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88.709

Ch Vb · 1988-12-16 · Deutsch CH
Erwägungen (2 Absätze)

E. 16 Dezember 1988 N 1933 Postulat Savary-Freiburg La possibilità di acquistare appartamenti o case di vacanza per periodi ben definiti durante l'arco dell'anno riduce l'inve- stimento dell'acquirente e consente un uso prolungato dell'abitazione, grazie al suo utilizzo da parte dei diversi e successivi comproprietari. E' una formula che potrebbe consentire di limitare taluni inconvenienti delle residenze secondarie tradizionali e favorire a un maggior numero di interessati l'accesso alla proprietà di una abitazione di vacanza per una o più settimane. In Francia esistono precise norme legali, altre sono allo studio in Italia. Sarebbe opportuno approfondire questo argomento a livello svizzero, ritenuto che uno sviluppo della multi-proprietà potrebbe avvenire solo se questa forma par- ticolare di compra-vendita immobiliare venisse disciplinata giuridicamente nei suoi diversi aspetti, pure allo scopo di tutelare l'acquirente da operazioni a carattere unicamente speculativo. A tale scopo, ritengo quindi opportuno un primo approfondito esame del tema sollevato e, in funzione dei risultati che ne scaturiranno, l'eventuale successiva pro- posta al Parlamento di una speciale normativa. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. November 1988 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 28 novembre 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 novembre 1988 II Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato. Ueberwiesen - Transmis #ST# 88.726 Postulat Savary-Freiburg Raumplanungsgesetz. Effiziente Bodennutzung Postulat Savary-Fribourg Loi sur l'aménagement du territoire. Utilisation mesurée du sol Wortlaut des Postulates vom 29. September 1988 Um der Verschwendung von Kulturland entgegenzuwirken, soll eine haushälterische Bodennutzung gefördert werden. Dies geht aus dem Bericht des Bundesrates über den Stand und die Entwicklung der Bodennutzung und der Besiedlung in der Schweiz hervor. Im Bericht unerwähnt bleiben jedoch die Mittel und Massnahmen, die zur Erreichung dieses Ziels notwendig sind. Der Bundesrat wird gebeten, dafür zu sorgen, dass der Verlust von Kulturland in angemessenen Grenzen gehalten werden kann. Dies kann er dadurch erreichen, dass er von den Kontrollmöglichkeiten, die ihm gemäss den Bestim- mungen über die Raumplanung zustehen und von den Mög- lichkeiten, Zusatzmassnahmen zu treffen, Gebrauch macht. Dabei sollte er eine effiziente Nutzung der bebauten Flächen fördern. In erster Linie soll:

a) der Bedarf an Bauland vorrangig durch eine Nutzung des unbebauten Baulands gedeckt werden;

b) die Nachfrage nach Bauland durch eine bessere Nutzung des Siedlungsgebietes und durch die Sanierung der beste- henden Bausubstanz begrenzt werden;

c) der Bedarf an Bauland durch eine verdichtete Bauweise herabgesetzt werden;

d) die Verfügbarkeit des Baulands in den bestehenden Bau- zonen allgemein erhöht werden;

e) durch Landumlegungen die Ueberbauung von Flächen, die für die Landwirtschaft wertvoll sind, verhindert und die Bautätigkeit eher in ein für die landwirtschaftliche Nutzung ungünstigeres Gebiet verlagert werden. Ausgehend von diesen Vorschlägen wird der Bundesrat eingeladen, die nachstehenden Möglichkeiten unverzüglich zu prüfen und die Schlussfolgerungen der Untersuchung in die Vorarbeiten zur Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung einzubeziehen:

1. Die Verfügbarkeit des Baulands ist zu erhöhen, indem der Hortung von überbaubaren Parzellen entgegengewirkt und eine zonenkonforme Nutzung angestrebt wird. Folgende Punkte verdienen besondere Beachtung:

- Festlegung allgemeiner Bedingungen für eine Baupflicht auf den überbaubaren Flächen; solche Bestimmungen kämen, entsprechend der Nutzungsplanung, bei einer man- gelnden Baubereitschaft zum Tragen; - Einzonung von neuen Grundstücken, erst nachdem der «Bedarfsnachweis» erbracht und ein Detailplan erstellt worden ist, der eine vernünftige Nutzung des Bodens gewährleistet; - Rückzonung der für die landwirtschaftliche Nutzung geeigneten Grundstücke, wenn die Ueberbauung nicht frist- gerecht ausgeführt wird;

- Besteuerung nach dem Verkaufswert der erschlossenen, aber unbebauten Grundstücke, die innerhalb der Bauzonen gelegen sind;

- Einführung eines Landumlegungsverfahrens, nach dem Bauzonen unter Umständen in Gebiete, die für landwirt- schaftliche Nutzung ungünstig sind, umgelagert werden können.

2. Umbau- und Bauvorschriften sind zu erleichtern, um Landeinsparungen innerhalb des Siedlungsgebiets zu för- dern. Folgende Massnahmen können bei einer derartigen Lösung ins Auge gefasst werden:

- eine vermehrte Nutzungsdurchmischung innerhalb der Bauzonen ist zu erleichtern

- die Bausubstanz ist besser zu nutzen

- die nach öffentlichem Recht vorgeschriebenen Abstände zwischen den Bauten sind herabzusetzen;

- die Zufahrtsstrassen für die Erschliessung der Grund- stücke sind zu redimensionieren. Um eine haushälterische Nutzung des Siedlungsgebiets zu fördern, ist es schliesslich wichtig und dringend, dass die Landwirtschaftszonen gemäss den im Raumplanungsgesetz enthaltenen Grundsätzen festgelegt werden. Die Lücken, die bei der Anwendung des Gesetzes festgestellt worden sind, sollen so schnell wie möglich durch geeignete Massnahmen geschlossen werden. Texte du postulat du 29 septembre 1988 II faut lutter contre le gaspillage des terres agricoles en favorisant une utilisation plus mesurée des zones à bâtir. C'est ce qu'on peut ressortir du rapport du Conseil fédéral sur l'état et l'évolution de l'utilisation du sol et de l'urbanisa- tion en Suisse. Toutefois, le rapport ne précise pas quels sont les moyens et quelles mesures sont nécessaires à cet effet. Le Conseil fédéral est invité à faire en sorte que l'on puisse maintenir les pertes de terres cultivables dans une limite acceptable, en utilisant pleinement les moyens de contrôle qu'offrent les dispositions sur l'aménagement du territoire et en usant des possibilités de prendre des mesures complé- mentaires dans ce but. Pour y parvenir, il faut en particulier promouvoir une utilisation efficiente de la surface bâtie. Il convient en premier lieu de:

a) Couvrir prioritairement les besoins en terrains à bâtir en utilisant les terrains à bâtir vierges.

b) Limiter la demande de terrains à bâtir par une meilleure utilisation du milieu bâti et par l'assainissement du volume construit.

c) Réduire les besoins en terrains à bâtir par une densifica- tion des constructions.

d) Améliorer de façon générale la disponibilité des terrains à bâtir dans les zones à bâtir existantes.

e) mpêcher, par des remaniements parcellaires, la construc- tion sur des surfaces précieuses pour l'agriculture et plutôt déplacer cette construction dans des secteurs moins appro- priés à des fins agricoles.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Cavadini Teilzeit-Grundeigentum Postulat Cavadini Droit de la multipropriété Postulato Cavadini Disposizioni legali sulla multi-proprietà In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1988 Année Anno Band IV Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.709 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.12.1988 - 08:00 Date Data Seite 1932-1933 Page Pagina Ref. No

E. 20 016 976 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Postulat Cavadini 1932 N 16 décembre 1988 beruhigung, zur besseren Durchsetzung von Sicherheitsauf- lagen, kurz und gut, ein Ueberholverbot könnte zu einer vollständigen Ueberprüfung der heutigen Situation führen und würde auch die Arbeitgeber zwingen, ihren Chauffeu- ren humanere Arbeits- und Fahrbedingungen zuzugeste- hen. Was sich heute auf unseren Autobahnen zum Teil abspielt, kann bildlich nur noch als Zustände «à la Wilder Westen» skizziert werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 26. August 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 août 1987 Ein generelles Ueberholverbot für Lastwagen auf Autobah- nen ist als allgemeine Verkehrsregel unverhältnismässig und der Verkehrssicherheit abträglich. Das Verbot würde zu kilometerlangen Lastwagenkolonnen und sogar zu Staus führen, weil sich sämtliche Lastwagen dem langsamsten Fahrzeug anpassen müssten. Die Kapazität der Autobahnen würde dadurch unnötig eingeschränkt. Dort, wo sich auf- grund der örtlichen Situation ein Ueberholverbot aufdrängt (z. B. in Steigungen), sind die kantonalen Behörden, auf den Autobahnen des Nationalstrassennetzes das EJPD, nach der Signalisationsverordnung gehalten, signalisierte Ueberhol- verbote für Lastwagen anzuordnen. Im übrigen wird im Rahmen der laufenden VRV-Teilrevision vorgeschlagen, schweren Motorwagen zum Gütertransport die Benutzung des dritten Fahrstreifens auf Autobahnen mit drei Fahrstreifen in einer Richtung zu untersagen. Dieser ' Streifen soll dem schnellen Verkehr vorbehalten sein und damit den Verkehrsfluss verbessern. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. Abgelehnt - Rejeté #ST# 88.572 Postulat Seiler Rolf Wirksamkeit von Dreiweg- Katalysatoren Catalyseurs à trois voies. Efficacité Wortlaut des Postulates vom 19. September 1988 Der Bundesrat wird beauftragt, eine Langzeit-Untersuchung über die Wirksamkeit von Dreiweg-Katalysatoren zu veran- lassen und dem Parlament einen entsprechenden Bericht vorzulegen. Texte du postulat du 19 septembre 1988 Le Conseil fédéral est prié d'ordonner une étude à long terme sur l'efficacité des catalyseurs à trois voies et de soumettre au Parlement un rapport y relatif. Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Zweifellos vermögen geregelte Katalysatoren den Giftaus- stoss von Benzin- und Dieselmotoren erheblich zu vermin- dern. Die effektive Wirksamkeit ist jedoch noch wenig erforscht. Die gängigen Zahlen über den Schadstoffaus- stoss von geregelten Katalysatoren beruhen auf Tests von Neufahrzeugen, bzw. sind entsprechend korrigierte Schät- zungen. Langzeituntersuchungen über Katalysatoren im Gebrauch sowie ihre Abgaswerte existieren in der Schweiz nicht. Zur Beurteilung der tatsächlichen Wirksamkeit der Katalysatoren bzw. der Intervalle, innerhalb derer sie kon- trolliert und/oder ausgetauscht werden müssen, entsprechende Daten aber unbedingt notwendig. sind Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. November 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 novembre 1988 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 88.709 Postulat Cavadini Teilzeit-Grundeigentum Postulato Cavadini Disposizioni legali sulla multi-proprietà Postulat Cavadini Droit de la multipropriété Wortlaut des Postulates vom 27. September 1988

1. Ich beauftrage den Bundesrat, zu prüfen, ob es angezeigt wäre, unsere gesetzlichen Bestimmungen über cas Eigen- tum durch einen Abschnitt über das Teilzeit-Grundeigentum zu ergänzen.

2. Ergibt die Prüfung nach Ziffer 1, dass es zweckdienlich ist, das Teilzeit-Grundeigentum rechtlich zu regeln, so ersu- chen wir den Bundesrat, einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. Testo del postulato del 27 settembre 1988

1. Chiedo con questo postulato uno studio sull'eventuale opportunità di completare le nostre disposizioni legali sulla proprietà con un capitolo dedicato alla multi-proprietà.

2. Se l'esame della situazione richiesta al punto 1 dovesse confermare l'utilità di disciplinare giuridicamente la multi- proprietà, il Consiglio federale è invitato a presentare una corrispondente proposta. Texte du postulat du 27 septembre 1988

1. Par le présent postulat je demande qu'on fasse une étude sur l'opportunité éventuelle de compléter nos dépositions légales relatives à la propriété en y insérant un chapitre consacré à la multipropriété.

2. Si l'examen de la situation requis sous le point 1 confirme l'utilité de réglementer la multipropriété sur le plan juridi- que, j'invite le Conseil fédéral à présenter des propositions dans ce sens. Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Bonvin, Cotti, Couchepin, Dubois, Ducret, Etique, Grassi, Guinand, Houmard, Loeb, Martin, Petitpierre, Pidoux (13) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit La Svizzera conosce un numero elevato di residenze secon- darie, acquistate o affittate da cittadini svizzeri o stranieri. La diffusione di queste residenze secondarie, particolarmente nei cantoni a vocazione turistica, ha già portato in numerosi comuni all'introduzione di disposizioni legali volte a limi- tarne il numero. Ciò perché queste abitazioni ci vacanza creano spese in infrastrutture importanti e non danno inte- ressanti introiti fiscali e sono utilizzate generalmente per periodi di tempo assai limitato (poche settimane Der anno). All'estero, soprattutto in Francia e ora anche in Italia, la formula della multi-proprietà ha assunto un certo sviluppo e interesse. Essa è pure già stata adoperata in passato anche in Svizzera, ma in proporzioni assai ridotte.

16. Dezember 1988 N 1933 Postulat Savary-Freiburg La possibilità di acquistare appartamenti o case di vacanza per periodi ben definiti durante l'arco dell'anno riduce l'inve- stimento dell'acquirente e consente un uso prolungato dell'abitazione, grazie al suo utilizzo da parte dei diversi e successivi comproprietari. E' una formula che potrebbe consentire di limitare taluni inconvenienti delle residenze secondarie tradizionali e favorire a un maggior numero di interessati l'accesso alla proprietà di una abitazione di vacanza per una o più settimane. In Francia esistono precise norme legali, altre sono allo studio in Italia. Sarebbe opportuno approfondire questo argomento a livello svizzero, ritenuto che uno sviluppo della multi-proprietà potrebbe avvenire solo se questa forma par- ticolare di compra-vendita immobiliare venisse disciplinata giuridicamente nei suoi diversi aspetti, pure allo scopo di tutelare l'acquirente da operazioni a carattere unicamente speculativo. A tale scopo, ritengo quindi opportuno un primo approfondito esame del tema sollevato e, in funzione dei risultati che ne scaturiranno, l'eventuale successiva pro- posta al Parlamento di una speciale normativa. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. November 1988 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 28 novembre 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 novembre 1988 II Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato. Ueberwiesen - Transmis #ST# 88.726 Postulat Savary-Freiburg Raumplanungsgesetz. Effiziente Bodennutzung Postulat Savary-Fribourg Loi sur l'aménagement du territoire. Utilisation mesurée du sol Wortlaut des Postulates vom 29. September 1988 Um der Verschwendung von Kulturland entgegenzuwirken, soll eine haushälterische Bodennutzung gefördert werden. Dies geht aus dem Bericht des Bundesrates über den Stand und die Entwicklung der Bodennutzung und der Besiedlung in der Schweiz hervor. Im Bericht unerwähnt bleiben jedoch die Mittel und Massnahmen, die zur Erreichung dieses Ziels notwendig sind. Der Bundesrat wird gebeten, dafür zu sorgen, dass der Verlust von Kulturland in angemessenen Grenzen gehalten werden kann. Dies kann er dadurch erreichen, dass er von den Kontrollmöglichkeiten, die ihm gemäss den Bestim- mungen über die Raumplanung zustehen und von den Mög- lichkeiten, Zusatzmassnahmen zu treffen, Gebrauch macht. Dabei sollte er eine effiziente Nutzung der bebauten Flächen fördern. In erster Linie soll:

a) der Bedarf an Bauland vorrangig durch eine Nutzung des unbebauten Baulands gedeckt werden;

b) die Nachfrage nach Bauland durch eine bessere Nutzung des Siedlungsgebietes und durch die Sanierung der beste- henden Bausubstanz begrenzt werden;

c) der Bedarf an Bauland durch eine verdichtete Bauweise herabgesetzt werden;

d) die Verfügbarkeit des Baulands in den bestehenden Bau- zonen allgemein erhöht werden;

e) durch Landumlegungen die Ueberbauung von Flächen, die für die Landwirtschaft wertvoll sind, verhindert und die Bautätigkeit eher in ein für die landwirtschaftliche Nutzung ungünstigeres Gebiet verlagert werden. Ausgehend von diesen Vorschlägen wird der Bundesrat eingeladen, die nachstehenden Möglichkeiten unverzüglich zu prüfen und die Schlussfolgerungen der Untersuchung in die Vorarbeiten zur Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung einzubeziehen:

1. Die Verfügbarkeit des Baulands ist zu erhöhen, indem der Hortung von überbaubaren Parzellen entgegengewirkt und eine zonenkonforme Nutzung angestrebt wird. Folgende Punkte verdienen besondere Beachtung:

- Festlegung allgemeiner Bedingungen für eine Baupflicht auf den überbaubaren Flächen; solche Bestimmungen kämen, entsprechend der Nutzungsplanung, bei einer man- gelnden Baubereitschaft zum Tragen; - Einzonung von neuen Grundstücken, erst nachdem der «Bedarfsnachweis» erbracht und ein Detailplan erstellt worden ist, der eine vernünftige Nutzung des Bodens gewährleistet; - Rückzonung der für die landwirtschaftliche Nutzung geeigneten Grundstücke, wenn die Ueberbauung nicht frist- gerecht ausgeführt wird;

- Besteuerung nach dem Verkaufswert der erschlossenen, aber unbebauten Grundstücke, die innerhalb der Bauzonen gelegen sind;

- Einführung eines Landumlegungsverfahrens, nach dem Bauzonen unter Umständen in Gebiete, die für landwirt- schaftliche Nutzung ungünstig sind, umgelagert werden können.

2. Umbau- und Bauvorschriften sind zu erleichtern, um Landeinsparungen innerhalb des Siedlungsgebiets zu för- dern. Folgende Massnahmen können bei einer derartigen Lösung ins Auge gefasst werden:

- eine vermehrte Nutzungsdurchmischung innerhalb der Bauzonen ist zu erleichtern

- die Bausubstanz ist besser zu nutzen

- die nach öffentlichem Recht vorgeschriebenen Abstände zwischen den Bauten sind herabzusetzen;

- die Zufahrtsstrassen für die Erschliessung der Grund- stücke sind zu redimensionieren. Um eine haushälterische Nutzung des Siedlungsgebiets zu fördern, ist es schliesslich wichtig und dringend, dass die Landwirtschaftszonen gemäss den im Raumplanungsgesetz enthaltenen Grundsätzen festgelegt werden. Die Lücken, die bei der Anwendung des Gesetzes festgestellt worden sind, sollen so schnell wie möglich durch geeignete Massnahmen geschlossen werden. Texte du postulat du 29 septembre 1988 II faut lutter contre le gaspillage des terres agricoles en favorisant une utilisation plus mesurée des zones à bâtir. C'est ce qu'on peut ressortir du rapport du Conseil fédéral sur l'état et l'évolution de l'utilisation du sol et de l'urbanisa- tion en Suisse. Toutefois, le rapport ne précise pas quels sont les moyens et quelles mesures sont nécessaires à cet effet. Le Conseil fédéral est invité à faire en sorte que l'on puisse maintenir les pertes de terres cultivables dans une limite acceptable, en utilisant pleinement les moyens de contrôle qu'offrent les dispositions sur l'aménagement du territoire et en usant des possibilités de prendre des mesures complé- mentaires dans ce but. Pour y parvenir, il faut en particulier promouvoir une utilisation efficiente de la surface bâtie. Il convient en premier lieu de:

a) Couvrir prioritairement les besoins en terrains à bâtir en utilisant les terrains à bâtir vierges.

b) Limiter la demande de terrains à bâtir par une meilleure utilisation du milieu bâti et par l'assainissement du volume construit.

c) Réduire les besoins en terrains à bâtir par une densifica- tion des constructions.

d) Améliorer de façon générale la disponibilité des terrains à bâtir dans les zones à bâtir existantes.

e) mpêcher, par des remaniements parcellaires, la construc- tion sur des surfaces précieuses pour l'agriculture et plutôt déplacer cette construction dans des secteurs moins appro- priés à des fins agricoles.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Cavadini Teilzeit-Grundeigentum Postulat Cavadini Droit de la multipropriété Postulato Cavadini Disposizioni legali sulla multi-proprietà In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1988 Année Anno Band IV Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.709 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.12.1988 - 08:00 Date Data Seite 1932-1933 Page Pagina Ref. No 20 016 976 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.