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Verfahren. N° 51.
au registre foncier (RO 43 TI 458), contre l'autorisation
donnee a un actionnaire de consulter les livres de la
societe (RO 53 II 75), contre une ordonnance de sequestre
(RO 38 II 372) ou contre des mesures conservatoires dans
les pro ces relatifs au droit d'auteur (RO 69 II 125). A cet
egard, la revision de 1943 n'a rien change (RO 74 II 178).
Conformement a l'idee directrice de cette jurisprudence,
le Tribunal fMeral a juge, sous l'empire tant de la nouvelle
que de l'ancienne OJ, que, de caractere essentiellement pro-
visoire, les decisions relatives aux mesures protectrices de
l'union conjugale ne sont pas non plus sujettes au recours
en reforme. Ces mesures ne sont en effet appeIees a subsister
qu'aussi longtemps que persiste la situation exceptionnelle
a laquelle elles doivent parer (RO 43 II 275; 68 II 246;
72 II 57). Il en est de meme de la decheance dont l'epouse
est frappee en vertu de l'art. 164 CC. Normalement, l'union
conjugale doit, pour les besoins courants du menage, pou-
voir etre representee par chacun des deux conjoints (art.
163 al. 1 CC). Sans doute le mari a-t-illa faculM de retirer
ses pouvoirs a l'epouse qui en abuse. Mais il en resulte une
situation anormale, contraire au regime estime conforme a
la nature de l'union conjugale. Aussi l'art. 165 CC permet-
il de le retablir, a la demande de Ia femme, des que sa
d6cheance se revele injustifiee. Le retrait de ses pouvoirs
constitue donc bien une suspension en principe momentanee
du regime ordinaire. Il s'apparente aux mesures protec-
trices de l'union conjugale, puisque, tout en degageant la
responsabiliM du mari, il met fin a un etat de choses qui
risque de nuire au menage. De meme, la revocation de la
decheance, lorsqu'elle est possible, ne repond pas seulement
a l'interet de l'epouse; elle est surtout utile a l'union conju-
gale. C'est pourquoi des auteurs soutiennent qu'elle peut
etre prononcee en vertu de I'art. 169 CC (EGGER, rem. 2
ad art. 165; BRAUNSCHWEIG, Die Schlüsselgewalt nach
schweiz. Recht, p. 64/65 et les references).
Il est vrai que, a la difference du retrait des pouvoirs, la
reintegration de l'epouse est destinee a durer. Mais la deci-
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sion qui l'ordonne ne s'oppose pas, si les circonstances se
modifient, a ce que le mari retire derechef les pouvoirs de
sa femme. Or, une decision dont les effets dependent de
l'attitude d'une partie, a qui il est loisible de la rendre
inoperante, n'a en realite qu'une valeur provisoire. C'est
sans doute ce qui explique que, lors de la revision de l'or-
ganisation judiciaire necessitee par l'entree en vigueur du
code civil, personne n'ait repris la suggestion de JAEGER-
qu'il a du reste lui-meme abandonnee -
d'ouvrir une voie
de recours au Tribunal fMeral contre les decisions fondees
sur I'art. 165 CC (ZSR 29 p. 514).
Par ces motifs, le Tribunal feaeral,
Declare le recours irrecevable.
52. Urteil der I. ZivllabteUuug vom 9. Oktober 1951 i. S. Affolter,
Christen & Cie. A.-G. gegen Therma FabrIk für elektrische
Heizung A.-G.
Revision, Art. 137 lit. bOG.
.
Keine neue erhebliche Tatsache ist die in einem späteren Urteil
ausgesprochene Nichtigerklärung des Paten~ea, wegen ?~ssen
Verletzung der Revisionskläger durch den mit dem ReviSlOns-
begehren angefochtenen Entscheid verurteilt worden ist.
Revision, art. 137 litt. b 0.1".
.
Fait nouveau important : La partie condaronee pour attemte .8. un
brevet ne peut pas requerir la revision ~u jugement eIl: mvo-
quant le fait que, dans un proces subsequent, la nulhM du
brevet a 13M prononcee.
Revisione, art. 137 lett. bOG.
.
.
,
Fatto nuovo rilevante: La parte eondannata per vlOlazlOne.d un
brevetto non pub chiedere Ja revis~one deUa sentenza II!-VO-
eando ehe, in un proce8So sueee8S1VO, e stato pronunemto
l'annullamento deI brevetto.
A. _ Im Rechtsstreit der Therma A.-G. gegen die M-
folter, Christen & Cie. A.-G. betreffend Patentverletzung
stellte das Bundesgericht mit Urteil vom 23. November
1948 fest, dass die Beklagte das klägerische Patent Nr.
186791 verletzt habe, verbot ihr die weitere Verletzung
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Verfahren. N° 52.
desselben und wies die Sache zur Beurteilung der Schaden-
ersatzbegehren der Klägerin an das Appellationsgericht von
Basel-Stadt zurück; die Widerklage der Beklagten auf
Nichtigerklärung des klägerischen Patentes wurde abge-
wiesen, die Klägerin zur Publikation des Urteils in ver-
schiedenen Zeitungen ermächtigt und die Kosten des Be-
rufungsverfahrens der Beklagten auferlegt.
In dem gleichzeitig beim Handelsgericht Zürich hängi-
gen Prozess der Therma A.-G. gegen den Verband Schweiz.
Elektro-Installationsfirmen wegen Verletzung des gleichen
Patentes wurde mit Urteil vom 11. März 1950 die Wider-
klage auf Nichtigerklärung des klägerischen Patentes ge-
schützt und demgemäss die Patentverletzungsklage abge-
wiesen. Das Bundesgericht wies die Berufung der Therma
A.-G. mit Urteil vom 27. Februar 1951 ab und bestätigte
den angefochtenen Entscheid.
B. -
Am 25. Mai 1951 reichte die Affolter, Christen &
Oie. A.-G. gestützt auf Art. 137 lit. b OG das Gesuch um
Revision des Urteils des Bundesgerichts vom 23. November
1948 ein mit dem Antrag, die Patentverletzungsklage der
Klägerin sei mit Rücksicht auf die nachträglich festge-
stellte Nichtigkeit des angeblich verletzten Patentes abzu-
weisen, die im Urteil vom 23. November 1948 an die ver-
meintliche Patentverletzung geknüpften Folgen seien rück-
gängig zu machen und die Revisionsbeklagte zum Ersatz
des der Revisionsklägerin erwachsenen Schadens zu ver-
pflichten.
Die Revisionsbeklagte beantragt Abweisung des Revi-
sionsgesuches.
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
Gemäss Art. 137 lit. b OG ist die Revision eines bundes-
gerichtlichen Urteils zulässig, wenn der Gesuchsteller nach-
träglich neue erhebliche Tatsachen erfährt, die er im frü-
heren Verfahren nicht beibringen konnte. Darunter sind
Tatsachen zu verstehen, die bereits vor dem zu revidie-
renden Urteil bestanden. Nachher eingetretene Tatsachen
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rechtfertigen allenfalls eine neue Klage, nämlich wenn sie
einen neuen materiellen Anspruch begründen, aber nicht
die Revision des früheren Urteils. Das Urteil des Bundes-
gerichtes vom 27. Februar 1951 ist schon aus diesem
Grunde keine neue Tatsache im Sinne der angerufenen
Gesetzesbestimmung. Die Gesuchstellerin erblickt denn
auch die neue Tatsache weniger im Urteilsspruch als sol-
chem, als vielmehr darin, dass dieser das Patent rückwir-
kend, also auf einen vor dem zu revidierenden Urteil lie-
genden Zeitpunkt zurück, vernichte. Kraft der rückwir-
kenden Vernichtung des Patentes habe schon im Zeitpunkt
des ersten Urteils gar kein Patent mehr bestanden. Allein
die Nichtigerklärung durch den Richter bedeutet nicht eine
Rechtsgestaltung im Sinne einer Zerstörung des Patentes,
sondern sie stellt lediglich die von Anfang an bestehende
Nichtigkeit des Patentes fest. Darum kann die Nich-
tigkeit gegenüber der Patentverletzungsklage auch bloss
einredeweise geltend gemacht werden und ist sie im
Strafprozess wegen Patentverletzung vom Richter sogar
von Amtes wegen zu prüfen. Mit dieser Ordnung ist die
Zuerkennung rechtsgestaltender Kraft an die richterliche
Nichtigerklärung unvereinbar. Deren Besonderheit liegt ein-
zig darin, dass sie nicht bloss unter den Parteien, sondern
jedem Dritten gegenüber wirkt. Das ist aber nicht die Folge
richterlicher Rechtsänderung, sondern davon, dass an die
richterliche Feststellung die Löschung im Patentregister ge-
knüpft ist (BGE 33 TI 633). In BGE 59 I 99, auf den sich
das Revisionsgesuch beruft, hat das Bundesgericht aller-
dings die Patenterteilung als rechtsgestaltenden Akt der
Staatsgewalt bezeichnet. Aber damit soll nur gesagt wer-
den dass das Patent nicht vorher entsteht, nicht auch,
das~ es durch diesen Akt selbst dann entsteht, wenn in
Wirklichkeit die Voraussetzungen für die Patenterteilung
nicht vorliegen. Auch in dem vom Gesuchsteller weiter
angerufenen BGE 75 TI 170 ist nicht die Rede von einer
konstitutiven Wirkung der Patenterteilung, sondern es
wird lediglich im Zusammenhang mit der Beurteilung der
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Wirkungen eines Lizenzvertrages über ein nichtiges Patent
darauf abgestellt, dass das erteilte Patent tatsächlich doch
gewisse Wirkungen entfaltet habe. Wenn im deutschen
Recht, auf das das Revisionsgesuch Bezug nimmt, die
Frage der konstitutiven oder deklarativen Wirkung der
Patentnichtigerklärung überhaupt kontrovers sein kann, so
hat das seinen Grund darin, dass dort die Nichtigerklärung
nur durch Klage beim Sondergericht (Patentamt) betrie-
ben, die Nichtigkeit von den ordentlichen Gerichten nicht
bloss einrede weise geltend gemacht und vom Strafrichter
nur auf Grund des Urteils des Sondergerichtes berücksich-
tigt werden kann (vgl. DPatG § 37 Abs. 4; KIS~, Hand-
buch des deutschen Patentrechts, § 51 I).
Was die Gesuchstellerin rückwirkende Patentvernich-
tung nennt, ist also nicht die Herbeiführung einer Tatsache,
sondern höchstens die Feststellung einer bereits bestehen-
den Tatsache. Richtig ausgedrückt ist übrig~ns die dekla-
rative Nichtigerklärung nicht Feststellung einer Tatsache,
sondern eines Rechtsverhältnisses, d.h. Lösung einerRechts-
frage. Dass ein späteres Urteil eine Rechtsfrage anders löst
als ein früheres, ist aber kein Revisionsgrund (BGE 56 II
394). Selbst wenu übrigens die von Anfang an bestehende
Nichtigkeit des Patentes als Tatsache anzusprechen wäre,
so fehlte es an der weiteren Revisionsvoraussetzung, dass
sie im früheren Verfahren nicht beigebracht werden konute.
Mit ihrer Widerklage hatte sie die Gesuchstellerin ja gel-
tend gemacht, war aber damit nicht durchgedrungen, weil
sie dem Vorbringen zu ihrer Begründung nicht die vom
kantonalen Prozessrecht geforderte Sorgfalt hatte ange-
deihen lassen.
Das Revisionsgesuch führt deutsche Literaturmeinungen
an, welche die Nichtigerklärung des Patentes als neue
Tatsache im Sinne des § 399 Ziff. 5 DStPO und als Ein-
spruchgrund im Sinne von § 767 DZPO gegen die Zwangs-
vollstreckung eines wegen Patentverletzung verurteilenden
Erkenutnisses bzw. als Titel für die Rückforderung be-
reits bezahlter urteilsmässiger Entschädigung wegen unge-
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rechtfertigter Bereicherung behandeln. Diese Betrachtungs-
weise lässt sich verstehen unter dem Gesichtspunkte rück-
wirkend rechtsgestaltender Nichtigerklärung, wie die oben
erwähnte Unmöglichkeit, im deutschen Patentverletzungs-
prozess die Nichtigkeit einredeweise geltend zu machen,
sie nahe legt; angesichts dieser Unmöglichkeit dürfte übri-
gens diese Einstellung selbst für denjenigen unabweisbar
sein, der die Nichtigerklärung als deklarative ansähe, zu-
mal -
was den Bereicherungsanspruch anbelangt -
im
deutschen Prozessrecht solche Einbruche in die Rechts-
kraft eines Urteils der herrschenden Meinung keine Be-
denken bereiten (vgl. STEIN, dZPO, 17. Auf I. § 322 VIIlj4).
Für das schweizerische Recht sind diese Lehrmeinungen
jedoch in Anbetracht der abweichenden Ordnung der pro-
zessualen Geltendmachung der Nichtigkeit bedeutungslos.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
lMPRlMERIES REUNIES S. A., LAUSANNE