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58 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 17. robjet d'une p~rsuite en realisation d'un gage immobilier. Or si ces dispositions font rentrer dans les mesures qui in- combent au gerant le payement des « redevances couran- tes )) teIles que celles qui sont dues (( pour l'eau, le gaz ou l'electricite», c'est parce qu'elles partent precisement de l'idee que ces installations, quand elles existent, contri- buent a la valeur de l'immeuble et que le defaut de paye- ment des redevances y relatives risquerait d'entrainer une diminution du rendement de l'immeuble. Il va des lors de soi que par « redevances courantes )) au sens de ces dispo- sitions, il faut entendre uniquement !es contributions qui representent la remuneration des services speciaux dont l'immeuble peut se trouver beneticier et dont la suppres- sion entrainerait une diminution de Ba valeur de rende- ment. En l'espece, l'Autorite cantonale a juge d'une maniere qui He le Tribunal federal, car il s'agit Ia d'une question relevant du droit cantonal, que l'impöt locatif de la com- mune de La Chaux-de-Fonds ne correspond pas a. un ser- vice particulier, qu'il n'a pas d'afiectation speciale et ne se distingue en rien des autres impöts, autrement dit qu'il sert, au meme titre que ceux-ci, a. couvrir les depenses de la commune. Un tel impot ne saurait donc etre assimile aux redevances prevues aux art. 17 et 94 ORI, et c'est a. bon droit que l'office s'est refus6 a. en operer le payement par prelevement sur les reven~s des immeubles de la d6bi- trice. La Ghambre detJ Poor8'UitetJ et detJ FaillitetJ prononce : Le recours est rejete.
17. BDtacheid vom 15. Kai 19S6 . i. S. Iobert Boach .1.-(1. Ar res t i e run g von S c h w e i zer p a t e n t e n, der e n I n hab er i mAu s I a n d e wo h n t: Zuständig sind die Behörden am Sitze des eidgenössischen Pa- t e n t amt e s, gleichgültig ob anderswo in der Schweiz Schuldbetreibungs. Und Konkursrecht. No 17. 69 ein Patentvertreter gemäss Art. 24 des Patentgesetzes bestellt worden ist. Art. 272 SchKG, 9 und 24 PatG. Sequestre de brevet8 d'invention dont le titulaire habite a l'etranger : Competence des autoriMs au siege du Bureau federal de la proprieM intellectuelle, meme si un mandataire a 13M commis ailleurs en Suisse, conformement a l'art. 24 de la loi sur les brevets d'invention; (Art. 272 LP, 9 et 24 LBI). Seque.stro di brevetti d 'invenzione svizzeri il cui titolare abita all'estero : sono competenti le autorita della sede dell'ufficio federale della proprieta intellettuale anche se un mandatario e stato designato in conformitB. dell'art. 24 della legge sui brevetti d'invenzione, in un'altra localitB. deUa Svizzera. (Art. 272 LEF e 24 LBI). Die Robert Bosch A.-G. in Stuttgart, deren Schweizer- patente in Bern als dem Sitze des eidgenössischen Patent- amtes arrestiert worden sind, beschwert sich über diese Massnahme, weil als Arrestort nicht Bern, sondern Genf, der Wohnort wes für die Schweiz bestellten Patentver- treters, anzuerkennen sei. Von der kantonalen Aufsichts- behörde mit Entscheid vom 27. April 1936 abgewiesen, hat sie Rekurs an das Bundesgericht eingelegt. Die Sck'lildbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung : Schweizerpatente eines im Auslande wohnenden Inha- bers gelten, wie bereits entschieden worden ist, als am Sitze des eidgenössischen Patentamtes gelegen und sind daher an diesem Orte zu arrestieren (BGE 1912 I 702 ff. = Sep.-Ausg. 282 ff.). Die Beschwerdeführerin hält eine Ab- weichung von diesem Grundsatze für geboten, wenn der Patentinhaber, wie es hier zutrifit, einen anderswo in der Schweiz wohnenden Vertreter im Sinne von Art. 24 des schweizerischen Patentgesetzes vom 21. Juni 1907 bestellt hat. Die angerufene Bestimmung bietet jedoch hierfür keine Handhabe, im Unterschied zu § 12 des deutschen Patentgesetzes vom 7. April 1891/12. Dezember 1923, der ausdrücklich bestimmt, der Wohnsitz des Patentvertreters habe als der Ort, wo sich der Vermögensgegenstand be-
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. :No 17. findet, zu gelten, womit dann auch nach § 23 der deutschen Zivilprozessordnung ein Gerichtsstand für vermögens- rechtliche Ansprüche irgendwelcher Art begründet ist, gleichgültig ob sie überhaupt mit Patenten zusammen- hangen und in den Tätigkeitsbereich des Patentvertreters fallen (vgl. dazu PIETZKER, Kommentar, 1929, zu § 12 PatG Anm. 7). Eine solche Regel ist im schweizerischen Gesetze nicht aufgestellt, und es rechtfertigt sich auch nicht, sie für das schweizerische Vollstreckungsrecht, das über den « Ort » von Patentrechten nichts bestimmt, zu überneh- men. Hat der Patentinhaber selber keinen Wohnsitz in der Schweiz - wie hier, denn die Bestellung eines Patent- vertreters schafft entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Ansicht keinen Geschäftssitz am Wohnorte des Vertreters -, so liegt es näher, auf den Sitz des eidgenös- sischen Patentamtes als auf den Wohnort eines allfälligen Patentvertreters abzustellen. Denn während das Patent- amt in allen Fällen von der Arrestierung benachrichtigt werden muss und davon Vormerk zu nehmen hat zu Han- den des Patentregisters (dessen Einträge gemäss Art. 9 PatG gutgläubigen Dritten gegenüber die Verfügungsbe- rechtigung verbindlich ausweisen; Art. 9 Pat G), hat der Patentvertreter als solcher mit dem Patentarrestierungs- und dem darauffolgenden Betreibungsverfahren nichts zu tun. Ihm liegt nach Art. 24 PatG nur ob die « Vertretung in dem nach Massgabe dieses Gesetzes stattfindenden Verfahren, sowie in den das Patent betreffenden Streitig- keiten », und demgemäss ist ein Gerichtsstand an seinem Wohnort nur vorgesehen für « die in solchen Rechtsstreitig- keiten gegen den Patentinhaber anzustellenden Klagen ». Erstreckt sich also die Handlungsbefugnis des Patentver- treters nicht auf ein Arrest-, Betreibungs- und Zivilstreit- verfahren betreffend irgendwelche Forderungen, wofür Patente nur als]Vollstreckungssubstrat in Anspruch ge- nommen werden, so stehen die Patentrechte augenschein- lich in näherer, für das Vollstreckungsverfahren wesent- licherer Beziehung zum Sitze des Amtes, wo auch das Sohuldbetreibungs. rind Konkursrecht. N° 17. 61 Patentregister geführt wird. Daher ist die Arrestierung von Schweizerpatenten eines im Auslande wohnenden Inhabers ohne Rücksicht darauf, ob er irgendwo in der Schweiz einen Patentvertreter hat, in Bern vorzunehmen. Diese Lösung hat, abgesehen von ihrer Einfachheit, den Vorzug, das Vorgehen zu erleichtern, indem Nachfor- schungen nach einer Patentvertretung und deren Wohn- sitz unterbleiben können. Dem Interesse des Patentin- habers, dass sein allfälliger Patentvertreter möglichst bald von einer Arrestierung Kenntnis erhalte, wird durch die Mitteilung des Patentamtes ohnehin Rechnung getragen; übrigens wäre das Betreibungsamt des Wohnbezirks des Vertreters gleichfalls nicht verpflichtet, sich mit diesem in Verbindung zu setzen, da er, wie dargetan, in diesem Verfahren keine gesetzliche Handlungsvollmacht hat. Endlich sieht die Beschwerdeführerin in der angefochtenen Entscheidung mit Unrecht eine ungleiche Behandlung von Ausländern und damit eine Verletzung des mit Deutsch- land am 31. Oktober 1910 abgeschlossenen Staatsvertrages (eidgenössische Gesetzessammlung 1911 692); denn es wird nur der schweizerische oder ausländische Wohnsitz und nicht die Staatsangehörigkeit in Betracht gezogen. Demnach erkennt die Schuldbeir.- u. Konkurskamnl,er : Der Rekurs wird abgewiesen. Siehe ferner Nr. 19 und 22. - Voir en outre N° 19 et 22.