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Staatsrecht.
damit den Grundsatz. verletzt, dass das eidgenössisohe
Recht dem kantonalen vorgeht {Art. 2 Übergangsbest.
z. BV}. Sein Kostenentscheid ist daher aufzuheben.
Demnach erkennt da8 Bundesgericht :
Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene
Kostenentscheid des Obergerichts des Kanf,ons Glarus
vom 13. März 1946 aufgehoben und die Sache zum -neuen
Entscheid über die Kosten an dieses zurückgewiesen.
VI. ORGANISATION DER BUNDESRECHTSPFLEGE
ORGANISATION JUDICIAIRE FEDERALE
18. Jl.uszug aus dem Urtell vom 18. Juni 1946 i. S. Kölbener
gegen Huber.
Art. 860G: Letztinstanzlichkeit eines kantonalen Entscheides
erst nach Erschöpfung auch der ausserordentlichen kantOIialen
Rechtsmittel (in casu der Rechtsverweigerungsbeschwerde).
Art. 86 OJ: Une decision n'est prise en derniere instanee que
lorsque les moyens extraordinaires de droit cantonal ont aussi
ete epuises (en l'espece, le recours pour deni de justiee).
Art. 86 OGF' : Una decisione e emanata in ultima. istanza soltanto
se anche. i rimedi straordinari di diritto .cantonale sono stati
esauriti (in concreto, il rioorso per: diniego di giustizia) •.
Die staatsrechtliohe Beschwerde wegen VerJetzung ver-
fassUIlgsmässiger Rechte ist gemäss Art .. 86 OG ~a.bge
sehen von den darin ausdrücklich bezeichneten Ausnah-
men -
erst zulässig, nachdem der Beschwerdeführer· von
den kantonalen Rechtsmitteln Gebrauoh gemacht hat.
Das gilt insbesondere bei Beschwerden aus Art. 4 BV. Der
kantonale Instanzenzug im Sinne dieser Vorsohrift ist
aber nioht schon dann ersohöpft, wenn gegen· den Ent-
scheid kein kantonales Rechtsmittel mehr besteht, das die
Prozessrechtstheorie als ordentliohes bezeichnet, sondern
Organisation der Bundesrechtspflege. N° 19.
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erst, wenn der Beschwerdeführer auoh dieausserordent-
liohen Rechtsmittel ergriffen hat, mit denen eine Heilung
der Verfassungswidrigkeit möglioh gewesen wäre. Zu die-
sen Reohtsmitteln gehört die Nichtigkeitsbesohwerde we-
gen Verletzung klaren Rechts oder offensichtlioh willkür-
lioher tatsächlioher Feststellungen, ferner, faUs Willkür
geltend gemacht werden will, auch eine Reohtsverwei-
gerungsbeschwerde, mit der materielle Rechtsverw-eige-
rung, d~ h. offensiohtliche Verletzung, Missachtung klaren
Rechts gerügt werden kann. Das galt schon unter der
Herrschaft des aOG (vgl. für die . Nichtigkeitsbeschwerde
BGE 51 I 51; Urteile vom 18. Januar 1935 i. S. Stift Bero.,
münster, 5. Oktober 1942 i. S. Buohmann und 28. August
1944 i. S. Biiblmann f für die Reohtsverweigerungsbe-
sohwerde BGE 67 I 213 Erw. I; Urteil vom 26. Mai 1939
i. S. Sturzenegger; GUOOMETTI, Verfassungsgerichtsbar-
keit S. 129 f.; PETER, Die Ersohöpfung des kantona.len
Instanzenzuges S. 84 f.). Gleiches gilt für Art. 86 OG,
der lediglich die bisherige Praxis bestätigt (Urteile vom
10. Dezember 1945 i. S. Vogel; 11. März 1946 i. S. Lang,
8. April 1946 i. S. Protakta). Der Entscheid in :EGElSI
III 193, auf den der Beschwerdeführer sich für seine ab-
weichende Meinung beruft, bezieht sioh auf die zivilreoht-
liohe Besohwerde . des Art. ··87 aOG, für die -
ebenso wie
für die :Berufung ---:- der kantonale Entscheid nach bishe-
rigem wie naoh geltendem Reoht schon da.nnJetztinstanz-
lioh ist, wenn kein ordentliohes Rechtsmittel mehr zur
Verfügung steht.
19. Auszug aus dem. U11eI1 vom 27. Mal 19M.J i. S. Hengge
gegen HobL
Bei Beschwerden wegen Verweigerung der RechtsöiinlUlg wird
diese bei BegrüDdetheit der Beschwerde vom Bundesgericht
nur dann selbst erteilt, wenn ihm freie OberprüflUlg zusteht,
nicht auch bei Beschwerden aus Art. 4 BV.
Le Tribunal feders.I saisi d'un recours contre un refus de· mam~
levee n'accorde lui m~me la mainlevee, en CRS d'admiBsion du