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BB.2004.73

Bundesstrafgericht · 2005-03-10 · Deutsch CH

Beschwerde gegen Verweigerung der Zulassung als privater Verteidiger und Verweigerung des Besuchsrechts (Art. 105bis BStP)

Erwägungen (1 Absätze)

E. 22 November 2004 nicht eintrat (BK act. 1.1);

dass A.______ dagegen mit Eingabe vom 25. November 2004 Beschwerde erhob und darin erneut beantragt, er sei als privater Verteidiger von B.______ und C.______ mit allen daraus ergehenden Rechten, insbeson- dere dem Besuchsrecht, anzuerkennen (BK act. 1);

dass er die Beschwerde damit begründet, die Akten seien mit Entscheid der Bundesanwaltschaft vom 22. Oktober 2004 parteiöffentlich gemacht worden, weshalb keine Interessenkollision mehr bestehe, und er von B.______ und C.______ aufgrund von ihnen unterzeichneter, aktueller An- waltsvollmachten als deren Vertreter gewünscht werde;

dass A.______ in der gleichen Eingabe vom 25. November 2004 auch ein Gesuch um Revision des Entscheids der Beschwerdekammer vom 10. No-

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vember 2004 stellte und dieses mit denselben Vorbringen wie die Be- schwerde begründete;

dass das Revisionsgesuch mit Entscheid vom 6. Dezember 2004 abgewie- sen (BK_B 209/04) und darin u.a. erwogen wurde, die Akten seien entge- gen den Ausführungen des damaligen Gesuchstellers und jetzigen Be- schwerdeführers nur teilweise parteiöffentlich gemacht worden und die Ge- fahr einer latenten Interessenkollision sei nicht gebannt (vgl. E. 2.1 des Ent- scheids), woran auch die eingereichten aktuellen Anwaltsvollmachten nichts ändern könnten (E. 2.2 des Entscheids);

dass die vorgenannten Erwägungen, welche zur Abweisung des Revisi- onsgesuchs führten, auch für die identischen, zur Begründung der Be- schwerde vorgebrachten Rügen gelten, weshalb auch diese Beschwerde abzuweisen ist;

dass im genannten Entscheid vom 6. Dezember 2004 in Bezug auf A.______s Ersuchen, der Entscheid habe auf Italienisch zu erfolgen, erwo- gen wurde, gestützt auf Art. 30 SGG i.V.m. Art. 37 Abs. 3 OG rechtfertige sich die deutsche Sprache (vgl. E. 1. des Entscheids), was auch für den vorliegenden Entscheid gilt;

dass vorliegend die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen (Art. 3 des Reglements über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht) und dem Gesuchsteller aufzuerlegen ist (Art. 245 BStP i.V.m. Art. 156 Abs. 1 OG),

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und erkennt:

Dispositiv
  1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: BB.2004.73

Entscheid vom 10. März 2005 Beschwerdekammer Besetzung

Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, Andreas J. Keller und Tito Ponti, Gerichtsschreiberin Joséphine Contu

Parteien

A.______, Beschwerdeführer

gegen

SCHWEIZERISCHE BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand

Beschwerde gegen Verweigerung der Zulassung als privater Verteidiger und Verweigerung des Besuchs- rechts (Art. 105bis BStP)

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung,

dass die Schweizerische Bundesanwaltschaft (nachstehend „Bundesan- waltschaft“) mit Verfügung vom 2. September 2004 anordnete, A.______ sei wegen einer latenten Interessenkollision i.S.v. Art. 12 lit. c des Bundes- gesetzes vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) für die Rechtsvertretung der Beschuldigten B.______ und C.______ nicht zuzulassen;

dass gegen diese Verfügung weder A.______ noch B.______ oder C.______ Beschwerde erhoben;

dass A.______ die Bundesanwaltschaft am 25. Oktober 2004 darum er- suchte, die inhaftierten B.______ und C.______ als Parteienvertreter besu- chen zu dürfen, was ihm mit Verfügung vom 3. November 2004 verweigert und mit Entscheid dieser Kammer vom 10. November 2004 bestätigt wur- de;

dass die Beschwerdekammer auf eine ihr zuständigkeitshalber vom Eidge- nössischen Justiz- und Polizeidepartement weitergeleitete Aufsichtsbe- schwerde A.______ vom 10. November 2004 nicht eintrat (Entscheid der Beschwerdekammer vom 21. Januar 2005; BK_A 210/04);

dass auf den erneuten Antrag A.______, ihm sei das Besuchsrecht zu ge- währen und er sei als privater Verteidiger der Beschuldigten B.______ und C.______ zuzulassen, die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom

22. November 2004 nicht eintrat (BK act. 1.1);

dass A.______ dagegen mit Eingabe vom 25. November 2004 Beschwerde erhob und darin erneut beantragt, er sei als privater Verteidiger von B.______ und C.______ mit allen daraus ergehenden Rechten, insbeson- dere dem Besuchsrecht, anzuerkennen (BK act. 1);

dass er die Beschwerde damit begründet, die Akten seien mit Entscheid der Bundesanwaltschaft vom 22. Oktober 2004 parteiöffentlich gemacht worden, weshalb keine Interessenkollision mehr bestehe, und er von B.______ und C.______ aufgrund von ihnen unterzeichneter, aktueller An- waltsvollmachten als deren Vertreter gewünscht werde;

dass A.______ in der gleichen Eingabe vom 25. November 2004 auch ein Gesuch um Revision des Entscheids der Beschwerdekammer vom 10. No-

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vember 2004 stellte und dieses mit denselben Vorbringen wie die Be- schwerde begründete;

dass das Revisionsgesuch mit Entscheid vom 6. Dezember 2004 abgewie- sen (BK_B 209/04) und darin u.a. erwogen wurde, die Akten seien entge- gen den Ausführungen des damaligen Gesuchstellers und jetzigen Be- schwerdeführers nur teilweise parteiöffentlich gemacht worden und die Ge- fahr einer latenten Interessenkollision sei nicht gebannt (vgl. E. 2.1 des Ent- scheids), woran auch die eingereichten aktuellen Anwaltsvollmachten nichts ändern könnten (E. 2.2 des Entscheids);

dass die vorgenannten Erwägungen, welche zur Abweisung des Revisi- onsgesuchs führten, auch für die identischen, zur Begründung der Be- schwerde vorgebrachten Rügen gelten, weshalb auch diese Beschwerde abzuweisen ist;

dass im genannten Entscheid vom 6. Dezember 2004 in Bezug auf A.______s Ersuchen, der Entscheid habe auf Italienisch zu erfolgen, erwo- gen wurde, gestützt auf Art. 30 SGG i.V.m. Art. 37 Abs. 3 OG rechtfertige sich die deutsche Sprache (vgl. E. 1. des Entscheids), was auch für den vorliegenden Entscheid gilt;

dass vorliegend die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen (Art. 3 des Reglements über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht) und dem Gesuchsteller aufzuerlegen ist (Art. 245 BStP i.V.m. Art. 156 Abs. 1 OG),

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und erkennt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

Bellinzona, 11. März 2005

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

Zustellung an

- A.______ - Schweizerische Bundesanwaltschaft

Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein Rechtsmittel gegeben.