opencaselaw.ch

89.759

Ch Vb · 1990-03-23 · Deutsch CH
Erwägungen (1 Absätze)

E. 23 März 1990

N

735

Interpellation Scherrer

Dieser Huckepackkorridor soll als Uebergangslösung provi-

sorisch die Bedürfnisse der rollenden Landstrasse befriedi-

gen, bis mit der Fertigstellung des Lötschberg-Basistunnels

das erforderliche Lichtraumprofil zur Verfügung steht. Die

Uebergangslösung am Lötschberg lässt sich nicht betriebs-

wirtschaftlich, sondern nur politisch begründen, als Antwort

auf den von der EG geforderten Strassenkorridor für 40 Ton-

nen schwere Lastwagen. Deshalb binden wir die Uebergangs-

lösung am Lötschberg nach wie vor an ein positives Verhand-

lungsergebnis mit der EG. Die Investitionen werden nur getä-

tigt, wenn die EG die Forderung nach einem 40-Tonnen-Stras-

senkorridor endgültig fallenlässt.

3. Nach dem Wortlaut der Verordnung über die Förderung des

kombinierten Verkehrs und des Transportes begleiteter Motor-

fahrzeuge können schweizerischen Gesuchstellern auch Bei-

träge an den Bau von Umschlagsanlagen im Ausland gewährt

werden, soweit dies im Verkehrs- und umweltpolitischen Inter-

esse der Schweiz liegt.

Mit dem Bau von grenzfernen Terminals soll der Verkehr mög-

lichst an der Quelle erfasst werden. Wenn Container und

Wechselbehälter mit dem Lastwagen bis zu unserer Landes-

grenze kommen, wird kaum mehr umgeladen. Die Termi AG

(Tochtergesellschaft der Hupac AG) klärt zurzeit geeignete

Standorte ab. In Anbetracht unserer ohnehin grossen Investi-

tion von rund 1,5 Milliarden Franken für die Ausweitung des

Huckepackangebotes in den nächsten vier Jahren stellt sich

indessen die Frage, ob es angebracht ist, dass sich der Bund

beim Bau von grenzfernen Terminals auch noch finanziell en-

gagiert.

4. Die Schweizer Bahnen haben 1988 im kombinierten Ver-

kehr (Grosscontainer und Huckepack) rund 428 000 Sendun-

gen transportiert, davon 269 000 Einheiten im Transitverkehr.

Wieweit der kombinierte Verkehr unsere Strassen vom Lastwa-

genverkehr entlastet, lässt sich nicht eindeutig beziffern. Der

kombinierte Verkehr ist aber eine notwendige Massnahme zur

Vermeidung eines übermässigen Schwerverkehrs auf der

Strasse. Das Angebot eines leistungsfähigen Huckepackver-

kehrs soll ferner die Oeffnung unserer Transitstrassen für 40

Tonnen schwere Lastwagen verhindern.

Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du

Conseil fédéral.

#ST# 89.755

Interpellation Scherrer

Ausbau Grauholz-Autobahn

Aménagement de l'autoroute du Grauholz

Wortlaut der Interpellation vom 11. Dezember 1989

Gemäss früheren Auskünften von Bundesrat und Berner Re-

gierung hätte mit dem Ausbau der Grauholz-Autobahn auf 6

Spuren im Herbst 1989 begonnen werden sollen. Bis zum

heutigen Tag, das heisst dem 11. Dezember 1989, ist jedoch

mit den Bauarbeiten nicht begonnen worden. Vielmehr soll die

UVP ergeben haben, dass bei 6 Spuren im Falle von Staus der

Ausstoss von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffen stei-

gen werde. Ich frage den Bundesrat:

Dispositiv
  1. Wann wird nun endlich mit dem Ausbau der Grauholz-Auto- bahn auf 6 Spuren begonnen?
  2. Ist der Bundesrat bereit, bei einer weiteren Verzögerung des Bauprojektes seine Kompetenzen wahrzunehmen und den Ausbau der Grauholz-Autobahn in die Wege zu leiten?
  3. Wieso werden die Resultate der UVP erst heute bekannt, ob- wohl Bundesrat und Berner Regierung im Frühling 1989 er- klärt haben, dass mit dem Ausbau im Herbst 1989 begönnen werde?
  4. Sind bei der UVP auch die Auswirkungen der heute am Grauholz üblichen Staus in die Berechnungen einbezogen worden? Texte de l'interpellation du 11 décembre 1989 Si l'on s'en tient aux déclarations faites, il y a quelque temps par le Conseil fédéral et le gouvernement de Berne, l'amé- nagement de l'autoroute du Grauholz à 6 voies aurait déjà dû commencer à l'automne 1989. Or, aujourd'hui encore, le 11 décembre 1989, les travaux n'ont toujours pas commencé. Au contraire, les études d'impact sur l'environnement auraient révélé que ces 6 voies feraient augmenter, dans le cas d'em- bouteillages, les émissions de monoxyde de carbone et d'hy- drocarbures. Je demande au Conseil fédéral:
  5. Quand va-t-on enfin commencer l'aménagement de l'auto- route du Grauholz?
  6. Est-il prêt dans le cas où le projet serait de nouveau re- poussé, à intervenir dans les limites de ses compétences, pour que les travaux soient enfin commencés?
  7. Pourquoi ne connaît-on qu'aujourd'hui les résultats des étu- des d'impact sur l'environnement alors que le Conseil fédéral et le gouvernement de Berne avaient déclaré au printemps 1989 que l'aménagement commencerait à l'automne 1989?
  8. Les études d'impact sur l'environnement ont-elles égale- ment pris en compte les répercussions des embouteillages, qui sont déjà monnaie courante au Grauholz? Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine -Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. Februar 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 février 1990
  9. Nach Abschluss der Einsprache- und Beschwerdeverfah- ren wird ohne Verzug das Genehmigungsverfahren für das Ausführungsprojekt eingeleitet werden. Genehmigungs- instanz ist gemäss dem Nationalstrassengesetz das EVED. Da der Bundesrat auf den Ablauf der Rechtsmittelverfahren kei- nen Einfluss hat, kann die Frage nach dem Baubeginn nicht schlüssig beantwortet werden.
  10. Der Bundesrat hat - wie in der Antwort auf die Frage 1 er- wähntworden ist- keine Kompetenzen, in hängige Rechtsmit- telverfahren einzugreifen.
  11. Der Bundesrat hat bereits in seiner Antwort auf die Interpel- lation Aubry (88.839) auf die hängigen Verfahren hingewiesen und bezüglich des Baubeginns einschränkend ausgeführt: «Mit dem Ausbau soll im Herbst 1989 begonnen werden.» Auch der Vorsteher des EVED wies auf die Frage des Interpel- lanten in der Fragestunde vom 6. März 1989 auf das laufende UVP-Verfahren hin und erklärte zum Baubeginn: «Mit dem Ausbau der Grauholz-Autobahn wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres begonnen.»
  12. Die Auswirkungen der Staus wurden im UVP in einem sepa- raten Unterkapitel untersucht. Deutliche Differenzen gegen- über dem Zustand «flüssiger Verkehr» ergeben sich vor allem für die Schadstoffe CO und HC. Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satisfait de la réponse du Conseil fédéral. Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Seiler Hanspeter Entwicklung des kombinierten Verkehrs Interpellation Seiler Hanspeter Développement du trafic combiné In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.759 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.03.1990 - 08:00 Date Data Seite 733-735 Page Pagina Ref. No 20 018 479 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

23. März 1990 N 733 Interpellation Seiler Hanspeter #ST# 89.752 Interpellation Salvioni Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (Art. 48) Interpellanza Salvioni Legge sulla radio e la televisione (art. 48) Interpellation Salvioni Loi sur la radio et la télévision (art. 48) Wortlaut der Interpellation vom 11. Dezember 1989 Nach Artikel 48 Absatz 2 des Entwurfs des Bundesrates zu ei- nem Bundesgesetz über Radio und Fernsehen, der im Natio- nalrat angenommen worden ist, dürfen Programme über Ka- belnetze nicht weiterverbreitet werden, wenn dadurch völker- rechtliche Vorschriften verletzt werden. MitBeschlussvom 13. Oktober 1988 hat die Europäische Menschenrechtskommis- sion erklärt, Artikel 78 Absatz 1 der Verordnung vom 17. Au- gust 1983 zum Telegrafen- und Telefonverkehrsgesetz (der mit Art. 48 des Radio- und Fernsehgesetzes übereinstimmt) sei unvereinbar mit den Pflichten, die der Schweiz gemäss der Konvention zum Schutz der Menschenrechte (insbesondere Art. 10) obliegen. Will der Bundesrat diesen Artikel nicht noch vor der Beratung im Ständerat ändern, um zu verhindern, dass eine Gesetzes- bestimmung in Kraft tritt, die sehr wahrscheinlich vom Ge- richtshoffür Menschenrechte kassiert werden wird? Testo dell'interpellanza del 11 dicembre 1989 II Consiglio federale ha proposto e il Consiglio nazionale ha votato l'articolo 48 capoverso 2 del progetto di Legge sulla ra- dio e la televisione in cui si proibisce la ritrasmissione via cavo di programmi emessi in violazione dei diritti internazionali. Con decisione 13 ottobre 1988 la Commissione europea dei diritti dell'uomo ha dichiarato che l'articolo 78 capoverso 1 OTT del 17 agosto 1983 (che corrisponde testualmente all'art. 48 della Legge sulla radio e la televisione) viola gli obblighi che incom- bono alla Svizzera ai termini della convenzione sulla prote- zione dei diritti dell'uomo, in particolare l'articolo 10. Il Consiglio federale intende modificare quest'articolo prima che sia discusso nel Consiglio degli Stati allò scopo di evitare di mantenere una norma che sarà verosimilmente cassata dalla Corte europea dei diritti dell'uomo? Texte de l'interpellation du 11 décembre 1989 Le Conseil fédéral a proposé, à l'article 48 alinéa 2 du projet de loi sur la radio et la télévision, une disposition interdisant la re- transmission par câble d'émissions contraires au droit interna- tional. Cette disposition a été approuvée par le Conseil natio- nal. Or, la Commission européenne des droits de l'homme a déclaré, par décision du 13 octobre 1988, que l'article 78,1er alinéa de l'ordonnance du 17 août 1983 sur la correspon- dance télégraphique et téléphonique, dont la teneur est identi- que à celle de l'article 48 de la loi sur la radio et la télévision, viole les obligations qui incombent à la Suisse en vertu de la Convention européenne des droits de l'homme, en particulier de l'article 10. Le Conseil fédéral est-il disposé à modifier cet article avant qu'il soit débattu au Conseil des Etats, de manière à supprimer une disposition qui sera selon toute vraisemblance cassée par la Cour européenne des droits de l'homme? Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nes- suno-Aucun Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit L'autore rinunzia alla motivazione e desidera une risposta scritta. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. Februar 1990 Risposta scritta del Consiglio federale del 14 febbraio 1990 ' Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 février 1990 Nel messaggio del 28 settembre 1987 a sostegno di una legge federale sulla radiotelevisione (LRTV), il Consiglio federale ha esposto i motivi per cui il tenore dell'articolo 48 capoverso 2 va integrato in quest'ultima. In particolare è stato sottolineato che date le caratteristiche di piccolo Stato al centro dell'Europa, la Svizzera ha un evidente interesse a rispettare le norme interna- zionali in materia di radiodiffusione. Infatti, le disposizioni inter- nazionali in materia di telecomunicazione garantiscono la sovranità del nostro Paese e quindi la libertà d'azione delle sue autorità, segnatamente nel campo della pianificazione dellefre- quenze. Va inoltre ricordato il notevole contributo della Svizzera alla Convenzione europea sulla televisione transfrontaliera. Que- sto accordo, firmato il 5 maggio 1989 dalla Svizzera e da allora applicato prowisoriamente, stabilisce per la prima volta a li- vello internazionale determinati principi minimi in materia di programmi. In quest'ottica sembrerebbe incomprensibile che la LRTV desse ai diffusori via cavo la possibilità di fovorire deroghe ai pertinenti accordi internazionali attraverso la ridiffusione di programmi esteri non conformi alle citate disposizioni. L'interpellante si riferisce a una procedura attualmente al- l'esame della Corte europea dei diritti dell'uomo. È vero che nel suo rapporto del 13 ottobre 1988 la Commissione europea dei diritti dell'uomo afferma che con il divieto di ridiffusione di determinati programmi, la Svizzera ha violato l'articolo 10 della Convenzione europea per la salvaguardia dei diritti dell'uomo. In occasione di una recente udienza dinnanzi a questa Corte, la delegazione svizzera è riuscita a chiarire certi equivoci di fondo. Il Consiglio federale è pertanto fiducioso che detta Corte riconosca la concordanza tra la prassi applicata dalla Svizzera e i principi di detta convenzione. A questo si aggiunge un'altra considerazione: per principio, dopo aver sottoposto un messaggio al Parlamento, il Consi- glio federale non interviene più nella procedura di legisla- zione. Nella fattispecie, il Consiglio federale ritiene che un in- tervento come preconizzato dall'interpellante sarebbe tanto più inopportuno in quanto il Consiglio nazionale ha già dis- cusso la LRTV e ha preso una chiara decisione in merito al pro- blema in questione. Al limite, il Consiglio degli Stati e la sua commissione preparatoria potrebbero riprendere detta pro- blematica. Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la réponse du Conseil fédéral. #ST# 89.759 Interpellation Seiler Hanspeter Entwicklung des kombinierten Verkehrs Développement du trafic combiné Wortlaut der Interpellation vom 11. Dezember 1989 Die Verkehrsminister der EG haben in Sachen Transitgüterver- kehr neue Prioritäten gesetzt; grundsätzlich wird als wichtigste mittel- und langfristige Lösung der kombinierte Verkehr aner- kannt. In den letzten Monaten hat sich zudem der Trend vom Huckepack- zum Container- und Wechselbehälterverkehr ver- stärkt. Insbesondere der Containerverkehr erscheint aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der Mehrfachverwendung (in Luft, auf See, Schiene und Strasse trarisportierbar) förde- rungswürdig. Im Zusammenhang mit diesen Problemberei- chen ersuche ich den Bundesrat, zu folgenden Aspekten Stel- lung zu nehmen:

Interpellation Seiler Hanspeter 734 N 23 mars 1990

1. Wie beurteilt der Bundesrat die Verlagerung des Hucke- pack- auf Container- und Wechselbehältertransitverkehr in den kommenden 5 bis 6 Jahren, und ist er bereit, diese Umla- gerung mit geeigneten Massnahmen zu unterstützen?

2. Wie beurteilt der Bundesrat die Notwendigkeit einer soge- nannten dritten Schiene im Lötschbergtunnel? Kann in Be- rücksichtigung der Entwicklungstendenzen im Transitverkehr (Umlagerung auf Container-und Wechselbehälter) darauf ver- zichtet werden?

3. Eine wirksame Förderung des Containerverkehrs setzt gut ausgebaute und leistungsfähige Terminals voraus. Gemäss der Treibstoffzoll-Gesetzgebung kann der Bund auch Beiträge an Terminals im Ausland leisten, sofern diese in Grenznähe lie- gen (z. B. Domodossola, Weil-Lörrach). Ist der Bundesrat be- reit, die Rechtsgrundlage so zu ändern, dass der Bund Bei- träge auch an Terminals ausserhalb des grenznahen Raumes entrichten kann?

4. Wie beurteilt der Bundesrat die Entlastungsmöglichkeiten auf den Strassen der Bergtäler durch den kombinierten Ver- kehr? Texte de l'interpellation du 11 décembre 1989 Les ministres des transports de la CEE ont fixé de nouvelles priorités dans le domaine du transport de marchandises en transit; le trafic combiné est reconnu être la meilleure solution à moyen et à long terme. On assiste, en outre, ces derniers mois, à une intensification du transport par conteneurs et par caisses mobiles au détriment du ferroutage. Le transport par conteneurs, en raison de sa rentabilité et de ses utilisations multiples (possibilités de transport par voie aérienne, ferro- viaire, routière et maritime) mériterait d'être développé. Je prie donc le Conseil fédéral de se prononcer sur les aspects sui- vants:

1. Comment juge-t-il, pour les cinq ou six années à venir, le glissement qui s'opère en faveur du transport par conteneurs et par caisses mobiles et est-il prêt à prendre des mesures al- lant dans ce sens?

2. Que pense-t-il de la nécessité de construire une troisième voie dans le tunnel du Loetschberg? Peut-on y renoncer, compte tenu de l'évolution du trafic de transit (transport par conteneurs et caisses mobiles)?

3. Si l'on veut développer, de façon efficace, le transport par conteneurs, il faut disposer de terminaux bien aménagés et de haut rendement. En vertu de la loi fédérale concernant l'utilisa- tion du produit des droits d'entrée sur les carburants, la Confé- dération peut également fournir des contributions à la cons- truction de terminaux à l'étranger, à condition que ceux-ci soient proches de la frontière (à Domodossola et Weil-Lör- rach). Le Conseil fédéral est-il prêt à modifier la base légale de façon à permettre à la Confédération de fournir des contribu- tions destinées à la construction de terminaux situés en de- hors de la zone frontalière?

4. Que pense le Conseil fédéral des possibilités de déconges- tionner les routes des vallées de montagne par le trafic com- biné? Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Berger, Blatter, Bonny, Bühler, Bürgi, David, Dietrich, Dormann, Dünki, Engler, Fehr, Fischer-Hägglingen, Hari, Hess Otto, Hildbrand, Hösli, Iten, Kühne, Luder, Meier-Glattfelden, Müller-Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Oester, Reichling, Reimann Maxi- milian, Ruckstuhl, Ruf, Rutishauser, Rychen, Sager, Schmid- halter, Schwab, Seiler Rolf, Steffen, Steinegger, Stocker, Wel- lauer, Wyss William, Zölch, Züger (42) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. März 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 mars 1990

1. Das am 31. Januar und am 1. Februar 1990 in Brüssel durchgeführte Forum für den kombinierten Verkehr- Euromo- dal 90 - hat einmal mehr gezeigt, dass angesichts der Kapazi- tätsengpässe auf der Strasse, aber auch aus ökologischen Gründen eine massive Verlagerung des Güterfernverkehrs auf die Schiene unumgänglich ist. Das schweizerische Transit- konzept, den alpenquerenden Verkehr im kombinierten Trans- port Schiene/Strasse abzuwickeln, hat an der Brüsseler Ta- gung einen eigentlichen Durchbruch erzielt. Dies vor allem dank den Beschlüssen des EG-Ministerrats vom 4. und 5. De- zember 1989, wonach dem kombinierten Verkehr über län- gere Strecken eine hohe Priorität eingeräumt wird. Der EG- Kommissar für Verkehr versicherte am Forum «Euromodal 90», dass die Kommission der Europäischen Gemeinschaft dem kombinierten Verkehr «la priorité des priorités» zuer- kennt. Es soll ein integriertes Transportnetz für Europa ge- schaffen werden. Die EG-Kommission hat ein Gesamtpro- gramm in Auftrag gegeben, und noch vor Ende 1990 soll ein Aktionsplan zur Förderung des kombinierten Verkehrs vorlie- gen. Die EG-Forderung nach einem schweizerischen Transitkorri- dor für 40 Tonnen schwere Lastwagen ist für uns zwar noch nicht endgültig vom Tisch. Angesichts der angebahnten Ent- wicklungen im kombinierten Verkehr scheint es aber, dass die EG ihre Haltung in dieser Frage ändern wird. Der Transport von Containern und Wechselbehältern ist die ef- fizienteste Form des kombinierten Verkehrs. Aus verkehrspoli- tischen Gründen müssen wir aber bis auf weiteres auch den begleiteten Huckepacktransport ganzer Lastwagen als Alter- native zum 40-Tonnen-Korridor auf der Strasse anbieten. Die eigentlichen Stammkunden des Huckepackverkehrs bedie- nen sich heute weitgehend des Wechselbehälters. Kleinere Strassentransportunternehmer und vor allem Gelegenheits- kunden des kombinierten Verkehrs sind aber noch nicht oder nicht genügend für diese Transporttechnik eingerichtet, um am unbegleiteten Huckepackverkehr teilnehmen zu können. Sie verfügen in den Verlade- und Entladebahnhöfen auch nicht überall über die nötige Organisation für den Zustell- und Abholdienst ihrer Transportgefässe. Diese Organisation muss auf internationaler Ebene erst noch geschaffen werden. Im Rahmen der europäischen Forschungszusammenarbeit (Cost) soll eine Transportlogistik aufgebaut werden, damit sich alle Strassentransportunternehmer für den Domizildienst ihrer Transportgefässe rationell in die Transportkette einfügen können. Die Schweiz wirkt am Aufbau dieser Transportlogistik mit. An der Tagung in Brüssel wurde auch darauf hingewiesen, dass die Bahnen den kombinierten Verkehr weiträumig pla- nen müssen, damit dieser nicht erst an den Landesgrenzen, sondern direkt an der Quelle, an den Industriestandorten und in den Häfen, erfasstwird. Lange Strecken sind eindeutig eine Domäne des unbegleiteten kombinierten Verkehrs. Eine Förderung des unbegleiteten kombinierten Verkehrs mit Containern und Wechselbehältern wird auch durch den ver- mehrten Einsatz von Blockzügen angestrebt, welche die Strecke von Terminal zu Terminal ohne Rangieren durchfah- ren. Damit können in diesem Marktsegment attraktivere Lei- stungen angeboten werden. Die Europäische Verkehrsminister-Konferenz hat einen Antrag der Schweiz zur Prüfung entgegengenommen, wonach die Abmessungen der Container und Lastwagen international zu harmonisieren und dem Standard der europäischen Verkehrs- wege anzupassen sind. Sonst werden Eisenbahntunnel ge- baut, deren Lichtraumprofil nach ein paar Jahren für den kom- binierten Verkehr der modernen Transportgefässe bereits zu klein ist.

2. Unser Land steht unter einem gewissen Druck der EG, seine Transitstrassen für 40 Tonnen schwere Lastwagen zu öff- nen. Als Alternative dazu bietet der Bundesrat bedeutende An- gebotserweiterungen im Huckepackverkehr an. Am Gotthard bleibt aber das Lichtraumprofil unverändert, so dass bei der rollenden Landstrasse nur Lastwagen bis zu 3,80 m Eckhöhe zum Transport zugelassen sind. Als Ergänzung dazu soll mit einer zusätzlichen Spur in der Mitte des Lötschbergtunnels ein Vier-Meter-Huckepackkorridor als Möglichkeit auf dieser Achse angeboten werden, damit alle Fahrzeuge mit den im Strassenverkehr üblichen Abmessungen befördert werden können.

23. März 1990 N 735 Interpellation Scherrer Dieser Huckepackkorridor soll als Uebergangslösung provi- sorisch die Bedürfnisse der rollenden Landstrasse befriedi- gen, bis mit der Fertigstellung des Lötschberg-Basistunnels das erforderliche Lichtraumprofil zur Verfügung steht. Die Uebergangslösung am Lötschberg lässt sich nicht betriebs- wirtschaftlich, sondern nur politisch begründen, als Antwort auf den von der EG geforderten Strassenkorridor für 40 Ton- nen schwere Lastwagen. Deshalb binden wir die Uebergangs- lösung am Lötschberg nach wie vor an ein positives Verhand- lungsergebnis mit der EG. Die Investitionen werden nur getä- tigt, wenn die EG die Forderung nach einem 40-Tonnen-Stras- senkorridor endgültig fallenlässt.

3. Nach dem Wortlaut der Verordnung über die Förderung des kombinierten Verkehrs und des Transportes begleiteter Motor- fahrzeuge können schweizerischen Gesuchstellern auch Bei- träge an den Bau von Umschlagsanlagen im Ausland gewährt werden, soweit dies im Verkehrs- und umweltpolitischen Inter- esse der Schweiz liegt. Mit dem Bau von grenzfernen Terminals soll der Verkehr mög- lichst an der Quelle erfasst werden. Wenn Container und Wechselbehälter mit dem Lastwagen bis zu unserer Landes- grenze kommen, wird kaum mehr umgeladen. Die Termi AG (Tochtergesellschaft der Hupac AG) klärt zurzeit geeignete Standorte ab. In Anbetracht unserer ohnehin grossen Investi- tion von rund 1,5 Milliarden Franken für die Ausweitung des Huckepackangebotes in den nächsten vier Jahren stellt sich indessen die Frage, ob es angebracht ist, dass sich der Bund beim Bau von grenzfernen Terminals auch noch finanziell en- gagiert.

4. Die Schweizer Bahnen haben 1988 im kombinierten Ver- kehr (Grosscontainer und Huckepack) rund 428 000 Sendun- gen transportiert, davon 269 000 Einheiten im Transitverkehr. Wieweit der kombinierte Verkehr unsere Strassen vom Lastwa- genverkehr entlastet, lässt sich nicht eindeutig beziffern. Der kombinierte Verkehr ist aber eine notwendige Massnahme zur Vermeidung eines übermässigen Schwerverkehrs auf der Strasse. Das Angebot eines leistungsfähigen Huckepackver- kehrs soll ferner die Oeffnung unserer Transitstrassen für 40 Tonnen schwere Lastwagen verhindern. Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral. #ST# 89.755 Interpellation Scherrer Ausbau Grauholz-Autobahn Aménagement de l'autoroute du Grauholz Wortlaut der Interpellation vom 11. Dezember 1989 Gemäss früheren Auskünften von Bundesrat und Berner Re- gierung hätte mit dem Ausbau der Grauholz-Autobahn auf 6 Spuren im Herbst 1989 begonnen werden sollen. Bis zum heutigen Tag, das heisst dem 11. Dezember 1989, ist jedoch mit den Bauarbeiten nicht begonnen worden. Vielmehr soll die UVP ergeben haben, dass bei 6 Spuren im Falle von Staus der Ausstoss von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffen stei- gen werde. Ich frage den Bundesrat:

1. Wann wird nun endlich mit dem Ausbau der Grauholz-Auto- bahn auf 6 Spuren begonnen?

2. Ist der Bundesrat bereit, bei einer weiteren Verzögerung des Bauprojektes seine Kompetenzen wahrzunehmen und den Ausbau der Grauholz-Autobahn in die Wege zu leiten?

3. Wieso werden die Resultate der UVP erst heute bekannt, ob- wohl Bundesrat und Berner Regierung im Frühling 1989 er- klärt haben, dass mit dem Ausbau im Herbst 1989 begönnen werde?

4. Sind bei der UVP auch die Auswirkungen der heute am Grauholz üblichen Staus in die Berechnungen einbezogen worden? Texte de l'interpellation du 11 décembre 1989 Si l'on s'en tient aux déclarations faites, il y a quelque temps par le Conseil fédéral et le gouvernement de Berne, l'amé- nagement de l'autoroute du Grauholz à 6 voies aurait déjà dû commencer à l'automne 1989. Or, aujourd'hui encore, le 11 décembre 1989, les travaux n'ont toujours pas commencé. Au contraire, les études d'impact sur l'environnement auraient révélé que ces 6 voies feraient augmenter, dans le cas d'em- bouteillages, les émissions de monoxyde de carbone et d'hy- drocarbures. Je demande au Conseil fédéral:

1. Quand va-t-on enfin commencer l'aménagement de l'auto- route du Grauholz?

2. Est-il prêt dans le cas où le projet serait de nouveau re- poussé, à intervenir dans les limites de ses compétences, pour que les travaux soient enfin commencés?

3. Pourquoi ne connaît-on qu'aujourd'hui les résultats des étu- des d'impact sur l'environnement alors que le Conseil fédéral et le gouvernement de Berne avaient déclaré au printemps 1989 que l'aménagement commencerait à l'automne 1989?

4. Les études d'impact sur l'environnement ont-elles égale- ment pris en compte les répercussions des embouteillages, qui sont déjà monnaie courante au Grauholz? Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine -Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. Februar 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 février 1990

1. Nach Abschluss der Einsprache- und Beschwerdeverfah- ren wird ohne Verzug das Genehmigungsverfahren für das Ausführungsprojekt eingeleitet werden. Genehmigungs- instanz ist gemäss dem Nationalstrassengesetz das EVED. Da der Bundesrat auf den Ablauf der Rechtsmittelverfahren kei- nen Einfluss hat, kann die Frage nach dem Baubeginn nicht schlüssig beantwortet werden.

2. Der Bundesrat hat - wie in der Antwort auf die Frage 1 er- wähntworden ist- keine Kompetenzen, in hängige Rechtsmit- telverfahren einzugreifen.

3. Der Bundesrat hat bereits in seiner Antwort auf die Interpel- lation Aubry (88.839) auf die hängigen Verfahren hingewiesen und bezüglich des Baubeginns einschränkend ausgeführt: «Mit dem Ausbau soll im Herbst 1989 begonnen werden.» Auch der Vorsteher des EVED wies auf die Frage des Interpel- lanten in der Fragestunde vom 6. März 1989 auf das laufende UVP-Verfahren hin und erklärte zum Baubeginn: «Mit dem Ausbau der Grauholz-Autobahn wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres begonnen.»

4. Die Auswirkungen der Staus wurden im UVP in einem sepa- raten Unterkapitel untersucht. Deutliche Differenzen gegen- über dem Zustand «flüssiger Verkehr» ergeben sich vor allem für die Schadstoffe CO und HC. Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satisfait de la réponse du Conseil fédéral.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Seiler Hanspeter Entwicklung des kombinierten Verkehrs Interpellation Seiler Hanspeter Développement du trafic combiné In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.759 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.03.1990 - 08:00 Date Data Seite 733-735 Page Pagina Ref. No 20 018 479 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.