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I. FAMILIENRECHT
DROIT DE LA FAMILLE
53. Extrait de l'arr~t de Ia He Cour eivile du 15 novembre 1951
dans Ia cause WnIlsehleger contre Wnlisehleger.
Transformation de l'action en dioorce en une action en separation
de corps. Art. 146 CC.
Il est loisible aux parties, meme devant le Tribunal fooeraI, de
transformer une action en divorce en une action en separation
de corps, mais il faut pour cela que, du fait des conclusious
prises devant cette juridiction, le divorce ne soit pas encore
devenu defirUtif.
Umwandlung der Scheidungs. in eine Trennungsklage. Art. 146
ZGB •.
Es steht den Parteien frei, selbst vor Bundesgericht, eine Schei-
dungsklage in eine Trennungsklage umzuwandeln. Voraus-
setzung dafür ist jedoch, dass die Scheidung nicht nach Mass-
gabe der Berufungsbegehren bereits endgültig geworden ist.
Trasformazione dell'azione di dioorzio in un'azione di separazione
di corpo. Art. 146 CC.
Le parti possono trasformare, anche davanti a1 Tribunale federale,
un'azione di divorzio in un'azione de separazione, purche,
mediante le conclusioni formulate davanti alla giurisdizione
federale, il divorzio non sia ancora diventato definitivo.
Il a eM juge qu'en vertu de l'art. 146 CC, il etait 10isible
aux epoux, jusque devant la derniere juridiction cantonale,
de transformer une action en divorce en une action en
separation de corps, attendu que la separation de corps
exigeant les memes causes que le divorce, passer du divorce
a la separation de corps, c'est simplement reduire ses
conclusions (RO 74 11 179, 41 11 200). Il n'y a pas de
raison pour qu'il ne puisse pas en etre de meme devant
le Tribunal federni, tout au moins 10rsque, du fait des
conclusions prises dans le recours, le divorce n'est pas
encore definitif. Or, d'apres la jurisprudence actuelle le
divorce ne peut etre considere comme definitif tant que
le sort de l'une ou l'autre des deux actions est encore en
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AS 77 II -
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Familienrooht. N0 54.
discussion devant la juridiction federale, et tel est bien le_
cas en l'espOOe, puisque la recourante conteste precisement
l'admissibilite de l'action de son mari. Le recours estdonc
recevable.
54. Auszug aus dem Urteil der n. Zivilabteilung vom 4. Oktober
:1951 i. S. MOUer gegen Schweizerische BankgeseUschaft und
Konsorten.
Güterverbindung. Zum Abschluss eines Erbverzichtsvertrages
bedarf die Ehefrau nicht der Zustimmung des Ehemannes.
Art. 204 ZGB ist auf den Erbverzicht nicht analog anwendbar.
Entsprechendes gilt für die Anwendung von Art. 218 ZGB bei
Gütergemeinschaft.
Union de8 biens. La femme n'a pas besoin du consentement de
son mari pour conclure un pacte par lequel elle renonce a ses
droits successoraux. L'art. 204 00 n'est pas applicable par
analogie a. 10. renonciation a. des droits successoraux. TI en est
de meme de l'art. 218 an cas de communauM de biens.
Unione Mi beni. La moglie non ha bisogno deI consenso di suo
marito per concludere un patto di rinuncia ai suoi diritti eredi-
tari. L'art. 204 00 non e applicabile per analogia alla rinuncia
di diritti ereditari. Lo stesso vale per I'art. 218 00 in caso di
comunione di beni.
A U8 dem Tatbestand:
Die verheiratete, unter Güterverbindung stehende Klä-
gerin verzichtete laut Erbvertrag vom 28. Dezember 1931
auf ihr gesetzliches Erbrecht gegenüber ihren Adoptiv-
eltern, gegen Zusicherung einer ihr unter bestimmten Be-
dingungen zukommenden Rente. Die Adoptivmutter starb
1943, der Adoptivvater 1948. Die vorliegende, im Jahre
1944 eingereichte Klage geht auf Ungültigerklärung des
Erbverzichtsvertrages, unter anderm mangels Zustimmung
des Ehemannes der Klägerin.
An die Stelle des beklagteh Adoptivvaters traten nach
dessen Tode die beiden Willensvollstrecker in den Rechts-
streit ein.
Die kantonalen Gerichte haben die Klage abgewiesen.
Gegen das Urteil des Obergerichtes des Standes Zürich
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vom 19. Januar 1951 hat die Klägerin Berufung eingelegt,
mit der sie an der Klage festhält.
A U8 den Erwägungen:
2.- .....
e) Nach Ansicht der Klägerin hätte ihr Ehemann
dem Erbverzichtsvertrage zustimmen müssen. Zwar schrei-
be Art. 204 ZGB die Zustimmung des Ehemannes nur für
die Erbschaftsausschlagung vor. Doch müsse für den Erb-
verzicht aus Gründen der ·Analogie Entsprechendes gelten.
Dass das Gesetz die beiden Fälle auf gleiche Stufe stelle,
ergebe sich aus Art. 422 Ziff. 5 ZGB, wonach bei bevor-
mundeten Personen die Zustimmung der vormundschaft-
lichen Aufsichtsbehörde für Erbverträge ebenso wie für
die Annahme oder AusschlaguIig einer Erbschaft erforder-
lich ist.
Diese Bestimmung des Vormundschaftsrechtes lässt sich
jedoch nicht zur Abgrenzung güterrechtlicher Vorschriften
wie des Art. 204 ZGB heranziehen. Dieser unterstellt der
Zustimmung des Ehemannes bei der Güterverbindung die
Ausschlagung, nicht aber (wie dies in.Art. 232 Abs. 3 des
Vorentwurfs vorgesehen war) die Annahme einer Erb-
schaft durch die Ehefrau. Vollends verlangt Art. 204
(hierin mit Art. 232 des VE übereinstimmend) keine solche
Zustimmung für Erbverzichtsverträge. Die Ehefrau ist
unter jedem Güterstande handlungsfähig. Normen, die
ihre Handlungsfreiheit um der ehemännlichen Rechte wil-
len hinsichtlich des eingebrachten Frauengutes beschrän-
ken, gelten nur für die vom Gesetz genannten Fälle, es
wäre denn ein gesetzlicher Tatbestand als blosser Haupt-
fall eines umfassenderen, durchwegs der betreffenden
Norm unterworfenen Tatbestandes erkennbar. Nichts
rechtfertigt es nun, dem eindeutig nur die Ausschlagung
einer angefallenen Erbschaft .betreffenden Art. 204 ZGB
noch andere Fälle zu unterstellen. Gewiss vermag auch ein
Erbverzicht unter Umständen die Grösse des Frauengutes
zu beeinträchtigen. Immerhin geschieht er in der Regel nur