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68_II_327

BGE 68 II 327

Bundesgericht (BGE) · 1942-01-01 · Deutsch CH
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326 Obligationenreoht. No 49. CO, 10. partioipation a; un vote d'une personne dont 10. qualite est oontestee nepeut en permettre l'annulation que si cette partioipation 0. exerce une influenoe sur le resultat de 10. votation. Or l'Etat de Geneve, d'apres les pieces du dossier qui n'ont pas ete contest6es, detenait pour 3025550 fr. d'obligations. Si l'onne tient pas compte de ces obligations,

10. majorite se calcule de 10. maniE~re suivante : Majorite a l'assembIee : Capital represente : 27 720 450 3025550 24694900 dont les 2/3 representent 16 463 300 c Les voix aooeptantes etant de 23 057 000 (montant ad- mis par 10. demanderesse), si l'on en deduit les 3025500 fr. appartenant a l'Etat de Geneve, on trouve enoore une majorite de 20 031450 fr., depassant d'environ 4 millions

10. majorite des 2/3 prevue par l'ACF. D'autre part, 10. majorite simple des representants du capital en ciroulation est egalement aoquise. Ce ca pital 6tait de 39981350 fr. On doit en deduire, pour le oalcul de 10. majorite simple, les 3 025 550 fr. d'obligations de l'Etat de Geneve. La demanderesse voudrait ne deduire oes obligations que du ohiffre des voix acceptantes et non pas du montant des obligations en ciroulation; mais o'est fauaser le calcul et faire rentrer automatiquement le repre- sentant de ce capital parmi les opposants. Or, si l'on deduit du capital en circulation les obligations de l'Etat de Geneve, on obtient 36 995 800 fr., dont 10. moitie, soit 18477 900 fr., donne une marge de pres de 2 millions aux acceptants ... Par ces motifs, le Tt'ibunal fideral rejette 10. demande. Prozessrecht .• No 50. V. PROZESSRECHT PROCEDURE 327

50. Urteil der 11. Zivllabtellung vom 17. November 1142

i. S. Grauwller gegen Sehmidt. Hawpturteil (Art. 58 OG). Ein Urteil, mit dem über die Klage nur bedingt, nämlich für den Fall, dass eine Partei den ihr auf· erlegten Eid leiste bzw. nicht leiste, entschieden wird, ist kein Haupturteil. Art. 58 OF. N'est pas un jugement U1t land le jngement conditionnel qui, ·par exemple, ne statue sur la demande que pour le eas OU l'une des parties prete ou ne prete pas le serment impose par 10 tribunal. Art. 58 OGF. Una sentenza ehe deeide Wla domanda soitant.o in modo condizionale, ossia pel eMO in eui una delle parti presti o no iI giuramento impostole, non e un giudizia di tnMita. Mit Urteil vom 4. September 1942 hat das Obergericht des Kantons Baselland der Vaterschaftsklägerin den Er- füllungseid dafür auferlegt, dass sie in der kritischen Zeit mit dem Beklagten und nur mit ihm geschlechtlich ver- kehrt habe, und für den Fall, dass sie diesen Eid leiste, den Beklagten zur Zahlung der Kindbettkosten von Fr. 196.50 und eines monatlichen Unterhaltsbeitrages von Fr. 40.- bis zum vollendeten 18. "Altersjahre des Knaben verurteilt, für den Fall der Nichtleistung des Eides dagegen die Klage abgewiesen. Gegen dieses Urteil legte der Beklagte die vorliegende Berufung ein mit dem Antrag auf Abweisung der Klage und mit dem Begehren um Erteilung des Armenrechts. In Erwägung, < dass die Berufung an das Bundesgericht nur gegen Haupturteile ~ulässig ist (Art. 58 Aba. lOG), dass Haupturteile im Sinne dieser Bestimmung solche Urteile sind, duroh welche der materielle Rechtsstreit unbedingt erledigt wird (BGE 19, 160), 328 Versicherungsvertrag. N° 51. dass durch das angefochtene Urteil die Klage lediglich bedingt zugesprochen l?ezw. abgewiesen ist, dass ein unbedingtes Urteil erst dann vorliegen wir~, wenn die kantonale Instanz festgestellt hat, ob die Klägerin den Erfüllungseid geleistet oder verweigert hat, ob also das erste oder das zweite der eventuellen Urteilsdispositive in Kraft getreten ist, erkennt da8 Bunde8gerickt: Auf die Berufung wird nicht eingetreten. VI. VERSICHERUNGSVERTRAG CONTRAT D'ASSURANCE

61. Urteil der II.Zivilabteilung vom 15. Oktober 1842 i. S. FA8sIer gegen «NeuenblU'lJer ». Verantwortlichkeit des Versicherungsnehmers für unrichtige Ge- fahrsdeklaration auf eindeutige Fragen des Versicherers beim Vertragsabschluss (Fragebogen). Er kann sich zu seiner EntIas- tung nicht auf einen falschen Rat des Vermittlungs-agenten berufen.,Rücktrittsrecht des Versicherers. Art. 4,6,8,34 VVG. ResponsabiliM du preneur d'aBBUraIlce eri raison des reponses inexa.ctes qu'il a donnees aux questiOnB posees par l'assureur lors de la. conclusion du contrat. La preneur d'aBBurance n'est pas fonde a invoquer a sa decharge le fait qu'il aurait ete induit en erreur par un agent de l'aBBureur n'ayant pas des pouvoirs de representation .. Droit de l'assureur de se « depa.rtir du contrat ». Art. 4, 6, 8, 34 LCA. Responsabilita dei pl'oponente a dipendenza delle risposte inesatte da lui date al questionario che l'aBBicuratore gIi ha BOttOPOsto per la. conc1usione dei contratto. Il proponente non pub invocare a suo sgravio di esser stato indotto in errore da un ~te dell'assicuratore che non ha veste per rappresentarlo. Dintto di recesso a favore dell'assicuratore. Art. 4, 6, 8 e 34 LCA. A. - Der Kläger war früher 'während acht Jahren (1929-1937) bei der Gesellschaft« Nordstern» gegen Unfall versichert gewesen. Er hatte während der Dauer dieser Versicherung fünfmal Unfallentschädigungen im Gesamt- Versioherungsvertrag. No 51. 329 betrage von Fr. 1265.- bezogen und dann den Versi- cherungsvertrag auf den 10. April 1937 im Sinne von Art. 42 VVG aufgelöst. Um diese Zeit trat er mit dem Agenten (Inspektor) Schmid der Beklagten (der früher für die « Nordstern» tätig gewesen war) zwecks Abschlus- ses einer neuen Unfallversicherung in_ Verhandlung. Am

15. April 1937 unterzeichnete er ein Antragsformular,dem folgendes zu entnehmen ist : « VI. Ver8Mietkne Fragen.

1. 80) Haben Sie bereits Unfälle erlitten 1 Welche und wann 1

1. 80) nein

b) Haben die Unfälle dauernde Folgen hinterlassen ~ Welche !

b) entfä.llt

2. 80) Sind Sie schon von Unfallversiche- rungsgesellschaften entschädigt wor- den' Von welchen ~

2. 80) nein

b) Welche Entschädigungen haben Sie bezogen,

b) entfä.llt 6. Wurde bereits eine früher von Ihnen abgeschlossene Unfallversicherung vorzeitig aufgehoben oder auf das Vertragsende gekündigt, 6. nein Wenn ja, bei welcher Gesellschaft 1 Wann ? durch wen 1 Aus welchem Grunde·? » Die Fragen sind vorgedruckt. Die Antworten sind von der Hand des Agenten Schmid gesohrieben. Die Beklagte nahm den Antrag des Klägers an und stellte ihm am

22. April 1937 die Police aus. B. - Am 1. August 1939 zeigte der Kläger der Beklagten eine am 17. Juli 1939 duroh Insektenstich erlittene Infek- tion an. Die Beklagte erklärte am 22. August 1939, unter grundsätzlioher Ablehnung des angezeigten Unfalles, den Rüoktritt vom Versicherungsvertrag auf Grund von