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68_IV_153

BGE 68 IV 153

Bundesgericht (BGE) · 1942-01-01 · Deutsch CH
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Jagd und Vogelsohutz. No 3'.

Benennung « ehrenamtliche Funktion » zum Ausdruck

kommt. Das kann gera4e im vorliegenden Verhältnis nicht

bezweifelt werden. Die Widerhandlung gegen Vorschriften

ausgerechnet von Seiten eines Täters, der zu ihrem Hüter

bestellt ist, wirkt als Missbrauch des in ihn gesetzten beson-

deren Vertrauens erschwerend und heiScht strengere Ahn-

dung. Darin liegt der natürliche, sich aufdrängende Grund

der qualifizierten Strafbestimmung des Art. 57, der nicht

darnach zu fragen erlaubt, ob die Hüterpflicht freiwillig

und ohne Besoldung oder nur gegen Besoldung übernom-

men worden. Der bernische freiwillige Jagdaufseher ist

Beamter in diesem Sinne. Denn er steht nach Art. 23 des

bernischen Jagdgesetzes in der Verfolgung von Wider-

handlungen gegen die Vorschriften der eidgenössischen und

kantonalen Gesetzgebung über Jagd und Vogelschutz in

den nämlichen Pflichten und Rechten wie die untern

Organe der gerichtlichen Polizei, d. h. wie die Ka.ntons-

polizisten, und er wird denn auch wie diese auf seine

Pflichterfüllung gegenüber dem Staate beeidigt.

Die eingeklagte Widerhandlung ist mithin nicht als

Übertretung im Sinne des Art. 42, sondern als Vergehen

im Sinne des Art. 57 des Jagdgesetzes zu prüfen, als das

sie nicht verjährt ist. Denn Art. 337 StGB ergibt für sie

keine kürzere Verjährungsfrist als die m Art. 53 Jagdgesetz

in Verbindung mit Art. 34 BStrR gesetzte von drei Jahren,

welche im vorliegenden Falle noch läuft. Zur Vornahme

dieser Prüfung ist die Sache an die Vorinstanz zurückzu-

weisen.

Demnach erkennt der Kassationshof :

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird gu~geheissen, das Urteil

der II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern

vom 13. Mai 1942 aufgehoben und die Sache zu neuer

Beurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

Verfahren. No 31i.

VI. VERFAHREN

PROCEDURE

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35. Arret de la Cour de cassatlon p6nale du 8 octobre 1942 en la

cause Paley c. Minlstere pnhlle du eanton de Vaud.

Le plaignant n 'a paa, oomme tel, le droit de se pou,rvoir en nulliM.

Il n'y est recevable qu'en la qualiM d'accusateur prive, c'est-a-dire

s'il detient seul l'action plmale en lieu et place de l'accusateur

public, exclu de la procedure.

Art. 270. al. 1 PPF.

Der Strafantragsteller als solcher kann nicht Nichtigkeitsbe-

schwerde führen.

Sie steht ihm nur dann zu, wenn er Privatstrafkläger ist, d. h. die

Anklage allein an Stelle des nicht in Funktion tretenden öfient-

lichen Anklägers vertritt.

Art. 270 Ab:J. l BStrP.

n denunciante come tale non ha il diritto di ricorrere in casse.-

zione.

Soltanto quando gli spetta la qualita. di accusatore privato, ossia

quando sosticne l'accusa in vece del pubblioo accusatore escluso

dalla. procedura, e ammesso a ricorrere in cassazione.

Art. 270 cp. 1 PPF.

Paley a porte plainte pour calomnie contre inconnus a

raison d'une lettre, signee de differentes personnes, qui

avait ete adressee a son sujet a la Municipalite de Savigny.

Le 17 aout 1942, le Jüge informateur a clos par un non-

iieu l'enquete ouverle a iä suite de cette plainte. Par

arret du 4 septembre 1942, le Tribunal d'accusation a

rejete le recours formtS par Paley contre cette decision.

Le plaignant se poili'voit en nullite aupres de la Cour

de cassation du Tribunal fäderal.

O<>'Mi

ricorrere non e una condizione di validita. della notifica. della

sentenza..