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75_III_1

BGE 75 III 1

Bundesgericht (BGE) · 1914-06-18 · Deutsch CH
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LLF • LMF. LR •• LResp.C. LTM. LUFI. OG •• OM •• OMEF ORC. OSSC. PCF. PPF. RD. . RLA • RLF . RRF. RTM. StF •. Tar.LEF LF sul lavoro neDe fabbriehe (18 giugno 1914). . LF 8ulla protezioni delle marehe di fabbrlea e di commereJo.delle Indf.. eazioni di provenJenza di merc1 e delle distlnZloni industriiill (26 set- tembre 1890). LF sul rapporti di diritto eivile dei domJclliati e dei dimoranti (25 giugno 1891). . LF sulla responsabllith eivile delle imprese di strade ferrate e di piroseaft e delle .poste (28 marzo 1905). LF sulla tassa d'esenzione dal servizio mJIitare (28 giugno 1878). LF sull'utilizzazione delle forze idrauliehe (22 dieembre 1916). LF sull'organiZZl!Zione giudiziaria (16 dieembre 1943). Organizzazione militare deDa Coniederazione Svizzera (LF del 12 apr1le 1907). Ordinanza ehe mitlga temporaneamente le disposizioni sull'esecuzione forzata (24 gennaio 1941). ' Ordinanza sul registro di commercio (7 giugno 1937). Ordinanza sul servlzio dello stato civiie (18 maggio 1928). LF di procedura civile (4 dicembre 1947). LF sulla proeedura penale (1.5 glugno 1934). Regolamento d'eseeuzione della legge federale sulle dogane deI I ottobre 1925 (10 lugIio 1926). Ordinanza d'esecuzione della legge federale deI 15 marzo 1932 sulla circolazione degli autoveicoli e dei velocipedl (25 novembre 1932). Regolamento per l'applieazione delIa legge federale sill lavoro nelle fabbriche (3 ottobre 1919). Regolamento per il regIstro fondiario (22 febbraio 1910). Regolamento d'esecuzIone della legge federale sulla tassa d'esenzione dal servizio militare (26 giugno 1934). LF sull'ordinamento dei fuuzionari federali (30 giugno 1927). Tariffa allplicabile alla legge federale sull'esecuzione e sul falllmento (13 aprile 1948). A. SchuIdIletreihungs- DDd lonkursrecht. Poursulte et Faillite. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULDBETREmUNGS- UND KONKURSKAMMER ARR:mTS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES ET DES FAILLITES

1. Auszug ans dem Eutscheid vom 17. Januar 1949 LS. Buckli. Die Betreibung einer im Handelsregister eingetragenen. Ehefrau; ohne dass der Ehemann zugleich betrieben wird, geht auf Kon- kurs, beschränkt auf das Sondergut. Lorsque Ia poursuite est dirigee contre une femme mariee inscrite, au regist;re du comn:erce et que le mari ~'a pas eM egalru;nent poursuiVl, Ja poursmte ne peut etre contmuee que par VOle da failIite, la faiIIite etant toutefois en pareiI cas restreinte aux biens reserves. L'esecuzione diretta contro la moglie iscritta nel reg:istro di com- mercio dev'essere proseguita, qualora il marito non sia stato pure escuaso, soltanto per via. di fallimento, il quale A perO' limitato ai beni riserva.ti. Aus dem Tatbestand: A. - Gegen die im Handelsregister eingetragene Re- kurrentin wurde, ohne Zustellung eines Zahlungsbefehls an den Ehemann, Betreibung angehoben und auf Konkurs fortgesetzt. B. - Mit ihrer Beschwerde in beiden kantonalen Instan- zen abgewiesen, hält die Schuldnerin daran mit dem vor- liegenden Rekurs gegen den oberinstanzlichen Entscheid' vom 25. November 1948 fest. AS 74 III - 1949

2 Sohuldbetreibungs. und K~. N0 1. Die 8ch'lildbetreibunga- tl/1U1, Konkursl«1,mmer zieht in Erwägung: ..... In .der Lehre ist umstritten, ob bei Güterverbin- dung (wie sie hier nach den eigenen Angaben der Rekur- rentin besteht) eine Sondergutsbetreibung ~tet8 auf Pfän- dung oder bei Eintrag der betriebenen Ehefrau im. Ha,n- delsregister auf Konkurs fortzusetzen sei. Jenes entspricht der Ansicht der Familienrechtskommentare (GMÜB, zu Art. 192 ZGB 7 b 1,lD.d zu Art. 208 N. 12; EGG1ilB, zu Art. 208 N. 12) und anderer Autoren (ScRWEIZ1!lB, 'ZSR NF 47 S. 104 a; GÖSOHKE, ZbJV 49 S. 677 oben; SuLs1ilB, SJZ 36 S. 5). Zur Begründung wird im wesentlichen vor- gebracht, der .. Konkurs müsste notwendig das gesamte Vermögen der betriebenen Ehefrau, auch das eingebrachte; erfassen, sofern wenigstens auch Vollschulden eingegeben werden. Um die Ehefrau in Konkurs zu treiben, müsste man daher den Ehemann (mit-) betreiben .• Um jener Kon- sequenz willen dürfe eine Sondergutsbetreibung nicht zum Konkurse führen. Die gegenteilige Ansicht wird neuer- dings namentlich von STAUn'ER (zu Art. 15 der Schluss- und Übergangsbestimmungen des OR N. 131) vertreten: Von der Vorschrift, dass ein im Handelsregister Eingetra- gener auf Konkurs zu betreiben sei, lasse sich für Sonder- gutsbetreibungen keine Ausnahme machen. Wegen der besondern Verhältnisse insbesondere bei der im Handels- register eingetragenen Handels- oder Gewerbefrau sei dabei ein auf das Sondergut beschränkter Konkurs durchzufüh- ren. Auch andere Autoren denken an einen solchen Son- dergutskonkurs (HELD, SJZ 27 S. 306 vor In). Verschie- dene dagegen sprechen sich zwar für den Konkurs auch im Falle der Sondergutsbetreibung aus, halten aber dafür, der Konkurs sei unter allen Umständen auf das eingebrachte Gut auszudehnen, sofern sich auf die Konkurspublikation nicht nur Sondergutsgläubiger melden; so RÜTTEN1ilB, Die Rechtsstellung der verheirateten Berufs- und Gewerbe- &au 178/9; P ANOHAUD, Le regime matrimonial et la pour- I t 3 suite pour dettes 99/100; CUTTAT, De l'inßuence des r6gimes matrimoniaux sur la poursuite 200 ff. Indessen ist der von der Vorinstanz in Anlehnung an STAUFFEB a.a.O. angenommenen Lösung der Vorzug zu geben. Der Handelsregistereintrag muss die Konkursbe- treibung nach Art. 39 SchKG auch für Sondergutssehulden zur Folge haben. Dass der Konkurs notwendigerweise auch das eingebrachte Frauengut umfassen müsse, sofern sich (neben Sondergutsgläubigern) Vollgutsgläubiger melden, trifft nicht zu. Vielmehr lässt sich der Konkurs auch sol- ehenfalls auf das Sondergut beschränken, so gut wie wenn nur Sondergutsansprachen vorliegen. Im letztern Fall ist die Ausdehnung des Konkurses auf eingebrachtes Frauen- vermögen von vornherein ausgeschlossen, da die Haftung zivilrechtlich nach Art. 208 ZGB auf das Sondergut be- schränkt ist. Das bedingt die Ausscheidung des einge- brachten Frauengutes. Die damit verbundenen Schwierig- keiten rechtfertigen es nicht, die SOndergutsbetreibung trotz des Handelsregistereintrages in das Pfändungsver- fahren zu verweisen. Dadurch würde einzelnen Gläubigern ermöglicht, das Sondergut zum Nachteil anderer, nament- lich solcher mit noch nicht f"älligen Forderungen, auszu- höhlen, was die Vorschrift des Art. 39 SchKG eben ver~ meiden will. Sind neben Sondergutsgläubigern andere vorhanden, so lässt sich die Ausscheidung des Eingebrachten in gleicher Weise vornehmen. Diese andern Gläubiger nehmen am Sondergutskonkurse neben den Sondergutsgläubigern teil. Der Zugriff auf das in diesem Konkurse nicht zu liquidie- rende eingebrachte Gut bleibt ihnen vorbehalten. Aus ihrem . nicht auf die Sondergutshaftung beschränkten Recht mögen sich allerdings im Sondergutskonkurse noch besondere Schwierigkeiten ergeben, die in einem das gesamte Frauengut erfassenden Konkurse leichter ge- meistert werden könnten. Aber es geht nicht an, um gewisser Vorteile willen an eine blosse Sondergutsbetrei- bung; die nicht auch gegen den Ehemann gerichtet war,

'., _ ..... ~ Kook alli; •• L '&cl I>urChIuhrung eint'!S ~tkOnkurses Venn4Sgen der Schuldnerm zu knüpfen. 'Die Ordnung der Art. 207 und 208 ZGB sowie der von- sfa.'eckun~tliohen Vorsc~n von Art. 68 oma SchKG bringen übrigeM auch in einem Pfändungsverfahren be- sondere Verhältnisse mit sich. Die aus dem Bestehen, zweier Gläubigerkategorien mit verschiedenem Haftungsbereich sich ergebenden Konsequenzen miissen hingenommen wer ... den. ObrigeDB lässt sich meistens der Sondergutskonkurs alsbald zufoIge einer in das gesamte· Frauenvermögen gehenden weitem Betreibung zu einem Gesamtkonkurs erweitern. Auch ist der Schuldnerin (jedenfalls mit Zu- stimmung des Ehemannes) unbenommen, ihrerseits um der Vereinfachung der Verhältnisse willen durch Insolvenz- erklärung einen Gesamtkonkurs herbeizuführen. Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konhurskammer: ° 'Der Rekurs wird abgewiesen.

2. Arr~t du 11 amI UN9 dans Ia cause Dolomey et Fivat •. An. 92 eh. 1 LP. . La. roulotte .qui sert d'habitation au debiteur n'est pas insaisis- sabJe. - Delai pour exciper de l'insaisissabiliM d'un objet. ° • An. 92 Zif!. 1 8cAK G. Ein dem Schuldner nur ~h als Wohnung dienender «Zigeuner~ wagen » ist nicht ~pli.ndbar. - Frist zur Oeltendmachung der UnPfärulbarkeit.' ., An. 92, eijra 1 LJ!JF. Un earro zmgareSco, ehe serve soltauto &ncora come abitazione d?l 4~tore~ .non e impignorabile. - Termine per invoca.re l'lmptgnorabihtA. ' La 14 juin 1948, l'Office des poursuites de Lausa~e a saisi, entre autres objets, deux roulottes au prejudice da: Bolomey et da Fivat. La proces-verbal de la saisie leur 80 ete notifie le .25 juin. L'office ayant dOOide le 16 novembnt qua las roulottes seraient vendues aux encheres le 30 du m~me m~is, les debiteurs ont porte plainte le 22, en invo- " . J. Sohuldbetreibungs. und Konkursreoht. N- 3. -quant leur insaisissabilite. Las autoriteS vaudoises ont ecarte la plainte prejudiciellement pour causa de tardi- vete. Las debiteurs recourent au Tribunal federal. Oonsiderant an droit :

1. - La debiteur qui entend opposer l'art. 92 a une saisie doit le faire dans les dix jours de J.a, oommunication du proces-verbal de saisie (RO 71 Irr 148). Las. reoourants n'ont pas observe ce d6lai. Sans d01i.te des raisons d'huma- nite et de decence commandent-elles, malgre Ja tardivete de la plainte, d'annuler une saisie qui porte une' atteinte flagrante et considerable au minimum vital et risque de placer le debiteur dans une situation absolument into- Ierable(meme arret). Tel n'est pas le cas en l'espece.

2. - La these des recourants n'est d'ailIeurs pas fondee. N'exer98-D-t plus le metier de forains, ils utilisent les rou- lottes comme habitation. Elles leur seraient d'autant plus indispensables, ont-ils expose dans la procedure cantonaJe, que regne la penurie da logements. Mais une habitation, si modeste soit-elle, n'est pas insaisissable (arret du 13 mai 1948 dans 180 oause Steiner). Certes nul na peut etre priv6 du coucher necessaire (m. 92 oh. 1 LP). Toutefois on n'antend par J.8, que 1e lit et la literie. En laissant au debi- teur la possibilite d'assurer son existence et cene da sa famille, la loi Iie luia pas confere le droit de vjvre sous son propre- toit, ne s'agit.-il que d'une baraque ou d'una roulotte.· Par ces motifs, le Tribunal fideral rejette le recours.

3. AnsZUIJ ans dem Entseheid vom 11. Mai IM9

i. S. KilHas. Pfänclbarkeit einer zur Patentierung angemeldeten Erfindung. Eine solche Erfindung stellt ein übertragbares Vermögensrecht dar.