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78_II_93

BGE 78 II 93

Bundesgericht (BGE) · 1952-01-01 · Deutsch CH
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92 Verfahren. N0 15. selon lui, fixe bien en dessous de sa valeur en consideration du mariage et ce dernier devant etre dissous, il se croit autorise a recuperer la difference, comme aussi a reclamer une indemniM pour avoir travailIe gratuitement a la cons- truction du chalet. Les mesures qu'il sollicitait n'avaient ainsi pas d'autre but que de lui assurer la possibilite de poursuivre au besoin la recourante sur l'immeuble en ques- tion et c'est egalement a cette fin que les juridictions can- tonales lui ont alloue ses conclusions. Or toute mesure destinee a garantir le recouvrement d'une creance rentre normalement dans la procooure d'execution et, selon les art. 64 Cst. et 38 LP, releve exclusivement du droit fooeral. C'est avec raison par consequent que la recourante sou- tient qu'en faisant droit aux conclusions de l'intime, en vertu de l'art. 188 du code de procedure civile fribourgeois, les juridictions cantonales ont meconnu le principe de la force derogatoire du droit federal consacre a l'art. 2 des dispositions transitoires de la constitution federale. L'in- time a invoque dans sa reponse au recours l'arret rendu par le Tribunal fooeral dans la cause Rosenthai contre Office des poursuites de Linthal (RO 41 I 200) ainsi que la note publiee au sujet de cet amt dans le Journal des tribunaux (JdT 1915 I p. 668). En realite, ni l'arret ni la note ne contredisent ce qui est dit ci-dessus. Tout au contraire. Si la mesure provisionnelle qui faisait alors l'objet du recours a 13M annulee c'est precisement parce que, ordonnee pour garantir le payement d'une creance, elle constituait un sequestre deguise, et quant a la note, elle fait une distinction entre ce cas-Ia et celui ou le requerant invoque un droit reel. Or en l'espece l'intime n'a jamais pretendu posseder un droit reel sur l'immeuble litigieux. A supposer meme qu'il put invoquer un des cas de seques- tre prevus par l'art. 271 LP, le sequestre de l'immeuble n'aurait pas pu etre ordonne pour garantir les droits qu'il entend deduire de l'art. 151 CC, pas plus d'ailleurs que ceux qu'il voudrait tirer des regles regissant la liquidation du regime matrimonial, car un sequestre ne peut etre Verfahren. N0 16. 93 ordonne qu'en garantie d'une creance dont le titre remou- terait a une date anterieure a la requisition du sequestre, et les droits dont l'intime fait mention ne naitraient en tout cas pas avant le moment ou le divorce sera devenu definitif.

16. Verfügung des Präsidenten der I. Zivllabtellung vom 21. Ja- nuar 1952 i. S. London gegen Sehweiz. Bankverein. Sicherstellung für Gerichtskosten und Parteientschädigung. Verhältnis von Art. 150 Abs. 1 und 2 OG zur Haager Zivilprozess- übereinkunft Art. 17 Abs. I. Ausnahmsweise Befreiung von der Kostensicherstellungspfiicht gemäss Art. 150 Abs. 1 OG ? Suretes pour frais judiciaires et depens. Rapports des art. 150 a1. ler et 2 OJ avec l'art. 17 al. le? de la Convention de La Haye relative a la procedure civile. Exemption exceptionnelle, en vertu de l'art. 150 al. Ie? OJ, de I'obligation de fournir des silretes ? Garanzie per spese giudiziarie e ripetibili. Relazione dell'art. 150 cp. I e 2 OG con l'art. 17 cp. I della Con- venzione dell'Aia in materia di procedura civile. Dispensa eccezionale dalla prestazione di garanzie in virtu dell'art. 150 cp. I OG ? A. - Durch Urteil vom 18. Oktober 1951 hat das Han- delsgericht eine von der Berufungsklägerin gegen den Be- rufungsbeklagten eingereichte Klage auf Herausgabe ver- schiedener Aktien und Bezahlung eines Betrages von Fr. 13,597.-teilweise zugesprochen. Die Klägerin verlangt heute auf dem Wege der Berufung vollen Schutz ihrer Klage. B. - Am 21. Dezember 1951 ist der Berufungsklägerin, die in Österreich wohnt und österreichische StaatSAnge- hörige ist, im Sinne des Art. 150 Abs. 1 OG ein Gerichts- kostenvorschuss von Fr. 500.- auferlegt worden. C. - Durch Eingabe vom 28. Dezember 1951 hat die Berufungsbeklagte gestützt auf Art. 150 Abs. 2 OG das Begehren gestellt, die Gegenpartei sei zur Sicher- stellung für eine allfällige Parteientschädigung im Sinne

94 Verfahren. N° 16. von Art. 159 und 160 OG anzuhalten. Zur Begründung wird angeführt, die Berufungsklägerin habe in der Schweiz keinen festen Wohnsitz. D. - Am 18. Januar 1952 stellte die Berufungsklägerin

a) das Gesuch, die Verfügung betreffend Auflage des Gerichtskostenvorschusses von Fr. 500.- sei in Wieder- erwägung zu ziehen, da die Berufungsklägerin als Öster- reicherin nicht verpflichtet sei, eine Vorauszahlung zur Deckung der allfälligen Gerichtskosten zu leisten, wie aus Art. 17 Abs. 2 der Haager Zivilprozessübereinkunft her- vorgehe ; und

b) das Begehren, der Antrag der Gegenpartei auf Kostenversicherung sei abzuweisen (Art. 17 Abs. 1 der cit. ZivPrUe.). Die Berufungsklägerin hat beigefügt : « Event. kommt auch in Betracht, dass gemäss Art. 150 OG aus besonderen Gründen die Sicherstellung erlassen werden kann. Derartige besondere Gründe liegen hier vor, weil die Klägerin die für die Kautionsstellung benötigte Summe in schweize- rischer Währung von den zuständigen Behörden in Wien nicht erhältlich machen kann.» Erwägungen :

1. - Art. 17 Abs. 1 der Zivilprozesskonvention kann nicht zu einer Befreiung von der Pflicht zur Leistung eines Kostenvorschusses im Sinne des Art. 150 Abs. 1 OG führen, weil sich jene Bestimmung nur auf Prozesskautio- nen bezieht, die einem Kläger (oder Intervenienten) mit Rücksicht auf seine fremde Staatsangehörigkeit oder seinen ausländischen Wohnsitz auferlegt werden (vgl. BGE 62 I 251 und 58 I 310). Diese Voraussetzung trifft aber bei Art. 150 Abs. 1 OG nicht zu, da die hier vorgesehene Sicherstellungspflicht selbst den im Inlande wohnenden Inländer trifft.

2. - Art. 150 Abs. 1 OG sieht vor, die Sicherstellung könne ausnahmsweise aus besonderen Gründen teilweise oder ganz erlassen werden. Devisenschwierigkeiten eines Verfahren. N0 16. 95 im Auslande wohnenden Ausländers können jedenfalls der Regel nach eine solche Ausnahme nicht begründen, da sonst der im Ausland wohnende Ausländer dem in der Schweiz wohnenden Schweizer gegenüber bevorzugt würde. Wer in der Schweiz einen Prozess einleitet, muss von allem Anfang dafür sorgen, dass ihm hier genügende Mittel zur Prozessführung zur Verfügung stehen. Dass vor- liegend etwa ganz besondere, nicht voraussehbare Um- stände zur Unmöglichkeit einer Kautionsleistung geführt hätten, wird auch nicht einmal behauptet.

3. - Dagegen führt dann Art. 17 Abs. 1 der Zivilpro- zesskonvention zur Abweisung des Kostenversicherungs- gesuches der Berufungsbeklagten, weil Österreich zu den Vertragsstaaten dieser Konvention gehört (vgl. AS 46

299) und die Berufungsklägerin in Wien wohnende Österreicherin ist (notariell beglaubigte Abschrift einer vom 3. November 1949 datierten Erklärung des Bürger- meisters von Wien). Verfügung:

1. - Das Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung, wonach die Berufungsklägerin einen Vorschuss für die Gerichtskosten im Betrage von Fr. 500.- zu leisten hat, wird abgewiesen.

2. - Das Gesuch des Berufungsbeklagten auf Ver- sicherung seiner Parteikosten durch die Gegenpartei wird abgewiesen. Vgl. auch Nr. 5 und 8. - Voir aussi n OS 5 et 8. IMPRIMERIES REUNIES S. A., LAUSANNE