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55_II_162

BGE 55 II 162

Bundesgericht (BGE) · 1929-01-01 · Deutsch CH
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l62

Famllienrecht. N0 32.

Unterhaltsanspruch der Ehefrau und befasst es sich nicht

mit dem E r s atz ans pr u c h der Mutter gegen den

Vater für den gemeinsamen Kindern gewährten Unterhalt

(entgegen der voraus gedruckten Inhaltsangabe, die jedoch

versehentlich über den Inhalt des Präjudizes hinausgeht).

Sodann betrifft es nicht einen urteilsmässig längst fest-

gesetzten Unterhaltsbeitrag, wie er vorliegend streitig ist.

Für solche urteilsmässig festgesetzten Unterhaltsbeiträge

aber ergibt sich das Nachforderungsrecht ohne weiteres

aus den einschlägigen Vorschriften des Zwangsvollstrek-

kungsrechtes, wonach definitive Rechtsöffnung dafür ver-

langt werden kann, ausseI' wenn Tilgung oder Stundung

oder Ver jäh run g (Art. 81 SchKG) oder aber Urteils-

änderung oder Wegfall einer Grundlage der Beitragspflicht

vor dem Auflaufen der einzelnen geltend gemachten

Rentenverpflichtung nachgewiesen wird (BGE 41 I S. 122

Erw.4). Vorliegend wollte dies offenbar nur deshalb nicht

versucht werden, weil die vom Schei<;lungsgericht geneh-

migte Parteivereinbarung keine über 50 Fr. per Monat

hinausgehende ziffermässige Bestimmung enthält.

32. Extrait cis l'arret cie la IIe Seotion civile

ciu 12 septembre 1e2e dans la causa B. contre B.

Art. 138 00. Notion de l'injure grave.

Il est incontestable que le defendeur a commis une faute

q ui est a l'origine de la mesentente entre les epoux et qui a

porte atteinte au lien conjugal. Ainsi qu'il ressort du

dossier, B. n'a pu resister a l'inclination qu'il avait pour

demoiselle X.; non seulement illui a avoue ses sentiments

mais il a recherche sa compagnie, en se promenant ave~

elle et en l'allant voir a son domicile; illui a fait en outre

present de sa photographie. Contrairement a ce qu'en

pense l'instance cantonale, ces faits ne constituent pas une

injure grave< au sens de l'art. 138 CC; d'apres la juris-

prudence, l'application de cet article suppose une injure

Erbrecht. No 33.

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qui frappe directement la personne de l'epoux, la blesse

profondement, et qui est de nature aportel' atteinte a son

honneur et a 1a consideration dont elle jouit aupres de ses

semblables; de plus, l'injure doit proceder d'une veritable

intention d'offenser (cf. arrets non publies Kern c. Kern du

21 fevrier 1929 et Strasse c. Strasse du 8 juillet 1929). En

l'espece, 1a conduite de B. envers demoiselle X. ne sau-

rait etre assimilee a une injure gr3.ve pour la demande-

resse; elle ne trahit rien d'autre qu'un manque d'egards

et de respect; elle est une sorte de tromperie morale, qui

ne constitue pas une cause determinee de divorce, mais

peut etre invoquee uniquement a l'appui d'une demande

basee '9ur l'art. 142 CC.

II!. ERBRECHT

DROIT DES SUCCESSIONS

33. Auszag aus dem tTrteU cier II. Zivilabteilung

vom ao. Juni 19ae i. S. Eeer gegen Heer.

Aus g 1 eie h u n g Geger<stand der Zuwendung beim negotium

cum donatione mixtum ist nicht ein Teil des verkauften Objektes.

sondern ein Teil des Kaufpreises. Die Höhe dieser Zuwendung

bleibt unverändert, ob sich der Wert des verkauften Objektes

nachträglich verändert oder nicht.

Art. 630 Abs. 1 ZGB.

:Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der

Beklagte das väterliche Gewerbe,im Jahre 1912 zu einem

Preis erhalten hat, der 5000 Fr. unter dem Ertragswert

stand. Die Vorinstanz nimmt nun weiter an, dass die

schenkungsweise Zuwendung der 5000 Fr. nicht in bar

erfolgt sei, sondern in der Liegenschaft enthalten war,

und dass deshalb ihr Wert im gleichen Verhältnis,wie

derjenige der Liegenschaft selbst gestiegen sei. Sie will

damit offenbar sagen, die Zuwendung habe in einem Teil

der Liegenschaft bestanden, der zur letztern im gleichen

Verhältnis gestanden sei, wie die 5000 Fr. zum Gesamtwert