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73_III_107

BGE 73 III 107

Bundesgericht (BGE) · 1947-01-01 · Deutsch CH
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Schuldbetreibungs· und Konkursrecht. N0 26.

ciers a. se voir refuser, m~me provisoirement, la. saisie de

la part de communaute de leur debiteur en raison de la

possibilite de saisir im bien revendique par un tiers; en

effet, suppose que le revendiquant obtienne gain de

cause, les creanciers risquent de ne plus pouvoir a. ce

moment-la. exercer efficacement leurs droits sur la part de

communaute, dont le debiteur aura peut-~tre dispose

dans l'intervaUe ou qui aura ete saisie au profit d'autres

crea.nciers.

TI faut reserver, quant a. l'ordre des saisies, le cas 00.

l'office est invite a. saisir une creance contestee et une part

de communaute, celle-ci apparaissant encore plus diffi-

cilement rea.lisable quecelle-Ia. La question ne se pose pas

en l'espece 00., par suite des versements operes a. l'office

(en demier lieu par l'agent d'affaires CoUet pour les 500 fr.

d'abord retenus), ce sont en definitive des especes qui ont

ete saisies. TI suffit de relever qu 'une creance contestee

devant aussi en general ~tre tenue pour une non-valeur,

la saisie d'une teUe crea.nce ne saurait par la. suite empOOher

la saisie d'une part de communaute.

Au reste, on s'etonne en l'espece que le proces-verbal

de saisie n'ait pas suivi l'ordre chronologique des opera-

tions. La saisie ulterieure de biens autres que.la. part de

succession du debiteur permettait tout au plus de se

demander si la saisie de .cette part pouvait etre levee. Mais

il n'en pouvait ~tre question, la saisie des creanCe8 ou des

especes n'offrant nuUement couverture pour la somme

en poursuite d'environ 24000 fr. On ne comprend alom

pas que, si la saisie de la. part de succession etait main-

tenue, elle n'ait pas ete designee comme la premiere en

date.

2. -

..... (Maintien.de l'estimation de la. part succes-

sorale.)

Par ces moti/a, la Ohambre des pourauitea et de8 /aiUitea

rejette le recours.

Schuldbetreibungs. und Koulrurarecht. N0 27.

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27. Entseheid vom 27. September 1947 i. S. Weibel & Co.

Den Zessionaren deT KonkurBma88e nach Art. 260 SchKG sind in

der Regel die zugehörigen Urkunden auszuhändigen. Aus

besondern Gründen kann dies unterbleiben, namentlich ist es

ausgeschlossen, wenn mehrere Zessionare getrennt vorgehen

woUen. Diese können aber Einsicht nehmen, sich von der

Konkursverwaltung beglaubigte Abschriften geben lassen und

Vorlegung der Originale an das Prozessgericht verlangen.

En regle generale, lea crwnciera ceaBionnaires de la masae (art. 260

LP) ont le droit d'obtenir les docwnents relatifs aux preten-

tious ?ed6es. Des motifs ~rticuIiers peuvent justifier une

exceptlon a. cette regle. C est ainsi qu'elle est inapplicable

lorsqu'il y

80 plusieurs cessionnaires agissant separement.

Ceux-ci peuvent cependant prendre connaissance de ces docu·

ments, s'en faire delivrer des copies certifiees conformes par

l'administration de la failIite et demander que les originaux

soient deposes aupres du trihlmal qui aura a. eonnaitre du

proces.

Di regola, i creditori ceasionari della maaaa (art. 260 LEF) hanno

iI diritto d'ottenere i docwnenti ehe si riferiscono ai crediti

ceduti. Motivi particolari possono tuttavia giustificare un'ec-

cezione 80 questa regola. Essa e inappIicabiIe, quando vi siano

piu cessionari che procedono separatamente. Questi cessionari

possono tuttavia prendere conoscenza di taIi documenti,

farsene riIasciare eopie dichiarate autentiche

dall'am~ini­

strazione dei fallimento e ehiedere ehe gli originali siano depo.

sitati preaso il tribunale che dom occuparsi della causa.

A. -

Im Konkurse des Fridolin Studer, Escholzmatt,

wurden der mit einer Forderung von Fr. 53,516.45 zuge-

lassenen Rekurrentin u. a. folgende Ansprüche gemäss

Art. 260 SchKG abgetreten:

11. 3 protestierte Wechsel, je Fr. 5,000.,

Firma Infanger-Bühler, zusammen Fr.

12. Akzept der Gebr. Maurer

»

13. dto . . . . . . . .

»

14. Akzept Willy Steiner . .

»

Akzept der

15,000.-;

12,500.-;

12,500.-;

100,000.-.

Die Ansprüche gemäss Ziff. 12 und 13 wurden ausserdem

der mit einer Forderung von Fr. 15,336.40 zugelassenen

Solvag A.-G. abgetreten.

B. -

Dem Begehren der Rekurrentin um Herausgabe

der Originalwechsel, die mit Prokuraindossamenten für

sie zu versehen seien, erklärte die Konkursverwaltung

'108

8chuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 27.

nicht entsprechen zu können, « bevor überhaupt über die

von der Schuldnerin bestrittenen Forderungen gerichtlich

entschieden ist». Auf Wunsch werde sie der Rekurrentin

Abschriften ausstellen, ferner seien gerichtliche Editions-

verfügungen nach § 150 der luzerruschen Prozessordnung

vorbehalten.

G. -

Die Rekurrentin führte Beschwerde. In oberer

Instanz. wurde sie am 9. AUgUst 1947 dahin teilweise

geschützt, dass die Konkursverwaltung ihr von den Wech-

seln,zu Ziff. 11 hievor Abschriften mit Prokuraindossa-

menten· zur Verfügung zu stellen habe. Die Erwägungen

sind im wesentlichen folgende: Zur Geltendmachung

wechselrechtlicher Ansprüche genügt die Abtretungs-

bescheinigung nach Art. 260 SchKG nicht. Die Rekurren-

tin bedarf hiezu wechselrechtlicher Urkunden. Jedoch

genügen Wechselkopien nach Art. 1066 OR mit Prokura-

indossamenten nach Art. 1008 OR. Das führt zu entspre-

chender Gutheissung der Beschwerde hinsichtlich der

Wechsel zu Ziff. 11. Die andern Wechsel (Nr. 12, 13, 14)

sind fehlerhaft, und es ist nicht zu prüfen, ob die Kon-

kursverwaltung angehalten werden könnte, sie zu ergän-

zen, da die Rekurrentin solches nicht verlangt. Beim

gegenwärtigen Stande sind diese Wechsel nicht geeignet

zur Geltendmachung wechselrechtlicher Ansprüche, daher

ist die Konkursverwaltung auch nicht zur Aussteiihng

von Wechselkopien und zur Anbringung von Prokura-

indossame.nten verpflichtet.

D . ....:..- Der vorliegende Rekurs beharrt auf der Be-

schwerde in vollem Umfange. Mit Wechselkopien sei der

Rekurrentin nach deren gesetzlichem Zwecke nicht ge-

dient. Kraft der Abtretung nach Art. 260 SchKG komme

ihr Gläubigerqualität zu. Daher seien ihr alle zur Geltend,-

machung der Forderungen wichtigen Urkunden auszu"

händigen, soweit vorhanden im Original; auch anschei-

nend fehlerhafte Urkunden wie die Wechsel zu Ziff. 12-14,

über deren Gültigkeit übrigens nicht im vorliegenden

Verfahren zu entscheiden sei.

8chuldbetreibungs- und KonkUl'8l"6cht. N0 27.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

zieht in Erwägung:

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1. -

Die Abtretung von Rechtsansprüchen der Kon-

kursmasse na()h Art. 260 SchKG an einzelne Konkurs-

gläubiger beruht auf dem Verzicht der Masse,· die betref-

fenden bestrittenen Anspruche selber geltend zu machen.

Daher sind die auf diese Anspruche bezüglichen Urkunden,

vor allem Wertpapiere, die die Forder.ungen verkörpern,

aber auch biosse Beweisurkunden, in der Regel den « Zes-

sionaren» auszuhändigen. Immerhin besteht darauf kein

unbedingter Anspruch. Die Abtretung nach Art. 260 SchKG

ist keine materiellrechtliche. Die Rekurrentin will sich

denn auch mit biossen Prokuraindossamenten begnügen.

Auch eine solche Indossierung gehört jedoch nicht not-

wendig zur Abtretung nach der erwähnten konkursrecht-

lichen Vorschrift. Als Ausweis für das Recht, solche An-

spruche der Masse gerichtlich geltend zu machen, hat die

von der Konkursverwaltung mittels des Formulars Nr. 7

auszustellende Abtretungsbescheinigung zu dienen, wie

sie auch der Rekurrentin ausgestellt worden ist. Und zum

Nachweis der Ansprüche als solcher, soweit sie sich auf

Urkunden stützen (bezw. darin verkörpert sind), genügt

deren Einreichung beim Prozessgericht durch die Kon-

kursverwaltung. Die Rekurrentin wird den Prozess richtig

durchführen können, wenn die Konkursverwaltung sie

und ihren Anwalt frei, allfällig wiederholt, von den be-

treffenden Urkunden Einsicht nehmen lässt, ihr oder dem

Anwalt auf Wunsch beglaubigte Abschriften davon aus-

stellt und die Originalurkunden auf erstes Verlangen der

klärt dtti' konkursrechtlichen Abtretung auftretenden Par-

wi (jdef dOs Gerichtes bei diesem einreicht. Dabei wäre es

mit dli!ffi konkursrechtlichen Institut der Abtretung nioht

vEmlitlbät, den « Zessionar» auf das Editionsverfahren mit

8iaitt~i1 hesondern Voraussetzungen nach der kantonalen

Prtl~ssordnung zu verweisen. Er hat Anspruch darauf,

dass die Urkunden ohne weiteres dem Gerichte vorgelegt

HO

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 27.

werden, sobald er es verlangt. Wenn Gründe bestehen

mögen, sie dem « Zessionar» nicht auszuhändigen, so kann

doch die Konkursverwaltung keinesfalls die direkte Ein-

reichung an das Gericht verweigern, wobei sie selbst als

Einlegerin gilt und die Urkunden nach Prozessende

zurückerhält.

2. -

Auf diese Weise ist der « Zessionar» der Masse

freilich nicht in den Stand gesetzt, die Forderungen aus

Wertpapier auch selber einzuziehen. Allein das Recht,

Zahlung zu eigenen Handen zu erheben, ist nicht not-

wendig mit der Abtretung nach Art. 260 SchKG ver-

bunden. Bei Geldforderungen ist zwar die Einziehung

durch den « Zessionar» die Regel (siehe Ziff. 3 des Formu-

lars). Die Konkursverwaltung kann aber triftige Gründe

haben, ihn nicht so weitgehend zu legitimieren. Vor allem

ist es nicht statthaft, Wertpapiere oder auch nur Beweis-

urkunden einem einzelnen von mehreren « Zessionaren»

unter Ausschluss der andern auszuhändigen, sofern sie

getrennt vorgehen wollen. So verhält es sich hier vorder-

hand bei den Forderungen zu Ziff. 12 und 13, die ausser

der Rekurrentin einem a~dern Gläubiger abgetreten sind.

Ferner darf die Konkursverwaltung von Inkassovoll-

machten im erwähnten Sinne· absehen, wenn mit einem

"Überschuss für die Masse zu rechnen ist, was hier ange-

sichts der Wechselsummen und der übrigen abgetretenen

Ansprüche zutrifft. Damit ist der. (im Rekursverfahren

vor Bundesgericht, Art. 19 SchKG, im Gegensatz zu den

kantonalen Instanzen nach Art. 17 und 18, einzig in

Betracht fallende) Vorwurf der Rechtswidrigkeit ent-

kräftet. Das soll allerdings nicht heissen, die Konkursver-

waltung dürfe unter keinen Umständen, ohne sich einer

Verantwortlichkeit auszusetzen, den Zessionaren und deren

Vertretern, wenn sie als des Vertrauens nicht unwürdig

erscheinen, weiter entgegenkommen, sofern dies nicht

etwa durch mehrfache Abtretung ausgeschlossen ist.

3. -

Trotz dem Gesagten kann die Rekurrentin von

der Konkursverwaltung verlangen, was ihr die Vorinstanz

Schuldbetreibungs· und Konkursrecht. N° is.

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hinsichtlich der Wechsel zu Ziff. 11 zugestanden hat. Denn

insoweit ist der vorinstanzliche Entscheid. nicht ange-

fochten.

Demnach erkennt die Bchtildbetr.- u.. Konku.rikammer:

Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

28. Arr~t du 29 sep&embre IM7 dans la cause Ferrarls.

Sequestre tl'un immeuble appartenant a um imliviBion, opere .& ~

suite de poursuites individuelles contra les membres de l'mdl-

vision. Art. 278 &I. 1 LP; ordonnance du Tribunal federal

concernant la saisie et 1& realisation des pa.rts de communaute.

Dans certaines conditions le creancier qui & poursuivi tous les

membres d'une indivision en payement d'une dette dont .i1s

repondent solidairement et en raison m&ne de leur Quahte

d'indivis peutfaire. saisir et reaIiser !es biens m&nes de l'indi~

vision en lieu et place des pa.rts de oommunaute.

Arreatiemng einu Gf'f.IA'Ulstüclcs, das.zu einer ungeteilten ErbBChaft

gehört, nach Betreibung der einzelnen Erben. Art. 278 SchKG;

VVAG vom 17. Januar 1923.

Hat ein Gläubiger sämtliche Erben als. ~lid&rschu1dnerfür e~e

sie gerade in ihrer Eigenschaft als Mitglieder der Erbengemem-

schaft betreffende Verbindlichkeit betrieben, so kann er unter

Umständen Vermögensstücke der Erbengemeinschaft selbst

statt der Antei1srechte pfänden und verwerten lassen.

Sequestro tl'un tondo appartenent6 ad, un'indiviBione. effett~

in seguito a esecuzioni individuali contro i membn dell'mdi-

visione. Art. 278 cp. 1 LEF; regolamento ~el 'l!ib~e ~e~e:

rale concemente i1 pignoramento e la reallZzazlone 01 dmttl

in comunione (deI 17 gennaio 1923).

. .

.

In certe condizioni il creditore che ha esecusso tutti ~ m~b~

d'un'indivisione per ottenere"il ~ento d'un debl~ di,'!w

essi rispondono solidalmente e a mO~lvo <;lella l?ro q~~. 4 m-

divisi pub far pignora.re e ~zza.re 1 ~

Stessl delI mdlVlslone

in luogo e vece delle partl m comumone.

Joseph Ferraris est heritier avec ses trois soours des biens

laiSSJ5s par son pere Celestin Ferraris. Il se pretend crea.n-

eier de l'hoirie d'une somme de 55 653 fr. 65 pour le paye-

ment de laquelle il a intente une poursuite contre chacune

des trois autres coh6ritieres. Posterieurement a ces pour-

suites, e'est-a-dire le 23 decembre 1946, il a fait. op6rer un

sequestre sur tous les biens de l'hoirie, ceux-ci eomprenant