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124 S(')llIldb"lreilnlll!-"'. lind Konkurl hl1lc1hctrcihunv~- Hnd I{Ol'lknrsrppllt. No- 37. que 1e creancier lui-meme pretend etre sa propriete. D'ou il suit qu'il ne peut etre procede a la saisie de ces biens que posMrieurement meme a la saisie du salaire : les autorites de poursuite ne sauraient. en effet, sous pretexte de respec- tel' l'ordre de saisie, assumer Ja responsabilite de provo quer des proces qui sont parfaitement superflus tant que le debiteur touche un salaire exoodant son minimum d'exis- tence. On doit pour ce motif rejeter la procedure preconisee par les premiers juges. Celle-ci d'ailleurs ne mettrait pas le debiteur a l'abri d'une saisie de salaire, car i1 a etC juge qu'une saisie compIementaire peut avoir lieu lorsque la propriete de l'unique objet saisi est revendique par un tiers et que cette revendication est reconnue par le creancier poursuivant, mais contestee par le debiteur (RO 57 111211); (',ette jurisprudence devrait naturellement s'appliquer aussi dans le cas ou les objets revendiques par le creancier lui-meme constitueraient la presque totaliM des biens saisis. Par ces moti/s, la Ohambre des poursuites et des /aUlites : admet Je recours, rumule l'arret attaque et renvoie I'affaire a la Cour eantonale a l'effet de determiner la part saisissa- ble du salaire du debiteur.
37. Entscheid vom2G. November 1937 i. S. Weinberg.
1. An nu i t ä te n im Sinne des Art. 41 Abs. 2 SchKG sind nur solche Kapitalraten, die mit dem Zins zu einer einheitlichen Summe vereinigt sind; - nicht auch andere Kapitalteilzahhmgen, selbst wenn sie im Pfandtitel vorgesehen sind (entgegen der zivilrechtlichen Praxis zu Art. 862 und 874 ZGB).
2. Wo dem Gläubiger die \Vahl der ordentlichen Betreibung neben der Pfandbetreibung nicht zusteht (Art. 41 Abs. I SchKG), hat das Betreibungsamt einem Begehren um Ein- leitung der ordentlichen Betreibung dennoch Folge zu geben. Sache des Schuldners ist es, den Gläubiger solchenfalls durch fristgerechte Beschwerde auf das Pfand zu verweisen (Art. 85 Abs. 2 VZG). 126 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 37. I. Il ne faut enten!ire par anuitis au sens de l'art. 41 aI. 2 LP que les remboursements partiels du capital, qui, ajoutes a l'interet, forment avec ce dernier une somme unique, - et non pas d'autres remboursements partiels, meme s'ils sont prevus dans le titre (contrairement a I'interpretation donnee par Ia jurisprudence aux art. 862 et 874 CC).
2. Lorsque Ie creancier ne peut pas, a son choix, requerir une poursuite ordinaire au lieu d'une poursuite en realisation de gage (art. 41 aI. 1 LP), l'office doit cependant donner suite a une requisition d'engager une poursuite ordinaire. Il appar- tient dans ce cas au debiteur, par une plainte formulee en temps utile, de renvoyer le creancier a exercer ses droits sur le gage (art. 85 aI. 2 ORI). . 1. Per annualitd nel senso dell'art. 41 cpv. 2 LEF si debbono inten. dere soltanto quei rimborsi parziali deI capitale ehe, aggiunti . all 'interesse, formano une somma unica, e non altri rimborsi parziali, anehe se previsti nel titolo ipotecario (contrariamente all'interpretazione data dalla giurisprudenza agli art. 862 e 874 CC).
2. Quando il creditore non puö, a Bua sceIta, domandare un'ase. cuzione ordinaria invece di un'esecuzione in via di realizzazione deI pegno (art. 41 cpv. 1 LEF), l'ufficio deve tuttavia dar corso alla domanda di promuovere un'esecuzione ordinaria. Spetta al debitore, mediante tempestivo reclamo, opporre ehe il debito e garantito da pegno (art. 85 epv. 2 RRF). Aus einem am 7. Oktober 1930 errichteten Schuldbrief von Fr. 8000.-, der zu 5 ~ % jährlich je am 1. Mai und am 1. November zu verzinsen und vom 1. Juli 1933 an vierteljährlich mit je Fr. 2000.- abzuzahlen sein sollte (also am 1. Juli und 1. Oktober 1933 sowie am
1. Januar und 1. April 1934), "hat der Rekurrent für Fr. Fr. 5000.- « längst verfallene Teilzahlungen» mit 5 ~ % Zins seit dem 1. April 1937 (bis zu welchem Tag er die Zinse erhalten zu haben anerkennt) Betreibung auf Pfän- dung oder Konkurs angehoben. Er hält gegenüber der vom Schuldner auf dem Beschwerdeweg erwirkten Auf- hebung des Zahlungsbefehls an der Zulässigkeit dieser Betreibungsart fest, weil die in Betreibung gesetzten Teilzahlungen ({ Annuitäten » im Sinne von Art. 41 Abs. 2 SchKG seien. Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 37. Die 8chuldbetreibungs- und Konkurslcammer zieht in Erwägung : 127 In Lehre und Praxis des schweizerischen Vollstreckungs- rechtes ist bisher der Begriff der Annuität im eigentlichen, engem Sinne verstanden und angewendet worden; so schon in einer Ansichtsäusserung des Betreibungsrates, veröffentlicht im Archiv für Schuldbetreibung und Konkurs Bd I Nr. 16, und in einem Entscheid des Bundesrates vom 22. Juli 1892, daselbst Nr. 22. Darnach sind Annui- täten nicht irgendwelche periodisch zu leistende Kapital- raten, sondern nur solche, die, wie bei der Amortisations- hypothek, in Form eines Zinszuschlages zu entrichten, also mit dem Zins zu einer einheitlichen, zumeist gleich- bleibenden Summe zusammengefasst sind, wobei sich die in jeder Zahlung enthaltene, von Jahr zu Jahr anwach- sende Kapitalrate an Hand der bisherigen Abzahlungen und des Zinssatzes ermitteln lässt. Die mit der vorliegenden Betreibung geltend gemachten, nach den Bestimmungen des Schuldbriefes vom Zins getrennten und zu dem in verhältnismässig hohen Beträgen und auf andere Termine zu leistenden Kapita1raten .sind augenscheinlich nicht· Annuitäten in diesem Sinne. Indessen möchte der Rekur- rent nun auch im Gebiete des Schuldbetreibungsrechtes den im Zivilrecht, im besondem bei Anwendung der Art. 862 und 874 ZGB zur Herrschaft gelangten weitem Begriff der Annuität angewendet wissen, der. den erwähnten Zinszuschlägen beliebige periodische, wenn auch vom Zins getrennte Kapitalraten gleichstellt, sofern sie im Pfandtitel selbst vorgesehen sind (vgJ. BGE 55 II 171 ff.). Entscheidend hiefür ist, ob es auch dem Sinn von Art. 41 Abs. 2 SchKG entspricht, solche Kapitalraten, die « eigent- lich » keine Annuitäten sind, gleich solchen zu behandeln. Das ist entgegen den Ausführungen des Rekurrenten zu verneinen. Aus der Erwägung, der Schuldbriefschuldner solle, solange ihm ein Gläubigerwechsel nicht angezeigt worden ist, gleich Zinsen und eigentlichen Annuitäten 1:!8 auch nndere im Pfandtitel vorgesehene Kapitalabzahlungen an den bisherig~'n Gläubiger mit befreiender Wirkung leisten können, ohne sich jeweilen vergewissern zu müssen, ob der Schuldbrief nicht etwa Hand geändert habe - aus der Erwägung also, der Erwerber eines Schuldbriefes müsse damit rechnen, dass die darin vorgesehenen Abzahlungen nach l\Iassgabe der in der Urkunde fest- gesetzten Termine erfüllt seien, gleichgültig ob im Grund- buch oder im Pfandtitel eine Verringerung des Kapitals vermerkt ist -, lässt sich nichts für die Gestaltung des Vollstreckungsverfahrens herleiten. Diese ist von der Lösung jener zivilrechtlichen Frage unabhängig. Wenn nun Art. 4l SchKG für pfandgesicherte Forderungen im allgemeinen die Betreibung nuf Verwertung des Pfandes vorschreibt und damit den Zugriff auf das übrige Vermögen des Schuldners nur für den allfälligen Pfandausfall gestattet, dann aber für grundpfandgesicherte «( Zinse oder Annui- täten » abweichend von der Regel die unmittelbare Voll- streckung in das ganze Vermögen des Schuldners, ohne Verzicht auf das Pfandrecht, zulässt, so besteht kein triftiger Grund, dieser Ausnahmeordnung ausseI' den Zinsen und Annuitäten im eigentlichen Sinne noch andere Kapitalabzahlungen zu unterstellen. Für das Kapital soll sich der Gläubiger nach Art. 41 grundsätzlich zunächst an das Pfand halten. Wird ihm zugebilligt, statt dessen für Zinse ohne weiteres ordentliche Betreibung anzuheben, so rechtfertigt es sich freilich,' ihm dieses Recht auch dann zu gewähren, wenn der Zins mit einer Amortisations- zahlung zusammengefasst ist, und von da aus bedarf es nur eines kleinen Schrittes, der Einfachheit halber die ordentliche Betreibung für die ganze Annuität statthaft zu erklären, die ja bei normaler Abwicklung des Schuld- verhältnisses jeweilen als einzige, ungeteilte Summe zu erbringen ist. Darin erschöpft sich der Bereich der Sonder- vorschrift von Art. 41 Abs. 2 (wobei deren Anwendbarkeit auf die speziellen « Annuitäten )} mit zeitlich beschränktem Pfandrecht gemäss Art. 821 ZGB unerörtert bleiben kann). Schuldbetr(>ibllngR- lind KonkUl'8reeht_ N° 37. 129 'Sie erstreckt sich nicht auf irgendwelche, vom Zins getrennte Kapitalabzahlungen, die vielmehr von der Regel des Abs. 1 beherrscht werden. Dabei kann es für die Betreibungsart keinen Unterschied ausmachen, ob die Abzahlung im Schuldbrief festgelegt sei oder auf besonderer Abmachung beruhe. Dem gelegentlichen Interesse eines Schuldners, statt auf Pfandverwertung auf Pfändung betrieben zu werden, worauf im Rekurs noch hingewiesen wird, wäre nicht damit gedient, dass ihm die ordentliche Betreibung für pfandgesicherte Kapitalforderungen gegen seinen Willen aufgezwungen würde. Es stand dem Schuldner frei, die vom Betreibungsamt richtig entsprechend dem Begehren des Gläubigers eingeleitete ordentliche Betreibung gelten zu lassen. Hätte er nicht Beschwerde geführt, so wäre diese Betreibung gemäss Art. 85 Abs. 2 der Verordnung über die Zwangsverwertung von Grundstücken in Kraft erwachsen. Mit der Beschwerde hat er nun aber von dem in Art. 41 Abs. 1 SchKG begründeten Rechte Gebrauch gemacht, den Gläubiger auf das Pfand zu verweisen. Dem vermag der Gläubiger weder mit einer Ueberspannung seines nur im Rahmen von Abs. 2 daselbst gegebenen Wahlrechtes noch mit dem Hinweis auf ein angebliches Interesse des Schuldners, das dieser selbst nicht erkannt hätte, wirksam entgegenzutreten. Demnach erkennt die SchUldbetreibunYI3- und Konkur8kammer: Der Rekurs wird abgewiesen.