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61_III_213

BGE 61 III 213

Bundesgericht (BGE) · 1935-10-31 · Deutsch CH
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Pfandnachlaasverfahren. No 58.

teils wegen der schlechten Vorsaison und den in der

Hochsaison erzielten äusserst bescheidenen Preisen.

B. -

Die Obergerichtliehe Justizkommission Obwalden

ist am 31. Oktober 1935 auf das Gesuch « zur Zeit nicht

eingetreten ».

O. -

Diesen Entscheid hat die Rekurrentin an das

Bundesgericht weitergezogen mit dem Antrag auf Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz z ur vollständigen

Durchführung des Eröffnungsverfahrens.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

zieht in Erwägung :

Um die Eröffnung des Pfandnachlassverfahrens zu

erlangen, muss der Schuldner nach der neuen Vorschrift

des Art. 1 Abs. 2 litt. c des Bundesbeschlusses vom 21.

Juni 1935 glaubhaft machen, dass er sich ohne Erfolg

um eine gütliche Verständigung mit den Pfandgläubigern

bemüht hat. Die Vorinstanz hat den beiden einsprechen-

den Kantonalbanken eingeräumt, « dass die Korrespondenz

mit der Obwaldner Kantonalbank ... in der Tat kaum

als eine Bemühung im Sinne der erwähnten Vorschrift

aufgefasst werden kann », und « dass Bemühungen um eine

gütliche Verständigung mit den übrigen Pfandgläubigern

gemäss Zugabe der Schuldnerin überhaupt keine statt-

gefunden haben ».

Damit hat die Vorinstanz das neu

aufgestellte Erfordernis auf nicht zu rechtfertigende Weise

überspannt. Die Rekurrentin ist keineswegs unversehens

mit ihrem Gesuch um Eröffnung des Pfandnachlassver-

fahrens hervorgetreten, sondern hat die beiden Banken

-

andere Pfandgläubiger haben ihr keine Schwierigkeiten

gemacht -

über die Gründe ihrer Zahlungsschwierigkeiten

auf dem Laufenden gehalten. Insbesondere hat die Rekur-

rentin die Banken nicht etwa mit leeren Worten hinzu-

halten versucht, sondern auch noch in letzter Zeit, wenn

auch mit erheblicher Verspätung, Zahlungen an sie geleistet

und ist damit den an sie gestellten Anforderungen zum

Teil nachgekommen. Es ist nicht ersichtlich, wie anders

Pfandnachlassverfahren. No 59.

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als durch weitere Zahlungen die Rekurrentin sich um

eine gütliche Verständigung mit der Obwaldner Kantonal-

bank hätte bemühen können. Dass sie etwa aus Renitenz

Zahlungen zurückgehalten hätte, ist nicht dargetan;

namentlich ist nur zu billigen, dass sie sich nicht bis auf

den letzten Rappen von Mitteln entblösste. Wenn die

Rekurrentin deswegen nicht zu einer gütlichen Verstän-

digung mit der Obwaldner Kantonalbank gelangt ist,

weil sie nicht imstande war, die von dieser Bank gesetzten

Bedingungen zu erfüllen, so ist dies noch kein Beweis

dafür, dass sie sich um eine Verständigung nicht bemüht

habe. Stund ihr kein Geld zur Verfügung -

und das

Gegenteil ist nicht bewiesen -, so erwies sich bei der

Stellungnahme der Bank jedes weitere Bemühen um eine

gütliche Verständigung von vorneherein als fruchtlos.

Gegenüber der Nidwaldner Kantonalbank stand der

Rekurrentin auch kein anderes Verständigungsmittel zu

Gebot als ein Gesuch um private Stundung. Dass dieses

nicht mehr ausdrücklich gestellt wurde, nachdem die

Verständigung mit dem Hauptgläubiger gescheitert war

und deshalb die Verständigung mit den kleineren Gläubi-

gern nichts mehr nützen konnte, darf der Rekurrentin

nicht weiter zur Last gelegt werden.

Demnach erkennt die SchUldbetr.- u. Konkurskammer :

Der Rekurs wird dahin begründet erklärt, dass der

angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zur

weiteren Behandlung . des Gesuches der Rekurrentin an

die Vorinstanz zurückgewiesen wird.

59. Arret du 4 decemlDre 1936 dans la causa Bagnoud.

Concordat hypothooaire.

Les creanciers n'ont pas qualiU pour-:recourir au Tribunal federnl

contre Ia decision par laquelle l'autorite de ~oncordat refuse

d'homologuer 1e concordat.

(ArreM federal du 21 juin 1935, art. 45 aI. 2.)

214

Pfandnachlassverfahren. N° 59.

P fan d na c h La s s ver fa h ren.

Die Gläubiger sind nicht legitimiert, einen die Bestätigung des

Nachlassverttages ver w e i ger nd e n Entscheid der Nach-

lassbehörde ans Bundesgericht weiterzuziehen.

(Bundesbeschluss vom 21. Juni 1935, Art. 45 Abs. 2).

Concordato ipotecario.

I creditori non hanno veste per ricorrere al Tribunale federale

contro la decisione mediante la quale l'autoritit deI concordato

rifiutö d'omologare il concordato.

(Decreto fed. 21 giugno 1935, art. 45 cp. 2.)

Vu la decision en date du 7 novembre 1935, par laquelle

le President du Tribunal du district d'Aigle a refuse

d'homologuer le concordat presenM par Dame Arnold-

Kipfer, proprietaire de la clinique « les Fleurettes», a

Leysin;

Vu le recours forme par L. Bagnoud, negociant a Leysin,

qui conclut a l'annulation de cette decision et a l'homo-

logation du concordat;

Considerant que l'art. 45 al. 2 de l'arreM federal du

21 juin 1935 « instituant des mesures juridiques tempo-

raires en faveur de l'industrie höteliere et de la broderie »

dispose que « la decision de l'autoriM de concordat peut

etre deferee au Tribunal federal par le debiteur ou la

SocieM fiduciaire dans toute son etendue, et en outre

par chaque creancier et caution dans la mesure OU elle

le concerne»;

qu'il ressort de la forme de ce texte et notamment des

mots « dans la mesure ou elle le concerne» que le legis-

lateur n'a pas entendu accorder le meme droit de recours

aux creanciers et aux cautions qu'au debiteur et a la

SocieM fiduciaire;

que ces mots doivent s'interpreter en ce sens que seules

peuvent faire l'objet d'un recours de la part d'un creancier

les decisions qui portent atteinte a ses droits (cf. art. 19

de l'ordonnance du II avril 1935 concernant la procedure

de concordat pour les banques et les caisses d'epargne);

que s'il peut en etre ainsi d'une decision d'homolo-

gation, soit qu'elle ait eM rendue au mepris de la loi,

Staatsverträge

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soit encore qu'elle consacre une situation qui meconnaisse

les droits des creanciers les uns envers les autres, il n'en

est pas de meme de la decision par laquelle l'autoriM

cantonale refuse d'homologuer le concordat;

que ce refus peut sans doute avoir pour consequence

de faire perdre a certains creanciers le benefice du divi-

dende promis, mais qu'il n'en resulte cependant aucune

atteinte aleurs droits, puisque ]e droit de proposer un

concordat est un privilege reserve au debiteur et qu'il

n'appartient pas aux creanciers de substituer a la proce-

dure ordinaire d'execution une liquidation amiable par

voie de concordat.

La Ohambre des PouTsuites et des Faillites prononce :

Le recours est irrecevable.

C. Staatsverträge.

Traites interDationaux.

ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD-

BETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER

ARR1tTS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES

ET DES FAILLITES

ABKOMMEN ÜBER DEN DEUTSCH-SCHWEIZERISCHEN

VERRECHNUNGSVERKEHR

ACCORD POUR LA COMPENSATION DES PAIEMENTS

GERMANO-SUISSES

Siehe Nr. 57. -

Voir N° 57.