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68_III_48

BGE 68 III 48

Bundesgericht (BGE) · 1942-03-03 · Deutsch CH
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48 Sohuldbetreibungs. und Konkursreoht. N° 13. dem Gemeinschuldner, der ja bis auf weiteres die gewöhn- liche Verwaltung des Frauengutes behält, verständigen und allenfalls einer· von ihm vorgeschlagenen und von der ?;uständigen Behörde durch ErteiIung des in Frage kommenden Wirtschaftspatentes unterstützten Art der Benutzung zustimmen, mit der Massgabe, dass der Ertrag zur Hälfte in die Konkursmasse fällt, wogegen den Ehe- gatten Sigrist-Nyffeler überlassen bleibt, sich über die andere Hälfte auseinanderzusetzen. Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer : Der Rekurs wird gutgeheissen und die Verfügung des Konkursamtes Nidwalden vom 12. Januar 1942 auf- gehoben.

13. Entscheid vom 3. März 1942 i. S. BiSaDg. Arbeitsdienst ausserhalb des Wohnsitzes, Rechtsstillstand nach Art. 16 ff. j Art. 22ter der Vo. des BR vom 24. Januar 1941 über vorüberg~hende Milderungen der Zwangsvollstreckung: Keinen RechtsstIllstand hat, wer sich am Arbeitsort aufhält und den bisherigen Wohnsitz aufgegeben hat (analog Art. 48 SchKG). Service de travail en dehors du domicile. Suspension des poursuites conformement aux art. 16 et sv. et 22ter OOF du 24 janvier 1941 attenuant a titre temporaire le regime de l'execution forcee. Pas de suspension lorsque le debiteur a abandonne son domiciIe et sejourne au Heu OU il travaille (application analo- gique de l'art. 48 LP). Servizio del lavoro luori del domicilio. Sospensione dell'esecuzione conformemente agli art. 16 e seg.jart. 22ter dell'Ordinanza 24 ~ennai<;, 1941 che mitiga temporaneamente le disposizioni suH eseCUZlOne forzata : La sospensione non pub essere invo- cata dal debitore che risiede alluogo di lavoro e ha abbandonato il domicilio fin qui avuto (applicazione analogetica dell'art. 48 LEF). In der Betreibung Nr. 1241 des Betreibungsamtes Rekingen gegen den Bauarbeiter Hoffmann erhielt die Gläubigerin auf ihr Fortsetzungsbegehren Bescheid, der Schuldner habe in Melchthal Arbeit angenommen und müsse nun dort verfolgt werden. Das hierauf angesuchte Betreiblingsamt Kerns kündigte dem Schuldner die Pfän- Schuldbetreibungs- und Konkur.srecht. No 13. 49 dung an, « sistierte II .dann aber das Pfändungsverfahren nach Empfang einer Mitteilung des Kriegs-Induatrie- und Arbeitsamtes, wonach das Barackenlager Melchthal, wo der Schuldner arbeitet" als Bauplatz von nationalem Interesse zu gelten hat; daraus schloss das Betreibungs- amt, der Schuldner geniesse Rechtsstillstand gemäss Art. 16 ff. /Art. 22ter der Verordnung des Bundesrates vom

24. Januar 1941 über vorübergehende Milderungen der Zwangsvollstreckung. Dieser Ansicht war auch die von der Gläubigerin auf dem Beschwerdeweg angerufene kantonale Aufsichtsbehörde. Gegen deren Entscheid vom

31. Dezember 1941 richtet sich der vorliegende Rekurs der Gläubigerin mit dem, erneuten Antrag, ihr Pfändungs- begehren sei zu schütze:b. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung : Art. 22ter der erwähnten Verordnung (ErgäIl2<ung gemäss Bundesratsbeschluss vom 12. August 1941) schreibt vor: « Die Bestimmungen dieses Abschnittes (über den Rechts- stillstand wegen Militärdienstes) gelten ferner für die ihren Dienst ausserhalb ihres Wohnsitzes leistenden Arbeits- dienstpflichtigen im' Sinne ... des Bundesratsbeschlusses vom 17. April 1941 über den Arbeitseinsatz bei Bauarbeiten von nationalem Interesse. II An die Verfügung der zu- ständigen Behörde, dass es sich beim gegenwärtigen Arbeitsplatz des Schtildnem um Bauarbeiten von ~atio­ nalemlnteresse händelt, haben sich die Betreibungsbe- hörden zu halten. Det Zübilligung des Rechtsstillstandes steht sodann weder die Hohe des vom Schuldner bezogenen Lohnes noch der Umstand entgegen, dass er angeblich zufolge freiwilliger Anmeldung zU diesem Arbeitsdienst aufgeboten wurde. Dagegen muss noch geprüft werden, ob der Schuldner nach wie vor in Rekingen Wohnsitz habe oder nicht. Wenn ja, ist das Betreibungsarnt Rekingen für die Fortsetzung der Betreibung zuständig geblieben, und das C beim Betreibungsamte Kerns gestellte Fort- AS 68 III - 1942 4

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N0 14. setzungsbegehren war. gar nicht zulässig, was ohne weiteres zur Abweisung der Besohwerde der Gläubigerin führen m.uss. Wenn nein, so ist allerdings das Betreibungsamt Kerns zuständig geworden, wie die Vorinstanz stillschwei- gend annim.mt ; aber in diesem Falle arbeitet der Schuldner nicht ausserhalb seines Wohnsitzes und hat daher auch den ihm von der Vorinstanz zugebilligten Rechtsstillstand nicht. Gleiohwie für den Betreibungsort, kommt als Wohnsitz auch für die Anwendung der in Rede stehenden Bestimmung, als Voraussetzung für den allfälligen Rechts- stillstand, nur der Ort in Frage, wo der Schuldner wirklich den Mittelpunkt seiner Lebensbeziehungen h,at ; Art. 24 Abs. 1 ZGB ist im Betreibungsverfahren naoh ständiger Rechtspreohung nicht anwendbar (vgl. BGE 65 III 105 oben). Ist Rekingen nicht mehr sein Wohnsitz (so etwa, wenn keine festen Familienbande oder andere wesentliohen Beziehungen den Schuldner noch mit Rekingen verbinden), so ist entspreohend Art. 48 SchKG auf den mit dem Arbeits- ort übereinstimmenden Aufenthalt abzustellen und der Rechtsstillstand zu verneinen. Die Angelegenheit bedarf ergänzender Feststellungen unter diesem Gesichtspunkt und ist demgemäss zu neuer Behandlung und Entscheidung an die Vorinstanz zu weisen. Demnach erkennt die SchUldbetr.- u. Konkurskammer ; Der Rekurs wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zu neuer Beurteilung an die kantonale Aufsichtsbehörde zurückgewiesen wird.

14. Sentenza 20 marzo 1942 nella causa Bisehofi'. Anc.t;e 11.1 credi~ore ~or~~ f';lor:i d'.Europa incombe l'obbligo dl osservare 11 termme dl dlOOI glOrlll per la contestazione della graduatoria (art. 250 LEF). Auch. die ausserhalb Europas wohnenden Gläubiger müssen die F!ist von zehn Tagen zur Anfechtung des Kollokationsplanes einhalten (Art. 250 SchKG). Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 14. 51 Meme les creanciers qui habitent hors de l'Europe doivent observer le delai da dix jours prevu pour 111. contestation de l'etat de collocation (art. 250 LP). Ritenuto in fatto : A. - Nella procedura di liquidazione dell'ereditä. gia.- cente deI defunto Carlo Bischoff l'Ufficio dei fallimenti di Lugano pubblicava, il15 agosto 1941, 180 diffida d'insinuare entro un mese i crediti 80' sensi dell'art. 232 LEF, e, il 4 novembre 1941, l'amso di deposito della graduatoria. II 2 gennaio 1942, I'avv. Antonio Riva, 80 Lugano insinuava, per inoarioo di Elsie, IIse e Carla Bischoff, 80 New-York, un credito di 105718 fchi. 70. II 27 gennaio, l'Ufficio dei ,fallimenti di Lugano con- testava questo oredito e assegnava all'avv. Antonio Riva un termine di dieoi giorni per promuovere eventualmente azione davanti 801 giudice (art. 250 LEF). B. - Insorgeva l'avv. Antonio Riva, chiedendo ehe l'Ufficio dei fallimenti di Lugano fosse tenuto 80 oomuni- care 180 oQntestazione dei oredito in parola, con un termine di almeno sessanta giorni per agire in giudizio, 801 rappre- sentante 80 New-York di Elsie, Use e Carla Bischoff, dal quale egli aveva avuto soltanto l'incarico d'insinuare il credito. Con decisione 21 febbraio 1942 l'Autorita cantonale di vigilanza respingeva il reolamo. O. - L'avv. Antonio Riva ha inoltrato tempestivo ricorso 180 Camera esecuzioni e fallimenti deI Tribunale federale, rioonfermandosi nelle sue conolusioni. Oonsiderando in diritto : L'art. 232, cifra 2 in fine, della LEF dispone che per i creditori dimoranti fuori d'Europa l'ufficio pub prorogare il termine delle insinuazioni dei loro orediti verso il fallito. Quest'articolo tieneoonto in una certa misura delle diffi- oolta ehe derivano 80 taluni creditori dalla 10ro Iontananza. Ma il legislatore non ha stabilito facilitazioni piu ampie, cosioohe l'obhligo di osservare il termine di dieci giorni