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56 MotorfnhrzcugVf"rKehr. Na };3. imprevisibles. Le ;lllotocyc1iste ne pouvait se fier au fait, releve par la Cour cantonale, qu'ils entendaient ou auraient pu entendre, en laisant preuve d'attention, le bruit de son moteur. A lui seul, ce bruit, probablement attenue par le roulement de la faucheuse et par le vent assez fort, n'indiquait aux cyclistes ni la position exacte du moto- cycliste, ni surtout l'intention de les depasser. La comparaison des fautes respectives du cycliste et du motocycliste justifie le partage de responsabilite opere par les premiers juges: % a la charge du premier, % a la charge du second.
4. Determination et reparation du dommage " Rigotti, victime de l'accident, etait age de 58 ans et exerQait le metier de carreleur. La Cour cantonale a constate en fait qu'il gagnait en moyenne 350 fr. par mois, sur lesquels il remettait 150 fr. a sa femme plus jeune de 4 ans. Capitalises a 4% d'apres la table 4 de Piccard, ces 150 fr. par mois correspondent a un capital de 18 666 fr. Le quart de cette somme, soit 4667 fr. en chiffre rond, est a la charge du defendeur Charles Zahnd et. de son pere solidairement. Conformement a la jurisprudence (cf. RO 65 II 234), il n'y a pas lieu de reduire ce capital en raison du risque, croissant avec l'age, d'lme diminution de la capacite de travail de la victime. S'il est vrai que Rigotti approchait de la vieillesse, sa sante paraissait cependant encore bonne et il etait reste Un bon ouvrier. Etant donnre la faute preponderante de Rigotti, il ne peut etre alloue d'indemnite pour tort moral a la veuve et aux cinq enfants. Quant aux frais funeraires, dont le detail n'est plus litigieux, Us atteignent 1356 fr. 70. Le % a la charge des defendeurs est de 339 fr. 65. Ceux-ci doivent donc payer a la demanderesse, dame veuve Rigotti, 4667 fr. avec inwrets a 5 % des le 23 aout 1937 et aux demandeurs agissant solidairement 339 fr. 65 avec interets a 5 % des la meme date. }~rfindungsRchutz, N0 16, Pm' ces moti/s, le Tribunal !Meml I. rejette le recours joint des demandeurs ; 57
2. admet le recours principal des defendeurs dans ce sens qu'ils sont condamnes solidairement a payer :
a) 339 fr. 65 avec interets a 5% des le 23 aout 1937 aux demandeurs agissant solidairement,
b) 4667 fr. avec interets a 5% des le 23 aout 1937 a dame veuve Rigotti. VII. ERFINDUNGSSCHUTZ BREVETS D'INVENTION
16. Urteil der I. Zivllabteilnng vom 17. Februar 1941
i. S. Dr. W. Grohmann gegen Berlae A.-G. und Konsorten. Patentrecht; unlauterer Wettbewerb; Publikation des Urteils. Begriff des « Verurteilten» gemäss Art. ~~ PatG ; offen gelassen. Publikation als Massnahme zur BeseItIgung der Bedrohung im Besitze der Geschäftskundschaft, Art. 48 OR. Brevets d'invention 'concurrence deloyale; publication du jugement. Que faut-il ente~dre par le «conda?lne », a yart. 45 de la l~i sur les brevetsd'invention f QuestJOn laIssee ouverte. Pubh- cation dest~nee a proteger une entreprise Illenacee dans la possession de sa clientele. Art. 48 CO. Brevetto d'invenzione, concorreriza sleale, pubblicazione della sentenza. Che cosa devesi intendere per iI «condannato », di cui fa men- zione l'art. 45 della legge sui brevetti d'invenzione ? Quest.i~me lasciata indecisa. Pubblicazione destinata a proteggere un'azlen- da minacciata nel possesso della sua clientela (art. 48 CO). Aus dem Tatbestand " Der Beklagte Dr. W. Grohmann ist Inhaber eines Patentes für einen Lackspachtelapparat, den er seinen Kunden abgibt. Da die Klägerinnen an ihre Kundschaft ähnliche Apparate abgaben, die nach der Auffassung des Beklagten sein Patent verletzten, forderte er die Klägerin- nen auf, die Abgabe dieser Apparate einzustellen und
58 Erfindungdschutz. N° 16. liess in der Fachpresse Inserate erscheinen, in denen er vor der Verwendung von Nachahmungen seines paten- tierten Apparates warnte. Das Handelsgericht Zürich erklärte auf· Begehren der Klägerinnen hin das Patent des Beklagten als nichtig und ordnete die Publikation des Urteilsdispositivs an. Das Bundesgericht weist die hiegegen gerichtete Berufung des Beklagten ab, hinsicht- lich der Frage der Publikation mit folgender Erwägung:
5. - Die Vorinstanz hat das Klagebegehren um Publi- kation des Urteilsdispositives gutgeheissen mit der Be- gründung, die Klägerinnen hätten ein berechtigtes Interesse daran, dass die Nichtigkeit des beklagtischen Patentes bekannt werde in den Fachkreisen, die der Beklagte durch seine Inserate unter Bezugnahme auf sein Patent vor der Verwendung patentverletzender Apparate gewarnt hatte. Auf welche Gesetzesbestimmung sich die Publi- kationsverfügung stützt, sagt die Vorinstanz dagegen nicht. Die Klägerinnen haben sich in erster Linie auf Art. 45 PatG berufen, wonach das Gericht auf Kosten des Verurteilten die Veröffentlichung anordnen kann. Es mag dahingestellt bleiben, ob als « Verurteilter» im Sinne dieser Bestimmung auch der Patentinhaber angesehen werden kann, dessen Patentverletzungsklage abgewiesen oder dessen Patent nichtig erklärt wird, oder ob darunter nur der wegen Patentverletzung Verurteilte zu verstehen sei. Für die letztere Auffassung liesse sich anführen, dass Art. 45 PatG sich unter den Vorschriften über die den Patentverletzer treffenden Sanktionen findet. Die erstere Ansicht wird im Schrifttum (WEIDLICH und BLUl\!l, N. 1 zu Art. 45 PatG) vertreten mit der Begründung, das Interesse der wegen Patentverletzung belangten, ob- siegenden Partei an der Veröffentlichung des Urteils zum Zwecke der Beseitigung der auf dem Markt über das Bestehen oder Nichtbestehen des Patentes geschaffenen Unsicherheit sei oft ebenso gross wie dasjenige des ob- Urheberrecht. N° 17. 59 siegenden Patentinhabers. Offen bleiben kann diese Frage im vorliegenden Falle deshalb, weil sich die Publi- kation schon auf Grund der allgemeinen obligationnen- rechtlichen Bestimmungen über den unlauteren \Vett- bewerb (Art. 48 OR) rechtfertigt, die von den Klägerinnen ebenfalls angerufen worden sind. Denn die Inserate, mit denen der Beklagte unter Androhung von Straffolgen vor der Verwendung von gegen sein Patent verstossenden Apparaten warnte, waren zweifellos geeignet, die Kläge- rinnen in ihrer Geschäftskundschaft zu beeinträchtigen oder doch zu bedrohen. Sie können daher nach Art. 48 OR die Einstellung des störenden Geschäftsgebarens verlangen, worunter nicht nur die Unterlassung künftiger derartiger Handlungen zu verstehen ist, sondern auch die Beseitigung des durch die bisherigen Handlungen herbeigeführten Zustandes (v. TUHR OR I S.349). Die durch die Inserate geschaffene Störung dauert aber an, solange nicht die Ungültigkeit des Patentes bekannt geworden und damit die bestehende Unsicherheit über die Rechtslage beseitigt worden ist. Die Klägerinnen haben daher Anspruch auf die KlarsteIlung der Verhältnisse, damit die Gefahr weiterer Beeinträchtigung im Besitze ihrer Kundschaft gebannt ist. Als das geeignetste Mittel zur Erreichung dieses Zweckes erscheint die Veröffentlichung des Urteils. VIII. URHEBERRECHT DROIT D'AUTEUR
17. Arr~t de la Ire Section civile du 27 mai 1941 dans la cause OreU-Füssli-Annonees S. A. contre J800i. Droit d'auteur. L'achat d'une reproduction autorisee d'une ceuvre d'art n'autorise pas l'acheteur a reproduire cette reproduction, sans l'autorisation de celui qui l'a faite et de l'auteur de l'ceu- vre originale ou de son ayant cause. Art. 2, 4, 43 LDA.