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138 Staatsrecht. on le bassin serait plein, causerait des degats aux ouvrages construits avec l'aide de la Confederation sur le cours infe- rieur de la Printze et sur le Rhöne. Il conteste cependant la competence du Conseil federal pour ordonner la mesure attaquee, en faisant etat, d'une part, de la distance qui separe ces ouvragoo du barrage et, d'autre part, du fait que, si les autorites federales ont interdit la construction d'un barrage evide, ce n'est pas pour prot6ger c~ ouvrages, mais pour proMger la vallee entiere et ses habitants. On doit repondre a cela qu'en vertu de l'art. 21 a1. 3 LUFH (combine avec l'art. 3 a1. 2 LPE), le Conseil federal peut exiger qu'on prenne des mesures de protection chaque fois que la construction d'un ouvrage hydraulique risque de causer un dommage aux travaux de correction d'un cours d'eau efIectues a l'aide de subventions federales, ce qui est le cas en l'espece. Peu importe que les autoriMs fede- raloo n'aient pas invoque d'emblee cette consideration a l'appui de leur d6cision. On ne saurait refuser a la Confe- deration, en cas de conftit de comp6tence, le droit de faire valoir de nouveaux moyens jusque devant le Tribunal federaL Contrairement a ce que pretend le Conseil d'Etat, il n'y a pas eu de «detournement de pouvoir » de la part du Conseil federal; ce dernier n'a pas fait du pouvoir que lui conferaient les art. 21 a1. 3 LUFH et 3 a1. 2 LPE un usage contraire aux intentions du Iegislateur. L'interdic- tion d'edifier un barrage evid6 sert incontestablement a proteger 100 ouvrages de correction qui ont et6 efIectues a l'aide des subsidoo federaux sur les rives de la Printze et du Rh,öne. Sans doute vise-t-elle en meme temps a pro- teger d'autres inMrets autrement plus importants, mais ce n'est pas la une raison pour dire que les autorites fede- raloo n'avaient pas le droit de la decreter. La question pourrait, il est vrai, se poser de savoir si le souci de pro- Mger les ouvrages de correction ex6cutes sur 1es rives de la Printze et du Rhöne justifiait une atteinte aussi grave aux droits de la Societ6 EOS. Mais le Tribunal federal n'a pas qualite pour 1a resoudre. Comme on l'a deja dit, il suffisait, pour fonder 1a competence de 1a Confederation, Staatsrechtliche Streitigkaiten zwischen Kantonen. N0 20. 139 que l'interdiction d6cretee par les autorites federales servit a prot6ger des ouvrages de correction de cours d'eau; la question de savoir si cette mesure etait r6ellement justi- fiee dans les conditions particulieres de l'oopece n'oot plus une question de delimitation de comp6tences.
10. - TI est exact que, dans une lettre du 4 juin 1932 adressee au Departement des travaux publics du Canton du Valais, le Service federal des eaux ecrivait au sujet des plans du barrage du Val des Dix, barrage du meme type que celui de Cleuson, que c'etait a.,l'autorit6 canto- nale et non pas a l'autorit6 federale qu'incombait la respon- sabilite de 1es approuver. Mais cette opinion erronee ne lie en aucune maniere l'autoriM a laquelle l'office oot subordonne. Elle s'explique probablement par le fait qu'il ya deux offices federaux qui ont a s'occuper des plans des constructionS hydrauliques, a savoir le Service federal des eaux et l'Inspection des travaux publics. Le Tribunal jederal prononce: Les conclusions prises par le Conseil d'Etat du Valais sont rejetees. VI. STAATSRECHTLICHE STREITIGKEITEN ZWISCHEN KANTONEN CONTESTATIONS DE DROIT PUBLIC ENTRE CANTONS
20. Urteil vom 12. Mal 1949 i.'S. Regierungsrat des Kantons ObwaIden gegen Regierungsrat des ~tons Zftrleh. Inte!rlcantonale Rechtshilfe. Die Kantone sind gehalten, einander in Vormundschaftssachen Rechtshilfe zu leisten. Voraussetzungen für die Gewährung der Rechtshilfe. A8BiBtance intercantonale. Las cantons sont tenus de se preter mutuellement assistance en matiere de tutelle. Conditions pour l'octroi de cette assistance. A8BiBtenza intercantonale. I cantoni sono obbligati a. prestsrsi mutua assistenza in materia ditutela. Condizioni da oui dipende la. oonoessione di quast'assistenza. uo Staatsrecht. A. - Die ledige Agnes Huber, von und in Kerns, gebar am 18. Juli 1945 den Knaben Hans Rudolf. Die Vormund- schaftsbehörde Kerns ernannte August Bucher zum Bei- stand des Kindes. Am 1. Dezember 1945 brachte Agnes Huber den Knaben, der bisher in Kerns untergebracht war, gegen den Willen des Beistandes zu Familie Keller-Siegffied in Winterthur. Da Agnes Huber und ihr Kind katholisch, die Eheleute Keller aber protestantisch sind, verfügte die Vormundschaftsbehörde Kerns am 11. Januar 1946, dass das Kind, bis der Vormund katholische Pflegeeltern ge- funden habe, in ein katholisches Heim zu verbringen sei. Agnes Huber widersetzte sich diesem Beschlusse, doch wurde ihre Beschwerde mit Entscheid vom 8. Juni 1946 durch den Regierungsrat des Kantons Obwalden abge- wiesen. Als sich die Pflegeeltern weigerten, das Kind heraus- zugeben, ersuchte das Vormundschaftsdepartement des Kantons Obwalden die zürcherischen Behörden am 5. No- vember 1946 um Rechtshilfe. Die Justizdirektion des Kantons' Zürich erklärte sich vorerst bereit, dem Gesuch zu entsprechen, beschloss dann aber, das Kind in Winterhur zu belassen, bis die Vater- schaftsklage 'erledigt und darüber entschieden sei, ob es unter Vormundschaft oder unter die elterliche Gewalt der Mutter gestellt werde. Am 2. Dezember 1946 meldete das Vormundschaftsdepartement Obwalden der Justizdirek- tion Zürich, dass die Vaterschaftsklage zufolge Rückzuges erledigt sei, und am 31. Dezember 1946 wandelte die Vor- mundschaftsbehörde Kerns die Beistandschaft über Hans Rudolf Huber in eine Vormundschaft um, wobei der bis- herige Beistand zum Vormund bestellt wurde. Ein Begehren der Vormundschaftsbehörde Winterthur um Übertragung der Vormundschaft wurde von der Vormundschaftsbe- hörde Kerns und am 15. März 1947 auch vom Regierungs- rat des Kantons Obwalden abgewiesen, desgleichen eine Beschwerde der Agnes Huber gegen die Umwandlung der Beistandschaft in eine Vormundschaft. Am 22. April 1947 verlangten die Obwaldner Behörden Staatsrechtliche Streitigkeiten zwischen Kantonen. N0 20. 141 erneut die Überführung des Kindes in eine katholische Anstalt. Da sich" die PfLegeeltern weigerten, den Knaben, den sie lieb gewonnen hatten und der bei ihnen gut aufge- hoben war, herauszugeben und erklärten, alle Garantien für eine katholische Erziehung des Kindes bieten zu wollen, ersuchte die Justizdirektion Zürich die Vormund- schaftsbehörde Kerns, auf ihren Beschluss zurückzukom- men. Nachdem verschiedene Verständigungsversuche ge- scheitert waren, schrieb sie schliesslich am 2. Juli 1948 dem Vormundschaftsdepartement Obwalden, dass sie die Wegnahme des Kindes, das sich nun seit 2 % Jahren bei Familie Keller befinde, als eine herzlose und durch nichts gerechtfertigte Massnahme betrachte und keine Rechts- hilfe leisten könne. B. - Mit staatsrechtlicher Klage vom 20. Januar 1949 beantragt der Regierungsrat des Kantons Obwalden, den Kanton Zürich zu verhalten, in der Vormundschaftssache Hans Rudolf Huber die nachgesuchte Rechtshilfe zu leisten. Zur Begründung führt er aus : Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes (BGE 51 I 309) seien die Kantone verpflichtet, rechtskräftige Be- schlüsse der zuständigen Vormundschaftsbehörden eines andern Kantons zu vollziehen. Sie seien nicht befugt, zu prüfen, ob der ihnen zur Vollstreckung vorgelegte Ent- scheid materiell richtig sei. Im vorliegenden Falle sei übrigens die Verfügung der Vormundschaftsbehörde Kerns sachlich begründet. Die religiöse Erziehung müsse nicht bloss die Möglichkeit des Unterrichtsbesuches und der Teilnahme an religiösen Übungen in sich schliessen. Nötig sei vielmehr eine positive Anregung und Beeinflussung seitens der täglichen Umgebung. Es sei daher erforderlich, dass die Personen, denen unmittelbar die Erziehung ob- liege, die Religion des Kindes praktizieren. O. - Der Regierungsrat des Kantons Zürich ersucht um Abweisung der Beschwerde. Er macht geltend: Er könne nicht bestreiten, dass die Vormundschafts- behörde Kerns zur Anordnung der Beistandschaft und 142 Staaterooht. später der Vormundschaft zuständig gewesen sei. Auch sei es richtig, dass der Vormund und die Vormundschafts- behörde über die Unterbringung, Pflege und Erziehung des bevormundeten Unmündigen zu bestimmen habe. Die Ausübung dieser Befugnisse diene jedoch nicht dem Wohle des Mündels, wenn die Unterbringung und Erziehung in einer gut geeigneten Pflegefamilie ausschliesslich aus kon- fessionellen Gründen durch die Einweisung in ein Kinder- heim ersetzt werde, wobei ganz unsicher sei, ob später wieder eine geeignete Pflegefamilie gefunden werde und in welchem Zeitpunkt. Die Verpflichtung der Kantone, einander auf dem Ge- biete des Vormundschaftswesens Rechtshilfe zum Vollzuge rechtskräftiger Anordnungen der zuständigen Behörden zu leisten, beruhe darauf, dass das Eltern-und Kindesrecht und das Vormundschaftsrecht einheitlich für die ganze Schweiz durch das Schweizerische Zivilgesetzbuch geregelt sei. Sie setze voraus, dass das einheitliche Recht in allen Kantonen in gleicher Weise angewendet werde. Wo sich eine derartige Auffassung zeige wie im vorliegenden Fall, müsse der interkantonalen Rechtshilfepflicht Grenzen gesetzt sein. Es könne dem Regierungsrat nicht zugemutet werden, dass er Hand biete zum. Vollzuge einer Anordnung, die unter gleichen Umständen im Kanton Zürich niemals getroffen worden wäre und geradezu das sittliche Empfinden der Bevölkerung verletze. Im Entscheide des Bundesgerichtes in BGE 51 I 309 ff. habe es sich darum gehandelt, eine Dirne, die im Kanton Zürich in eine Anstalt eingewiesen worden sei, in einem andern Kanton festzunehmen und zum Vollzuge der Anstaltsversorgung nach Zürich zu führen. Hier solle ein Pflegekind seinen Pflegeeltern weg- genommen werden, einzig weil diese reformiert statt katho- lisch seien, und dies, obwohl das Bundesgericht in BGE 31 I 627 erklärt habe, die Pflege und Unterbringung eines be- vormundeten Unmündigen sei nicht ausschliesslich unter dem konfessionellen Gesichtspunkt zu betrachten und zu entscheiden. Unter solchen Umständen könne einem Staateroohtliche Streitigkeiten zwischen Kanton<;ln. N° 20. 143 Kanton die Rechtshilfe nicht zugemutet werden. Der Regierungsrat könne die Polizei nicht für den Zwangsvoll- zug einer Massnahme zur Verfügung stellen, die er als sachlich nicht gerechtfertigt und nicht im Interesse des Knaben Hans Rudolf Huber liegend betrachte. D. - Vor der Entscheidung versuchte eine Delegation des Bundesgerichtes am 13. April 1949 in Luzern in An- wesenheit von Vertretern der beteiligten Regierungen und Vormundschaftsbehörden, sowie in Beisein des Vormundes, der Pflegeeltern und der Mutter des Kindes, einen Ver- gleich herbeizuführen. Es konnte keine Verständigung erzielt werden. Die Delegation aus dem Kanton Obwalden , erklärte, sie müsse aus grundsätzlichen Erwägungen auf der Wegnahme des Kindes beharren; sie werde dieses in einer katholischen Familie in Kerns unterbringen, die bereit sei, den Knaben zu adoptieren und zum Erben ein- zusetzen. Es war auch nicht möglich, die Pflegeeltern zur freiwilligen Herausgabe des Kindes zu bewegen. Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1. - Die Parteien sind mit Recht darüber einig, dass eine staatsrechtliche Streitigkeit im Sinne des Art. 83 lit. b OG vorliegt (vgl. BGE 51 I 314 f.).
2. - Nach dem Urteil des Bundesgerichtes in BGE 51 I 316 ff., das durch den Hinweis auf Art. 352 ff. StGB ergänzt werden kann, sind die Kantone gehalten, einander in Vormundschaftssachen Rechtshilfe zu leisten. Die Lehre vertritt die gleiche Auffassung (vgl. z. B. BURCK1IARDT : Komm. zu Art. 61 BV, S. 575 ;FLEINER/GIACOMETTI : Schweiz. Bundesstaatsrecht, S. 166), und auch der Be- klagte anerkennt, dass ein Kanton grundsätzlich verpflich- . tet sei, die in einem andern Kanton ergangenen Verfügun- gen der Vormundschaftsbehörden zu vollstrecken. Streitig sind dagegen die Voraussetzungen, unter denen ausser- kantonale Anordnungen vollzogen werden müssen. Der Beklagte nimmt das Recht für sich in Anspruch, die ihm zur Vollstreckung vorgelegten Entscheidungen materiell 144 Staatsrecht. zu überprüfen, während nach Ansicht des Klägers bei rechtskräftigen Beschlüssen einer zuständigen Behörde ohne weitere Prüfung Rechtshilfe geleistet werden muss.
3. - Die Pflicht der Kantone zur Vollstreckung ausser- kantonaler Verfügungen in Vormundschaftssachen wird von der Lehre zum Teil aus .Art. 61 BV abgeleitet (so z. B. von BURCKHARDT : Komm. zu Art. 61 BV, S. 575, und von FLEINER/GIACOMETTI: Schweiz. Bundesstaatsrecht, S. 166 N. 10 am Ende). Nach der Rechtsprechung des Bundes- gerichtes (BGE 51 I 317 ff. ; 67 I 10; vgL auch EGGER : Komm. zu Art. 361 ZGB, N. 23) ist sie aber ein Ausfluss des ungeschriebenen Rechtsgrundsatzes, dass alle Kantone bei der Durchführung des Bundesrechtes mitzuhelfen haben. Die Voraussetzungen für die Gewährung der Rechtshilfe sind bei Annahme einer ungeschriebenen Ver- pflichtung der Kantone der Natur der Sache nach grund- sätzlich die nämlichen wie bei Art. 61 BV. Danach muss die Verfügung von der zuständigen Behörde ausgegangen und rechtskräftig sein, und es muss eine regelrechte Ladung stattgefunden haben. Den beiden ersten Erfordernissen wird die Verfügung der Vormundschaftsbehörde Kerns, deren Vollstreckung verlangt wird, unbestrittenermassen gerecht. Eine Ladung des bevormundeten kleinen Kindes war unmögHch. Ob das Erfordernis der Ladung in diesem Falle bedeutungslos ist oder die Benachrichtigung der Interessierten verlangt, kann dahingestellt bleiben, weil diesen jedenfalls die Beschwerde des Art. 420 ZGB möglich war. Der Entscheid der Vormundschaftsbehörde Kerns, dass der Knabe Hans Rudolf Huber den Pflegeeltern Keller-Dietrich wegzunehmen sei, erfüllt demnach die Voraussetzungen, von denen im allgemeinen die inter- kantonale Rechtshilfe abhängig gemacht wird. Der Auffassung des Beklagten, dass der die Rechtshilfe leistende Kanton befugt sei, den ihm zur Vollstreckung vorgelegten ausserkantonalen Entscheid frei auf seine Richtigkeit zu überprüfen, kann nicht beigepflichtet wer- den. Ist ein rechtskräftiger Entscheid ergangen, darf der Staatsrechtliche Streitigkeiten zwischen Kantonen. N0 20. 145 um Vollziehung angegangene Kanton nicht nochmals über die gleiche Sache urteilen, sonst würden die Zuständig- keitsvorschriften des Bundesrechtes und die Rechtshilfe weitgehend hinfällig (vgl. BGE 74 I 135 ; 51 I 319 ; BURCK- HARDT: Komm. zu Art. 61 BV, S. 576/7). Es kann sich nur fragen, ob dem Vollstreckungskanton unter bestimm- ten Voraussetzungen nicht wenigstens eine beschränkte Überprüfungsbefugnis zugestanden werden sollte, etwa in dem Sinne, dass er untersuchen dürfte, ob der Entscheid überhaupt in Anwendung von Bundesrecht ergangen sei oder auf Grundsätzen beruhe, die Init dem Bundesrecht schlechthin unvereinbar seien. Die Frage liegt nahe in einem Falle wie dem vorliegenden, wo eine eidgenössische Oberaufsicht fehlt und niemand die Möglichkeit hatte, die vom Vormund und der Vormundschaftsbehörde Kerns beschlossene Wegnahme des Kindes an eine eidgenössische Behörde weiterzuziehen (vgl. die Art. 44, 68 und 88 OG, ' wonach eine Berufung oder Nichtigkeitsbeschwerde nicht in Betracht kam und mangels Legitimation weder die Mutter des Kindes, noch dessen Pflegeeltern, noch die zürcherischen Behörden die Möglichkeit hatten, die staats- rechtliche Beschwerde zu ergreifen. Siehe auch EGGER: Komm. zu Art. 361 ZGB N. 22). Sie braucht hier indessen nicht entschieden zu werden, weil der Beschluss auf Weg- nahme des Knaben Hans Rudolf Huber nicht auf Erwä- gungen beruht, die dem schweizerischen Zivilrecht gänz- lich fremd sind. Das Zivilgesetzbuch spricht wiederholt von der reli- giösen Erziehung (z. B. in Art. 277 und 378 ZGB) und räumt diesbezüglich bei bevormundeten Unmündigen sogar der heimatlichen Vormundschaftsbehörde ein Mit- spracherecht ein (Art. 378 ZGB). Die Berücksichtigung konfessioneller Verhältnisse bei der Wahl des Pflegeortes lässt daher den Entscheid nicht völlig aus dem Rahmen des Bundesrechtes fallen, wenn er auch der religiösen Er- ziehung, die nur einen Teil der gesamten Erziehung bildet (BGE 31 1633 f.), wohl zu grosse Bedeutung beimisst und 10 AB 75 I - 1949 146 Staatsrecht. demgemäss allzusehr Gewicht darauf legt, dass Pflege- eltern und Pflegekind der gleichen Konfession angehören, auch dann, wenn sich, wie das hier zutrifft, protestantische Pflegeeltern .bereit erklären, alles zu tun, um eine sorg- Iältige Erziehung des Kindes im katholischen Glauben zu gewä;hrleisten. Im übrigen ist nicht zu übersehen, dass das Kind wider Willen des damaligen Beistandes nach Winter- thur verbracht wurde und, als es im Jahre 1946 erstmals herausverlangt wurde, noch nicht derart Init den jetzigen Pflegeeltern verwachsen war wie heute. Die vorübergehende Unterbringung des Knaben in einer Anstalt fällt nach den neuesten Angaben der Vormundschaftsbehörde Kerns dahin. Demnach erkennt das Bundesgericht: Die Klage des Regierungsrates des Kantons Obwalden wird gutgeheissen Und der Kanton Zürich angewiesen, , die nachgesuchte Rechtshilfe zu leisten. VII. STAATSVERTR.AGE TRAITES INTERNATIONAUX
21. Ardt du 23 juin 1949 dans la cause Brönimann contre Tribunal cantonal vaudois et Soeiete Universelle de Films. Art. 17 al. 1 eh. 2 de. la eorwention franeo-sui886 du 15 juin 1869: Conditions d'une citation reguliere. Point de depart du delal d'assignation. Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 des 8chweizerisch-französischen GerichtB- 8tandsvertrages vom 15. Juni 1869. VoraWlSetzungen für das Vorliegen einer «gehörigen Zitation ». Beginn der Vorladungs- frist. Art. 17 ep.l cifra 2 della eonvenzione franco-svizzera del15 giugno 1869 in ~ia di foro. Condizioni d'una. citazione regolare. Inizio deI termine per 10. comparsa. A. - Se fondant sur une clause de prorogation de for, Ja Societe Universelle de Films (SUF) a actionne Bröni- Sta.a.tsverträ.ge. N0 21. 147 mann, dOlnicilie a Lausanne, devant le Tribunal de com- merce du Departement de la Seine, en le faisant assigner a l'audience du 27 mars 1947. La citation Iui est parvenue le 14 mars 1947. Le parquet de la Seine l'avait transmise le 24 fevrier 1947 au Departement federal de justice et police. B. - Le 22 mai 1947, Ie Tribunal de commerce a con- daInne Brönimann a payer a la demanderesse, outre les debours,2000 fr. suisses et 10000 fr. fran98-is. En ce qui concerne la procedure, le jugement expose : ({ Par jugement en date du dit jour 27 mars 1947, le Tribunal, attendu la non-comparution du defendeur ni de personne pour lui, a donne contre Iui a. la socieM demanderesse, ce requerant, defaut pour le profit etre adjuge a. quatre semaines. Depens reserves. » «Par suite de cette remise, 10. cause venant a. l'audience du 24 avril 1947 0. eM appeloo et retenue ... Le dMendeur n'ayant pas encore comparu ni personne pour lui, MaUre Deleau pour la societ6 demanderesse a requis l'adjudica.tion du defaut prooedem- ment prononce contre 1e defendeur, en consequence le benefice de ses concIusions ... » • «Par jugement en date du dit jour 24 avril 1947, le Tribunal, avant d'adjuger a la societ6 dema.nderesse le profit du defaut precedemment prononce contre le dMendeur, d'office 0. ordonne qu'il en serfl.it deliMre et ce deliMre n'ayant pu etre vide al'au- dience du 24 avril 1947... » Le jugement du 22 mai 1947, envoye le 28 aoilt au Departement federal de justice et police, a ete COmmU- nique le 20 septembre 1947 a Brönimann. Le greife du Tribunal de commerce a atteste, le 16 decembre 1947, que ce jugement ne faisait l'objet ni d'opposition ni d'appel. O. - La SUF a fait notifier a Brönimann, le 15 novem- bre 1948, un commandement de payer 2179 fr. 45, plus les interets, en indiquant comme titre de la creance: « Capital et frais dus selon jugement du Tribunal de com- merce du Departement de Ja Seine du 22 mai 1947. Une partie du capital, soit 10000 fr. fr., les depens et les frais d'enregistrement sont convertis au taux de 1 fr. 28 suisses pour 100 fr. fran98-is». Le debiteur a eleve opposition. Le pr6sident du Tribunal de distriet de Lausanne a prononce, le II janvier 1949, la mainlevee definitive de' l'opposition a concurrence de 2176 fr .. 65 avec interet a.