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104 Verfahren N° 16. Die Ausführungen der Berufung, dass nur eine Verlet- zung jeder der beiden gegnerischen Marken für sich allein rechtserheblich sein könne, sind als Kritik des bundes- gerichtlichen Rückweisungsurteils unzulässig. Eine solche Markenrechtsverletzung ist gemäss der über- zeugenden Begründung des angefochtenen Urteils unzwei- felhaft zu bejahen. Die Marke « Soliput)) erscheint als eine Kombination charakteristischer Elemente der Marken « Solis)) und « Liliput », und es liegt darum nahe, dem Geschäft, dessen Erzeugnisse mi.t den beiden letzteren Marken angeboten werden,' auch nicht gänzlich abwei- chende Erzeugnisse mit der einprägsamen Zusammen- ziehung jener beiden Marken in ({ Soliput)) zuzuschreiben. Mit Rücksicht auf diese Verwechslungsgefahr erweist sich daher die Bezeichnung « Soliput )) als unzulässig. Der Berufungsklägerin ist deshalb die marken- und wettbe- werbsmässige Verwendung des Zeichens in dem von der Vorinstanz umschriebenen Ausmass zu untersagen. VI. VERFAHREN PROC:EDURE
16. Urteil der I. Zivilabteilunu vom 8. April 1953 i. S. Stolle gegen Horstmann und Mitbeteiligte. Parteivertretung vor Bundesgericht, Art. 29 Aha. 2 OG. In Fällen aus dem Kanton Zürich ist die Vertretung nur durch einen Anwalt zulässig, ohne Rücksicht darauf, dass § 34 Aha. 1 zürch. ZPO die nicht berufsmässige Vertretung durch andere Personen gestattet. Representation des parties devant le Tribunal fedbal, art. 29 al. 2 OJ. D~ las litiges provenant du canton de Zurich, las avocats patentes peuvent seuls agir comme mandataires, bien que l'art. 34 a1. 1 du code de procedure civile zurichois pennette a d'autres personnes d'intervenir non professionnellement en cette qualiM. Verfahren. N0 16. 105 Patrocinio deUe pani ~var:ti al Tribunale federale, art. 29 cp. 2 OG. Nelle ca~e proveme~tl dal Cantone di Zurigo solo gli avvocati patentatl po~ono !l'f5Jre come ~a!ldatari, quantunque l'art. 34, cp. 1, deI ,?odice ~ pr?cedura Clvi!e zurigano pennetta ad altre persone d mtervemre m tale qua,lita a titolo non professionale.
1. - Die Berufungsklägerin war vor den kantonalen Instanzen durch Dr Walter Guldenmann vertreten, der in Zürich ein Treuhand- und Verwaltungsbüro führt, jedoch nicht im Besitze eines Anwaltspatentes ist. Auch die Berufungsschrift an das Bundesgericht ist von Dr Gulden- mann eingereicht worden.
2. - Nach Art. 29 Abs. 2 OG können in Zivil- und Strafsachen nur patentierte Anwälte sowie die Rechtslehrer an schweizerischen Hochschulen als Parteivertreter vor Bundesgericht auftreten; vorbehalten bleiben lediglich die Fälle aus Kantonen, in welchen der Anwaltsberuf ohne behördliche Bewilligung ausgeübt werden darf. Gemäss § 34 der zürch. ZPO können sich die Parteien, vorbehältIich der Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Ausübung des Rechtsanwaltsberufs, grundsätzlich durch eine andere, in bürgerlichen Ehren und Rechten stehende Person vertreten lassen. § I des zürch. Anwalts- gesetzes vom 3. Juli 1938 sodann gestattet die berufs- mässige Vertretung von Parteien in Zivil- und Strafpro- zessen vor den zürcherischen Gerichten (mit Ausnahme des summarischen Verfahrens und der nicht streitigen Gerichtsbarkeit) nur den Personen, die im Besitze des zür- cherischen Fähigkeitszeugnisses sind oder denen das Ober- gericht gemäss Art. 5 der Uebergangsbestimmungen zur BV die Bewilligung auf Grund eines ausserkantonalen Fähigkeitsausweises erteilt hat.
3. - Dr W. Guldenmann besitzt keinerlei Ausweis, auf Grund dessen er zur Ausübung des Rechtsanwaltsberufs im Kanton Zürich befugt wäre. Die zürcherischen Gerichte haben ihn im vorliegenden Fall zur Prozessführung ledig- lich zugelassen, weil sie annahmen, es stehe keine « berufs- mässige» Vertretung in Frage, da er erklärt hatte, er habe die Vertretung der Klägerin auf Grund seiner engen 106 Verfahren. N0 17. freundschaftlichen Beziehungen zu der Familie Stolle unentgeltlich übernommen. Diese Einstellung der kantonalen Instanzen vermag indessen dem Dr Guldenmann nicht die Berechtigung zu verschaffen, auch vor Bundesgericht für Frau Stolle auf- zutreten. Denn grundsätzlich. gehört Zürich nicht zu den Kantonen, in denen im Sinne des Art. 29 Abs. 2 OG der Anwaltsberuf ohne behördliche Bewilligung ausgeübt wer- den darf. In Zivilrechtsstreitigkeiten aus dem Kanton Zürich können infolgedessen nur zur Ausübung des Rechts- anwaltsberufes ermächtigte Personen als Part-eivertreter vor Bundesgericht auftreten. Denn wie schon der Kassa- tionshof in BGE 78 IV 77 ausgeführt hat, geht aus dem Wortlaut und der Entstehungsgeschichte des Art 29 Abs. 2 OG der eindeutige Wille des Gesetzgebers hervor, in Streitfällen aus Kantonen, in denen der Anwaltsberuf gesetzlich geregelt ist, nur patentierte Anwälte als Partei- vertreter vor Bundesgericht zuzulassen. Auf die Berufung kann daher nicht eingetreten werden.
17. Arrßt de Ia lIe Cour eivile du 17 mars 1953 dans Ia cause de Kotzebue contre de Kotzebue. Recours en re/arme. Decision finale. Art. 48 al. 1 OJ. L'arret par lequel le Tribunal cantonal vaudois rejette 1e recours en nulliM interjeM contre un jugement par defaut rendu par 1e Tribunal de district n'est pas une decision finale pouvant etre porWe devant le Tribunal federal par 11.1. voie du recours en reforme, quand bien meme les autres conditions de ce recours seraient realisees. Berufung. Endentscheid. Art. 48 Abs. lOG. Das Urteil, mit dem das waadt1ändische Kantonsgericht die gegen ein Säunmisurteil des Bezirksgerichtes erhobene Nichtigkeits. beschwerde abweist, ist kein der Berufung an das Bundesgericht unterliegender Endentscheid, auch wenn die übrigen Voraus· setzungen einer Berufung erfüllt wären. Ricorso per riforma. Sentenza finale. Art. 48 cp. lOG. La sentenza, con cui il Tribunale cantonale vodese respinge il ricorso per nullitA interposto contro un giudizio in contumacia Verfahren. N0 17. 107 del tribunale di distretto, non e una sentenza finale suscettibile di ricorso per riforma 1.1.1 Tribunale federale, anche se le altre condizioni di questo ricorso sono adempiute. A. - Par jugement du 9 juillet 1952, le Tribunal civil du district de Lausanne a pronopce, a la demande de l'epouse, le divorce des epoux de Kotzebue-Vautier, attribue a la mere l'exercice de la puissance paternelle sur l'enfant Nicolas, ne le II juillet 1944, fixe le droit de visite du pere et sa contribution a l'entretien de l'enfant et enfin pris acte de ce que le regime matrimonial etait liquide. En raison de la non-comparution du mari, defendeur, aux debats, ce jugement a eM, contre lui, rendu « par dMaut » dans le sens des art. 344 et suiv. CPCV. Contre ce jugement, le mari defaillant a forme aupres du Tribunal cantonalle recours en nulliM prevu par I'art. 355 al. 2 CPCV, en soutenant que ce jugement avait eM rendu en violation de l'art. 345 al. 2 du meme code, qui prevoit que, quand le Tribunal sait que la partie qui fait defaut est empechee de comparaitre pour cause de presence au Grand Conseil, de service militaire, de maladie ou de toute autre cause majeure, il doit ordonner le renvoi .d'office. Par arret du 22 decembre 1952, le Tribunal cantonal a rejeM le recours par le motif que le Tribunal ignorait que .le defendeur etait emp&cM de comparaitre pour une cause majeure et que les conditions prevues par l'art. 345 al. 2 CPCV n'etaient donc pas realisees. B. - Contre cet arret et « contre cette decision de premiere instance qu'il a confirmee, a savoir le jugement au fond rendu par dMaut le 9 juillet 1952 par le Tribunal civil du district de Lausanne », R. de Kotzebue a forme, aupres du Tribunal federal, un recours en reforme a l'appui duquel il fait valoir :
a) que la demande de divorce de sa femme a 13M admise en violation des art. 140, 142 et 158 CC ;
b) que la maniere dont le jugement de divorce a regIe