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202 Erbrecht. N° 29. Nachgelassenes Vermögen Vorbezüge :
a) des Sohnes
b) der Tochter : Fr. 4,300.- aal Aussteuer. . .. » 11,555.95 bb) Sparguthaben .. » 2,502.65 Fr. 91,669.55 ce) Unterstützungen . __ » ___ 6_1_0_. ___ » __ 18--",~9_6_8._6_0 zusammen Lidlohn der Tochter Rest Pflichtteil der Tochter 3/8. . Deren Vorbezüge . Dazu der Lidlohn. Gesamtforderung . Rest Fr. 110,638.15 » 2,520.- Fr. 108,118.15 » 40,544.30 » 14,668.60 Fr. 25,875.70 » 2,520.- Fr. 28,395.70 Demnach erlcennt das Bundesge1'icht : In teilweiser Gutheissung der Berufung wird Ziff. llit. b des Urteils des Obergerichts des Kantons Zürich vom
20. Dezember 1949 dahin abgeändert, dass die vom Be- rufungsbeklagten der Berufungsklägerin zu zahlende Sum- me auf Fr. 28,395.70 erhöht wird. Im übrigen wird die Berufung abgewiesen und das ober- gerichtliche Urteil, soweit es angefochten ist, bestätigt.
29. Urteil der n. ZivilabteiJung vom 29. Juni 1950 i. S. August Drucker-Stiftung und Gen. gegen Erben Drucker.
1. Zur Anwendung von Art. 5392 ZGB. Erw. 2.
2. Fallen einem Vermächtnis angefügte Auflagen bei Ungültig- keit des Vermächtnisses dahin? Unter Umständen können sie zu Lasten der gesetzlichen Erben in Kraft bleiben. Analoge Anwendung von Art. 4862 ZGB. Erw. 3.
3. Zur Frage der Verjährbarkeit der Klage auf Vollziehung einer Auflage. Art. 4821 und 601 ZGB. Erw. 5 und 6.
4. Gesuche um sichernde Massnahmen (Anordnung einer Verfü- gungsbeschränkung) sind nicht Zivilrechtsstreitigkeiten im Sinne von Art. 44 und 46 OG. Erw. 7. Erbrecht. N0 29. 203
1. Application de l'art. 539 a1. 2 ce (consid. 2). :2. Las charges qui grevent un 1egs deviennent-elles caduques si 1e 1egs n'est pas valab1e? Suivant les circonstances elles peuvent demeurer en vigueur et etre imposOOs aux heritiers legaux. Application par analogie de l'art. 4868.1. 2 ce (consid. 3).
3. Quid da la prescription de l'action tendant a l'exooution d'une charge. Art. 482 a1. 1 et 601 CC (consid. 5 et 6) ?
4. Les demandes tendant a. faire ordonner des mesures de sUrew, telles qu'une restriction du droit de disposer, ne donnent pas lieu ades contestations de droit civil dans le sens des art. 44 et 46 OJ (consid. 7).
1. Applicazione delI 'art. 539 cp. 2 CC (consid. 2). :2. Gli onen che gravano un legato diventano caduchi se il legato non e valido '/ Secondo le circostanze, essi possono restare in vigore ed essere imposti agli eredi legali. Applicazione per analogia dell'art. 486, cp. 2, CC (consid. 3).
3. Quid della prescrizione dell'azione volta ad ottenere l'adem- pimento d'un onere. Art. 482, cp. I, e 601 ce (consid. 5 e 6)?
4. La istanze di misure provvisionali. come una restrizione deI diritto di disporre. non sono contestazioni di diritto civile a norma degli art. 44 e 46 OG (consid. 7). A. - Der am 13. August 1937 gestorbene August Brucker hatte am gleichen Tag folgende öffentliche letzt- willige Verfügung errichtet : «1. Er bestimmt, dass nach seinem Hinscheide sein Gut und Schloss HÜllenberg in seinem gesamten Umfang mit dem dort befindlichen Mobiliar, dem Auto und der gesamten Ausstattung der Fräulein Bertha Bischoff, wohnhaft Schloss HÜllenberg, und der Fräulein Marie Moellinger in Kogenheim, Elsass, zur lebens- länglichen Nutzniessung anheimfallen soll ... H. Nach dem Ableben der heiden Nutzniesserinnen soll das Schloss mit Gut HÜllenberg, wie Testator selbes von Fr. Meland .. Picard erworben und seither besessen hat, an den katholischen Orden Sacre Creur (Sacre-Creur) im Elsass oder in der Schweiz zu Eigentum zufallen zur Verwendung a.ls Erholungsheim für ältere und kränkliche römisch-katholische Priester; inbegriffen Mobiliar. Diese sind verpflichtet, daIlir zu sorgen, dass für die Seelenruhe des Vermächtnisgebers in der Kapelle auf HÜllenberg täglich eine
m. Messe gelesen wird. Die Nutzniesserinnen haben zu bestimmen, an welche Nieder- lassung des genannten Ordens im Elsass oder in der Schweiz das Gut zu Eigentum übergehen soll ... )) B. - Die gemäss der zuletzt erwähnten Anordnung des Erblassers von den Nutzniesserinnen bezeichnete Association du convict du Sacre Creur in FreiburgjSchweiz machte die Ansprüche aus dem Vermächtnis mit Klage 204 Erbrecht. N° 29. vom 19. November 1938 gegen die gesetzlichen Erben geltend. Diese Klage wurde in allen Instanzen abgewiesen" vom Bundesgericht am 21. Mai 1942 deshalb, weil die- Klägerin nicht in gültiger Weise, nämlich nicht vom Erblasser selbst, als Vermächtnisnehmerin bezeichnet worden war (BGE 68 II 155). O. ~ Mit der vorliegenden Klage vom 29. Novemberj
11. Dezember 1947 (nach Sühneversuchen vom 9. Septem- ber und 28. November 1947) traten als Kläger auf: 1. die angeblich nach richtiger Testamentsauslegung vom Erb- lasser nach Art. 493 ZGB errichtete August Brucker- Stiftung, eventuell eine nach Art. 539 Abs. 2· ZGB zu fingierende Stiftung; 2. die Association de l'institut universitaire du Sacre Oreur in FreiburgjSchweiz als. Rechtsnachfolgerin der Klägerin des Vorprozesses; 3. P. Alessio Roos in FreiburgjSchweiz; 4. P. Josef Röger in Basel; 5. das Bistum Basel und Lugano ; 6. H. H. Dr. Franz von Streng, Bischof von Basel und Lugano, in Solothurn. Die neun Begehren (teilweise mit Unterbegeh- ren) zielten in erster Linie darauf ab, der Erstklägerin das Eigentum mit Vorbehalt der Nutzniessungsrechte. nach Massgabe des Testamentes, zu verschaffen. Eventuell sollen die Beklagten - es sind dies wie im Vorprozesse- die gesetzlichen Erben - verurteilt werden, die mit dem Vermächtnis verbundenen Auflagen nun ihrerseits zu erfüllen. Endlich seien sie zur Rückvergütung eines Betrages von Fr. 14,539.- verpflichtet, den sie seit dem Erbfalle durch Verkauf von zum Schlossgute gehörenden Landparzellen erzielt hätten. Die Beklagten trugen auf Abweisung der Klage an und stellten verschiedene Gegenbegehren, teilweise in even- tuellem Sinne. D. - In beiden kantonalen Instanzen abgewiesen" haben die Kläger gegen das Urteil des Obergerichtes des Kantons Luzern vom 3. November 1949 Berufung an das Bundesgericht eingelegt und an sämtlichen Klagebegehren festgehalten. Die Beklagten haben auf Abweisung der 1 , I Erbrecht. N0 29. 205 -:Berufung angetragen und ihre Gegenbegehren erneuert, wie vor Obergericht nUr in eventuellem Sinne. Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
1. - Dem Obergericht ist darin beizustimmen, dass der Erblasser in seinem Testament vom 13. August 1937 keine Stiftung gemäss Art. 493 ZGB errichtet hat. Nach Jreiner Anordnung soll vielmehr das Schloss und Gut Hünenberg nach dem Ableben der beiden Nutzniesserinnen 'ßiner Niederlassung des Ordens Sacre Oreu1' als Vermächtnis zufallen.
2. - Somit hat man es auch nicht mit einer Zuwen-
ehe hanno rieevuto per ragioni di studio 0 altrimenti ». Allorehe Domenieo Bolongaro, marito e padre delle parti in causa, mori nel 1900, Emilio aveva quindici anni, Annetta dodiei ed Angelo otto. Essi furono quindi alle- vati dalla madre eon la quale la figlia Annetta, anche dopo il suo matrimonio e un breve periodo di assenza, ritorn a eonvivere. Ordinata la divisione ereditaria a cura deI notaio Gia- nella, sorsero domande e eontestazioni per la eompleta- zione dell'inventario suecessorio: la coerede Annetta chiese ehe all'attivo della massa fosse iseritto un eredito di 9800 fr. verso il coerede Angelo, somma eh'egli doveva conferire alla massa per spese distudi sopportate dalla Erbrecht. N0 30. 213 madre. A prova di questo ammontare Annetta Pedrazzi invocava le iserizioni ehe la de c'Uius aveva fatte in un libretto intitolato « Nota spese studi Ninin »,la cui esat- tezza era per contestata. Angel0 Bolongaro neg che potesse derivargli dal testamento un obbligo di eollazione a dipendenza di spese di studi che sarebbero in realta., nella maggior parte, spese di pensione durante il tempo della sua minore eta..· Oon sentenza 9 agosto 1949 il Pretore di Loearno con- dann Angelo Bolongaro a conferire alla massa ereditaria della madre Leonilde Bolongaro la somma de 9800 fr. risultante dalle iserizioni fatte nel suddetto libretto a titolo di spese di studio La Oamera eivile deI Tribunale d'appello respinse inveee, eon giudizio 23 maggio 1950, la pretesa di collazione formulata dall'attrice. La Oamera civile deI Tribunale d'appello osserva in sostanza quanto segue: Oontraria- mente all'opinione deI Pretore, l'art. 631 ep. 1 00 non e determinante in conereto. Non basta ehe la testatriee abbia manifestato la volonta. di assoggettare a collazione le spese di studi deI figlio Angelo; oecorre altresi ehe queste spese eeeedano la misura usuale. Questo seeondo presupposto manea in eonereto. Inoltre, dando al figlio Angelo una speeiale istruzione professionale, la madre non ha fatto altro ehe ossequiare l'obbligo legale previsto dall'art. 276 00. Quanto essa ha speso a questo fine dal 1905 al 1917 non eeeede la misura eonsueta ne supera la sua potenzialita. eeonomiea: eome risulta dagli atti, Leonilde Bolongaro era benestante. D'altra parte, I'art. 272 00 dispone ehe i genitori sopportano le spese di mantenimento e di edueazioJ;le dei figli seeondo il regime dei propri beni. B. - Annetta Pedrazzi ha deferito questa sentenza al Tribunale federale mediante un ricorso per riforma, chiedendo la eondanna di Angelo Bolongaro alla collazione di 9800 fr. per spese di studio I eonvenuti hanno eoncluso pel rigetto deI rieorso.