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MKGE 9 Nr. 80

MKGE 9 Nr. 80 — U. e. DG IOB

Mkg · 1976-01-29 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Nr. 80, 81

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gegen eine amtliche Verfügung) un d Art. 291 StG B (Verweisungsbruch) di e

Frage d er Überprüfbarkeit von V erwaltungsverfügungen ne u entschieden.

Der Strafrichter kann zwar dann eine V erfügung nicht überprüfen, wenn

deren Rechtmãssigkeit durch ein V erwaltungsgericht festgestellt w orden ist.

Wurde hingegen dieses Gericht nicht angerufen oder hat es noch nicht geur-

teilt, so darf er di e V erfügung auf offensichtliche Rechtsverletzung o d er

Missbrauch des Ermessens prüfen. Ist a b er di e V erfügung d er Kontrolle

eines Verwaltungsgerichts überhaupt entzogen, so kann der Strafrichter sie

vorfrageweise frei überprüfen (BGE 98 IV 106 und 264).

Es gebietet sich, di e Rechtsprechung des Militãrkassationsgerichts an die

neueste Praxis des Bundesgerichts anzugleichen. Das Militãrkassationsge-

richt hat si eh stets als zustãndig erachtet, Beschlüsse un d unselbstãndige V er-

ordnungen des Bundesrates auf ihre V erfassungsmãssigkeit zu prüfen

(MKGE 3 N r. 34; 9 N r. 9 und 6.6.74 i. S. N.). Es ist nicht einzusehen, weshalb

die Prüfungsbefugnis des Kassationsgerichts mit Bezug aufim Rang nachste-

hende V erwaltungsverfügungen weniger w ei t gehen sollte. D er V erwaltungs-

verfügung kãme sonst eine hohere Rechtsbestãndigkeit zu als einem bundes-

rãtlichen Erlass. Dieses Ergebnis und die strafrechtlichen Konsequenzen-

Straflosigkeit bei Übertretung einer verfassungswidrigen V erordnung, Straf-

barkeit bei V erletzung einer rechtswidrigen V erwaltungsverfügung- wãren

unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten bedenklich. Somit muss auch dem

Militãrstrafrichter di e Befugnis zustehen, V erwaltungsakte soweit zu über-

prüfen, wie es der bürgerliche Strafrichter tut. Da die Einteilungsverfügung

einer Aushebungsinstanz keiner verwaltungsgerichtlichen Kontrolle unter-

liegt, konnen somit die Militãrstrafgerichte eine solche Anordnung auf ihre

Rechtsbestãndigkeit prüfen.

2.- ...

(29. Januar 1976, U. e. DG IOB)

81.

Dienstverweigerung aus Gewissensgründen (Art. 81 Ziff. 2 MStG):

Bedeutung des Tatbestandselementes > (Erw. 2).

Feststellung des diesbezüglich bedeutsamen Sachverhalts durch den

Sachrichter: Tragweite des aus der Hauptverhandlung vom Angeklagten

gewonnenen persõnlichen Eindrucks (Erw. 2 und 3).

Objection de conscience (art. 81, eh. 2 CPM):

Importance de l'élément de fait > (cons. 2).

Constatations du juge à cet égard: portée de l'impression personnelle don-

née par l'accusé à I'audience (cons. 2 et 3).

Obiezione di coscienza (art. 81 n. 2 CPM):

Significato dell'elemento di fatto del > (cons.

2).