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61_II_188

BGE 61 II 188

Bundesgericht (BGE) · 1935-01-01 · Deutsch CH
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188

Obligationenrecht. N° 42.

de cet acte du :propre employe du demandeur. Cette 1con-

sideration justifie un partage de la responsabilite et il y a

lieu, en consequence, de ramener ex aequo et bono de

12000 a 6000 fr. le montant des dommages-interets

alloues par la Cour cantonale au demandeur.

Pa1' ces motifs, le Tribunal federal prononce :

Le recours est admis partiellement et le jugement

attaque est modifie en ce sens que le montant de l'indem-

nite due par la re courante a l'intime est ramene a 6000 fr.,

avec interets a 5 % des le 19 septembre 1933.

42. Auszug aus dem Urteil der I. ZivilabteUung

vom 10. JIlß 1935

i. S. Verband Schweizerischer Parquetta.brikanten

gegen Osine C;yprien Cllapatte S. A.

Aus tri t tau s der Gen 0 s sen sc h a f t, Art. 684 OR.

1. ZuliiBsigkeit eines durch den Genossenschaftszweck erforderten,

auf nicht allzulange Dauer beschränkten Aus tri t t s ver -

bot e s oder Aus tri t t s ver z ich t e s. Erw. 1.

2. Aus tri t tau s w ich t i gen G r ü n den.

a) Das Recht zum Austritt aus wichtigen Gründen. Erw.2.

b) Unmittelbare Wirksamkeit der Austrittserklärung (ohne

Richterspruch). Erw. 3.

c) Begriff des wichtigen Grundes. Erw. 4.

A. -

Am 28. April 1932 gründete eine grössere Anzahl

Parquetfabriken eine Genossenschaft unter der Firma

« Verband Schweizerischer Parquetfabrikanten ».

In den Statuten wurde als eine der wichtigsten Aufga-

ben des Verbandes der sogenannte Zentralverkauf vorge-

sehen. Darnach sollten Bestellungen nur noch durch den

Verband aufgenommen und von diesem nach Massgabe

eines Kontingentierungssystems unter die Mitglieder zur

Ausführung verteilt werden.

B. -

Unter den GrÜlldungsmitgliedern befand sich die

Usine Cyprien Chapatte S. A. in Les Breuleux.

Obligationenrecht. N° 42.

189

Diese beschwerte sich bei der Geschäftsführung des

Verbandes wiederholt darüber, dass ihr zu wenig Bestel-

lungen zugewiesen würden. Am 1. August 1933 setzte sie

der Geschäftsführung bis zum 15. August Frist zur Aus-

gleichung des Rückstandes, mit der Androhung, dass sie

sich sonst von jeder Verpflichtung dem Verbande gegenüber

als befreit betrachten werde. Da sie von der ihr erteilten

Antwort nicht befriedigt war, erklärte sie am 19. August

1933 den Austritt aus dem Verband mit sofortiger

Wirkung.

C. -,Mit der vorliegenden, gegen die Genossenschaft

eingereichten Klage hat die Chapatte S. A. verlangt, es

sei die Rechtsgültigkeit des von ihr am 19. August 1933

aus wichtigem Grunde, mit sofortiger Wirkung erklärten

Austrittes aus dem Verband festzustellen.

Als wichtigen Grund machte sie geltend, dass der Ver-

band die kontingentgemässe Verteilung der Bestellungen

unter die Mitglieder nicht zustande bringe und damit die

statutarische Aufgabe des Zentralverkaufs nicht zu erfüllen

vermöge.

Die beklagte Genossenschaft hat Abweisung der Klage

beantragt.

D. -

Durch Urteil vom 12. April 1935 hat das Handels-

gericht des Kantons Bern festgestellt, dass die Mitglied-

schaft der Klägerin der beklagten Genossenschaft gegen-

über am 19. August 1933 erloschen ist.

E. -

Dieses Urteil ist vom Bundesgericht am 10. Juli

1935 bestätigt worden.

Aus den Erwägungen:

1. -

Nach Art. 684 OR steht, solange die Auflösung der

Genossenschaft nicht beschlossen ist, jedem Genossen-

schafter der Austritt frei. Ein statutarisches Verbot des

Austrittes oder ein vertragsmässiger Verzicht auf denselben

ist ungültig.

Diese Bestimmung ist von der Rechtsprechung ständig

dahin ausgelegt worden, dass nicht nur ein absolutes

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Obligationenrecht. N° 42.

Austrittsverbot :ungültig sei, sondern auch jede erhebliche

Erschwerung defl Austrittes (BGE 37 II 420 f.; 45 II 658;

55 II 128 ff.). Dabei wurde immerhin für solche Erschwer-

ungen ein Vorbehalt gemacht, die der Genossenschafts-

zweck geradezu voraussetzt. Ebenso wird in zeitlicher

Hinsicht ein auf nicht allzulange Dauer beschränktes Aus-

trittsverbot als rechtsgültig zu betrachten sein, wenn der

Zweck der Genossenschaft eine derartige Bindung der Mit-

glieder erfordert. Diese Auffassung. die schon von HAFNER

in N. 3 zu Art. 684 vertreten worden ist, erscheint heute

noch umso mehr gegeben, als der bundesrätliche Revisions-

entwurf für die Titel XXIV bis XXXIII des Obligationen-

rechts in Art. 832 die Möglichkeit, dass der Austritt aus der

Genossenschaft durch die Statuten oder durch Vertrag

für eine bestimmte Zeit ausgeschlossen werden kann, aus-

drücklich vorsieht; der Grundsatz ist in der parlamentari-

schen Beratung gutgeheissen worden, und eine Differenz

besteht nur noch insofern, als der Ständerat die Höchst-

dauer des Austrittsverbotes bezw. des Austrittsverzichtes

auf fünf Jahre, der Nationalrat (mit dem Bundesrat) auf

zehn Jahre ansetzen will (Sten. Bult Ständerat 1932 S. 95

ff., 289 ff.; Nationalrat 1934 S. 178 ff.).

Art. 4 der vorliegenden Statuten verpflichtet die Mit-

glieder, der Genossenschaft mindestens 3 Jahre anzuge-

hören. Die Klägerin stellt nicht in Abrede, dass eine der-

artige mehrjährige Bindung der Mitglieder an sich durch

den Genossenschaftszweck gerechtfertigt wäre, und be-

gründet demgemäss ihren vorzeitigen Austritt nicht etwa

mit der Unzulässigkeit der erwähnten Statutenbestim-

mung. Unter diesen Umständen hat auch der Richter

keinen Anlase, deren Gültigkeit in Zweifel zu ziehen.

Die Klägerin beruft sich vielmehr auf wichtige Gründe,

die nach ihrer Ansicht dem Genossenschafter jederzeit

das Recht geben, mit sofortiger Wirkung aus der Genossen-

schaft auszutreten.

2. -

Es frägt sich daher in erster Linie,ob tatsächlich

von Gesetzes wegen ein Recht zum sofortigen Austritt aus

wichtigen Gründen besteht.

Obligationenl'echt. No 42.

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Nach Art. 684 Abs. 3 OR kann der Austritt, wenn über

den Zeitpunkt und die Kündigungsfrist in den Statuten

nichts bestimmt ist, nur am Schlusse des Geschäftsjahres

nach vierwöchentlicher Kündigung erfolgen. Vom Aus-

tritt aus wichtigen Gründen ist nicht ausdrücklich die

Rede. Das steht ihm aber nicht notwendig entgegen.

Die Genossenschaft ist nach der ihr vom Gesetzgeber

zugedachten Funktion vorwiegend Personenvereinigung

im Gegensatz zur Aktiengesellschaft als reiner Kapital-

vereinigung. Die Mitglieder sind nicht, oder jedenfalls

nicht nur mit Kapital an der Genossenschaft beteiligt, son-

dern mit ihrer wirtschaftlichen Persönlichkeit; der Ver-

band dient der Förderung ihres Berufes, ihrer Unterneh-

mung, ihrer Erwerbs- oder Verbrauchswirtschaft, die mehr

oder weniger eng mit ihm verknüpft werden. In diesem

Sinne definiert Art. 678 OR die Genossenschaften als Per-

sonenverbände, durch die, ohne dass sie zur Kategorie der

Kollektiv-, Kommandit-, Kommanditaktien- oder Aktien-

gesellschaften gehören, gemeinsame Zwecke des wirt-

schaftlichen Verkehrs verfolgt werden. V gl. hiezu u. a.

HUBER, Eintritt und Austritt von Mitgliedern einer Ge-

meinschaft, Z. f: Schw. R., n. F. Bd. 40 S. 25 ff.; KÖNIG,

Die Berücksichtigung der wirtschaftlichen und sozialen

Funktion der Genossenschaft, Z. d. Hern. Jur. V., Bd. 71,

S.460.

Daraus ergibt sich ohne weiteres die Notwendigkeit, dem

Genossenschafter auf wichtige Gründe hin den sofortigen

Austritt aus dem Verbande zu gewähren. Es können Ver-

hältnisse eintreten, unter denen dem Genossenschafter in

Anbetracht der ihm durch die Mitgliedschaft auferlegten

persönlichen und sachlichen Bindungen ein weiteres Ver-

bleiben im Verbande billigerweise nicht zuzumuten ist.

Daher muss ihm in einem solchen Falle der sofortige Aus-

tritt freistehen. HAFNER, N. 3 zu Art. 684, will das durch

analoge Anwendung des {heutigen) Art. 545 Ahs. 2 OR

(= Art. 547 aOR) erreichen, wo die sofortig~ Auflösung

der einfachen Gesellschaft aus wichtigen Gründen vorge-

sehen ist. Dieser Umweg über die von der Genossenschaft

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ObHgationenrecht. No 42.

etwas abgelegene einfache Gesellschaft erscheint jedoch

nicht einmal notwendig; zum gleichen Ziele führt nach dem

Gesagten schon" die wesensgemässe Auslegung des Genos-

senschaftsrechtes selbst.

Das Ergebnis entspricht auch der bereits erwähnten

Rechtsprechung zu Art. 684 OR, nach der das Recht des

freien Austrittes als Prinzip zu gelten hat und demnach

eher in ausdehnendem Sinne zu interpretieren ist. Darf

der freie Austritt schon für normale Verhältnisse durch

keinerlei statutarische oder vertragliche Bestimmungen

ausgeschlossen oder erheblich erschwert werden, so muss

der Genossenschafter erst recht und zwar in diesem Falle

sofort aus dem Verbande austreten können, wenn wichtige

Gründe dafür vorliegen.

Demgegenüber mag ·freilich eingewendet werden, dass

in Wirklichkeit zahlreiche Genossenschaften existieren, bei

denen die Mitglieder vorwiegend oder sogar nur mit Kapital

beteiligt seien und auf die daher die vorigen Erwägungen

praktisch nicht zutreffen. In der Tat hat die unzuläng-

liche Fassung des Gesetzes die Bildung von Genossen-

schaften ermöglicht, die sich von den Aktiengesellschaften

im wesentlichen bloss noch durch das veränderliche Grund-

kapital unterscheiden. Allein das bedeutet gegenüber dem

gesetzgeberischen Gedanken, von welchem das Genossen-

schaftsinstitut beherrscht ist, nichtsdestoweniger eine Ent-

fremdung, die für die prinzipielle Frage des Austrittes aus

wichtigen Gründen nicht massgebend sein kann. Es ist

vielmehr auf den gesetzlich primären Charakter der Ge-

nossenschaft als Personengemeinschaft abzustellen, der

übrigens bei der grossen Mehrzahl der Genossenschaften

auch tatsächlich gewahrt ist, und der sofortige Austritt aus

wichtigen Gründen daher jedenfalls im Grundsatz zuzu-

lassen. Für die Genossenschaften, die vorherrschend Ka-

pitalvereinigungen sind, wird sich dann bei sachgemässer

Anwendung des Begriffes der wichtigen Gründe von selbst

eine entsprechende Beschränkung dieses Austrittsrechtes

ergeben.

ObHgationenrecht. No 42.

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Für das Recht zum Austritt aus wichtigen Gründen spre-

chen sich auch ältere und neuere Autoren aus, so neben

HAFNER, a. a. O. : ROSSEL, OR, 4. Aufl., Bd. 11 N. 262,

S. 174; GUHL, OR, § 72 11 S. 304. (Den gegenteiligen

Standpunkt vertritt, zur Hauptsache mit dem bereits er-

ledigten Hinweis auf das Kapitalelement in den Genossen-

schaften, BACHMANN; N. 3 zu Art. 684.)

Zu den bisherigen Erwägungen kommt im übrigen noch,

dass der Revisionsentwurf zum OR in Art. 836 den Aus-

tritt aus wichtigen Gründen ebenfalls zulässt, welchem

Grundsatz die eidgenössischen Räte von Anfang an zuge-

stimmt haben (Sten. Bull. Ständerat 1932 S. 95 ff., 1935

S. 289 f.; Nationalrat 1934 S. 178 ff.).

3. -

Fraglich bleibt noch, ob der Genossenschafter den

Austritt rechtlich wirksam von sich aus erklären kann oder

ob derselbe vom Richter bewilligt werden muss. Die

Auflösung der einfachen Gesellschaft aus wichtigen Grün-

den muss nach Art. 545 Abs. 2 j n Verbindung mit Art. 545

Ziff. 7 OR beim Richter verlangt werden. Dabei handelt

es sich jedoch, wie der bernische Appelationshof in einem

durch die Vorinstanz zitierten Urteil vom 4. Mai 1911

(Z. d. bern. Jur. V., Bd. 48 S. 225) zutreffend auseinander-

setzt, um eine Ausnahmebestimmung.

Gestattet die

Rechtsordnung die Auflösung eines Rechtsverhältnisses

aus wichtigen Gründen, so ist im allgemeinen davon auszu-

gehen, dass es hiezu keines Richterspruches bedarf. So

steht denn auch die Auflösung des Miet- (Art. 269 OR), des

Pacht- (Art. 291) und des Dienstvertrages (Art. 352) den

Parteien selber zu. Dafür aber, dass eine richterliche Mit-

wirkung beim Austritt aus der Genossenschaft erforderlich

wäre, sind keine hinreichenden Gründe ersichtlich, zumal

ja der Austritt eines Genossenschafters, anders als bei der

einfachen Gesellschaft, nicht die Auflösung der Genossen-

schaft zur Folge hat.

4. -

Mit den Erwägungen über die Zuläffsigkeit des Aus-

trittes aus wichtigen Gründen wurde auch schon ausge-

sprochen, was als wichtiger Grund anzusehen ist: Ein

A8 61 II -

1935

13

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Prozessrecht. N° 43.

wichtiger Grund liegt dann vor, wenn wesentliche persön-

liche oder sachliche Voraussetzungen, unter denen der Ein-

tritt in die GenÜ8senschaft erfolgte, nicht mehr vorhanden

sind und infolgedessen dem Genossenschafter das weitere

Verbleiben im Verbande nicht zugemutet werden kann.

Nicht erforderlich ist, dass die GenosseIlEchaft an diesen

Verhältnissen ein Verschulden treffe. Der Begriff des wich-

tigen Grundes für den Austritt aus der Genossenschaft

deckt si ch also mit demjenigen für die Auflösung des

Dienstvertrages und der einfachen Gesellschaft. Dabei

kommt als wesentliche Voraussetzung, unter welcher der

Eintritt in eine Genossenschaft erfolgt, vor allem in Be-

tracht, dass der Verbandszweck erfüllt werde; kann der

Zweck nicht oder nicht mehr erreicht werden, so liegt

darin ein wichtiger Grund zum sofortigen Austritt, gleich-

wie bei der einfachen Gesellschaft zur sofortigen Auflö-

sung. Vgl. hiezu BGE 16 S. 777; 19 S. 317; 45 I 339.

IV. PROZESSRECHT

PROCEDURE

43. Urteil der lI. Zivila.bteilung vom 11. Juli 1935

i. S. Gut & Co. A..-G. gegen Ea.ufmann-Frey.

Streitwert (Art. 59 OG), Z 11 sam m e n r e c h nun g m eh·

r e r e r K lag e ans p r ü c h e (Art. 60 Abs. 1 OG). Nicht

in die Zusammenrechnung fallen Ansprüche, die vor dem Bun-

desgericht nicht mehr streitig und mit den noch streitigen nicht.

konnex sind.

Auf Grund einer Abtretung gemäss Art. 260 SchKG

focht die Berufungsklägerin als Gläubigerin der in konkurs-

amtlicher Liquidation befindlichen Hinterlassenschaft des

am 4. Januar 1933 verstorbenen Peter Kaufmann dessen

am 6. Oktober 1932 erfolgten Verkauf der Liegenschaft

Prozessrecht. N° 43.

195

Sommerau in Horw samt Inventar an seine Ehefrau, die

heutige Berufungsbeklagte, sowie die vor dem Verkauf

erfolgte Errichtung einer Grundpfandverschreibung im

Höchstbetrage von 3000 Fr. auf der genannten Liegen-

schaft zugunsten seines Bruders Adolf Kaufmann gestützt

auf Art. 287 Ziff. 2 und 3 und Art. 288 SchKG mittelst

einer einzigen Klage an. Mit Urteil vom 11. April 1935

hat, in Bestätigung desjenigen der 1. Instanz, das Ober-

gericht des Kantons Luzern die Klage gegen beide Beklagte

abgewiesen. Mit der vorliegenden von der Klägerin einge-

legten Berufung an das Bundesgericht wird nur die Klage

gegen die Ehefrau Kaufmann-Frey weitergezogen mit dem

Antrag auf Gutheissung.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung :

Der Streitwert der allein weitergezogenen Klage gegen

Frau Kaufmann-Frey ist gleich dem Werte der durch den

angefochtenen Kauf von ihr erworbenen Liegenschaft.

Der Kaufpreis von 27,100 Fr. war laut Feststellung der

Vorinstanz übersetzt; die Liegenschaft war nach der

Schatzung des ersten Experten bloss 25,000 Fr., nach der-

jenigen des Oberexperten sogar bloss 23,900 Fr. wert. Hie-

von kommen in Abzng die übernommenen Aufhaftungen im

Betrage von 22,500 Fr. (einschliesslich der Grundpfandver-

schreibung von 3000 Fr. zugunsten des Adolf Kaufmann,

die infolge der endgültigen Abweisung der Anfechtungs-

klage gegenüber diesem zu Recht besteht), plus 500 bis

700 Fr. ausstehende, von der Käuferin zur Zahlung über-

nommene Grundpfandzinsen. Von der ersten Schatzung

und einem Zinsbetrag von 500 Fr. ausgegangen beträgt

also der anfechtbar erworbene Wert der Liegenschaft

25,000 Fr. minus 23,000 Fr. = 2000 Fr.; von der Schätzung

des Oberexperten ausgehend gelangt man zu einem solchen

von bloss 900 Fr. Für sich allein erreicht also die Klage

gegen Frau Kaufmann den für die bundesgerichtliche

Kompetenz erforderlichen Streitwert von 4000 Fr. auch

bei Zugrundelegung der höheren Schatzung nicht, wohl