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60_III_175

BGE 60 III 175

Bundesgericht (BGE) ·III · 1934-10-17 · Deutsch CH
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44. Auszug aus dem Entscheid vom 17. Oktober 1934

i. S. Gasparinettis Erben.

Art. 92 und 93 SchKG.

Lohnbeträge, die der Schuldner über das «Existenzm~imu:n J1

hinaus zur Abzahlung von Kompetenzstücken benötIgt, smd

in der Betreibung für andere Forderungen nicht pfändbar.

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Schuldbetreibungs- und Kon1rursrecht. No 44.

Art. 92 et 93 LP. La partie du salaire dont le debiteur a besoin

pour payer par acomptes des objets qui lui sont indispensables

ne peut etl~ saisie pour d'autres creances.

Art. 92 e 93 L~'. La parte deI salario di cui il debitore abbisogna

per pagare per a conti degli oggetti indispensabili, non e pigno-

rabile per altri crediti.

Mit Recht sind sodann ausser dem Existenzminimum

diejenigen Beträge als unpfändbar ausgeschieden worden,

die der Schuldner (neben den gänzlich unbestrittenen

Versicherungsabzügen) zur Abzahlung von Möbeln auf-

zuwenden hat. Wieweit sie diesen Möbeln nicht Kompe-

tenzqualität zuerkennen wollen, haben die Rekurrenten

nicht angegeben. Eine nähere Prüfung dieser Frage

erübrigt sich aber, da man nach Abzug der Versicherungs-

prämien ohnehin schon unter das Existenzminimum ge-

langt. Grundsätzlich ist dem Schuldner das für die Ab-

zahlung von Kompetenzstücken Erforderliche über das

Existenzminimum hinaus zu belassen, sofern ihm nicht

ausnahmsweise zugemutet werden kann, dafür das Exi-

stenzminimum selbst anzugreifen; denn sonst müsste er

gewärtigen, dass ihm die (unter Eigentumsvorbehalt gelie-

ferten oder bloss vermieteten) Kompetenzstücke weg-

genommen würden. Freilich kommt nach Art. 92 Ziffer 2

SchKG die Unpfandbarkeit nur den betreffenden Haus-

geräten als solchen zu; der Schutzzweck dieser Bestimmung,

verlangt es aber, dass die allenfalls für die Abzahlung

benötigten Lohnbeträge ebenfalls nicht für andere For-

derungen gepfändet werden können.

Pfandna.chlassverfahren. N0 46.

B. Pfandnachlassverfahren.

Procedure de concordat hypothecaire.

ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD-

BETREmUNGS- UND KONKURSKAMMER

ARR1i:TS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES

ET DES FAILLITES

45. Extrait de l'arm du 23 septembre 1934

dans Ia cause 13anque Popula.ire Suisse.

Ooncordat hypothicaire hOtelier.

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Recevabilite du recowrs au Tribunal federal: Une fois le concordat

homologue, un oreancier ne saurait profiter du recours prevu

par l'art. 37 al. 3 de l'arreM du 30 septembre 1932 pour soulever

un moyen qu'il a neglige de faire valoir devant l'autoriM de

conoordat, en recourant contre l'ordonnance du oommissaire

(art. 37 aI. 2).

L'application de l'art. 3 aI. 2 de l'arreM du 30 septembre 1932

presnppose que les interets soient egalement garantis par le

gage. Cette disposition n'est done pas applicable dans Ie cas Oll

le droit de gage eonsistant en une hypotheque constituee en

garantie d'un compte de credit d concurrence d'une somme maxi-

mum, le capital de la oreance depasse deja alui seul ce maximum

(Arrete fooeral du 30 septembre 1932, art. 3 et 37.)

Hot e 1 p fan d n a 0 h las s ver f a h ren.

Zu I ä s s i g k ei t der We i te r z i e h u n g an das B u n-

des ger ich t: Ist der Naohlassvertrag einmal genehmigt,

so steht es einem Gläubiger nicht zu, mit dem Rekurs nach

Art. 37 Abs. 3 des Bundesbesohlusses vom 30. September 1932

einen Beschwerdepunktaufzugreifen, den er im Beschwerde-

verfahren gegen die Verfügung des Sachwalters (Art. 37 Abs. 2)

vor der Nachlassbehörde nicht geltend gelnacht hat.

Die Anwendung des Art. 3 Abs. 2 des Bundesbeschlusses vom 30.

September 1932 setzt voraus, dass die Zinsen ebenfalls pfand-