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Staatsrecht.
incontestablement graves au sens de I'art. 45 a1. 3, le litige
se ramene a Ia question de savoir si le fait que la seconde
de ces condamnations a; eM prononcee avec sursis n'auto-
rise pas a dire qu'elle ne devrait pas entrer en ligne de
compte.
Avant l'entree en vigueur du code penal, Ie Tribunal
fMeral n'attachait pas d'imporlance au fait qu'une con-
damnation avait ete prononcee avec sursis a l'execution de
la peine ni au fait que Ie condamne avait subi avec sucres
l'epreuve imposee. Il justifiait cette decision notamment
par la diversiM des principes suivis par les cantons en
matiere de sursis et de remise conditionnelle de la peine
(cf. RO 51 I 120 et suiv.). Depuis l'entree en vigueur du
code penal suisse, il a attenue la rigueur de cette jurispru-
dence en jugeant que les condamnations prononcees avec
sursis a l'application de la peine ne pouvaient etre retenues
pour motiver le retrait de l'etablissement si le condamne
avait subi jusqu'au bout l'epreuve imposee et il a justifie
cette decision par la consideration que Ie condamne avait
en pareil cas le droit absolu de faire rayer sa condamnation
dans le casier judiciaire (RO 69 I 70, arrets non publies :
Semoroz du 15 juillet 1943, Schmutz du 23 septembre 1943,
et Monney du 12 septembre 1946). Lors d'une affaire Waser
contra Canton de Beme du 14 septembre 1944, il a fait un
pas de plus en decidant que du moment qu'une fois
l'epreuve subie,les condamnations prononcees avec sursis
n'entraient plus en ligne deo compte pour l'application de
l'art. 45 al. 3 Const, fM., il n'etait pas admissible non plus
qu'elles pussent servir a fonderun retrait de l'etablissement
meme durant le temps de l'epreuve, c'est-a-dire tant que
le juge n'aurait pas ordonne l'execution de la peine, car
i1 suffirait, en effet, que le condamne subit l'epreuve jus-
qu'au bout pour pouvoir de nouveau s'6tablir librement
dans le meme canton. Cette consideration est decisive et
l'emporte sur tous les motifs invoques a l'appui de Ja juris-
prudence ant6rieure. Toute autre interpretation risquerait
d'ailleurs de permettre aux autoriMs administratives d'em-
Gerichtsstand. ND 33.
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pieter sur les attributions du juge et de rendre illusoires les
effets que Ie Iegislateur federal a attaches a l'institution "du
sursis.
Le Trjbunal /6Ural prononce":
La recours est admis et l'aueM d'expulsion, confirme
par le Conseil d'Etat de Geneve le 24 mai 1946, est annule.
V. GERICHTSSTAND
FOR
33. Urteil vom 7. Novemher 1946 i. S. Leonl und Konsorten
gegen Desehwanden und Konsorten und Kantonsgerieh&s-
präsident von Nidwalden.
f1ericht88tand: 1. Gegenüber der Anwendung einer besonderen
eidgenössischen "Gerichtssta.qdsnorm (hier Art;. 538, Aha. 2
ZGB) kann die Ga.mn.tie des Gerichtsstandes am Wohnsitz
(Art. 59 BV) nicht angerufen werden.
2. Rügen wegen Verletzung von Art. 538, Aba. 2 ZGB sind mit
der Berufung an das Bundesgericht, nicht mit der staatsrecht-
Jichen Beschwerde geltend zu machen" (Art. 49 OG).
For: 1. La garantie de for instituee par l'art. 59 Const. fed. ne
peut ~tre invoquee a. l'encontre d'un jugement fonde BUr une
regle de for particuliere du droit fMerw (en respece l'art.
538 w. 2 CC).
2. La violation de l'art. 538 w. 2 ce est un moyen qui doit ~tre
souleve par la voie du recours en rMorme et non par cella du
recours de droit public (art. 49 OJ).
Foro : 1. La garanzia deI foro iatituita dall'art. 59 CF non puo essere
invocata nei riguardi d'una sentenza. basata su una norma
speciaJe deI diritto federale (come e quella dell'art. 538 cp. 2 ce).
2. La vioIazione dell'art. 538 cp. 2 CC dev'essere impugnata median-
te un ricorso per riforma e non mediante un ricorso di diritto
pubblico (art. 49 OGF).
1. -
Die Rekursbeklagten, gesetzliche Erben des am
24. Juni 1944 in Stans verstorbenen Caspar von Matt,
haben mit den Rekurrentinnen, als eingesetzten Erben
des Verstorbenen, am 20. November 1944 einen Erb-
tellungsvertrag abgeschlossen. Sie fechten diesen Vertrag
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Staatsrecht.
mit einer beim Kantonsgericht Nidwalden eingereichten
Klageschrift an. Der Präsident des Kantonsgerichts hat
die Klageschrift den Rekurrentinnen zur Vernehmlassung
zugestellt und gleichzeitig die Edition verschiedener
Aktenstücke angeordnet (Verfügungen vom 20. März
1946). Gegen diese Verfügungen richtet sich die staats-
rechtliche Beschwerde mit der Behauptung, es werde
durch sie die Garantie des Gerichtsstandes am Wohnsitz
im Sinne von Art. 59 BV verletzt.
2. -
Nach der feststehenden Rechtsprechung des
Bundesgerichts ist Art. 59 BV keine Gerichtsstandsbe-
stimmung in dem Sinne, dass dadurch das Recht und die
Pflicht des Richters des Wohnsitzes des Beklagten zur
Beurteilung von persönlichen Ansprüchen begründet wür-
de. Es handelt sich dabei vielmehr' um eine Norm des
interkantonalen und internationalen Prozessrechts zum'
, :' Zwecke der Abgrenzung der Gerichtshoheit der Kantone
und fremder Staaten, indem sie die in der Schweiz wohn-
haften Personen für persönliche Ansprüche, die gegen sie
geltend gemacht werden, unter gewissen Voraussetzungen
der Gerichtshoheit andere Kantone oder Staaten als
ihres WohnsitzkaIltons entzieht (BGE 29 I S. 434 f.;
40 I 496 f.; 47 11 113; 56 I 87; 57 11 548; 66 11 183).
Art. 59 BV gilt daher wohl gegenüberrichterli~hen Ver-
fügungen, für die der Richter seine Zuständigkeit aus
der Gerichtshoheit eines Kantons ~bleitet, nicht aber
gegenüber solchen, zu denen er sich auf Grund eines
vom Bunde festgesetzten Gerichtsstandes für zuständig
hält. In emem derartigen Fall stützt sich der Richter
f14' seine Kompetenz auf ein Stück Gerichtshoheit, das
ausnahmsweise vom Bunde in Anspruch genommen und
den Kantonen entzogen worden ist, so dass eine Norm,
die wie Art. 59 BV dazu bestimmt ist, die Gerichtshoheit
der Kantohe tiild :fremder Staaten gegenseitig abzugrenzen,
darauf nicht anwendbar sein kann.
3. -
Die Klage ist beim Kantonsgericht Nidwalden
eingereicht worden unter Berufung auf Art. 538 Abs. 2
Geriehtastand~ N° 33.
1'1'1
ZGB, der eine Gerichtsstandsbestimmung für Klagen
erbrechtlicher,Natur enthält. Allerdings ist in Art. 538
Aha. 2 nur vorgeschrieben, dass Klagen auf Ungültiger-
klärung oder Herabsetzung einer Verfügung des Erb-
lassers, sowie auf Herausgabe oder Teilung der Erbschaft
beim Richter des letzten Wohnsitzes des Erblassers
anzubringen sind. Doch ist die Aufzählung nicht ab-
schliessend. Andere Klagenerbrechtlicher Natur fallen
nach übereinstimmender Ansicht von Lehre und Recht-
sprechung gleichfalls UJiter diese Gerichtsstandsnorm
(BGE 45 I 307; Kommentare).
Die angefochtene Verfügung ist ergangen in der Mei-:
nung, dass diese Gerich~sstandsnorm auch Klagen aUf
Anfechtung von Erbteilungsverträgen umfasse, und' auf
Befragen teilt die zuständige 11. Zivilabteilung des Bun-
desgerichts mit, dass sie solche Klagen ebenfalls als
erbrechtliche im Sinne von Art. 538, Abs. 2 ZGB ansehe.
Gegenüber der Anwendung einer besondern eidgenössi-
schen Gerichtsstandsnorm aber kann die Garantie des
Gerichtsstandes in Art. 59 BV nicht angerufen werden.
Die Beschwerde wegen Verletzung von Art. 59 BV ist
daher unbegründet (vgl. BGE 40 I 496 f.; 41 I 452, Erw.
1; 57 11 548; 63 I 28 ff.; ferner das nicht publizierte
Urteil vom 19. November 1945 i. S. Kengelbacher und
Konsorten gegen Ötiker und Konsorten).
4. -
Wenn die Beschwetdeschrift etwa den Sinn haben
sollte, dass sich die Rekurrentinnen auch wegen Ver:
letzung des Art. 538 Abs. 2 ZGB beschweren, so wäre ~~
diese Beschwerde nicht einzutreten. Es würde sich dailei
um die Rüge der Verletzung einer bundesrechtlichen
Vorschrift über die örtliche Zuständigkeit in einer Zivil-
rechtsstreitigkeit handeln. Für diese Rüge stände, gemäss
Art. 49 OG, die Berufung zur Verfügung, womit die
staatsrechtliche Beschwerde, als subsidiäres Rechtsmittel
(Art. 84, Abs. 2 OG) ausgeschlossen ist.
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AS 72 I -
1946