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RR.2008.9

Bundesstrafgericht · 2008-02-05 · Deutsch CH

Auslieferung an Deutschland Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG)

Erwägungen (2 Absätze)

E. 7 und

13. Februar 2006 um Verhaftung des deutschen Staatsangehörigen A. im Hinblick auf seine Auslieferung an Deutschland ersucht hat (act. 3.2);

- A. am 27. Dezember 2007 in Zürich festgenommen und in provisorische Aus- lieferungshaft versetzt wurde (act. 3.4 und 3.5);

- das Bundesamt für Justiz (nachfolgend “Bundesamt“), nachdem sich A. an- lässlich seiner Einvernahme durch die Kantonspolizei Zürich vom

28. Dezember 2007 mit einer vereinfachten Auslieferung an Deutschland nicht einverstanden erklärt hatte (act. 3.6), gleichentags einen Auslieferungs- haftbefehl gegen diesen erlassen hat (act. 3.10);

- A. gegen den Auslieferungshaftbefehl vom 28. Dezember 2007 mit Be- schwerde vom 17. Januar 2008 an die II. Beschwerdekammer des Bundes- strafgerichts gelangt ist (act. 1);

- das Bundesamt in der Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2008 die kosten- fällige Abweisung der Beschwerde beantragt hat, soweit darauf einzutreten sei (act. 3);

- A. mit Eingabe vom 28. Januar 2008 den Rückzug der Beschwerde bekannt gegeben hat;

- das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle- digt abzuschreiben ist;

- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens als unterliegende Partei zu gelten und die Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG; TPF RR.2007.70 vom 30. Mai 2007), wobei die Gerichtsgebühr auf Fr. 600.-- anzusetzen ist (Art. 3 des Reglements vom

E. 11 Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht, SR 173.711.32; TPF RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5).

- 3 -

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer:

Dispositiv
  1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abge- schrieben.
  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Entscheid vom 5. Februar 2008 II. Beschwerdekammer Besetzung

Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, Andreas J. Keller und Jean-Luc Bacher, Gerichtsschreiberin Lea Unseld

Parteien

A., zurzeit in Auslieferungshaft, vertreten durch Rechtsanwalt Lorenz Hirni, Beschwerdeführer

gegen

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, FACHBEREICH AUS- LIEFERUNG, Beschwerdegegnerin

Gegenstand

Auslieferung an Deutschland

Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG)

B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: RR.2008.9

- 2 -

Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:

- Interpol Wiesbaden mit Meldung vom 8. Januar 2007 gestützt auf die Voll- streckungshaftbefehle der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 7. und

13. Februar 2006 um Verhaftung des deutschen Staatsangehörigen A. im Hinblick auf seine Auslieferung an Deutschland ersucht hat (act. 3.2);

- A. am 27. Dezember 2007 in Zürich festgenommen und in provisorische Aus- lieferungshaft versetzt wurde (act. 3.4 und 3.5);

- das Bundesamt für Justiz (nachfolgend “Bundesamt“), nachdem sich A. an- lässlich seiner Einvernahme durch die Kantonspolizei Zürich vom

28. Dezember 2007 mit einer vereinfachten Auslieferung an Deutschland nicht einverstanden erklärt hatte (act. 3.6), gleichentags einen Auslieferungs- haftbefehl gegen diesen erlassen hat (act. 3.10);

- A. gegen den Auslieferungshaftbefehl vom 28. Dezember 2007 mit Be- schwerde vom 17. Januar 2008 an die II. Beschwerdekammer des Bundes- strafgerichts gelangt ist (act. 1);

- das Bundesamt in der Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2008 die kosten- fällige Abweisung der Beschwerde beantragt hat, soweit darauf einzutreten sei (act. 3);

- A. mit Eingabe vom 28. Januar 2008 den Rückzug der Beschwerde bekannt gegeben hat;

- das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle- digt abzuschreiben ist;

- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens als unterliegende Partei zu gelten und die Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG; TPF RR.2007.70 vom 30. Mai 2007), wobei die Gerichtsgebühr auf Fr. 600.-- anzusetzen ist (Art. 3 des Reglements vom

11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht, SR 173.711.32; TPF RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5).

- 3 -

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer:

1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abge- schrieben.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

Bellinzona, 6. Februar 2008

Im Namen der II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Die Präsidentin:

Die Gerichtsschreiberin:

Zustellung an

- Rechtsanwalt Lorenz Hirni - Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung

Rechtsmittelbelehrung Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG).

Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Entscheide über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (vgl. Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid gemäss Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).

Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).