Volltext (verifizierbarer Originaltext)
LMF . LR •. LResp.C. LTM. LUFI. OG •• OM. •. OMEF ORC. OSSC. PCF . PPF. RD •. RLA. RLF • RRF. RTM . StF .• Tar.LEF LF sulla protezioni delle maTche di fabbrica e di commerclo, delle indi- cazioni di provenienza di mere! e delle distinzioni industriali (26 5et- tembre 1890). LF sni rapporti di diritto eivile dei domiciliati e dei dimoranti (25 giugno· 1891). LF sulla responsabilita civile delle imprese di strade ferrate e di piroscafi e delle poste (28 marzo 1905). LF sulla tasBa d'esenzione dal servizio militare (28 giugno 1878). LF sull'utilizzazione delle forze idrauliche (22 dicembre 1916). LF sull'organizzazione giudiziaria (16 dicembre 1943). Organizzazione militare della Confederazione Svizzera (LF deI 12 aprile 1907). Ordinanza che mitiga temporaneamente le disposizioni sull'esecuzione forzata (24 gennaio 1941). Ordinanza sul registro di commercio (7 giugno 1937). Ordinanza sul servizio dello stato civile (18 maggio 1928). LF di procedura civile (4 dicembre 1947). LF sulla procedura penale (15 giugno 1934). Regolamento d'esecuzione della legge federale sulle dogane deI I ottobre 1925 (10 luglio 1926). Ordinanza d'esecuzione della legge federale deI 15 marzo 1932 sulla circolazione degli autoveicoli e dei velocipedi (25 novembre 1932). Regolamento per l'applicazione della legge federale sul lavoro nelle fabbriche (3 ottobre 1919). Regolamento per il registro fondiario (22 febbraio 1910). Regolamento d'esecuzione della legge federale sulla tassa d'esenzione dal servizie militare (26 giugno 1934). LF sull'ordinamento dei funzionari federali (30 giugno 1927). TarifIa applicabile alla legge federale sull'esecuzione e sul fallimento (13 aprile 1948). I. EINLEITUNG ZUM ZGB TITRE PRELIMINAIRE DU CC Vgl. Nr. 9. - Voir n° 9.
11. PERSONENRECHT DROIT DES PERSONNES Vgl. Nr. 10. - Voir n° 10.
111. FAMILIENRECHT DROIT DE LA FAMILLE
1. Urteil der II. ZiviJabteilung vom 16. Februar 1950
i. S. Gemeinderat Maur gegen Pfister und WaIder. Anfechtung der Ehelichkeit (Art. 253 ff. ZGB). Die Klage der Heimatbehörde nach Art. 256" ZGB ist entsprechend den Vorschriften von Art. 253 und 2561 auf drei Monate seit Kenntnisnahme von der Geburt befristet. Dk'1,veu (art. 253 et suiv. CC). Conformement aux art. 253 et 256 al. 1 CC, I'action en desaveu que l'art. 256 al. 2 CC accorde a I'autoriM du canton d'origine se preserit en trois mois a partir du jour ou eeHe·ci a connu la naissance. Contestazione delta paternitd (art. 253 e seg. CC). Giusta gli art. 253 e 256 ep. 1 CC, l'azione di contestazione della paternita ehe l'art, 256 cp. 2 CC aceorda aHa competente autorita deI Cantone di attinenza si prescrive coI decorso di tre mesi dal giorno in eui quest'autorita ebbe notizia della nascita. A.. - Die Ehe Walder-Pfister wurde am 31. August 1946 geschlossen. Am 14. November 1946 gebar die Ehefrau 1 AS 76 II - 50
2 Familienrecht. N0 1. das Kind Isabella. Der Ehemann focht dessen Ehelichkeit nicht an. Nach Scheidung der Ehe durch rechtskräftig gewordenes Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 3. Juni 1948 erhob dann aber die Heimatbehörde (Gemeinderat l\<faur, Bezirk Uster) dahingehende Klage. Das Scheidungs- urteil wurde der Gemeinderatskanzlei von Maur am
3. September 1948 im Dispositiv mitgeteilt. Bereits am Vortag war ferner eine Mitteilung der Amtsvormund- schaft von Meilen beim Gemeinderat von Maur einge- langt, mit der Bemerkung, aus dem Urteil ergebe sich, dass Walder nicht der Vater des Kindes Isabella sei. Am 13. Sep- tem ber 1948 folgte die Urteilsausfertigung nach. In den Erwägungen ist zu lesen, dass nach Darstellung beider Parteien der Ehemann nicht der Vater der Isabelle sei. Er habe diese Frau geheiratet, « obwohl er wusste, dass sie damals von einem Dritten schwanger war)). Der Gemeinde- rat von Maur gab am 2. Dezember 1948 dem Amtsvor- munde des Bezirkes Uster Auftrag, die Ehelichkeit des Kindes gerichtlich anzufechten. Die Klage wurde dann am
26. Februar 1949 beim Friedensrichter angebracht. B. - Die Gerichte beider kantonalen Instanzen haben die Klage als verspätet abgelehnt, das Bezirksgericht Moltern am 28. Mai 1949, das Obergericht des Kantons Zürich am 2. September 1949. G. - l\<'lit vorliegender Berufung hält der Gemeinderat von Maur an der Klage fest. Eventuell trägt er auf Rück- weisung der Sache an das Obergericht zu neuer Beurteilung an. Das Bundesgericht zieht in Erwägung: Aus dem Fehlen einer Fristbestimmung in Art. 256 Abs. 2 ZGB schliesst die klagende Behörde, die ihr zuste- hende Klage sei an keine Frist gebunden. Es liegt jedoch nahe, in dieser Hinsicht Art. 256 Abs. 1 ergänzend zu berücksichtigen. Ob dies zu geschehen habe, ist freilich durch den Gesetzestext nicht klargestellt. In BGE 42 II 89 wurde noch offen gelassen, ob die Klage der Heimatbe- Familienrecht. N° 1. 3 hörde befristet sei, und von welchem Zeitpunkt hinweg die Frist zu laufen hätte. Indessen ist nicht einzusehen, weshalb das Anfechtungsrecht der Heimatbehörde gänz- lich unbefristet sein sollte.' Den Fristbestimmungen von Art. 253 und 256 Abs. 1 ZGB liegt die Absicht zugrunde, die Ehelichkeit eines Kindes nicht auf unbestimmte Zeit hinaus der Anfechtung auszusetzen. Das muss auch der, Heimatbehörde gegenüber zur Geltung kommen. Umso- mehr, als ja deren Anfechtungsrecht in doppelter Hinsicht beschränkt ist. Stellt es sich zwar nicht als bloss subsi- diäres Recht wie dasjenige der nach Art. 256 Abs. 1 ZGB klageberechtigten Personen dar, so ist ihm doch nur der Fa]) eines vor der Ehe gezeugten Kindes unterstellt und der Behörde hiebei die erleichterte Anfechtung nach Art. 255 ZGB versagt. Der beschränkte Inhalt dieses, erst bei der Gesetzesberatung im Ständerat eingeführten An- fechtungsrechtes einer Behörde (vgl. Sten.Bull. 15, 1163 ff., BGE 60 1329) lässt es als geradezu unabweislich erscheinen, die in Art. 256 Abs. I enthaltene Fristbestimmung auf die Klage des Abs. 2 anzuwenden. In BGE 42 II 89 'wurde die Frage aufgeworfen, ob diese Klagefrist gegenüber der Heimatbehörde gleichfalls mit der Kenntnis von der Geburt oder erst mit dem Verzicht des Ehemannes auf Anfechtung der Ehelichkeit oder endlich erst mit der Kenntnis des Anfechtungsgrundes sollte zu beginnen haben. Letzteres erachtet EGGER,
2. Auflage, zu Art. 256 N. 5, als angemessen. Das Gesetz bietet aber für eine solche Abweichung von den Fristbe- stimmungen der Art. 253 und 256 Abs. I im einen oder andern Sinne keinen Anhaltspunkt. Es fehlt auch an einem zureichenden sachlichen Grund hiefür. Die Heimatbehörde kann unabhängig von der Stellungnahme des Ehemannes klagen, sie braucht nicht abzuwarten, ob er verzichte oder die ihm eingeräumte Klagefrist versäume (deren Beginn zu ermitteln ihr übrigens oftmals nicht möglich wäre). Es ist sodann nicht einzusehen, weshalb das Anfechtungsrecht der Heimatbehörde in der Weise privilegiert werden sollte,
4 Familienrecht. N° 2. dass die Frist erst mit der Kenntnis des Anfechtungsgrun- des zu beginnen hätte. Erf'ahrt die zuständige Behörde von einer im ersten Halbjahr der Ehe eingetretenen Geburt, so hat sie ohne weiteres Veranlassung, einem für sie allen- falls gegebenen Anfechtungsgrunde nachzuforschen. Mit Recht hält denn auch die vorherrschende Lehre die Kennt- nis von der Geburt hier ebenfalls für den Fristbeginn als massgebend {W AIBLINGER, Begriff und Ausübung der An- fechtungsrechte, 175; BRIDEL, La regle ((Pater is est ... », 140; SILBERNAGEL, 2. Aufl., zu Art. 256 N. 6; RossEL et MENTHA, 2. Aufl., 416). Diese Kenntnis trat nicht ohne weiteres durch die Mit- teilung der Geburt an das Zivilstandsamt des Heimat- ortes ein, wohl aber dann durch die (nach der Scheidung der Ehe erfolgte) Anzeige an die Kanzlei (und damit an die Adresse) der zuständigen Behörde selbst. Da von da hinweg mehr als drei Monate bis zur Klageanhebung beim Friedensrichter verstrichen. sind, war die Klage in der Tat verspätet. Demnach erkennt das Bundesgericht: Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Ober- gerichts des Kantons Zürich vom 2. September 1949 bestätigt.
2. Extrait de I'arret de la He Cour civile du 30 mars 1950 dans la cause R. contre B. Action en paternite. Preuve d'une naissance a terme. Cas dans lesquels, eu egard a 1a duree de la grossesse, la cohabitation de 1a mere avec un tiers durant la periode critique permet d'elever des doutes serieux sur 1a paternite du defendeur (art. 314 CC). Vaterschaftsklage. Beweis der Reife des Kindes bei der Geburt., In welchen Fällen ist ein in die kritische Zeit fallender Mehr- verkehr der Mutter im Hinblick auf die Schwangerschaftsdauer geeignet, erhebliche Zweifel an der Vaterschaft des Beklagten zu rechtfertigen? Art. 314 ZGB. Azione di paternita. Prova d'una nascita atempo. Casi in cui. considerata la durata della gravidenza, la coabitazione della J Familienreoht. N° 2. I) madre con un terzo durante il periodo critico consente di sollevare seri dubbi sulla 'paternita deI convenuto (art. 314 CC).
3. - Aux termes de l'art. 314 al. 2 ce la presomption instituee par l'alinea premier ces se si des faits etablis permettent d'elever des doutes serieux sur la paternite du defendeur. Le Tribunal cantonal a admis qu'il n'en etait pas ainsi en l'espece et que les intimees avaient par consequent retabli en Ieur faveur la presomption que l'art. 314 al. 1 fait peser sur le recourant. Partant de la constatation que l'enfant etait nee a. terme et con- siderant qu'elle etait venue au monde exactement neuf mois apres la cohabitation de la mere avec le recourant, alors que les relations avec M. etaient posterieures d'un mois au moins, le Tribunal cantonal a estime que la paternite du recourant ne pouvait se heurter a. des doutes serieux dans le sens de l'art. 314 al. 2. A cela le recourant objecte en premier lieu que la consta- tation de la naissance a. terme de l'enfant repose unique- ment sur la declaration de la sage-fmmne et parait vouloir soutemr que cette constatation aurait du etre fondee sur l'avis d'un medecin. En principe, tout ce qui a trait a. la preuve et notam- ment au mode de preuve releve de 1a procedure et partant du droit cantonal. L'art. 8 ce exige toutefois une preuve idoine et interdit par consequent de prendre en conside- ration un moyen de preuve qui serait absolument im- propre a former la conviction du juge sur le point de fait qu'il a a. trancher. TI en sera ainsi, par exemple, lorsque de par sa nature ce point ne peut etre elucide que par une personne possedant des connaissances speciales. Mais l'application de ce principe ne conduit pas a exiger dans tous Jes cas que la preuve d'une naissance a. terme soit basee sur l'avis d'un medecin. En effet, de par leur formation professionnelle, les sages-femmes possooent des connaissances speciales qui, en general, doivent Ieur permettre de reconnaitre si un enfant presente manifeste- ment les signes d'une naissance a. terme. Des 10rs 1a ques-