwandten , mithin psychosozial, belastet war . Sodann geht der Beschwerde führer weiterhin wie im Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung – lediglich – einmal pro Monat in psychiatrisch e Therapie ( Urk.  8/138/82, Urk.  8/139). Eine relevante Änderung der medikamentösen Behandlung besteht ebenfalls nicht ( Urk.  8/138/83, Urk.  8/139). Es erweist sich daher als schlüssig, wenn RAD-Arzt M.___ mit Stellungnahme vom 3
  87. Mai 2022 ( E. 3.4 ) erklärte , dass Dr.  E.___ lediglich den selben medizinischen Sachverhalt anders beurteilt als die Gutachter , weshalb a n der gutachterlichen Beurteilung festgehalten werden könne . 4.3      Dr.  H.___ attestierte dem Beschwerdeführer in Abweichung zu den Gutachtern mit Bericht vom 1
  88. Juli 2023 für eine angepasste Tätigkeit lediglich eine Arbeitsfähigkeit von zwei bis drei Stunden pro Tag (E. 3.5). Aus dem Bericht von Dr.  H.___ ergeben sich keine Befun d e, welche die gutachterliche Einschätzung infrage stellen würde. Insbesondere führt e Dr.  H.___ auch keine nach der Begutachtung eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers an. Es ist denn auch nicht nachvollziehbar, weshalb die von Dr.  H.___ erhobenen Befunde bzw. Diagnosen in einer gemäss Gutachten angepassten Tätigkeit (vgl. Urk.  8/138/8- 10 ) nur noch eine Arbeits t ätigkeit während zwei bis drei Stunden täglich erlauben sollten . 4.4      Der behandelnde Psychiater I.___ attestierte dem Beschwerdeführer in Abwei chung zu den Gutachtern lediglich in geschützten Rahmen eine Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden (E. 3. 7 ) . In Bezug auf Berichte behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Wohl kann die einen längeren Zeit raum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets infrage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arzt - personen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begut achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3   m.w.H .). Dem Bericht des Psychiaters I.___ sind keine Aspekte zu entnehmen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wäre n . Wie RAD-Arzt M.___ in seiner Stellungnahme vom 2
  89. Februar 2024 (E.   3.8) nachvoll ziehbar darlegte, handelt es sich bei m Bericht von dipl. Arzt I.___ um eine andere Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts, welche die schlüssige gutachterliche Einschätzung nicht infrage zu stellen vermag. 4.5      Dr.  J.___ und PD Dr.  Sc. K.___ mach t en in ihrem Bericht vom 2
  90. Mai 2024 (E.
  91. 9 ) keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Wie RAD Arzt Dr.   Q.___ in seiner Stellungnahme vom
  92. Juli 2024 (E. 3.10) schlüssig darlegt e , vermag das diagnostizierte obstruktive Schlafapnoesyndrom keine länger andauernde invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit zu begründen. 4.6      Nach dem Gesagten, erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin auf das A.___ -Gutachten abgestellt hat. Es ist deshalb von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten infolge des Schlaganfalls von April   2017 auszugehen. Ab Zeitpunkt des A.___ -Gutachtens besteht in einer angepassten Tätigkeit hingegen wieder eine 70%ige Arbeitsfähigkeit.
  93. 5.1      Zur Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist ein Einkommensvergleich vorzu - nehmen.   Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und   Invali deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs - erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174). Im Rahmen von Revisionsverfahren ist der Zeitpunkt der Anpassung des Rentenanspruchs massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_486/2019 vom 18. September 2019 E. 7.4 ). 5.2      Der Beschwerdeführer, welche m bereits von September 2015 bis Mai 2016 eine ganze Invalidenrente zugesprochen worden war ( Urk.  8/108) und welcher in der angestammten Tätigkeit ununterbrochen seit August 2014 ( Urk.  8/138/8) zu 100   % arbeitsunfähig war, war ab April 2017 in jedwelcher Tätigkeit zu 100  % arbeitsunfähig. Er hat daher – wie von der Beschwerdegegnerin zugesprochen – ab April 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. 5.3 5.3.1      Die A.___ -Gutachter attestierten dem Beschwerdeführer ab dem Zeitpunkt ihrer Begu t achtung eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange passten Tätigkeit (U r k.   8/138/10). Die Begutachtung fand im Juni und Juli 2021 statt (Urk.   8/138/2). Es ist somit von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ab (spätestens) Juli 2021 auszugehen. Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Verbesserung 56 Jahre alt.      Bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, sind nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Eingliederungsmassnahmen durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 E. 5.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_233/2021 vom 7. Juni 2021 E. 2.3 mit Hinweisen).           Diese Rechtsprechung findet auch dann Anwendung, wenn zeitgleich mit der Rentenzusprache über deren Befristung und/oder Abstufung befunden wird (BGE 145 V 209 E. 5.4). Denn die rückwirkende Zusprache einer in der Höhe abgestuften und/oder zeitlich befristeten Invalidenrente richtet sich grundsätzlich nach denselben Regeln wie die Revision eines bestehenden Rentenanspruchs nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Auch in dieser Konstellation sind Versicherte betroffen, die zufolge invalidisierender Beeinträchtigung ihrer Gesundheit (d.h. invaliditätsbe dingt) über einen mehr oder weniger langen Zeitraum überhaupt nicht mehr oder nur noch beschränkt eingegliedert waren (E. 5.3 ). 5.3.2      Die Beschwerdegegnerin kam für Eingliederungsmassnahmen auf, gewährte sie dem Beschwerdeführer doch Arbeitsvermittlung ( Urk.  8/144) und un t erstützte ihn bei einem Arbeitsver s uch ( Urk.  8/147) . Vom
  94. Dezember 2022 bis 3
  95. Mai 2023 richtete die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer im Rahmen des Arbeits versuchs Taggelder aus ( Urk.  8/148, Urk.  8/152, Urk.  8/160/7). Die Eingliede rungsmassnahmen wurden per 3
  96. Mai 2023 abgeschlossen, ohne dass diese zu einer erfolgreichen Eingliederung des Beschwerdeführers auf dem ersten Arbeits markt geführt hatten ( Urk.  8/157).      Wie dargelegt, steht gestützt auf das A.___ -Gutachten vom 3
  97. Dezember 2021 fest ( Urk.  8 /138 ), dass der Beschwerdeführer ab Begutachtung, mithin ab Juli   2021, in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 70  % arbeitsfähig war. Der Beschwerdeführer erachtete sich im Rahmen der Eingliederung jedoch – wenn überhaupt – nur als zu 50  % arbeitsfähig ( Urk.  8/154). Eine über die gutachterlich erhobene 30%ige Einschränkung hinausgehende Arbeitsunfähigkeit lässt sich medizinisch jedoch nicht begründen. Es erweist sich daher als schlüssig, dass die Beschwerdegegnerin von weiteren Eingliederungsmassnahmen absah . Da die subjektive Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers vom gutachterlich ausgewiesenen Zumutbarkeitsprofil abweicht, kann er aus dem Scheitern der Eingliederungsmassnahmen nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. Urteil e des Bundesgerichts 8C_808/2023 vom
  98. Oktober 2024 E. 4 ff., 9C_284/2022 vom 1
  99. April 2023 E. 4.4 ff. ) . 5.3.3      Entgegen dem angefochtenen Entscheid endet der Rentenanspruch des Beschwer deführers aber nicht mit der festgestellten Verbesserung, sondern grundsätzlich erst nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen (vgl. Urteil des Bundesge richts 9C_183/2015 vom 1
  100. August 2015 E. 5) .      Wie ausgeführt, richtete die Beschwerdegegnern dem Beschwerdeführer ab 1.   Dezember 2022 Taggelder aus ( Urk.  8/148, Urk.  8/152, Urk.  8/160/7). D as Taggeld wird grundsätzlich zusätzlich zur Rente ausgerichtet, dieses wird jedoch während der Dauer des Doppelanspruchs bei der Durchführung von Abklärungs- oder Eingliederungsmassnahmen um einen Dreissigstel des Rentenbetrags gekürzt ( Art.  47 Abs.  1 ter IVG). Während einer Eingliederungsmassnahme, die zu einer länger als drei Monate dauernden Taggeldberechtigung führt, wird die Renten zahlung unterbrochen ( Art.  47 Abs.  1 bis lit . b IVG) . Nach Wegfall des Taggeldan spruchs lebt die Rente wieder auf. Eine Prüfung des Rentenanspruchs für die Zukunft hat unter dem Gesichtspunkt der Revision zu erfolgen (AHI 1998 179 E.   2–3). Diese Rechtsprechung hat auch im Rahmen der revidierten Art.  47 Abs.  1–1 ter IVG Bestand (vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversi cherung, IVG,
  101. Auflage 20 22 , Rz 2 zu Art.  43).      Da der Beschwerdeführer ab dem
  102. Dezember 2022 Taggelder bezog, endete der Rentenanspruch nach drei Monaten ( Art. 47 Abs. 1 bis   lit . b IVG) , mithin am 1.   März 202
  103. Es wird Sache der Beschwerdegegnerin sein, die bereits bezogenen Taggelder entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zu kürzen . 5.4 5.4.1      Per
  104. Juni 2023, mithin per Abschluss der Eingliederungsmassnahmen, ist ein neuer Einkommensvergleich vorzune h men.      5.4.2      Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).      Der Beschwerdeführer war bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens bei der Y.___ AG angestellt. Er erzielte dabei im Jahr 2014 ein monatliches Einkommen von Fr.  5'200. -- , was ein Jahreseinkommen von Fr.  67'600. ergibt (13 x Fr.  5'200.-- ; Urk.  8/17, Urk.  8/13/58). In Anpassung an die Nominallohn entwicklung entspricht dieses Einkommen im Jahre 2023 einem Einkommen von Fr.  71'479.75 ( Fr.  67' 6
  105. -- : 102,8 x 108,7 [Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, 2011-2023, F]). 5.4.3      Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl.   BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2).      Der Beschwerdeführer ging nach Eintritt des Gesundheitsschaden keiner Erwerbs tätigkeit mehr nach. Nachdem seine Beeinträchtigungen einer Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auf den ersten Arbeitsmarkt nicht entgegenstehen, ist d as Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne zu bemessen. Gemäss der Tabelle TA1_tirage_skill_level betrug der monatliche Lohn im Kompetenz niveau 1 von Männern im Jahr 2022 im Median Fr.  5’305.--, was bei einer Anpassung an die Nominallohnentwicklung (Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex Männer, Total) und die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7   Stunden (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt schaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total) im Jahr 2023 bei einer   70%igen Arbeitsfähigkeit einem Jahrese inkommen von Fr.   47'236.65 ( Fr.  5‘305.   - : 107,1 x 108,9 : 40 x 41,7 x 12 x 0,7) e ntsprach . Ein Abzug hiervon ist nicht vorzu nehmen. 5.4.4      Bei einem Valideneinkommen von Fr.  71'479.75 und einem Invalidenein - kommen   von Fr.  47'236.65 ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 33,9  % ([ Fr.  71'479.75   -   Fr.   47'236.65 ] : Fr.  71'479.75) und somit ab
  106. Juni 2023 kein Rentenanspruch mehr. 5.5      Gemäss Art.  26 bis Abs.  3 IVV in der ab
  107. Januar 2024 gültigen Fassung sind vom gestützt auf statistische Werte ermittelten Einkommens mit Invalidität – sofern eine Leistungsfähigkeit von mehr als 50  % vorliegt - 10  % abzuziehen. Es ist deshalb per
  108. Januar 202 5 ein neuer Einkommensvergleich vorzunehmen (vgl.   Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Stand
  109. Januar 2024, Rz . 920 0 ). Hierzu ist festzuhalten, dass für das Jahr   2024 noch keine statistische Werte publiziert wurden, weshalb es sich rechtfertigt, sowohl betreffend Validen- als auch betreffend Invalideneinkommen eine Aufrechnung auf das Jahr 2023 vorzunehmen. Bei einem Valideneinkommen von Fr.  71'479.75 ( vgl. E. 5. 4 . 2 ) und einem Invalideneinkommen von Fr.   42'513. (Fr.   47'236.65 x 0,9; vgl. E. 5. 4.3 ) ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 40,5  % also gerundet von 41  % . Der Beschwerdeführer hat somit ab dem
  110. Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 27,5  % einer ganzen Invalidenrente ( Art.  28b Abs.  4 IVG in der ab
  111. Januar 2022 gültigen Fassung).
  112. Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer vom
  113. April 2017 bis 2
  114. Februar 2023 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab
  115. Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 27,5  % einer ganzen Rente. Die Beschwerde ist in dem Sinne teilweise gutzuheissen.
  116. 7.1      Gemäss Art.  69 Abs.  1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr.  200.-- bis Fr.  1'000.-- festgelegt. Vorliegend sind die Gerichtskosten auf Fr.  800 .-- festzu setzen. Nachdem der Beschwerdeführer die Zusprache einer unbefristeten ganzen Rente über den 3
  117. August 2021 hinaus beantragt hat, ihm jedoch nur, aber immerhin über den 3
  118. August 2021 hinaus bis 2
  119. Februar 2023 eine ganze Rente und ab
  120. Januar 2024 statt der zugesprochenen Rente von 25  % einer ganzen Rente eine Rente von 27,5  % einer ganzen Rente zuzusprechen ist , sind die Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom
  121. Dezember 2010 E. 4.2). 7.2      Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gericht lich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streit sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemessungs kriterien nennt §  7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) den Zeitaufwand und die Barauslagen. Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze erweist sich eine Parteientschädigung von Fr.  3’ 1 00.-- (inkl. Barauslage und MWST) als angemessen. Diese Entschädi gung ist nicht zu reduzieren, da das Hauptbegehren des Beschwerdeführers, soweit über die zuzusprechende Invalidenrente hinausgehend (sog. Überklagen), den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst hat (BGE 117 V 401 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2015 vom
  122. März 2016 E. 3). Das Gericht erkennt:
  123. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer über den 3
  124. August 2021 hinaus bis 2
  125. Februar 202 3 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab
  126. Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 27,5  % einer ganzen Rente hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.
  127. Die Gerichtskosten von Fr.  800 .-- werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden den Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
  128. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschä digung von Fr.  3’100 .-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.
  129. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Christe - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
  130. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art.  46 BGG).      Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.      Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art.  42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstWyler
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2024.00592 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom

30. April 2025 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe Christe & Isler Rechtsanwälte Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1

X.___ , geboren 1965, arbeitete seit dem 1. Oktober 2013 als Decken monteur bei der Y.___ AG ( Urk. 8/ 1 7 ). Am 17. August 2014 vertrat er sich beim Joggen den linken Fuss und verletzte sich dabei am oberen Sprunggelenk (OSG; Urk. 8/ 1 3 /58 +59 ). Am 19. März 2015 (Eingangsdatum) meldete sich X.___

wegen Beschwerden am linken Fuss und am rechten Knie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/ 4 ). Die IV-Stelle zog die Akten der zuständigen Unfallversicherung , der

Suva , bei ( Urk. 8/1 3 und Urk. 8/ 21 -2 2 ) und nahm beruflich-erwerbliche und

medizinische Abklärungen vor. Vom 15. Dezember 2015 bis zum 19. Januar

2016 wurde der Versicherte in der Rehaklinik Z.___ behandelt ( Urk.

8/ 2 8 /147-169). Am 30. Mai 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,

dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien

( Urk.

8/ 2 5 ). In der Folge zog die IV-Stelle weitere Akten der Suva bei

( Urk. 8/ 2 6 ,

Urk. 8/ 2 8 -2 9 und Urk.

8/ 3 7-38 ) und gab bei der A.___ Begutachtung ,

Universitätsspital B.___ , ein polydisziplinäres (Allgemeine Innere

Medizin,

Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Rheumatologie) Gutachten

in

Auftrag ( Urk. 8/66) , welches am 28. August 2018 erstattet wurde ( Urk. 8/ 81 ).

Mit

Vorbescheid vom 1 1. Oktober 2018 stellte die IV-Stelle in Aussicht,

dem

Versicherten von September 2015 bis Ende Januar 2016 eine ganze

Invalidenrente auszurichten ( Urk. 8/ 8 9). Dagegen liess der Versicherte Einwand

erheben ( Urk. 8/ 91 , Urk. 8/ 9 5 ) und einen Bericht von lic. phil. C.___ , Neuropsychologin/Psychologin FSP, und Dr. med. D.___ , Fachärztin für Neurologie, vom 3 0. November 2018 einreichen ( Urk. 8/94). M it Verfügung vom 17. September 2019 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden vom

1. September 2015 bis am

31. Januar 2016 eine ganze Rente zu (Urk. 8/105; Urk. 8/101) . Dagegen erhob der Versicherte beim hiesigen Gericht Beschwerde und beantrag t e, es sei ihm ab 1. September

2015 bis 3 0. April 2016 und ab 1. Juli 2017 eine ganze Invaliden rente zuzusprechen, eventualiter se i die Sache zur Klärung des Rentenanspruchs ab Juli 2017 zu ergänzenden Abklärungen und zum Neuentscheid an die IV Stelle zurückzuweisen (Urk.

8/106/3-9). Mit Urteil vom 1 6. Oktober 2020 ( Urk. 8/108) hiess das hiesige Gericht die Beschwerde in dem Sinne gut, dass die angefochtene Verfügung vom 1 7. September 2019 insoweit aufgehoben wurde, als darin ein Anspruch auf eine Rente über Januar 2016 hinaus verneint wurde, und es wurde festgestellt, dass der Beschwerdeführer vom 1. September 2015 bis zum 3 1. Mai 2016 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Weiteren wurde die Sache an die IV-Stelle zurück gewiesen , damit sie von den Gutachtern de r

A.___ eine Stellungnahme zu m Bericht von lic. phil. C.___ und Dr. D.___ vom 3 0. November 2018 einholt, falls nötig zusätzliche medizinische Abklärungen tätigt und danach über den Anspruch des Versichert e n auf

eine Rente nach April

2017 neu entscheide. 1.2

Mit Mitteilung vom 2 3. März 2021 ( Urk. 8/118) teilte die IV-Stelle dem Versi cherten mit, dass sie zur Klärung der Leistungsansprüche eine umfassende medi zinische Verlaufs-Untersuchung als notwendig erachte. S ie beabsichtige, mit der Begutachtung die

A.___ zu beauftragen. Der Versicherte erklärte sich mit der Begutachtung einverstanden ( Urk. 8/119), worauf die IV-Stelle bei der

A.___ ein

polydisziplinäres (Neurologie, Psychiatrie, Neuropsychologie) Verlaufs-Gutachten in Auftrag gab ( Urk. 8/123), welches am 3 1. Dezember 2021 erstattet wurde ( Urk. 8/138). Mit Eingabe vom 4. März 2022 ( Urk. 8/140) liess der Versi cherte der IV-Stelle einen Bericht von Dr. med. E.___ , Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom gleichen Tag einreichen (Urk.

8/139). Mit Mitteilung vom 1 4. September 2022 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten für die Zeit vom 21. September 2022 bis 2 0. Februar 2023 Beratung und Unterstüt zung bei der Stellensuch e in Form von Arbeitsvermittlung Plus durch die F.___ AG ( Urk. 11/144) . Am 2 5. November 2022 erteilte die IV-Stelle sodann Kosten gutsprache für einen Arbeitsversuch mit Betreuung durch die F.___ AG

bei der G.___ GmbH

vom 1. Dezember 2022 bis 3 1. Mai 2023

( Urk. 8/147). Für die Dauer des Arbeitsversuchs sprach die IV-Stelle dem Versi cherten Taggelder zu ( Urk. 8/148, Urk. 8/152). Am 1 2. Juni 2023 teilte die IV Stelle mit, dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde ( Urk. 8/157). In der Folge holte die IV-Stelle einen Bericht von Dr. med. H.___ , Fachärztin für Physikalische Medizin, ( Urk. 8/159) ein und stellte mit Vorbescheid

vom 2 7. Oktober 2023 in Aussicht, dem Versicherten ab 1. April

2017 bis Ende

August 2021 eine befristete ganze Invalidenrente zuzusprechen ( Urk. 8/162). Dagegen erhob der Versicherte unter Beilage eines Berichts von dipl. Arzt I.___ , Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. November 2023 ( Urk. 8/165) Einwand

( Urk. 8/166). Am 3. Mai

2024 erliess die IV-Stelle einen neuen Vorbe scheid und stellte in Aussicht, dem Versicherten ab 1. April 2017 bis Ende August 2021 eine befristete ganze Invalidenrente und ab Januar 2024 eine Rente von 25 % einer ganzen Rente zuzusprechen ( Urk. 8/170). Der Versicherte liess wiederum Einwand erheben ( Urk. 8/171, Urk. 8/175) und einen Bericht von Dr. med. J.___ , Oberärztin i.V., und PD Dr. sc. nat. K.___ , Schlafmedizin/ Somnologie SGSSC, ESRS, vom Zentrum für Schlaf- und Stress medizin der Klinik L.___

einreichen ( Urk. 8/174). Mit Verfügung vom 1 9. September 2024 sprach die IV Stelle dem Versicherten vom 1. April 2017 bis Ende August 2021 eine ganze und ab Januar 2024 eine Rente in Höhe von 25 % einer ganzen Invalidenrente zu ( Urk. 2). 2.

Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 2 1. Oktober 2024 Beschwerde erheben ( Urk.

1) und beantragen, es sei ihm über den 3 1. August 2021 hinaus eine unbefristet e ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zur Klärung des Rentenanspruchs ab 1. September 2021 und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 0. Dezember 2024 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 7. Januar 2025 ange zeigt wurde ( Urk. 9). 3.

Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1

Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend den allgemeinen intertemporal-rechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).

Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 3 1. August 2021 hinaus Anspruch auf Rentenleistungen der Beschwerdegegnerin hat . In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist grundsätzlich die bis 3 1. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend (vgl. aber E. 5.5) , die im Folgenden – soweit nichts anderes vermerkt ist – jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird. 1.2

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7

Abs. 2 ATSG ). 1.3

Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben ( Art. 17 Abs. 1 ATSG). Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invaliden rente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhält nisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis). 1. 4

Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni

2021 E. 3.2, je m.w.H .). 2.

2.1

Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesent lichen ( Urk. 2), dem Beschwerdeführer sei die bisherige Tätigkeit als Decken monteur nicht mehr zumutbar. Im April 2017, mithin dem Zeitpunkt, ab welchem ein Leistungsanspruch zu prüfen sei, sei der Beschwerdeführer auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Er habe daher ab April

2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Ab Juni 2021 habe sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers verbessert und es habe in einer angepassten Tätigkeit wieder eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Bei dieser 70%igen Arbeitsfähigkeit seien der erhöhte Pausenbedarf und das eingeschränkte Leistungsprofil bereits berücksichtigt. Ein Abzug vom Tabellenlohn sei bei der Berechnung des Invalideneinkommen s nicht zu berücksichtigen. Es ergebe sich so ein Invaliditätsgrad von unter 40 % , weshalb der Beschwerdeführer ab September 2021 keinen Rentenanspruch mehr habe. Aufgrund der geänderten Verordnung sei jedoch ab Januar 2024 ein Abzug vom Tabellenlohn von 10 % vorzunehmen. Unter Berücksichtigung dieses Abzugs resultiere ein Invaliditäts grad von 40 % , weshalb der Beschwerdeführer ab Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 25 % einer ganzen Rente habe. 2.2

Der Beschwerdeführer liess dagegen im Wesentlichen einwenden ( Urk. 1), gestützt auf die verschiedenen Bericht e der behandelnden psychiatrischen Fachärzte sowie der aus dem Arbeitsversuch gewonnen Erkenntnisse könne für die Beurteilung der A r beitsfäh i gkeit ab Mitte 2021 nicht auf das A.___ -Gutachten vom 31.

Dezember 2021 abgestellt werden. So sei das psychiatrische Teilgutachten, mit welche m keine psychiatrischen Diagnosen gestellt worden seien , nicht nachvollzie h bar. Die darin geschilderten Befun de wie diverse Ängste, Niedergeschlagenheit, Rat- und Hilflosigkeit , deutliche Affektarmu t , re d uzierte Sch w in g ungsfähigkeit und Lebensüberdruss-Gedanken spräche n klar für eine psychiatrische Di a gnose von Krankheitswert. Dass solche Symptome si e ben Jahre nach dem Unfallereignis von 2014 eine normalpsychologische Reaktion auf körperliche Einschränkungen darstellen sollen, vermöge in keiner Weise zu über zeugen. Stattdessen sei der f r üheren psychiatri s chen Behandlerin Dr.

E.___ zu folgen, welche bereits vor 2021 eine depressive Störung beschrieben gehabt habe. Sodann sei auch davon auszugehen, dass sich das psychiatrische Zustandsbild nach der gutachterlichen Untersuchung vom 1 3. Juli 2021 deutlich verschlech t ert habe. Dies belegten die Berichte von Dr. E.___ vom 4. März

2022 und von dipl. Arzt

I.___ vom 6.

November 202 3. In di e sen Berichte n werde neu ein schweres depressives Zu s tands bild beschrieben und eine entspre chende Diagnose g e stellt. Dr.

E.___ habe dies in erster Linie auf einen Todesfall in seiner F a milie aufgrund von Covid und auf s eine eigene Covid -Erkrankung Ende 2021 zurückgeführt. Dipl. Arzt I.___ habe sich bei seiner Einschätzung in erster Linie auf die erfolg l os verlaufenen beruflichen Mas s nahmen, in welchen er

– der Beschwerdeführer - trotz grosser Motivation keine im ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit habe präsentieren können, bezogen. Unter diesem Gesichtspunkt sei die Stellung n ahme des Psychiaters M.___

vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) vom 29.

Februar 2024 nicht nachvollziehbar. Dieser habe sich auf den Standpunkt gestellt, dass in den Berichten vor und nach der Begutachtung derselbe medizinische Sachverhalt beschri e ben

werde , dieser indessen im Vergleich zum Gutachten einfach anders beurteilt werde . Dies treffe eindeutig nicht zu. Auch Dr.

E.___ habe in ihren Berichten vor der Begutachtung die somatischen B e schw e rden in de n Vor der grund gestellt und die depressive Störung als damit zusammenhänge nde Begleit erscheinung erachtet. In diesem Sinne habe sie die Arbe i ts f ähigkei t und P ro gnose von der Entwicklung der somatischen Beschwerden abhängig gemacht. Davon sei in den Bericht e n nach der Begutachtung nicht mehr die Rede. Seither werde ohne Berücksichtigung der somatischen Be schwerden von einer depressiven Störung mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit und ungünstiger Prognose ausgegangen. Diese Einschätzung werde durch die Ergebnisse der beruflichen Abklärung eindeutig bestätigt.

Da im Zeitpunkt des Abschlusses der beruflichen Massnahmen wieder von einer

vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, bestehe über den 3 1. Augu s t

2021 hinaus ununterbrochen und unbefristet Anspruch auf eine ganze Rente. Selbst im Falle einer verbes s erten A r beitsfäh i gkeit auf 70 % ab Juli

2021 wäre die ganze Invalidenre n te zumindest bis zum Abschluss der beruflichen Massnahmen auszurichten . Nachdem die Verbesserung des Gesund - heitszustandes gem ä ss Gutachten mit dem Zeitpunkt der neuro - psychologischen Untersuchung vom 2 1. Ju n i 2021 eingetreten sein soll , w äre die Rente auf jeden Fall frühestens per Ende September 2021 aufzuheben. 3. 3.1

Im A.___ -Gutachter vom 3 1. Dezember 2021 ( Urk. 8/138) werden die bis zur Begutachtung de s Beschwerdeführer s aktenkundig gewordenen medizinischen Berichte zusammengefasst ( Urk. 8 /1 38 / 1 5 ff.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. 3.2

Die A.___ -Gutachter hielten in ihrem Gutachten vom 3 1. Dezember 2021 (Urk.

8/138) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk.

8/138/6): - s ymptomatische OSG-Arthrose links bei - Status nach rezidivierenden Traumata, zuletzt OS G -Distor s ion links am 1 7. August 2014 - Status nach OSG-Operation vor 9 Jahren - MRI

OSG links am 2 1. Oktober 2014: osteochondrale Verletzung laterale Talusschulter , narbige Veränderungen im Bereich der medialen Bandstrukturen, knöcherne osteophytäre Veränderungen, leichte syno viale Anreicherungen (unspez i fische Synovitis des OSG) - Arthro -CT OSG links am 1 5. Januar 2015: osteochondrale Läsion late rale Talus s chulter mit Knorpeldefekt und intraartikulären Osteophyten; frühe OS G -Arthr o se mit Osteophyten-Kranz am Übergang der Talus schulter /-nase und Impingement - Status nach offener AMIC-Plastik laterale Talusschulter bei osteo chondraler Läsion links, 8. Mai 2015 - 2. Juli 2015 Arthro -CT OSG links: Status nach AMIC-Plastik an der lateralen Talusschulter mit entsprechenden Bohrlochkanälen; geringe Irregularitäten der subchondralen Grenzlamelle im Defektareal: der angrenzende Knorpel ist ausgedünnt und weist kleine Irregularitäten auf; unveränderte kleine Ossifikationen im medialen Bandapparat: ossäre Irregularitäten am medialen Malleolus ; kleine osteophytäre Auszieh u ngen an der distalen Tibia sowie kleine Knorpelschäden an der anderen tibialen Gelenkfläche; geringe talonavic u lar e Arthrose; keine degenerativen Veränderungen im USG und im Lisfranc -Gelenk - a nteriore OSG-Arthroskopie links mit Narbendébridement und Abtragen tibialer sowie talarer Spur 1 2. Februar 2016 - p ersistierende, anhaltende belastungsab h ängige Gelenkbesch w erden, DD protrahierter postoperativer Heilungsverlauf anamnestisch - Neurographie Nervus

peroneus

superficial i s am 7. Juni

2016: elektro physiologischer Ausschluss einer Neuropathie des N. peroneus

superficialis , DD unspezifische Narbenallodynie , DD mögliches

neuro pathisches Schmerzsyndrom - MRI OSG links 1 1. Juli 2016: Soweit beurteilbar regelrechter Status nach AMIC-Plastik mit aufgefülltem osteochondralen Defekt, ausge prägte narbige Verän d erungen des anterioren fibulotalaren

Ligamentes sowie Ligamentum deltoideum , Längsriss der Perone u s

brevis -Sehne im Sinne eines Sehnensplits - S tatus nach bildgesteuerter Steroidinfiltration OSG links am 7. April

2016; 50%iges Therapieansprechen für zwei Wochen - Status nach pontiner Ischämie links paramedia n am 7. April 2017 - DD mikroangiopathisch (Abklärung/Behandlung im N.___ ) - a namnestisch: Visusverlust beidseits für mehrere Minuten, Schwindel - k linisch: Blickrichtungs nystagmus, NIHSS bei Eintritt 1, bei Austritt 0 - m it persistierenden Post- stroke -Kopfschmerzen und residuellem unge richtetem Schwindel - k ardiovaskuläre Risikofaktoren: arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Adipositas - CCT nativ: keine Bl u tung, keine I n fa r ktdemarkation - cMRI : Diffusionsrestriktion links paramedian im Pons mit Korrelat in der FLAIR-S e quenz - Doppelsonographie der hirnversorgenden Gef ä sse 1 0. Apri l 2017: leicht- bis mässiggradige Atheromatose der extrakraniellen hirnversor genden G e f ä sse. Keine Flussbeschleuni g ung im Posterio r stromgebiet - t herapeutisch: ASS und Plavix ab 9. April 2017, im Anschluss Mono therapie mit Plavi x , Atorvastatin 80 mg - a ktuell leichtgradige neurokognitive Einschränkung

Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter an ( Urk. 8/13/8/7): - Schulter- Impingement links - Bursiti s ? (siehe Arthro -MRI der O.___ -Klinik) - arterielle Hypertonie, Erstdiagnose April 2014 - Status nach hypertensiver Krise zum Zeitpunkt des CVI April 2017 - gute Einstellung gemäss Selbstmessungen - Verdacht auf Whitecoat Hypertonie - Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose Apri l 2017 - während drei Monaten Insulin und Metformin - aktuell medikamentöse Behandlung mit Metformin plus Diät - aktuelles HbA1c 6,7 % - Status nach PF O -Verschluss mittels Amplatzer -Device 25 mm eines offenen Foramen ovale am 1 4. Juli 2017 - chronisches lumpospondylogens Schmerzsyndrom - aktuell beschwerdearm - myofasziale Beschwerden bei verkürzter ischiocruraler Muskulatur, Biceps

femoris link s , ga s trocnemius links

Als positive Ressource des Beschwerdeführers werde der gute Kontakt zur Mutter und zu Kollegen angesehen, welche r einer sozialen Isolation und einer weiteren Beschwerdefixation entgegenwirk e . Ebenfalls such e der Beschwerdeführer regel mässig die ambulante fachpsychiatrische Behandlung auf, welche er als unter stützend ansehe. Auch die verordnete Medikation werde von ihm akzeptiert und anlässlich der Untersuchung hätten die Spiegelbestimmung der Medikation einen therapeutischen Bereich ergeben. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer deut liche Motivation bezüglich einer Re-Integration am Arbeitsplatz gezeigt. Es sei erkennbar gewesen, dass er sich Hilfestellung dahingehend wünsche, herauszu finden, welche Tätigkeiten ihm noch möglich seien. Unter Berücksichtigung aller Informationen, Akten, Anamnese, klinische n und testpsychologische n Untersu chungen sowie interdisziplinäre r Integration ergebe sich eine gute Gesamtkon sistenz bezüglich diagnostischer Einordnung und Einschätzung der möglichen Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/138/8).

Schon mit der Einschätzung von Suva-Kreisarzt Dr. med. P.___ , Facharzt für Chirurgie, vom 2 5. Oktober 2016 sei in der bisherigen Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert worden . Erst recht gelte die Einschätzung nach der erlittenen Pons-Ischämie im April 2017 aufgrund der verbliebenen Residuen, die

eine körperlich und koordinativ anspruchsvolle Tätigkeit und das Arbeiten in

absturzgefährdeten Positionen (Leitern, Gerüste) verunmögliche. Die Einschränkung sei bleibend. Die volle Arbeitsunfähigkeit gelte ab Unfalldatum (1 7. August

2014) aufgrund der nachfolgenden sehr langen Behandlungsphase mit vielen operativen Revisionseingriffen ( Urk. 8/138/8).

Zu empfehlen seien Tätigkeiten, welche eine geringe Anforderung an die selbst organisatorischen, planerischen Fähigkeiten erfordern, wobei mit Berücksichti gung der Kopfschmerzsymptomatik von einem vermehrten Pausenbedarf auszu gehen sei. Ein schweres zentral-vestibuläres Syndrom bestehe nicht (kein Nystagmus, keine gerichtete Fallneigung; Urk. 8/138/73). Die zentral-vestibuläre Störung führe jedoch dazu, dass keine körperlich und koordinativ anspruchs - vollen Tätigkeiten möglich seien. Das Steigen und Klettern auf Leitern und Gerüste sei aufgrund der Sturz- und Absturzgefahr nicht möglich. Ebenso seien vorwiegend gehende Tätigkeiten, insbesondere auf unebenem Gelände, auf Treppen und über längere Gehstrecken nicht geeignet. Die Steh- und Gehfäh i gkeit sei auch aufgrund der schmerzhaften OSG-Arthrose des linken Fusses (DD

chronisch neuropathisches Schmerzsyndrom) limitiert. Kürzere Stehzeiten und Gehstrecken seien möglich. Optimal leidensadaptie r te Tätigkeiten seien überwie gend sitzende, körperlich leicht e bis (intermittierend , selten) mittel - schwere, wech selbelastende Tätigkeiten. Im Bereich der Schulter seien 2018 leichte Einschränkungen festgestellt worden, Überkopfarbeiten mit dem linken Arm seien nicht möglich. Ebenso sei Heben mit dem linken Arm von über 5 kg nicht realisierbar. Eine Verbesserung sei hier erwarte t worden , sei jedoch angesichts der übrigen Limitierungen im Berufsfeld wohl nic h t von Rel e vanz, da solche Tätig keiten ( Ü berkopf arbeiten , grössere Hebebelastungen) in einer wie oben defi nierten primär sitzen d en leichten Tätigkeit eher nicht vorkämen. Aktuell gingen sie integrativ von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit für eine optimal angepasste Tätigkeit. Die Einschränkung ergebe sich aufgrund der leichtgradigen kognitiven Def i zit e sowie einer allgemeinen Verlangsamun g und durch die Schmerzbelas tung (Kopfschmerzen, OSG Schmerzen). Insgesamt sei von einer vollen Arbeits unfähigkeit nach der Fussverletzung links ab Unfalldatum bis Fallabschluss durch die Suva im Oktober 2016, danach von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in ange passter Tätigkeit, einer vollen Arbeitsunfäh i g keit für jede Tät i gkeit ab April 2017 und einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ab Datum des aktuellen Gutachtens auszu gehen. Die volle Arbeitsunfähigkeit nach der Fussfraktur und durch den langwie rigen Behandlun g sverl a uf sei zunächst ausgewiesen gewesen . Der Falla b schluss per Okt o ber 2016 könne aufgrund der Aktenlage nachvollzogen werden. Danach könne grun d sätzlich von einer Arbeitsfäh i gkeit in angepasstem Profil ausge g angen werden, wie dies im Wesentlichen durch die Suva formuliert und auch in ihrem eigenen Gutachten 2018 bestätigt wor d en sei. All e rdings gingen sie davon aus, dass eine 100%ige Arbeits f ä hi gkeit zu hoch sei und eine 70%ige Arbeitsfähigkeit aufgrund der Schmerzen und der neuropsychologischen Einsch r änkun g en adä q uat sei.

Nach dem Schlaganfall im April 2017 sei zunächst eine volle Arbe i tsunfähigkeit ausgewiesen gewesen . Es seien weitere Abklärungen, kardiale Behandlungen und Rehabilitationsbehandlungen

er folgt . Auf die Beurteilung im Gutachten vom August 2018 habe nicht abgestützt werden können. Als Referenz müsse deshalb

auf die extern e und valide neuropsychologische Untersuchung vom 3 0. November 2018 durch lic. phil. C.___ und Dr. D.___ abgestellt werden. Darin sei von einer mittelschweren Funktionsstörung fronto -limbischer Hirnareale mit Betonung der sprachdominanten Hemisphäre, passend zu den residuellen Auswirkungen der vaskulären Läsionen pontin und zerebellär und aggraviert durch eine zusätzliche affektpathologische Störung , ausgegangen und die Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt als nicht gegeben beurteilt worden. Die aktuelle neuropsychologische Testung zeige gegenü b er der (externen) Vortestung im November 2018 eine klare Verbesserung. Aus psychiatrischer Sicht

würden keine Diagnosen mit Auswir k ung auf die A r beitsfäh i gkeit gestellt.

Die

neurokognitiven Rest-Symp t ome wie auch die persist i erende n Schwindelsym p tome seien folglic h primär als Restbeschwerden des erlittenen Infarkts zu werten. Bei nunmehr klar dokumentierter Verbesserung lasse sich anhand der Akten ein genauer Zeitpunkt, in dem diese Verbesserung einge - treten

sei, nicht näher eingrenzen. Es müsse deshalb vom Zeitpunkt der aktuellen

Begutachtung ausgeg ang en werden unter Zugrundelegung einer fort - laufenden

Verbesserungsentwicklung und auch Verbesserung der zum Zeitpunkt November

2018 als au s geprägt beschri e benen affektiven Problematik, die so heute ebenfalls nicht mehr nachweisbar sei. Im Gutachten von August 2018 sei eine Arbeitsfä hig k eit von 80 % für möglich erachtet und diese Einschr ä nkung dort p r imär mit der Fussverlet z ung und den persist i erenden Schmerzen begründet worden. Zusät z l i ch (bezüglich der zeitlichen Belast b arkeit und Leistungsfähigkeit) zu berücksichtigen seien aktuell die neurokognitiven Einschränkungen und in primär qualitativer Hinsicht die neurolo g ischen Folgen des CVI von 201 7. Sie gingen in der interdisziplinären Gesamtsicht von einer Gesamt-Arbeitsfähigkeit von 70 % in optimal angepasstem Profil ab Datum des aktuellen Gutachtens aus ( Urk. 8/138/ 8 -10) .

Dem fachpsy c hiatrischen Teilgutachten ist zu entnehmen ( Urk. 8/138/87) , im Vergleich zu Vorbegut a cht ung a us dem Jahr 2018 finde sich aus fachpsychiat rischer Sicht keine relevante Veränderung der psychopathologischen Befunde. Beim Beschwe r deführer bestehe ein unspezi fi scher Symptomkomplex, bestehend aus einer Affektarmu t und reduzierter Schwin g ungsfähigkeit, der Angabe von Ängsten vor dem Hintergrund sein e r körperlichen Beschwerden, einer formalge danklichen Verlangs a mung und Einengung auf die Defizite, Ein- und Durch schlafstörungen und einer subjektiv als erheblich wahrgenommenen Beein - trächti g ung der Konz e ntrations- und Gedächt n isfäh i gkeit, welche sich in der ori en tierende n Überprüfung nicht abbilden liesse n . In der neuropsycho - logischen Begutachtung habe sich eine multifak t or i ell beding t e leichte kognitive Störun g

gefunden. Aus fachpsychiatrischer Sicht werde diese Sym p tomatik als

unspezi fi sch und im Zusammenhang mit der körperliche n Erkrankung des

Beschwer deführ e rs und der psychosozialen Belastung angesehen. Die Symptomatik lasse sich nicht in einer Di a gnose gemäss ICD-10 ätiologisch zusammenfassen. Insbe s o ndere seien die Diagnosekriter i en für eine depressive Störung nicht erfüllt. Es habe sich weder eine stabile depressive Stimmungslage (vielmehr eine Affektarmu t ) noch eine rel e vante Antriebsstörung oder ein expliziter Freud- und Interesse ns verlust gefunden. 3.3

Dr. E.___ erklärte mit Bericht vom 4. März 2022 ( Urk. 8/139) , bis jetzt sei keine grosse Veränderung des psychischen Zustandsbildes erfolgt . Der Beschwer deführer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) , sowie verschiedenen körperlichen Beschwerden ( kardiale Beschwerden, Diabetes mellitus ) . Im Vorder grund des psychische n Zustandsbilds stehe die depressive Symptomatik, welche sich durch Antriebslosigkeit, Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung, verminderte Aufmerksamkeit und Konzentration, reduzierte Aufnahmefähigkeit und Vergess lichkeit manifestiere. Affektiv sei der Beschwerdeführer bedrückt und ängstlich. Ebenfalls zu erwähnen sei die Schlaflosigkeit, welche medikamentös kaum beein flussbar sei. Mehrere Medikamenten-Umstellungen hätten nichts gebracht. Eine ambulante Psychotherapie sei monatlich erfolgt. Aktuell sei der Beschwerde führer schwer depressiv, im Herbst habe er einen Verwandten in seinem Heimatland an Covid verloren, was ihn in die Tiefe gezogen habe. Der Beschwerdeführer selber habe im Dezember 2021 Covid gehabt. 3.4

Mit Stellungnahme vom 3 0. Mai 2022 ( Urk. 8/160/ 5-6 ) erklärte RAD-Arzt

M.___ , die von der Behandlerin bereits vor dem Gutachten genannte rezidi vierende depressive Störung habe im Gutachten nicht bestätigt werden können. Die Behandlerin beurteile denselben medizinischen Sachverhalt anders. An der gutachterlichen Beurteilung könne festgehalten werden.

3.5

Dr. H.___ hielt mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1 7. Juli 2023 (Urk.

8/159) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest: - neuropathischer Schmerz Fuss links nach Distorsionstraum des OSG 2014 - Status nach Arthroskopie mit Narbendébridement 2016 - Status nach offener Plastik laterale Talusschulter 2017 - chronische s

Cervicovertebralsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule - c hronisches lumbospondylogenes und rezidiv i erendes lumboradikuläres Reizsyndrom bei Dis k usp ro trusion L4/5

Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die A r beitsfäh i gkeit nannte Dr. H.___ - Diabetes mellitus Typ 2 - arterielle Hypertonie - Hy p ercholesterinämie - offenes Forame n ovale , Status nach P FO-Verschluss 2017 - Sta t us nach ischämischem Ponsinfarkt links 2017 - Urolithiasis - reaktive Depress i on

Dr. H.___ attest i erte dem Beschwerdeführer ab 2017 und bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Eine adaptierte Tätigkeit sei zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar . 3.6

RAD-Arzt M.___ erklärte mit Stellungnahme vom 3 1. Juli 2023 zum Bericht von Dr. H.___ ( Urk. 8/160/8), von Dr. H.___ werde im Vergleich zum Gutachten kein neuer medizinischer Sachverhalt dargelegt. 3. 7

Psychiater I.___ nannte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 6.

November 2023 ( Urk. 8/165) als Diagnosen eine schwere Episode einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.2) und eine Panikstörung (ICD 10

F41.0). Aufgrund des Schwindels im Zusammenhang mit der zentral vestibulären Störung habe der Beschwerdefü hr er beim Aufstehen oder beim Hocken oder beim Steigen in die Badewanne eine Sturzneigung. Diese Symptomatik bestehe unver ändert seit dem i s ch ä mischen Infa r kt im Hirnstamm von 201 7. So sei der Beschwe r def ü hrer auch mehrmals beim Autoverkaufen während des IV- g estützten Arbeitsversuchs gestürzt. Deswegen sei der Arbeits - versuch mit der Begründung, für eine solche Symptomatik gebe es keine Arbeiten, abgebrochen worden. Zusätz l ich habe auch der psychische Zustand des Beschwerdeführers zur Sorge Anlass gegeben bzw. gebe weiterhin Anlass zur Sorge. Der Arbeitsversuch sei mit einer Präsenz von 50 % durchgeführt worden. Oft sei der Beschwerde füh r er auch vom Arbeitgeber nach Hause geschickt worden, da er offenkundig nicht in der Verfassung ge wesen sei, eine Struktur wahrzunehmen, sondern über müdet und in krisenhafter Verfassung gewesen sei. Psychiatrisch gesehen sei eine A r beitstätig k eit in der freien Wirtschaft aufgrund der massive n Symptomatik nicht möglic h . Im Gegenteil, der Beschwerdeführer sei zu 100 % arbeitsunfähig. In einer Verweistätigkeit im gesch ü tzten Rahmen wäre der Beschwerdeführer zu zwei Stunden präsenzfähig. 3. 8

RAD-Arzt M.___

erklärte mit Stellungnahme vom 2 9. Februar 2024 zum Bericht von dipl. Arzt I.___

( Urk. 8/172/3), gemäss Bericht habe die Behand lung am 1 5. März 2021 begonnen. Dipl. Arzt I.___

stelle seine Diagnosen «nach wie vor». Gegen die Diagnose einer schwer ausgeprägten Depression spreche die Fähigkeit des Beschwerdeführers, sich selbständig den Arbeitgeber für einen durch die Invalidenversicherung unterstützten Arbeitsversuch im Bereich Auto handel zu suchen und auszuüben. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass ein Patient während einer schweren depressiven Episode in der Lage sei, soziale, häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen, allenfalls sehr begrenzt. Es liege mit dem

MEDAS-Gutachten eine umfangreiche und plausible Beurteilung v on Dezember

2021 vor. Der ambulante Behandler beurteile denselben medizinischen Sachver halt vor wie nach dem Gutachten anders. Die Beurteilung sei nicht plausibel. An den auf d er gutachterliche n Beurteilung beruhenden vorhergehenden Stellung nahmen des RAD könne festgehalten werden . 3. 9

Dr. J.___ und PD Dr. sc. nat. K.___ von der Klinik L.___

führten mit Bericht an Dr. H.___ vom 2 3. Mai 2024 ( Urk. 8/174) als Diagnosen an: - schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom - Symptome: v iel Schnarchen, Atemunterbrechungen im Schlaf, rezidi vierendes Erw a chen, unerholsamer Schlaf, Tagesmüdigkeit, erhöhtes kardiovaskuläres Risikoprofil - ä tiologisch: aktuell offen/multiätiologisch bei Adipositas, Status nach Stroke , oroph a ryngeale Enge - k linisch: BMI 35,7 kg/m 2 , ESS 4/24, FSS 4.7/7 - d iagnostisch: - Video- Polysomnogr a phie 2 3. März 2024: Schlafapnoe (AHI

28,6 /h,

ODI 29,3/h, mittl . Sa02-Sättigung 89,3 % ) - Aktigraphie vom 7. bis 2 5. März 2024 variierender Ruhe-Aktivitäts rhythmus und wiederholte Unterbrechungen der Nacht (teilweise

3 4

Unterbrechungen) - s ekundäre Insomnie - Symptome: rezidivierende Albträume, Angst, Gedankenkreisen - ätiologisch: seit dem Schlaganfallereignis 2017 sowie im Rahmen depressiver Episode - DD Verdacht auf PLMS - Therapie: psychiatrische/psychologische Traumabewältigung - Status nach Schlaganfall 2017 - r ezidivierende Sprunggelenksoperationen 2014 - depressive Episode

Sie würden als Therapie der ersten Wahl einen Therapieversuch mittels CPAP Maske versuchen. Zudem würden sie die letzten Laboranalysen beim Hausarzt anfordern. Soll t e sich ein Eisenmangel zeigen und die Beeinträchtigung durch die Beinbeschwerden trotz Maskentherapie anhalten, könn t e auch eine Substitution bei sekundärem Restless- Legs -Syndrom überlegt werden. 3. 10

Dr. med. Q.___ , Facharzt für Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom RAD erklärte mit Stellungnahme vom 4. Juli 2024 (Urk.

8/177/2), ein Schlafapnoesyn d rom sei durch CPAP-Therapie gut behan delbar und wirke sich deshalb nicht dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit aus. Die Diagnose einer depressiven Störung sei im Gutachten 2021 und in der RAD psychiatrischen Stellungnahme vom 2 9. Februar 2024 hinreichend beurteilt worden. Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien keine andauernden Verän derungen belegt. 4. 4.1

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sog. Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V

210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 m.w.H .).

Vorliegend bestehen keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit des A.___ Gutachtens vom 3 1. Dezember 2021 ( Urk. 8 /138) sprächen. Vielmehr beruht das Gutachten auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet, berück - sichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge zudem einleuchtend dargelegt und ihre Schluss - folgerungen nachvollziehbar begründet (vgl. E. 1.4 ).

4.2

Ab Beginn des vorliegend zu beurteilenden Zeitraums , das heisst ab April 2017, bis zum Zeitpunkt der Begutachtung gingen die Gutachter von einer vollstän digen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus . Ab dem Zeitpunkt der Begutachtung attestierten sie dem Beschwerdeführer jedoch eine 70%ige A r beits f äh i gkeit in angepasster Tätigkeit, eine psychiatri s che Diagnose wurde verneint (E. 3.2) . Dr. E.___ hielt demgegenüber mit ihrem Bericht vom 4.

März 2022 (E. 3.3) eine rezidivierende de p re s sive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) , fest. Aus dem Bericht von Dr. E.___ ergibt sich dabei, dass keine grosse Veränderung des psychischen Zustandsbildes erfolgt sei. Bezogen auf welchen Vergleichszeitpunkt eine Verän derung verneint wird, führt e

Dr. E.___ nicht aus . Fest

steht jedoch, dass Dr. E.___ im Bericht vom 4. März 2022 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome ,

diagnosti zierte, während si e

in ihren früheren Berichten zu Händen der Beschwerde gegnerin, mithin in den Berichten vom 2 0. November 2016 ( Urk. 8/34) und vom 3. Juni 2017 ( Urk. 8/45), als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F 33.8) angeführt hatte. Hinweise, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach der psychiatrischen Begutachtung im Juli 2021 ( Urk. 8/138/79) in invalidenversicherungsrechtlich relevanter Weise verschlech tert hätte, ergeben sich aus dem Bericht von Dr.

E.___

aber nicht. Vielmehr ist dem Bericht zu entnehmen , dass der Beschwerdeführer durch den Tod eines Verwandten , mithin psychosozial, belastet war . Sodann geht der Beschwerde führer weiterhin wie im Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung – lediglich – einmal pro Monat in psychiatrisch e Therapie ( Urk. 8/138/82, Urk. 8/139). Eine relevante Änderung der medikamentösen Behandlung besteht ebenfalls nicht ( Urk. 8/138/83, Urk. 8/139). Es erweist sich daher als schlüssig, wenn RAD-Arzt M.___ mit Stellungnahme vom 3 0. Mai 2022 ( E. 3.4 ) erklärte , dass Dr. E.___ lediglich den selben medizinischen Sachverhalt anders beurteilt als die Gutachter , weshalb a n der gutachterlichen Beurteilung festgehalten werden könne . 4.3

Dr. H.___ attestierte dem Beschwerdeführer in Abweichung zu den Gutachtern mit Bericht vom 1 7. Juli 2023 für eine angepasste Tätigkeit lediglich eine Arbeitsfähigkeit von zwei bis drei Stunden pro Tag (E. 3.5). Aus dem Bericht von Dr. H.___ ergeben sich keine Befun d e, welche die gutachterliche Einschätzung infrage stellen würde. Insbesondere führt e

Dr. H.___ auch keine nach der Begutachtung eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers an. Es ist denn auch nicht nachvollziehbar, weshalb die von Dr. H.___

erhobenen Befunde bzw. Diagnosen in einer gemäss Gutachten angepassten Tätigkeit (vgl. Urk. 8/138/8- 10 ) nur noch eine Arbeits t ätigkeit während zwei bis drei Stunden täglich erlauben sollten . 4.4

Der behandelnde Psychiater I.___ attestierte dem Beschwerdeführer in Abwei chung zu den Gutachtern lediglich in geschützten Rahmen eine Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden (E. 3. 7 ) .

In Bezug auf Berichte behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).

Wohl kann die einen längeren Zeit raum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets infrage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arzt - personen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begut achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3

m.w.H .). Dem Bericht des Psychiaters I.___ sind keine Aspekte zu entnehmen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wäre n . Wie RAD-Arzt M.___ in seiner Stellungnahme vom 2 9. Februar 2024 (E.

3.8) nachvoll ziehbar darlegte, handelt es sich bei m Bericht von dipl. Arzt I.___ um eine andere Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts, welche die schlüssige gutachterliche Einschätzung nicht infrage zu stellen vermag. 4.5

Dr. J.___ und PD Dr. Sc. K.___ mach t en in ihrem Bericht vom 2 3. Mai 2024 (E.

3. 9 ) keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Wie RAD Arzt Dr.

Q.___ in seiner Stellungnahme vom 4. Juli 2024 (E. 3.10) schlüssig darlegt e , vermag das diagnostizierte obstruktive Schlafapnoesyndrom keine länger andauernde invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit zu begründen. 4.6

Nach dem Gesagten, erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin auf das A.___ -Gutachten abgestellt hat. Es ist deshalb von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten infolge des Schlaganfalls von April

2017 auszugehen. Ab Zeitpunkt des A.___ -Gutachtens besteht in einer angepassten Tätigkeit hingegen wieder eine 70%ige Arbeitsfähigkeit. 5. 5.1

Zur Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist ein Einkommensvergleich vorzu - nehmen.

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und

Invali deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs - erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174). Im Rahmen von Revisionsverfahren ist der Zeitpunkt der Anpassung des Rentenanspruchs massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_486/2019 vom 18. September 2019 E. 7.4 ). 5.2

Der Beschwerdeführer, welche m bereits von September

2015 bis Mai 2016 eine ganze Invalidenrente zugesprochen worden war ( Urk. 8/108) und welcher in der angestammten Tätigkeit ununterbrochen seit August 2014 ( Urk. 8/138/8) zu 100

% arbeitsunfähig war, war ab April 2017 in jedwelcher Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Er hat daher – wie von der Beschwerdegegnerin zugesprochen – ab April 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. 5.3 5.3.1

Die A.___ -Gutachter attestierten dem Beschwerdeführer ab dem Zeitpunkt ihrer Begu t achtung eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange passten Tätigkeit (U r k.

8/138/10). Die Begutachtung fand im Juni und

Juli 2021 statt (Urk.

8/138/2). Es ist somit von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ab (spätestens) Juli 2021 auszugehen.

Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Verbesserung 56 Jahre alt.

Bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, sind nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Eingliederungsmassnahmen durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 E. 5.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_233/2021 vom 7. Juni 2021 E. 2.3 mit Hinweisen).

Diese Rechtsprechung findet auch dann Anwendung, wenn zeitgleich mit der Rentenzusprache über deren Befristung und/oder Abstufung befunden wird (BGE 145 V 209 E. 5.4). Denn die rückwirkende Zusprache einer in der Höhe abgestuften und/oder zeitlich befristeten Invalidenrente richtet sich grundsätzlich nach denselben Regeln wie die Revision eines bestehenden Rentenanspruchs nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Auch in dieser Konstellation sind Versicherte betroffen, die zufolge invalidisierender Beeinträchtigung ihrer Gesundheit (d.h. invaliditätsbe dingt) über einen mehr oder weniger langen Zeitraum überhaupt nicht mehr oder nur noch beschränkt eingegliedert waren (E. 5.3 ). 5.3.2

Die Beschwerdegegnerin kam für Eingliederungsmassnahmen auf, gewährte sie dem Beschwerdeführer doch Arbeitsvermittlung ( Urk. 8/144) und un t erstützte ihn bei einem Arbeitsver s uch ( Urk. 8/147) .

Vom 1. Dezember 2022 bis 3 1. Mai 2023 richtete die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer im Rahmen des Arbeits versuchs Taggelder aus ( Urk. 8/148, Urk. 8/152, Urk. 8/160/7). Die Eingliede rungsmassnahmen wurden per 3 1. Mai 2023 abgeschlossen, ohne dass diese zu einer erfolgreichen Eingliederung des Beschwerdeführers auf dem ersten Arbeits markt geführt hatten ( Urk. 8/157).

Wie dargelegt, steht gestützt auf das A.___ -Gutachten vom 3 1. Dezember 2021

fest ( Urk. 8 /138 ), dass der Beschwerdeführer ab Begutachtung, mithin ab Juli

2021, in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 70 % arbeitsfähig war. Der Beschwerdeführer erachtete sich im Rahmen der Eingliederung jedoch

– wenn überhaupt – nur als zu 50 % arbeitsfähig ( Urk. 8/154). Eine über die gutachterlich erhobene 30%ige Einschränkung hinausgehende Arbeitsunfähigkeit lässt sich medizinisch jedoch nicht begründen. Es erweist sich daher als schlüssig, dass die Beschwerdegegnerin von weiteren Eingliederungsmassnahmen absah . Da die subjektive Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers vom gutachterlich ausgewiesenen Zumutbarkeitsprofil abweicht, kann er aus dem Scheitern der Eingliederungsmassnahmen nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. Urteil e des Bundesgerichts 8C_808/2023 vom 4. Oktober 2024 E. 4 ff., 9C_284/2022 vom 1 1. April 2023 E. 4.4 ff. ) . 5.3.3

Entgegen dem angefochtenen Entscheid endet der Rentenanspruch des Beschwer deführers aber nicht mit der festgestellten Verbesserung,

sondern grundsätzlich erst nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen (vgl. Urteil des Bundesge richts 9C_183/2015 vom 1 9. August 2015 E. 5) .

Wie ausgeführt, richtete die Beschwerdegegnern dem Beschwerdeführer ab 1.

Dezember 2022 Taggelder aus ( Urk. 8/148, Urk. 8/152, Urk. 8/160/7). D as Taggeld wird grundsätzlich zusätzlich zur Rente ausgerichtet, dieses wird jedoch während der Dauer des Doppelanspruchs bei der Durchführung von Abklärungs- oder Eingliederungsmassnahmen um einen Dreissigstel des Rentenbetrags gekürzt ( Art. 47 Abs. 1 ter IVG). Während einer Eingliederungsmassnahme, die zu einer länger als drei Monate dauernden Taggeldberechtigung führt, wird die Renten zahlung unterbrochen ( Art. 47 Abs. 1 bis

lit . b IVG) . Nach Wegfall des Taggeldan spruchs lebt die Rente wieder auf. Eine Prüfung des Rentenanspruchs für die Zukunft hat unter dem Gesichtspunkt der Revision zu erfolgen (AHI 1998 179 E.

2–3). Diese Rechtsprechung hat auch im Rahmen der revidierten Art. 47 Abs. 1–1 ter IVG Bestand (vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversi cherung, IVG, 4. Auflage 20 22 , Rz 2 zu Art. 43).

Da der Beschwerdeführer ab dem 1. Dezember 2022 Taggelder bezog, endete der Rentenanspruch nach drei Monaten ( Art. 47 Abs. 1 bis

lit . b IVG) , mithin am 1.

März 202 3. Es wird Sache der Beschwerdegegnerin sein, die bereits bezogenen Taggelder entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zu kürzen . 5.4 5.4.1

Per 1. Juni 2023, mithin per Abschluss der Eingliederungsmassnahmen, ist ein neuer Einkommensvergleich vorzune h men.

5.4.2

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).

Der Beschwerdeführer war bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens bei der Y.___ AG angestellt. Er erzielte dabei im Jahr 2014 ein monatliches Einkommen von Fr. 5'200. -- , was ein Jahreseinkommen von Fr. 67'600. ergibt (13 x Fr. 5'200.-- ;

Urk. 8/17, Urk. 8/13/58). In Anpassung an die Nominallohn entwicklung entspricht dieses Einkommen im Jahre 2023 einem Einkommen von Fr. 71'479.75 ( Fr. 67' 6 00. -- : 102,8 x 108,7 [Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, 2011-2023, F]). 5.4.3

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl.

BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2).

Der Beschwerdeführer ging nach Eintritt des Gesundheitsschaden keiner Erwerbs tätigkeit mehr nach. Nachdem seine Beeinträchtigungen einer Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auf den ersten Arbeitsmarkt nicht entgegenstehen, ist d as Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne zu bemessen. Gemäss der Tabelle TA1_tirage_skill_level betrug der monatliche Lohn im Kompetenz niveau 1 von Männern im Jahr 2022 im Median Fr. 5’305.--, was bei einer Anpassung an die Nominallohnentwicklung (Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex Männer, Total) und die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7

Stunden (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt schaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total) im Jahr 2023 bei einer

70%igen Arbeitsfähigkeit einem Jahrese inkommen von Fr.

47'236.65 ( Fr. 5‘305.

- : 107,1 x 108,9 : 40 x 41,7 x 12 x 0,7) e ntsprach .

Ein Abzug hiervon ist nicht vorzu nehmen. 5.4.4

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'479.75 und einem Invalidenein - kommen

von Fr. 47'236.65 ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 33,9 % ([ Fr. 71'479.75

-

Fr.

47'236.65 ] :

Fr. 71'479.75) und somit ab 1. Juni 2023 kein Rentenanspruch mehr. 5.5

Gemäss Art. 26 bis

Abs. 3 IVV in der ab 1. Januar 2024 gültigen Fassung sind vom gestützt auf statistische Werte ermittelten Einkommens mit Invalidität – sofern eine Leistungsfähigkeit von mehr als 50 % vorliegt - 10 % abzuziehen. Es ist deshalb per 1. Januar 202 5 ein neuer Einkommensvergleich vorzunehmen (vgl.

Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Stand 1. Januar 2024, Rz . 920 0 ). Hierzu ist festzuhalten, dass für das Jahr

2024 noch keine statistische Werte publiziert wurden, weshalb es sich rechtfertigt, sowohl betreffend Validen- als auch betreffend Invalideneinkommen eine Aufrechnung auf das Jahr 2023 vorzunehmen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'479.75 ( vgl. E. 5. 4 . 2 ) und einem Invalideneinkommen von Fr.

42'513. (Fr.

47'236.65 x 0,9; vgl. E. 5. 4.3 ) ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 40,5 %

also gerundet von 41 % . Der Beschwerdeführer hat somit ab dem 1. Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 27,5 % einer ganzen Invalidenrente ( Art. 28b Abs. 4 IVG in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung). 6.

Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer vom 1. April 2017 bis 2 8. Februar 2023 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 27,5 % einer ganzen Rente. Die Beschwerde ist in dem Sinne teilweise gutzuheissen. 7. 7.1

Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend sind die Gerichtskosten auf Fr. 800 .-- festzu setzen. Nachdem der Beschwerdeführer die Zusprache einer unbefristeten ganzen Rente über den 3 1. August 2021 hinaus beantragt hat, ihm jedoch nur, aber immerhin über den 3 1. August 2021 hinaus bis 2 8. Februar 2023 eine ganze Rente und ab 1. Januar 2024 statt der zugesprochenen Rente von 25 % einer ganzen Rente eine Rente von 27,5 % einer ganzen Rente zuzusprechen ist , sind die Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 4.2). 7.2

Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gericht lich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streit sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemessungs kriterien nennt § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV

SVGer ) den Zeitaufwand und die Barauslagen. Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze erweist sich eine Parteientschädigung von Fr. 3’ 1 00.-- (inkl. Barauslage und MWST) als angemessen. Diese Entschädi gung ist nicht zu reduzieren, da das Hauptbegehren des Beschwerdeführers, soweit über die zuzusprechende Invalidenrente hinausgehend (sog. Überklagen), den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst hat (BGE 117 V 401 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2015 vom 2. März 2016 E. 3). Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde

wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer über den 3 1. August 2021 hinaus bis 2 8. Februar

202 3 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 27,5 % einer ganzen Rente hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2.

Die Gerichtskosten von Fr. 800 .-- werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.

Rechnung und Einzahlungsschein werden den Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3.

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschä digung von Fr. 3’100 .-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Christe - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstWyler