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56_III_189

BGE 56 III 189

Bundesgericht (BGE) · 1930-01-01 · Italiano CH
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188 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 46. dibili in modo indubbio, vengono a naseere dopo un aeereditamento regolare e legale degli emolumenti a favore

• dell'Ufficio (0 dello Stato), sarebbe eceessivo l'esigere ehe questi importi debbano essere stornati e riversati neUa massa a tacitamento di siffatti debiti. In questo sens() dispone il diritto germanieo, ehe ai debiti della massa spetta la priorita sulle spese solo dopo ehe siasi rivelato, ehe gli attivi della massa non bastano per soddisfarne i debiti. Le tasse potranno dunque essere percepite definiti- vamente fintanto che un'insuffieienza della massa non e eonstatabile. Se, eseguiti questi aeereditamenti definitivi, da deeisioni dei ereditori puo nascere Ia possibilita d'insuf- ficienza degli attivi per assunzione di obblighi (debiti) di qualehe importanza, l'Ufficio deve rendere attenti i creditori a quest'eventuaHta e chieder loro degli anticipi per un eventuale taeitamento di siffatti debiti.

4. - Applicando questi prineipi al caso in esame, risulta: La deci;,ione dei creditori d'iniziare le cause di responsabilita in discorso fu presa solo nel 1926. Non e ammissibile, ehe gianegli anni 1923 e 1924 (nei quali certe somme furono aeereditate aHo Stato a titolo di emolumenti (v. sopra sotto lettera C), l'Ufficio abbia potuto prevedere, ehe per siffatti aeereditamenti la massa sarebbe talmente impoverita, da non poter saldare-Ie spese .di queste cause, iniziate solo nel1927 e definite ne11929. Non esiste quindi un obbligo dell' Uffieio di rifol'ldere le somme devolute- gli a titolo di tasse nel 1923 e 1924. Per contro, non potevano essere aeereditate allo Stato le tasse che gli furono versate solo il 17 maggio 1930 (v. sopra sotto lett. C), p~rche, come sembra, il relativo importo rappre- sentava allora il solo attivo rimanente e l'Ufficio doveva prevedere il caso ehe dovesse rifondere aHa parte Hüblin Ie spese da questa incontrate neHa causa. Infatti la sentenza deI Tribunale federale, colla quale queste spese furono addossate aHa massa attrice definitivamente, data deI 12 giugno 1929, seguita a breve scadenza (26 giugno

1929) dall'esecuzione N. 87818. Schuldbetreibungs- lmd Konlmrsrecht. N° 47. ]89 A questa soluzione non e di ostaeolo la eircostanza, ehe, eome fu detto, quest'importi di 800 fr. e 182 fr. 55 sono gia stati devoluti aHo Stato, la posizione giuridiea dei creditori della massa non potendo essere diversa da quella ehe fosse se gli emolumenti in discorso fossero rimasti nella eassa dell'Ufficio. La giurisprudenza di questa Corte ha deI resto contante- mente ammesso ehe, ove l'Ufficio abbia erroneamente versato apersone non legittimate a riceverli degl'importi percepiti, le Stato puo esser tenuto dall'Autorita di Vigi- lanza a rifonderli alle persone cui spettano, ove non si possa piu rivendicarli dal terzo non legittimato. A fortiori, 10 Stato dovra rifonderli quando egli stesso li ha a torto pereepiti (v. in questa materia, JAEGER, Comm. 3 all'art. 263 e supplemento II deI 1921 ; le sentenze e gli autori ivi citati e specialmente RU 43 III N. 7 ; 50 III N. 15). La, Gamera esecuzwni e fallimenti pronuncia : TI ricorso e accoito nel senso ehe l'obbligo dell'Ufficio di solvere aHa ricorrente il credito litigioso (esecuzione N. 87818) e li:~itato a 982 fr. 55 (800 fr. devoluti aHo Stato nel1924 e 182 fr. il17 maggio 1930), senza interessi.

47. Entscheid vom as. Oktober 1930 i. S. OfenfabrikSursee' Eine Akt i eng e seIl s c h a f t, über die das K 0 n kur s- ver f a h ren eröffnet, mangels (zur Kostendookung genü- gender) Aktiven ein g e s tell t und hernach mangels Sicherheitsleistung geschlossen worden ist., kann nicht mehr betrieben werden. Ne peut plus etre poursuivie 10. societ6 anonyme decmree en faillite, dont m liquidation a eM suspendue pour cause d'in- suffisance des biens (pour couvrir les frais), puis olöturlle faute de sfuetes. !ilon pub essere escussala societa anonima dichiarata in fallimento,

10. cui liquidazione fu sospesa per insufficienza. di beni (per coprire le spese), poi chiusa per mancanza di garanzie. 190 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 47. Am 24. Juni 1930 wurde über die Aktiengesellschaft Hyllo der Konkurs eröffnet. Da laut dem Konkurs-

• inventar an Aktiven nur Fahrnisgegenstände und Gut- haben im Schätzungswerte von 1034 Fr. 20 ets. bezw. 100 Fr. vorhanden waren und an ersteren das Retentions- recht für Mietzins im Betrage von 3300 Fr. beansprucht wurde, verfügte der Konkursrichter am 26. Juni die Einstellung des Konkursverfahrens. Die öffentliche Be- kanntmachung der Einstellung mit der Anzeige, dass, falls nicht binnen zehn Tagen ein Gläubiger die Durch- führung des Konkursverfahrens begehre und für die Kosten hinreichende Sicherheit leiste, das Verfahren geschlossen werde, blieb erfolglos. Auf Begehren der Rekurrentin stellte das Betreibungs- amt Bern-Land der Ryllo A.-G. am 12. August einen Zahlungsbefehl (Nr. 30,747) und, nach Unterbleiben des Rechtsvorschlages, am 6. September die Pfändungs- ankündigung zu. Am 15. September führte « der frühere Geschäftsführer der Ryllo A.-G. )} Beschwerde mit dem Antrag auf Auf- hebung der Pfändungsankündigung, den er damit begrün- dete, dass zufolge Löschung im Handelsregister die Aktien- gesellschaft Ryllo nicht mehr als Rechtssubjekt bestehe. Die kantonale Aufsichtsbehörde hat am 26. September 1930 die Beschwerde zugesprochen und die Betreibung NI'. 30,747 als nichtig aufgehoben. Diesen Entscheid hat die Rekurrentin an das Bundes- gericht weitergezogen mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde und Anordnung des Pfändungsvollzuges. Die Schuldbetreibunys- und Konku1'skammer zieht in Erwägung : Schon in BGE 53 III S. 187 ist ausgesprochen worden, dass eine Aktiengesellschaft, über die das Konkursver- fahren eröffnet, mangels Aktiven eingestellt und hernach mangels Sicherheitsleistung für die Verfahrenskosten geschlossen worden ist, nicht als Rechtssubjekt weiter- Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 47. 191 besteht und daher auch nicht der Zwangsvollstreckung durch Pfändung unterliegt. Hieran ist festzuhalten, und zwar namentlich auch in dem hier zutreffenden, damals bereits ins Auge gefassten Falle, dass etwelche Aktiven vorhanden sind, die aber voraussichtlich nicht einmal zur Deckung der Kosten des summarischen Konkursverfahrens hinreichen, sei es nicht verpfändete Aktiven, sei es dass unversicherte Gläubiger das Bestehen von behaupteten Pfandrechten bestreiten wollen. Wie bereits damals ausge- führt und vom Gesetz eindeutig bestimmt worden ist (SchKG Art. 230: « das Verfahren geschlossen werde I}), zieht die Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven beim Ausbleiben der Sicherheitsleistung für die Verfahrenskosten nicht den Widerruf, sondern vielmehr den Schluss des Konkursverfahrens nach sich. Somit bleibt es bei der gemäss Art. 176 SchKG und 28 der Handels- registerverordnung im Anschluss an das Konkurserkennt- nis vorgenommenen Löschung der Aktiengesellschaft im Handelsregister. Die infolge Konkurses im Handels- register gelöschte Aktiengesellschaft aber wird nur noch insofern und für solange aufrechterhalten, als es zur Abwickelung der Liquidation ihres Vermögens auf dem Wege des Konkursverfahrens notwendig ist. Sowohl für als gegen sie kann nun nurmehr in der Weise vorgegangen werden, wie es die Bestimmungen über das ordentliche oder das summarische Konkursverfahren - mit Einschluss des Art. 269 SchKG über nachträglich entdeckte Ver- mögensstücke - oder über die Verwertung verpfändeter Grundstücke und analog anderer verpfändeter oder retinierter Vermögensstücke (vgl. BGE 53 III S. 191) zugunsten der Pfandgläubiger nach erfolgter Einstellung des· Konkursverfahrens mangels Aktiven (Art. 134 der Verordnung über die Zwangsverwertung von Grund- stücken) vorsehen. Gerade die letztere Vorschrift hat nur deshalb aufgestellt werden können und müssen, weil die infolge Konkurses im Handelsregister gelöschte Aktien- gesellschaft nur noch zu Konkurszwecken weiterbesteht l()2 S<:huldbetreibungs. und Konkursrecht. No 47. und nach Schluss des Konkursverfahrens als Rechts- subjekt gänzlich verschwindet und somit überhaupt nicht mehr betrieben werden kann, von den Pfandgläubigern ebenso wenig wie von den gewöhnlichen Gläubigern ; denn andernfalls hätte es dieser Vorschrift nicht bedurft, die eine Ausnahme von der Einstellung des Konkursverfahrens vorsieht (vgl. BGE 56 III S. 120). Dass die Rekurrentin demgegenüber ihre Pfändungsbetreibung nicht auf Art. 40 SchKG stützen kann, wonach die Personen, welche im Handelsregister eingetragen waren, noch während sechs Monaten, nachdem die Streichung durch das Handels- amtsblatt bekannt gemacht worden ist, der K 0 n kur s- betreibung unterliegen, versteht sich von selbst (vgl. BGE 53 III S. 190). Sodann ist unerfindlich, an wen nach erfolgter Löschung einer Aktiengesellschaft die für sie bestimmten Betreibungsurkunden wirksam zugestellt ·werden könnten. Aus allem folgt, dass, wenn das Kon- kursverfahren eingestellt wird, weil die nicht pfandbela- steten Vermögensstücke einer Aktiengesellschaft voraus- sichtlich zur Deckung der Kosten des summarischen Konkursverfahrens nicht hinreichen und sich kein Gläu- biger findet, der dafür Sicherheit leistet, jenes Vermögen !ler Zwangsvollstreckung entzogen bleibt und gemäss Art. 57 ZGB dem Gemeinwesen. anheimfällt. Entspre- chendes gilt für Vermögensstücke, bezüglich ·welcher ein Gläubiger sich Pfandrechte aI}masst, ohne die Durch- fiihrung der Liquidation zu verlangen, aber auch wenn er die Durchführung der Liquidation verlangt, jedoch das behauptete Pfandrecht nicht anerkannt werden sollte (es wäre denn, dass hierin je nach den Umständen die Ent- deckung von Masse-Vermögensstücken nach Schluss des Konkursverfahrens im Sinne des Art. 269 SchKG gesehen werden könnte, wofür aber hier nichts vorliegt). Im einen wie im anderen Fall ist es den übrigen Gläubigern, versagt, für ihre Forderungen Zwangsvollstreckung zu beanspru- chen, sei es in das unbestritten pfandfreie Vermögen der schuldnerischen Aktiengesellschaft, sei es in solche Ver- Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. );"0 48. 193 mögensstücke, an welchen Pfand- oder Retentionsrechte Dritter geltend gemacht werden, die sie bestreiten möch- ten. Ihnen hiefür die Pfändungsbetreibung zur Verfügung zu stellen, erweist sich nicht nur als rechtlich unmöglich, sondern wird auch nicht von der Billigkeit verlangt, nach- dem sie keinen Gebrauch gemacht haben von dem ihnen zu Gebote stehenden Rechtsbehelf, für die Kostell, des summarischen Konkursverfahrens Sicherheit zu leisten, in -welchem sie das beanspruchte Pfand- oder Retentionsrecht hätten bestreiten können. Wenn die Rekurrentin nun einen Nachteil erleidet, weil sie die hiefür gesetzte Frist ver- streichen liess, ohne sich um die Rechtsgrundlagen des behaupteten Retentionsrechtes zu kümmern, so hat sie sich dies selbst zuzuschreiben. Demnach erkennt die Schuldbetr.- ~{,1ld Konk'urskammc'f: Der Rekurs wird abgewiesen.

48. Entscheid :vom 1. NovembGf 1930 i. S. Kanton Bern. Absolut unp f ä n d bar sind die Forderungen a.n Ver sie h e· run g s k ass e n für k a n ton ale 0 der G e m ein d e· b e amt e, wenn sie nach kantonalem Rechte nicht a.btretbar sind, OR Art. 362 Abs. 1. Sont totalement insaisissables les creances contre les caisses d'assurance de fonctioIUlaires cantonaux ou communaux lorsque, en vertu du droit cantonal, elles sont incessibles (art. 362 a1. ler CO). Sono impignorabili totalmente 1e prestazioni. delle casse rli aSRi- cnrazioni di impiegati cantonali 0 comunali quando sono incessibili a stregua deI diritto cantonale (art. 362 cap. 1 CO). Mit der vorliegenden Beschwerde verlangen die Steuer- behörden des Kantons Bern die vom Betreibungsamt Biel abgelehnte Pfändung des das Existenzminimum über- steigenden Teiles der Invalidenrente, die der Rekurs- gegner von der Invaliden-, Witwen- und Waisen-Ver- sicherungskasse für die ständigen Beamten, Angestellten